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Wenn Dir das Buch »Wenn Muskeln weinen – Zwischen ­Krafttraining und Doomscrolling« von Tim Holland gefallen hat, wirst Du auf dieser Seite Bücher finden, die Du wahrscheinlich auch gerne lesen wirst.


Angst vor Männern von Nicole List
€22,50
Erzählendes Sachbuch, das inspiriert. Mut zur Veränderung: ästhetisch gestaltetes Essay zum Nachdenken

„Ich hasse Männer nicht. Ich habe Angst vor ihnen.“ Es hat Jahre gedauert, bis Nicole List sich erlaubt hat, diese Sätze zu denken – noch viel länger, sie laut auszusprechen. So hart das klingt, so sehr sind sie eine Befreiung: von dem nagenden Gefühl der Unsicherheit in Herz, Hirn und Magen, von selbstauferlegtem Schweigen und nicht zuletzt davon, Männer aus ihrer Verantwortung zu entlassen. Nicole List findet eine beeindruckende Sprache dafür, was es heißt, in einer Welt aufzuwachsen und zu leben, die von und für cis Männer gemacht ist. Sie benennt schmerzhafte Wahrheiten, teilt Erfahrungen und schont niemanden, am wenigsten sich selbst. Das Kunststück, das ihr mit „Angst vor Männern“ gelingt: Sie verweilt nie in Schuldzuweisungen, sondern fordert vehement das angstfreie Leben für alle – und zeigt, was dafür notwendig ist. Worte, die tiefer gehen und Texte, die lange nachwirken: Wenn Geschichten mehr sind als Zeitvertreib. Bei Wasser Publishing finden Sie Essays und Erzählungen zu gesellschaftlichen und kulturellen Debatten, die inspirieren, aufwecken und zum Nachdenken anregen. Hochwertige Bücher, die Sie nicht mehr aus der Hand legen wollen, in denen es immer Neues zu entdecken gibt und die auch in aller Kürze Weltbewegendes vermitteln können. • Herausfordernde Themen aus Gesellschaft, Politik und Kultur: offen, mutig und ermuti-gend erzählt, in ästhetisch gestalteten Essaybänden renommierter Autor:innen • Die Schönheit des Essays in all ihren Facetten entdecken und entfalten • Bücher, die zu kritischen Betrachtungen anregen: Dafür steht Wasser Publishing • Erzählende Sachbücher, die zu Veränderungen ermutigen • Texte, die bewegen: Streitschriften zu Themen, die uns alle angehen Sich in ein Thema vertiefen, es von allen Seiten betrachten, dann die Gedanken dazu für sich selbst und andere verständlich einfangen: Das ist das Anliegen des Essays. Im besten Fall werden so komplexe Ideen leicht fassbar und der Grundstein für einen weiteren Diskurs ist gelegt. Bei Wasser Publishing wird dieser besonderen erzählenden Kunstform die Bühne geboten, die sie zum Wirken braucht. Für Bücher zum Nachdenken, die in ihrer Vielgestaltigkeit die ganze Schönheit und Kraft der Worte abbilden.
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Weinen vor Plastikblumen von Vedran Džihić
€22,50
Erzählendes Sachbuch, das inspiriert. Mut zur Veränderung: ästhetisch gestaltetes Essay zum Nachdenken

Am 4. Mai 1980 – Vedran Džihić ist vier Jahre alt – findet ein Fußballspiel zwischen Roter Stern Belgrad (Serbien) und Hajduk (Kroatien) statt. Plötzlich die Nachricht: Tito ist gestorben – die Fußballer brechen weinend auf dem Rasen zusammen. Eine kollektive Trauer erfasst das ganze Land, und bis heute fragt sich Vedran Džihić : Waren diese Tränen echt? Nun wagt er den Blick in seine eigene Geschichte des Weinens als Sohn, Vater, Mann und verknüpft sie mit großen gesellschaftlichen Umwälzungen. Feinfühlig nähert er sich dem jungen Vedran, der nach Krieg und Flucht das Weinen verlernt hat. Džihić enthüllt die Mechanismen der falschen Tränen von Diktatoren, erzählt von Momenten der Rührung mit seinen Töchtern, wundert sich über Männlichkeitsmythen – und feiert das Weinen als subversive Kraft, die uns sichtbar werden lässt: als Menschen. Worte, die tiefer gehen und Texte, die lange nachwirken: Wenn Geschichten mehr sind als Zeitvertreib. Bei Wasser Publishing finden Sie Essays und Erzählungen zu gesellschaftlichen und kulturellen Debatten, die inspirieren, aufwecken und zum Nachdenken anregen. Hochwertige Bücher, die Sie nicht mehr aus der Hand legen wollen, in denen es immer Neues zu entdecken gibt und die auch in aller Kürze Weltbewegendes vermitteln können. • Herausfordernde Themen aus Gesellschaft, Politik und Kultur: offen, mutig und ermuti-gend erzählt, in ästhetisch gestalteten Essaybänden renommierter Autor:innen • Die Schönheit des Essays in all ihren Facetten entdecken und entfalten • Bücher, die zu kritischen Betrachtungen anregen: Dafür steht Wasser Publishing • Erzählende Sachbücher, die zu Veränderungen ermutigen • Texte, die bewegen: Streitschriften zu Themen, die uns alle angehen Sich in ein Thema vertiefen, es von allen Seiten betrachten, dann die Gedanken dazu für sich selbst und andere verständlich einfangen: Das ist das Anliegen des Essays. Im besten Fall werden so komplexe Ideen leicht fassbar und der Grundstein für einen weiteren Diskurs ist gelegt. Bei Wasser Publishing wird dieser besonderen erzählenden Kunstform die Bühne geboten, die sie zum Wirken braucht. Für Bücher zum Nachdenken, die in ihrer Vielgestaltigkeit die ganze Schönheit und Kraft der Worte abbilden.
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Eine Frau geht einen trinken. Alleine von Lou Zucker
€16,00
Ein verdächtiges Heft. MaroHeft #11

Der durch die Stadt wandernde Flaneur, der einsame Wolf in den Nachtclubs, das Herrengedeck in der ­Eckkneipe: Das »alleine Ausgehen« ist bis heute eher ­Männersache. Viele Frauen verlassen das Haus nachts grundsätzlich nicht allein. Aus guten Gründen. Geht eine Frau doch einmal ohne Begleitung aus, so kann sie einiges erleben: Einfach mal in Ruhe einen trinken zu gehen, gehört nicht dazu. Die Frau an der Bar ist schnell allerlei ­Zuschreibungen ausgesetzt. Gewiss ist sie auf Männersuche? Sie ist ein zu beäugendes, herausforderndes Wesen, ein Objekt der Begierde – kein Streuner, der selbstbewusst die Lage checkt. Warum ist das so? Was ist der »öffentliche Raum«, besonders der dunkle, für ein Ort, wenn Frauen ihn betreten, vielleicht auch Drogen nehmen, feiern, tanzen oder einfach nur herumstromern wollen? MaroHeft #11: Ein Heft, das alleine ausgeht. Eine verdächtige Angelegenheit.
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Schwimmen / Schweben von Jaqueline Scheiber
€22,00
Ein glasklarer Essay über den Mut, Neues zu wagen und die befreiende Kraft des Schwimmens

Über den Mut, ins kalte Wasser zu springen

Ein glasklarer Essay über den Mut, Neues zu wagen und die befreiende Kraft des Schwimmens.

Jaqueline Scheiber hat jegliche sportliche Disziplin lange gemieden. Zu groß war die Unsicherheit, zu fremd die Codes. Doch eines Tages fasst sie allen Mut zusammen und taucht sprichwörtlich ein in eine neue Welt. Sie entdeckt das Schwimmen für sich und mit jedem Zug fühlt sie sich leichter, mit jeder Bahn wächst die innere Ruhe. In ihrem Essay erkundet die Bestseller-Autorin, was Schwimmen in uns auslösen kann. Durch ihre Urgroßmutter, die nie schwimmen lernen durfte, und ihre Mutter, die für Ungarns Schwimmteam in internationalen Wettbewerben antrat, erkennt sie die politische Dimension des Schwimmens.

Dieser Essay ist eine Liebeserklärung an das Strömende in uns, an die Möglichkeit, immer neue Wege zu finden und beweglich zu bleiben in unserem Alltag und unseren Gedanken.

1. Auflage mit Farbschnitt!
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Lob des widerspenstigen Lesens von Jasmin Riter
€22,50
Erzählendes Sachbuch, das inspiriert. Mut zur Veränderung: ästhetisch gestaltetes Essay zum Nachdenken

Sexistische Politiker, Rückschritte in der Frauenpolitik, Manfluencer, Tradwives – der Backlash ist real. Misogynie und Ausgrenzung von marginalisierten Gruppen are here to stay. Und was ist mit der Literaturszene? Jasmin Riter fragt sich zwischen Dark Romance, Büchern in Mülltonnen und der Diskussion zu „Geschnatter“: Waren wir nicht schon mal weiter? Repräsentation ist keine Option, sondern ein Auftrag. Was wir lesen, prägt unser Bild von uns und von anderen. Jasmin Riter sucht nach tragfähigen Ideen, wie wir uns nicht im Gegeneinander verlieren. Sie erzählt von Autor:innen als Feindbild, von feministischer Erschöpfung und Desillusionierung. Es bleibt die Frage, was Literatur und Feminismus leisten können, wenn wir von echtem Miteinander nicht nur reden, sondern es gestalten wollen. Worte, die tiefer gehen und Texte, die lange nachwirken: Wenn Geschichten mehr sind als Zeitvertreib. Bei Wasser Publishing finden Sie Essays und Erzählungen zu gesellschaftlichen und kulturellen Debatten, die inspirieren, aufwecken und zum Nachdenken anregen. Hochwertige Bücher, die Sie nicht mehr aus der Hand legen wollen, in denen es immer Neues zu entdecken gibt und die auch in aller Kürze Weltbewegendes vermitteln können. • Herausfordernde Themen aus Gesellschaft, Politik und Kultur: offen, mutig und ermuti-gend erzählt, in ästhetisch gestalteten Essaybänden renommierter Autor:innen • Die Schönheit des Essays in all ihren Facetten entdecken und entfalten • Bücher, die zu kritischen Betrachtungen anregen: Dafür steht Wasser Publishing • Erzählende Sachbücher, die zu Veränderungen ermutigen • Texte, die bewegen: Streitschriften zu Themen, die uns alle angehen Sich in ein Thema vertiefen, es von allen Seiten betrachten, dann die Gedanken dazu für sich selbst und andere verständlich einfangen: Das ist das Anliegen des Essays. Im besten Fall werden so komplexe Ideen leicht fassbar und der Grundstein für einen weiteren Diskurs ist gelegt. Bei Wasser Publishing wird dieser besonderen erzählenden Kunstform die Bühne geboten, die sie zum Wirken braucht. Für Bücher zum Nachdenken, die in ihrer Vielgestaltigkeit die ganze Schönheit und Kraft der Worte abbilden
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Über die moderne Art des Reisens von Vernon Lee
€15,00
Essays

Zu Unrecht zählt Vernon Lee zu den vergessenen und vernachlässigten Autorinnen des viktorianischen Fin de Siècle und der Moderne des frühen 20. Jahrhunderts. Sie ist eine der führenden kosmopolitisch ausgerichteten Intellektuellen jener Zeit gewesen. Schon früh war ihr Leben durch die zahlreichen Ortswechsel geprägt, die das Nomadendasein der Familie mit sich brachte. Stationen in Deutschland, England, Frankreich, der Schweiz, Belgien und Italien sind zu nennen. Es nimmt daher nicht wunder, dass sie sich auch mit wahrnehmungstheoretischen Fragen der Fortbewegung in der modernen Zeit beschäftigte und Reisejournale verfasste. Der aus dem Jahr 1897 stammende Essay On modern travelling stellt die grundsätzliche Frage nach dem Unterschied des Reisens in früheren und modernen Zeiten. Eine Kritik am touristischen Unterwegssein bleibt dabei nicht aus. Als Fortbewegungsmittel nimmt Lee vor allem die Eisenbahn in den Blick, die in dem kleinen Beitrag über verpasste Züge (1904) ihren allegorischen Anstrich erhält. Das Fahrrad indes, dem sie sich in dem hübschen Essay My bycicle and I (1904) widmet, darf als Gefährt eines freiheitlichen Lebensgefühls gelten.
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Muskeln aus Plastik von Kay Matter
€23,00
„Dieses Buch zu lesen ist wie Herzrasen in Slow Motion. Es tut weh, und das ist schön.“ Fatma Aydemir Kay ist schwer verknallt – und schwer erkrankt. Auf den Crush folgt jedes Mal ein Crash, auf starkes Herzklopfen Migräne, auf Knutschen Gliederschmerzen. Während Kay versucht, den Folgen von Long Covid zu entkommen, bringen nur die Sehnsucht nach Aron und der Wunsch nach einem starken, androgynen Körper Linderung. „Muskeln aus Plastik“ beschäftigt sich mit chronischer Erkrankung und Transness – und der Art und Weise, wie unsere Gesellschaft über „gesunde“ Körper nachdenkt und spricht. Gibt es überhaupt eine Sprache für Schmerz? Jenseits aller formalen und intellektuellen Traditionen untersucht Selma Kay Matter die dünne Linie zwischen Lust und Schmerz und erdenkt dabei neue Formen von Care, Intimität und queerem Widerstand – ein beeindruckendes, intuitives und bewegendes Debüt.
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Was ist schon für immer von Katja Lewina
€14,00
Vom Leben mit der Endlichkeit

»Berührend und brillant, ernst und trotzdem beschwingt und so gut geschrieben: Katja Lewina führt uns mit kühner Leichtigkeit durch die schwersten Gefilde des Lebens. Kann man ein schönes Buch über das Sterben schreiben? Eigentlich nicht. Katja Lewina ist es trotzdem gelungen.« DANIEL SCHREIBER Sterben – das tun doch immer die anderen. Die Alten vielleicht, die Kranken. Aber was, wenn der Tod näher ist als gedacht? Und unser Leben unwägbarer, als wir annehmen? Seit zwei Jahren weiß Katja Lewina von ihrer Herzerkrankung und dass sie ihr jederzeit das Leben kosten kann. Die Diagnose bekam sie kurz nach dem plötzlichen Tod ihres siebenjährigen Sohnes. Mit einem Mal wurde die Möglichkeit zu sterben Teil ihres Alltags. In ›Was ist schon für immer‹ beschäftigt sich Katja Lewina mit dem Thema Sterblichkeit und Verlust. Ausgehend von ihrer eigenen Situation, erkundet sie eine Erfahrung, die uns am Ende alle betrifft. Was macht unsere Endlichkeit mit der Liebe? Wie erklärt man sie den Kindern? Was wollen wir hinterlassen? Was holen wir aus unserem Leben raus – sollen wir der Gesundheit zuliebe es ruhig angehen lassen und damit eine Menge verpassen oder ganz im Gegenteil aufs Gas treten? Wie reagiert das Umfeld auf Krankheit und Tod? Gibt es richtige und falsche Worte? Was gehört geklärt und was vergessen? Diesen Fragen stellt sich Katja Lewina in elf Essays ohne die üblichen Carpe-diem-Plattitüden, aber mit dem unliebsamen Reminder: Sterben geht uns alle an.
Ähnliche Bücher wie Was ist schon für immer
Was ist schon für immer von Katja Lewina
€20,00
Vom Leben mit der Endlichkeit

»Berührend und brillant, ernst und trotzdem beschwingt und so gut geschrieben: Katja Lewina führt uns mit kühner Leichtigkeit durch die schwersten Gefilde des Lebens. Kann man ein schönes Buch über das Sterben schreiben? Eigentlich nicht. Katja Lewina ist es trotzdem gelungen.« DANIEL SCHREIBER Sterben – das tun doch immer die anderen. Die Alten vielleicht, die Kranken. Aber was, wenn der Tod näher ist als gedacht? Und unser Leben unwägbarer als wir annehmen? Seit zwei Jahren weiß Katja Lewina von ihrer Herzerkrankung und dass sie ihr jederzeit das Leben kosten kann. Die Diagnose bekam sie kurz nach dem plötzlichen Tod ihres siebenjährigen Sohnes. Mit einem Mal wurde die Möglichkeit zu sterben Teil ihres Alltags. In ›Was ist schon für immer‹ beschäftigt sich Katja Lewina mit dem Thema Sterblichkeit und Verlust. Ausgehend von ihrer eigenen Situation, erkundet sie eine Erfahrung, die uns am Ende alle betrifft. Was macht unsere Endlichkeit mit der Liebe? Wie erklärt man das den Kindern? Was wollen wir hinterlassen? Was holen wir aus unserem Leben raus – sollen wir der Gesundheit zuliebe ruhig machen und damit eine Menge verpassen oder ganz im Gegenteil aufs Gas treten? Wie reagieren Menschen auf Krankheit und Tod? Gibt es richtige und falsche Worte? Was gehört geklärt und was vergessen? Diesen Fragen stellt sich Katja Lewina in elf Essays ohne die üblichen Carpe-diem-Plattitüden, dafür mit extra viel No-Bullshit-Sauce. Und dem unliebsamen Reminder: Sterben geht uns alle an.
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Die Legende von den Strippenziehern von Peter Bierl
€16,00
Verschwörungsdenken im Zeitalter des Wassermanns

Sind Esoteriker, Reichs­bürger, Querdenker und Freunde der ­offenen ­Gesellschaft ­wirklich Gegner oder verbindet die Kontrahenten mehr als ihnen lieb ist? Eine Antwort darauf führt nicht zu den Rändern der Gesell­schaft, ­sondern in ihre ­Mitte. Der gängige Diskurs über Verschwörungstheoretiker folgt einem altbekannten Muster: Von den politischen Rändern würden radikale und antidemo­kratische Kräfte in die Mitte der Gesellschaft drängen, um diese mit irrsinnigen Theorien zu verführen. Peter Bierl widerlegt in seinem Essay die These der »verführten Mitte« und verweist stattdessen auf die Überzeugungen einer Gesellschaft, die all das verinnerlicht hat, was im Baukasten der Verschwörungs­ideologien zur Grundausstattung gehört: Antisemitismus, Nationalismus, Rassismus und ein Unbehagen am »entfes­selten Raubtierkapitalismus«. Letzterer wird in alter Tradition so kritisiert, wie er nicht kritisiert werden sollte, nämlich als Ausdruck einer gierigen Finanzelite, die den Rest der Welt mit geheimen Machenschaften übers Ohr haut. MaroHeft #4 stellt aktuelle Entwicklungen quer­denk­erischer Ideen in ihren historischen und politischen Kontext. Katharina Kulenkampff bebildert das Thema mit Szenen des sagen­­­umwobenen Planeten Concurrencia. (Ähnlichkeiten mit anderen Planeten und realen Systemen sind rein zufällig.)
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Marmor, Quecksilber, Nebel von Judith Schalansky
€24,00
Woraus die Welt gemacht ist | Drei berührende poetologische Expeditionen – ins Konkrete, ins Schillernde, ins Ungefähre

Es beginnt nicht mit einem weißen Blatt, sondern mit einem weißen Block, einem fast 27 Tonnen schweren Ungetüm aus massivem Marmor. Noch Monate nach der verhängnisvollen Begegnung auf einer Fähre vor der Insel Thassos lässt der Stein Judith Schalansky nicht los und führt sie auf eine schneeweiße Fährte in die Marmorbrüche und Bildhauerei-Ateliers, durch die dunkle, oft gewalttätige Geschichte von Materialgewinnung und Weltaneignung. Ein Workshop an der Kunsthochschule von Guadalajara wiederum gerät zu einer tollkühn-quecksilbrigen Performance als Apologetin der Buchkultur. Und die Rekonstruktion einer lang zurückliegenden Besteigung des meist nebelverhangenen Brockens verdichtet sich zu einer Enzyklopädie der Undurchsichtigkeit, die das Erhellende im Ungewissen sucht. Wie immer bei Judith Schalansky geht es in ihrem neuen Buch um alles: den Nährwert von Marmorschweinen, das Gewicht der Erde, den Belegungsplan der Arche Noah, die Wahrhaftigkeit mexikanischen Wrestlings oder das Brockengespenst – um Phänomene also, in denen sich die widerspenstige Wirklichkeit spiegelt und vervielfacht. Ihre drei windungsreichen, immer überraschenden Texte, mal Essay, mal Erzählung, erkunden mit spielerischer Präzision die materiellen Bedingungen des Lebens und nicht zuletzt des eigenen Schreibens.
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Fremder im Dorf / Schwarzer Körper von James Baldwin Teju Cole
€19,00
James Baldwin reist erstmals im Sommer 1951 nach Leukerbad, das, so denkt der Schriftsteller, wenig Ablenkung und somit optimale Voraussetzungen zum Schreiben bieten würde. Die sechshundert Menschen, die in dem von Bergen umringten Walliser Dorf leben, wo es kein Kino gibt und keine Bank, keine Bücherei und kein Theater, haben noch nie einen Schwarzen gesehen, die Kinder rufen ihm »N***r!« hinterher. Im Winter kehrt Baldwin noch zweimal zurück, schließt hier seinen ersten Roman ab und verfasst den Essay »Ein Fremder im Dorf«, der 1953 im Harper’s Magazine erscheint. Ausgehend von der Erfahrung, der einzige Schwarze in einem ausschließlich von Weißen bewohnten Dorf zu sein, schreibt Baldwin über Rassismus und die Geschichte weißer Vorherrschaft. Mehr als sechzig Jahre später, im Sommer 2014, reist Teju Cole nach Leukerbad, Baldwins Essay im Gepäck. In »Schwarzer Körper« tritt Cole mit Baldwin in den Dialog. Sind die älteren Menschen, denen er auf der Straße begegnet, die Kinder von damals? Das Dorf ist gewachsen. Cole ist kein »staunenswerter Anblick«, ist nicht häufiger verstohlenen Blicken ausgesetzt als in Zürich oder New York. Sechzig Jahre trennen die beiden Autoren, ein Ort führt sie zusammen, und obwohl sich die Dinge geändert haben, besteht der Rassismus fort.
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Die Rückseite des Krieges von Andriy Lyubka
€20,00
Literarische Reportagen

Andriy Lyubka erzählt in plastischer, spannend zu lesender, manchmal auch mit intellektuellem Humor bereicherter Sprache von Menschen an der Front und Menschen weit hinter der Front. Er begegnet Soldatinnen und Soldaten, freiwillige und eingezogene, er begegnet Frauen und Kindern, die sich plötzlich ohne Väter und Männer durchschlagen müssen, er begegnet Menschen aus unterschiedlichen Regionen, Roma, geflohene Tschtschenen, Familien, die nach Ausbruch des Krieges aus der Emigration in die Ukraine zurück­gekommen sind – eine Gesellschaft, deren Leben sich durch den Krieg auch dort, wo er noch fern ist, sehr plötzlich und radikal verändert hat. Das Buch enthält viele persönliche Erlebnisse und kuriose Reisenotizen von den Fahrten des Autors an die Front und zurück in seine Heimat Transkarpatien. Es wird deutlich, dass nicht nur die Armee kämpft, sondern zahllose freiwillige Helfer, die tagtäglich an die Front fahren und ihr Leben riskieren, so wie Tausende von Angestellten der Eisenbahn, die trotz schlecht bezahlter Arbeit regelmäßig in die Städte an der Front fahren, obwohl die Bahnhöfe ein vorrangiges Ziel der russischen Raketen sind. Oder die Elektrikerbrigaden, die sofort nach einem Beschuss mit der Wiederherstellung von Umspannwerken und Stromleitungen beginnen.
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PUNK von Dunajcsik Mátyás
€8,90
Punk ist eine Musikrichtung geboren aus Widerstand. Aus dem Willen, eine Stimme zu finden gegen gesellschaftliche Mißstände, aus der Lust, etwas zu bewegen; Menschen zu bewegen, und mit vermeintlich einfachen Mitteln selbst Bewegung zu werden. Punk ist eine rohe, eine widerständige, eine wilde Mischung aus politischen Überzeugungen, Weltanschauungen, Mode, Film, Bildender Kunst – und Poesie. Mátyás Dunajcsik feiert in seinem Essay die Punk-Poesie, und diejenigen, die sie nicht nur schreiben, sondern leben. Er feiert eine Poesie, die im Mosh-Pit den Elfenbeinturm zum Einsturz bringen will. Die Akademien zu BDSM-Klubs und Literaturhäuser zu Konzerthallen machen will – und kann. Eine Poesie, in der ein Baseball-Schläger genau so Ausdruck größter Zuneigung sein kann wie der zärtlich geführte Stift. Mátyás Dunajcsiks Essay ist eine Liebeserklärung an alle Freaks, Outcasts, Nerds und Weirdos, eine Quelle der Kraft, der Lust, und der Beginn eines neuen Widerstands.
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Gedankenspiele über die Geselligkeit von Karl-Markus Gauß
€12,00
Der begnadete Essayist und preisgekrönte Autor Karl-Markus Gauß stellt seine Gedankenspiele über die Geselligkeit an. Was ist Geselligkeit eigentlich genau und warum ist sie wichtig? Wann finden gesellige Momente statt? Mit wem teilt man sie – nur mit engsten Freund*innen oder auch mit Wildfremden? Und was unterscheidet sie von den vermeintlich verwandten Begriffen wie der Freundschaft und Gemütlichkeit? Wie ist es historisch betrachtet um die Geselligkeit bestellt? Von Schleiermacher bis Simmel oder kuriosen Ratgeberfundstücken von 1940 bis zum dänischen Exportgut aus der jüngsten Zeit – Karl-Markus Gauß beleuchtet scharf, klug und auch mit einem Augenzwinkern diesen wunderbaren Begriff, der in niemandes Leben zu kurz kommen sollte.
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Sterben von Marica Bodrožić
€22,00
Marica Bodrožić schreibt über das Wunder der menschlichen Existenz und zeigt, wie Endlichkeit und Neubeginn eine Ethik der Zärtlichkeit freisetzen. Ein sonniger Klinikgarten, ein Liegestuhl vor dem Hospiz – und die Erkenntnis: Die Autorität des Todes ist die Autorität des Lebens. Als die Autorin eine Diagnose bekommt, die ihren baldigen Tod bedeuten könnte, betritt sie einen »Zwischenraum«, jene Zone, in der die Zeit zwei Takte hat, den des Körpers und den des Bewusstseins. Aus dieser Grenzerfahrung heraus beschreibt sie, wie Sterblichkeit die Wahrnehmung schärft und Freiheit ermöglicht. Sie vollzieht die Denkbewegungen großer Philosophen und Schriftstellerinnen nach und fragt, was von uns bleibt, wenn alles Überflüssige abfällt. Ein literarisch-philosophischer Essay über Sterblichkeit als Schule des Sehens – und darüber, wie uns das Leben, das uns bleibt, intensiver, wahrhaftiger, freier werden lässt.
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The Slicks von Maggie Nelson
€16,00
Über Sylvia Plath und Taylor Swift

Eine persönliche Erkundung von Ruhm, Verletzlichkeit und weiblicher Genialität von der brillanten Maggie Nelson. Taylor Swift und Sylvia Plath. Zwei weltberühmte Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Die eine ist der größte Popstar unserer Zeit, die andere starb zu früh, um ihren Erfolg selbst erleben zu können. Was beide aber eint ist der Traum vom Weltruhm: Plath wollte unbedingt in The Slicks, in die Hochglanzmagazine, die für sie der Inbegriff von Öffentlichkeit waren. Swift bezaubert die Massen über alle Medien hinweg. Maggie Nelson widmet sich in diesem Essay zwei Ikonen: Die Dichterin ist durch ihre Lyrik unsterblich geworden, die Musikerin schreibt Lyrics, mit denen sie Millionen erreicht und berührt. Nelson blickt gewohnt scharfsichtig auf diese Phänomene und legt frei, warum Kritik immer dann besonders laut wird, wenn Frauen Ruhm wollen und erst recht, wenn sie ihn bekommen.
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Die neue ZEIT-Bibliothek der Weltliteratur
€22,00
»100 Bücher, 100 Lebensgefährten« | Die 100 bedeutendsten Werke der Weltliteratur

Die neue ZEIT-Bibliothek der Weltliteratur versammelt 100 Bücher, die uns trösten und berühren, die Fragen stellen und die Antworten diskret für sich behalten, die sich über die Jahre immer wieder neu und anders lesen. 100 Bücher, in denen alle Erfahrungen verhandelt werden, die uns menschlich machen: ob Liebe oder Verlust, Abschied oder Aufbruch, Angst oder Zuversicht. 100 Lebensgefährten. Literaten, Kritikerinnen und Kritiker, Redakteurinnen und Redakteure der ZEIT widmen sich jeweils einem dieser Bücher und schildern ihren ganz persönlichen Zugang zum Buch. Daniel Kehlmann fasziniert die Einzigartigkeit der Sprache im Faust, die ihn trotz zwischenzeitlicher Goethe-Müdigkeit immer wieder anzieht. Eva Menasse zeigt, wie aktuell Wer die Nachtigall stört gerade heute ist, und wer Clarice Lispectors Nahe dem wilden Herzen bis jetzt noch nicht kannte, fragt sich nach der Lektüre von Maja Beckers Würdigung, wie das eigentlich passieren konnte. Die ZEIT-Edition »100 Bücher, 100 Lebensgefährten« zeigt uns Literatur, die unabhängig von ihrem Alter lebendig und unverzichtbar an unserer Seite steht, die uns berührt und unsere Gefühle aus ihren Verstecken holt. • Ein unverzichtbares Lesebuch für alle, die Bücher lieben, und ein wunderbares Geschenkbuch • Mit Texten von Elke Heidenreich, Florian Illies, Daniel Kehlmann, Eva Menasse, Terézia Mora, Orhan Pamuk, Iris Radisch, Mithu Sanyal u. a. m.
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Die große Maskerade von Suzanne Césaire
€20,00
Schriften der Dissidenz (1941 - 1945)

Suzanne Césaires Werk umfasst sieben Essays, geschrieben für die von ihr mitbegründete Zeitschrift Tropiques 1941 bis 1945 in Martinique, in den schwierigen Jahren der »Dissidenz«, des Widerstands gegen das autoritäre Vichy- Regime, dem auch ihre karibische Heimatinsel unterstand In jedem Essay geht sie der Trope, dem Bild der Maske in einer anderen Facette nach, arbeitet jeweils den blinden Fleck und einen Imperativ der Erkenntnis heraus. Sie entlarvt Assimilation als Selbstverleugnung, bürgerliche Konventionen als erzwungene Anpassung – als Teile der »großen Maskerade«: Gegen die Anpassung an die Herrschenden setzt sie die Neuschaffung von postkolonialen Identitäten. Sie fragt nach der Rolle von Literatur und Kunst bei der Ausbildung der Identitäten. Im Surrealismus, seiner Suche nach einem neuen Imaginären, sieht sie einen Weg, aus der Sackgasse der Täuschung herauszukommen. Ein anderer ist die Négritude, jene Bewegung, die den beleidigenden Ausdruck aufnimmt und kämpferisch verkehrt.
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Angst von Tim Holland
€9,00
Angst ist allgegenwärtig. Sie lebt im Kinderzimmer mit den Monstern unter dem Bett, sitzt uns im Café maskiert gegenüber und quatscht beim Schreiben ständig dazwischen. Sie spricht uns an und sie spricht mit uns — sie erzählt und dichtet. Angst bringt Äußeres nach innen und projiziert innere Bilder nach außen. Tim Holland folgt diesem realitätsschaffenden Gefühl und schreibt gemeinsam mit der Angst. Dabei entsteht ein bisher ungekannter Möglichkeitsraum aus realen Fantasien und fiktiven Bildern, in den wir lustvoll hineingezogen werden. Was wäre also, wenn diesen Raum nicht nur Monster bewohnen, sondern ihm auch etwas Utopisches innewohnt?
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Kein Archiv wird Dich wiederherstellen von Julietta Singh
€15,00
Ausgehend von Gramscis Aufforderung, die historischen Spuren, deren Hinterlassenschaft unser Körper trägt, zu inventarisieren, legt Julietta Singh ein Archiv ihres Körpers an. Im Wissen um die gleichzeitige Unmöglichkeit wie Notwendigkeit des angestrebten archivarischen Unterfangens, verwebt der Essay persönliche Memoiren mit postkolonialer und queerer Theorie. Dabei kommen nicht nur die Porosität und Brüchigkeit sozial geformter und genormter Körper, sondern auch die Flüchtigkeit ihrer Spuren zutage. Singh formuliert den Körper abseits der ihm zugeteilten Grenzen als Lautarchiv, als Vaginalbibliothek, als Wissenskomplex und als Depot für die sprachlosen Erfahrungen von neurologischem Schmerz, Trauma, Geburt und Tod. Der Frage, was wir wann in unseren Körper hereinlassen oder aus ihm verstoßen und warum, wird mit radikaler Intimität nachgegangen. Dabei durchstreift das Essay Bereiche des Tabuisierten und Verdrängten: Praktiken des Einverleibens und des Ausstoßes – Kannibalismus und Vegetarismus, Penetration und Begehren, Stuhlgang und Bulimie – werden poetisch und politisch verhandelt, vom Verstand der Eingeweide bis in die Eingeweide des Verstandes.
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Zeitgeist von Raoul Schrott
€28,00
Ein Plädoyer für Menschlichkeit / Über uns, jetzt

Halb Essay, halb Gedichtband: Raoul Schrotts Analyse unserer Gegenwart am Beispiel des Zeitgeistes als bibliophiles Wendebuch Was ist Zeitgeist? Wie entstand er? Wie verbreitet er sich und prägt Gesellschaften? Auf welche Weise geben wir ihm nach oder behaupten uns gegen ihn? Und welche Auswirkungen hat er auf die Literatur? Ein Buch, wie nur Raoul Schrott es schreiben kann: halb Essay, halb Gedichtband, ein bibliophiles Wendebuch. Raoul Schrott legt in seinem Essay eine so überraschende wie einsichtige Analyse unserer Gegenwart vor. Als Kehrseite stellt er in seinen Gedichten uns selbst in Porträts einzelner Personen dar: ob jung oder alt, in Endzeitstimmungen und Glücksverheißungen, in den Gewissheiten jedes Einzelnen ebenso wie in seiner Desorientierung vor disparat gewordenen Zeiten. »Der weltgewandte Philosoph unter den Poeten.« Andreas Wirthensohn, Wiener Zeitung
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England, oh England von Rüdiger Görner
€20,00
Hoffnungsleidvolles über ein verlorenes Ideal Essays

Die Liebesbeziehung des Literaturwissenschaftlers und Essayisten Rüdiger Görner zu England begann vor knapp 45 Jahren: Als der 24-jährige Student »am späten Vormittag des 26. September 1981 in meinem mausgrauen Gefährt von der Autofähre in Dover rollte, die Kreidefelsen weiter vor mir, die langwierige Passkontrolle hinter mir und den grauen Himmel über mir, empfand ich den sofortigen Spurwechsel auf die linke Fahrseite als durchaus angenehm. Gleiches galt für den Kreisverkehr, der hierzulande weitaus ausgeprägter war, als damals auf dem europäischen Festland.«Jetzt, Jahrzehnte später, nach seiner Emeritierung als Professor für Neuere Deutsche Literatur, übersiedelte Görner wieder in eine rheinische Kleinstadt. Der Blick zurück ist keiner im Zorn, aber das Befremden über die durch den Brexit in Gang gesetzte Selbstbeschädigung des einstigen Empires tauchte die Liebe in herbstliche Melancholie: »Mit einem Mal hängt wie eine breite graue Fahne ein Regenschauer über der Szene, jedoch schon bald durchbrochen von tagesspäten Sonnenstrahlen. Es ist, als wollten sich doch zum Abschied nicht nur die Anker, sondern auch so manche Schatten lichten, die mir oft genug Gewichte waren, belastend wie bereichernd, jetzt Partikel für künftige Erinnerungen und Träume …«England, oh England versammelt acht Essays und ein längeres Gespräch, das Klaus Radke (WDR) mit Görner führte: Der Bogen reicht von London als Fluchtort, das »zu einem Zentrum der ›Bodenlosen‹ geworden« war, über die unvermeidliche, aber umso gebotenere Beschäftigung mit dem Brexit, der »unerhörte Folgen zeitigte und weil er, ganz persönlich gesprochen, in mir etwas in Gang setzte, das ich nie für möglich gehalten hatte: die Distanzierung von einem seit Schulzeiten gepflegten Ideal«, bis zu den Rückblicken eines Heimgekehrten, der – die Beziehung zwischen England und Deutschland reflektierend – persönliche Nähe und wissenschaftliche Ferne in erhellenden Essays zur Deckung bringt.
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Europa, wach auf! von Nino Haratischwili
€14,00
Texte und Reden. Plädoyer für die Verteidigung der Demokratie in bedrohten Zeiten.

Von der Bestsellerautorin: Poetisch-kraftvolle Reden und Essays über Freiheit, Werte und Demokratie in bedrohten Zeiten »Europa, wir bluten. Wir können nicht mehr. Wir sind entweder weiterhin ihm Krieg oder wir stehen immer noch auf den Barrikaden und versuchen mit der letzten Kraft zu verteidigen, was du uns gelehrt hast: Demokratie, Freiheit, Würde und das Leben selbst.« Nino Haratischwili – international gefeierte Bestsellerautorin und Theatermacherin – ist nicht nur eine der wichtigsten literarischen Stimmen der deutschsprachigen Literatur, sie ist auch eine der wichtigsten politischen deutschsprachigen Autorinnen unserer Zeit. Aktuell ist unsere Zeit geprägt von politischer Aggression und einem gesellschaftlichen Klima des Hasses, Umbrüchen und konkreter kriegerischer Bedrohung. Die Autorin kämpft seit Jahren gegen die akute Gefährdung der Freiheit angesichts von Putins Imperialismus. Was in der Ukraine geschehen ist, darf sich nicht wiederholen – in Georgien ist diese Angst zur Tagesrealität geworden. Unter anderem davon handeln die hier versammelten Texte und Reden, emotional und persönlich, brisant und politisch, in der unverkennbar poetisch-kraftvollen Sprache, die zu Nino Haratischwilis Markenzeichen geworden ist. »Ich weiß, wovon ich spreche, ich weiß es nicht aus Büchern, ich weiß es nicht aus den Nachrichten, ich und unzählige Meinesgleichen leben diesen Albtraum immer und immer wieder, als hätte uns jemand mit einem Fluch belegt.« »Wer unsere internationalen Konflikte, die gerade wieder in Osteuropa ausgetragen werden, besser verstehen will, sollte Nino Haratischwili lesen.« DIE ZEIT
Ähnliche Bücher wie Europa, wach auf!
Sterben lernen auf Japanisch von Milena Michiko Flašar
€22,50
Warum der Tod ihr Schreiben ständig begleitet, wird Milena Michiko Flašar oft gefragt. Im Anflug auf ihre zweite Heimat Japan, hoch über den Wolken, holt diese Frage sie ein. Und sie weicht ihr nicht aus, sondern lässt sich von ihr leiten: Warum sollten wir hadernden Lebenden uns der Vergänglichkeit öffnen? Was ist der unverwechselbare Kern, der von uns bleibt, wenn wir nicht mehr sind? Bei ihrem Streifzug von Ōsaka nach Kyōto bis Tokio, in aus der Zeit gefallenen Thermalbädern und im Wirbel neonbeleuchteter Partymeilen begegnet Flašar mit Neugier, Ruhe und Offenheit den allgegenwärtigen Vorboten unserer Endlichkeit – und findet dabei vor allem eins: die Lebenslust. Ein eleganter, zarter Essay, ein Lichtstreif in der Dunkelheit. „Das Leben, es ist ein Traum, und der wird stetig weitergeträumt! Wie Tautropfen, die verdunstet sind, bloß um am nächsten Morgen erneut in der Sonne zu glitzern.“
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Mit Wittgenstein in der Schwulensauna von Vratislav Maňák
€26,00
Soziologische Betrachtungen

Aspekte schwulen Lebens im heutigen Mitteleuropa

Nicht nur Ludwig Wittgenstein, auch Didier Eribon, Claudio Magris und viele andere stehen Vratislav Maňák zur Seite, wenn er männliche Homosexualität im gegenwärtigen Mitteleuropa untersucht und zu deren sexuellen Wurzeln zurückkehrt. Er weist auf, dass Themen, die üblicherweise mit dem Leben schwuler Männer verbunden werden, durchaus Erfahrungen der Mehrheitsgesellschaft entsprechen können. Warum erregt uns das Überschreiten eines Verbots? Wie erleben wir unseren Körper? Und wo verlaufen die Grenzen der Männlichkeit?
Antworten sucht Vratislav Maňák in sieben delikaten Texten, die soziologische Reportage mit literarischem Essay verbinden. Hierzu besucht er Orte, die als gay spaces bezeichnet werden können, unter anderem in Berlin, Wien und Budapest.

Vratislav Maňák zeichnet ein vielschichtiges Panorama schwuler Lebenswelten jenseits stereotyper Vorstellungen und lädt mit seinen Essays dazu ein, Identität, Begehren und Kultur neu zu betrachten – mit Offenheit und Neugier.


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Freiheit von Maggie Nelson
€26,00
Vier Variationen über Zuwendung und Zwang

Maggie Nelson wirft Fragen auf, die uns dazu auffordern, neu über Freiheit nachzudenken. Nach "Bluets" und "Die Argonauten" verknüpft sie erneut gekonnt Philosophie mit radikaler Kritik. Was es heißen könnte, frei zu sein, beschäftigt Maggie Nelson fast ihr ganzes Leben. Kaum ein anderer Wert ist so eng mit unserer Vorstellung vom Menschsein verbunden. Doch seine Bedeutung entgleitet ihr immer wieder. Handelt es sich um einen andauernden Lebenszustand oder um einen einmaligen Moment, der uns befreien wird? Ist Freiheit unerlässlich für Gerechtigkeit und Wohlergehen? Maggie Nelson erkundet kontroverse Debatten in der Kunstwelt, das Erbe der sexuellen Befreiung, die schmerzhaften Paradoxien der Sucht und die Unabwendbarkeit der Klimakrise und vollzieht damit selbst eine Praxis der Freiheit. Sie bietet keine einfachen Antworten, sondern wirft Fragen auf, die uns dazu auffordern, neu über Freiheit nachzudenken.
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Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe das erste Quinoabällchen von Jörn Schulz
€18,00
Warum nachhaltiger Konsum das Klima nicht rettet. MaroHeft #1

Hört auf zu fliegen! Kauft Äpfel aus deutschen Landen! Boykottiert die Currywurst! Die Idee, dass ein »nachhaltiges« Konsumverhalten die Welt rettet, prägt die Diskussion über die Klimakrise. Die Parole lautet: Nur noch fair kaufen, reisen, telefonieren und vögeln. Jede*r Einzelne könne einen Beitrag leisten, indem der individuelle Lebensstil »ökologisch« ausge­richtet wird. Der Appell, die »Macht der Verbraucher« zu nutzen, gerinnt jedoch zu einer Ideologie, die auf falschen An­nah­men beruht. Denn auch die neue deutsche Hoffnung des »Grünen Kapitalismus« trägt die Logik der bestehenden Öko­nomie weiter. Der Glaube an die Wirksamkeit des »nach­haltigen« Konsumverhaltens rettet nicht das Klima, sondern den Kapitalismus. Das MaroHeft #1 ist Essay, Streit­schrift, Appell und aberwitziges Bilderbuch. Ein 36-seitiges Heft mit 9 Original-Druckgraphiken in 5 Sonderfarben. Fadenknotenheftung mit Schutzumschlag.
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Leuchttürme von Jazmina Barrera
€19,00
Eine literarische Reise

Wäre es nicht schön, wenn man Leuchttürme sammeln könnte? Die Schriftstellerin Jazmina Barrera erinnert sich in ihrer engen New Yorker Wohnung sehnsüchtig an all die Küsten, die sie besucht hat. Leuchttürme
haben sie schon immer fasziniert, stehen sie doch für das Abenteuer und die Sicherheit, das Reisen und das Ankommen zugleich. Und das tun sie schon beinahe, seit es Menschen gibt – der Leuchtturm von Pharos
zählte zu den Sieben Weltwundern der Antike.
In ihren Gedanken nimmt uns die Autorin mit zu all den Leuchttürmen, die sie besucht hat oder die ihr in der Weltliteratur begegnet sind, und macht dabei überraschende Entdeckungen. Oder hätten Sie gewusst, dass der Großvater von Robert Louis Stevenson maßgeblich daran beteiligt war, die schottische Küste mit Leuchttürmen auszustatten? Und wie kam es, dass
Virginia Woolf dem Leuchtturm in ihrem Werk einen so prominenten Platz gab?
Ein literarischer Essay in hochwertiger Gestaltung für alle, die das weite Meer ebenso lieben wie das Nachhausekommen.
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Weil sie Armenier*innen sind von Pinar Selek
€15,00
Essay

Der Völkermord an den Armenier*innen ist ein dunkles Kapitel in der türkischen Geschichte, das nach wie vor tabuisiert wird – ein Drama, das die nachfolgenden Generationen begleitet und belastet. Pınar Selek reflektiert in ihrem Essay, was es bedeutet sich in einer Gesellschaft neu zu orientieren, die aus irreführenden Geschichtsbüchern lernt, in der die armenische Kultur aus dem öffentlichen Leben eliminiert wurde. Aber auch, wie es ist, in linken Bewegungen aktiv zu sein, die diese Verleugnung verinnerlicht haben. Ein sensibles, engagiertes, oft auch selbstkiritsches Zeugnis einer Frau, die mit ihrem Schreiben einen schonungslosen Blcik auf das politische System in der Türkei wirft. »Wenn die Dinge so verlaufen, wie die türkische Regierung es sich vorstellt, wird Pınar, die ein höchst außergewöhnlicher Mensch, eine mehrfach ausgezeichnete Hochschuldozentin und eine brillante Erzählerin ist, zu einer weltweit gesuchten Kriminellen. Und das einzig und allein deswegen, weil sie in einem Land geboren wurde, in dem die verschiedenen Völker (Armenier*innen, Kurd*innen, Türk*innen usw.) gegeneinander aufgehetzt werden. Sie gehörte zu den wenigen Menschen, die es gewagt haben, diese Grenzen zu überschreiten, um Friedensgeschichten zusammenzutragen, wie es in ähnlicher Weise auch Osman [Kavala], Selahattin [Demirtaş] und unser lieber Freund Hrant Dink, der 2007 erschossen wurde, getan haben. Und genau wie bei ihnen sind die offiziellen Anschuldigungen gegen Pınar unsäglich lächerlich.« Ece Temelkuran, Le Monde
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Schlafen von Theresia Enzensberger
€20,00
Das Leben lesen: Theresia Enzensbergers Buch ist ein philosophischer Streifzug durch die Nacht – und eine persönliche Erkundung der Schlaflosigkeit. Theresia Enzensberger kann nicht schlafen. Also schreibt sie ein Buch über den Schlaf und folgt dabei den verschiedenen Stadien, die wir in der Nacht durchleben. So beginnt sie in der zähneknirschenden Leichtschlafphase mit einem Essay über die Moralisierung von Schlaf, Traum als politische Metapher und die Folgen allgemeinen Schlafmangels. Fast unmerklich wird ihr Text in der Tiefschlafphase privater, innerlicher, und eröffnet uns eine intensivere, persönlichere Sicht auf die Welt, die Kunst, die Literatur. Der Traum kommt erst in der REM-Phase, hier verlässt sie den Raum des Realen und wagt etwas Neues. Ein aufregender, kluger, anregender Versuch, die Essenz eines menschlichen Grundbedürfnisses zu begreifen, das sich so sehr unserer Macht entzieht.
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Die Unversehrten von Ivna Žic
€15,00
»›Die Unversehrten‹ setzt dort an, wo die einzige bekannte Zeit das Jetzt ist: Im Zimmer eines nach einer Covid-Infektion chronisch erkrankten Menschen, für den der Tag wenige Stunden hat, die Erinnerung viele Jahre. Wie lässt sich eine Sprache für diese Krankheit finden abseits von Fachbegriffen, wie die Krankheit so vermitteln, dass sie verständlich wird? Es ist ein Text aus Betroffenenperspektive, der weit über diese hinausweist und strukturelle Mängel in der Schweizer Gesundheitsversorgung kritisch beleuchtet. Das tut er klug über den Blick auf das US-amerikanische Gesundheitssystem der letzten 20 Jahre und durch die Verschränkung von drei Zeitebenen: Jener des erkrankten Körpers in der Gegenwart im Stillstand, jener des jugendlichen Körpers während eines Schuljahres in den USA, der sich anpassend in einem Zustand der Eingeschlossenheit wiederfindet; und jener des dreißigjährigen Ichs, das erneut in die USA reist, um sich den in der Erinnerung ausweglosen Ort durch das Wieder-Sehen noch einmal zu erschließen. ›Die Unversehrten‹ sucht eine Sprache für eine weit verbreitete und doch erstaunlich wenig präsente Krankheit, in dem der Text Begriffe wie Zuhause, Herkunft, Distanz oder Lockdown abtastet, durch verschiedene Kontexte schiebt. Ivna Žic gelingt Bemerkenswertes und bemerkenswert Tröstendes: Ihr Schreiben ist eine hochliterarische Auseinandersetzung mit Long Covid, ist Kritik an nicht vorhandener adäquater medizinischer Versorgung. Gleichzeitig ist es sorgende Praxis“, lautet die Begründung der Jury.
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Gegen die Frauen von Abram de Swaan
€26,00
Der weltweite Kampf gegen die Emanzipation

Über die Erfolge der Frauenemanzipation und die Abwehrreaktionen. Das weltweite Bildungsniveau ist im letzten halben Jahrhundert rasant gestiegen, insbesondere bei Mädchen und jungen Frauen. Das hat auch die Beziehungen zwischen Mann und Frau verändert. Frauen heiraten später, bekommen weniger Kinder, arbeiten länger und verdienen mehr. Dieser Zugewinn an Wissen, Einkommen und auch Macht ist für viele Männer schwer zu ertragen. Abram de Swaan zufolge führt dieses relative Schwinden der männlichen Dominanz zu sozialen und psychologischen Spannungen, die auf die Verletzung des männlichen Ehrgefühls zurückzuführen sind: eine kollektive und individuelle narzisstische Kränkung. Der Autor sieht den Aufstieg der extremen Rechten, des christlichen Fundamentalismus und des Dschihadismus als Reaktion auf die weltweite Emanzipation der Frauen, die offenbar von vielen Männern als bedrohlich wahrgenommen wird. Werden diese Bewegungen fortbestehen, oder sind sie ein letztes Aufbäumen des im Untergang befindlichen Patriarchats?
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Aus dem Bauhaus der Natur von Alexander Kluge
€24,00
Die Republik der Tiere in uns. Eine Materialsammlung zu Zuständen zwischen Evolution und Moderne

Alexander Kluge versammelt ein reiches Material an Geschichten, Bildern und Gesprächen mit Wissenschaftlern zum Thema: »Worauf kann ich mich in meinen Gefühlen verlassen?« Seine Antwort: »Auf das, was uns mit den ältesten Zeiten und den Tieren verbindet: dass wir so alt sind wie die Evolution.« Wir bilden uns ein, als Menschen keine Maschinen und auch keine Tiere zu sein. Doch eigentlich stecken wir bis zum Hals in der Evolution, das heißt im Reich der Tiere, aus dem wir kommen. Wir ragen in die Moderne, ins Reich der Vernunft, nur mit Teilen unserer Eigenschaften hinein. Andere Teile in uns, wie die Verdauung oder die Haut, das Gleichgewicht und der Rhythmus, bleiben autonom, vom Willen nur wenig beeinflussbar. Der Atem etwa ist ein eigensinniges Tier. Er zwingt den Selbstmörder, der sich im Brunnen ertränken will, im letzten Augenblick zum Auftauchen. Die »Republik der Tiere in uns« ist eben klüger als der Kopf. Der kategorische Imperativ von Immanuel Kant fordert: Handle so, dass dein Handeln Maxime einer allgemeinen Gesetzgebung sein könnte. Theodor W. Adorno hält das für Hochstapelei und entgegnet: »Handle so, dass man von dir sagen kann, du seist ein gutes Tier gewesen.« Und Kluges These lautet: In uns steckt so manches Tierisches! Gleichzeitig reden wir Menschen sehr freimütig über Tiere – doch sollten wir uns stets fragen, was die Tiere über uns erzählen würden, wenn sie es könnten ... Es geht dem Erzähler um »Bodenhaftung für uns Menschen in zerrissener Zeit«.
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Als wäre es vorbei von Katja Petrowskaja
€25,00
Texte aus dem Krieg | Mit vielen Abbildungen

Wie verändert der Krieg die Bilder? Wie verändert er das Sehen? Wie verändert er diejenigen, die ihm standhalten oder die ihm zuschauen? Mit ihren Fotokolumnen, die zwischen Februar 2022 und Herbst 2024 in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erschienen sind, hat Katja Petrowskaja absichtslos eine Chronik des Ukraine-Krieges geschrieben. Sie beginnt am Vorabend, mit einer Landschaft in Georgien, entlang der Großen Heerstraße. Tiere. Kriegsgefahr liegt in der Luft. Auf der nächsten Seite der Schrei: Mein Kiew! Die unfassbare Realität des Krieges, das Einbrechen des Ungeheuerlichen ins eigene Leben. Der Krieg verunsichert den Blick. Man sieht Bilder lächelnder Menschen und fragt sich unwillkürlich, ob sie noch leben. Ein Mann steht in einem Loch, mitten auf einer Straße, »als probiere er den möglichen Tod an, als wäre der Tod seine neue Kleidung«. Ein bleiches, lachendes Mädchen, an eine ältere Frau geschmiegt. Aus der Geschichte hinter diesem Bild springt einen hinterrücks die Erkenntnis an, dass selbst das Unwahrscheinliche doch möglich ist – in dieser Zeit auch der Wunder.
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Know Your Enemy von Hannah Lühmann
€16,00
Neue alte rechte Denker. MaroHeft #9

Junger hipper Patriotismus, alte Kulturkriege in neuem Gewand und die Sehnsucht nach Einfachheit und Ordnung – eine internationale Bewegung bekommt Rücken- wind, die in den letzten Jahrzehnten ihre Theorieproduktion meist im Verborgenen betrieb. So fällt nicht erst seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine auf, dass eine Ideologie von Männlichkeit und eine Hinwendung zum Autoritären und zur weißen Vorherrschaft weltweit in unterschiedlichen Milieus Bewunderung hervorruft. Auch wenn verschiedene Gruppierungen Beifall klatschen: Gemeinsam ist ihnen ein neofaschistisches Weltbild, das aufgrund seiner Anschlussfähigkeit äußerst gefährlich ist. Know Your Enemy. Hannah Lühmann erklärt über acht historische sowie aktuelle Denker der Neuen Rechten die theore­tische Grundlage einer Bewegung, die versucht an derzeitige Diskurse anzudocken, und dabei doch nur die immer gleichen alten weißen Männer wiederkäut. Ein Überblickstext zu ­Positionen von Julius Evola, Leo Strauss, Carl Schmitt, Martin Heidegger, Armin Mohler, Alain de Benoist, Alexander Gel­jewitsch Dugin und Peter Thiel. Anna Geselle kommentiert das MaroHeft #9 im Graphic-Novel-Stil. Ein antifaschistisches Heft.
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Die Zukunft der Gefühle von Eva Illouz
€14,00
Wie die Subjektivität die Technologie prägt

»Ein Buch von Eva Illouz ist immer eine bemerkenswerte Erfahrung.« Elke Schmitter, DER SPIEGEL Die diesjährige Verfasserin der Stuttgarter Zukunftsrede ist Eva Illouz. Als Schriftstellerin und Sozialwissenschaftlerin beschäftigt sie sich vorrangig mit den gesellschaftliche Einflüssen auf Emotionen und somit dem Zusammenhang von Kapitalismus auf die Produktion und Transformation emotionaler Muster. Die israelische Soziologin und Autorin Eva Illouz gehört zu den bedeutendsten Denkerinnen der Gegenwart, hat nach dem Überfall der Hamas auf Israel in vielen Interviews und Texten zur Situation in Israel und Palästina Stellung bezogen und die Regierung Netanjahu scharf kritisiert. Gleichzeitig verteidigt sie das Existenzrecht Israels und prangert den in der Gesellschaft aufkeimenden Antisemitismus an. Fragen wie warum Liebe weh tut, warum sie endet und wie der Kapitalismus unsere Beziehungen und Emotionen durchwirkt, untersucht sie in ihren Büchern seit vielen Jahren erhellend. Am 4. Februar 2025 hält Eva Illouz – nach Daniel Kehlmann und Liao Yiwu – die dritte Stuttgarter Zukunftsrede.
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Und jetzt queer! von Bianca-Maria Braunshofer Marlon BrandSc
€25,00
Lesen jenseits der Norm

Dieses Buch bläst den Staub aus den Bücherregalen

Drei Autor:innen zeigen uns, wie vielfältig Literatur sein kann – jenseits des klassischen Kanons.

Lesen öffnet uns die Welt. In guten Geschichten erfahren wir etwas über uns selbst und die vielfältigen Formen des Lebens. Literatur kann eine Behausung sein, eine offene Frage, ein Möglichkeitsraum außerhalb des eigenen Alltags. Warum zeigt uns der klassische Kanon dann trotzdem nur einen kleinen Teil der Welt? Warum wird uns in Schule und Feuilleton oft eine Norm vermittelt, die es weder in der Welt noch in der Literatur gibt? Warum spiegelt sich die Vielfalt queerer Identitäten und Lebenswelten so wenig in der Wahrnehmung von Literatur?

Dieses Buch befasst sich intensiv mit queerer Literatur und zeigt, dass sie schon immer Teil der Literaturgeschichte gewesen ist. Es ist eine Einladung, die ganze Vielfalt des Lesens zu erkennen.
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Lieben von Emilia Roig
€20,00
Der bisher persönlichste Text der radikal-ehrlichen Bestseller-Autorin und Denkerin Emilia Roig. Ein hoffnungsvolles Plädoyer für zeitgemäße Formen der Liebe und Fürsorge Emilia Roig steht für radikale Veränderung. Ob sie das Ende rassistischer Unterdrückung oder das Ende der patriarchalen Ehe einfordert, es treibt sie die Sehnsucht nach Befreiung und Gerechtigkeit. Auch »Lieben« ist ein Plädoyer für mehr Gerechtigkeit, denn die Liebe sollte für alle sein. In einer patriarchalen Gesellschaft aber beansprucht die romantische Liebe alle Aspekte dieser Form der Bindung für sich: Begehren, Eifersucht, Intimität, Abhängigkeit, Zärtlichkeit. In ihrem ersten Essay gewährt uns Emilia Roig tiefe Einblicke in die eigene Biografie und revolutioniert dabei unser Verständnis von der Liebe: als eine transformative Energie, die uns nicht nur mit unserer Familie und unseren Freunden, sondern mit allen Menschen, der Natur und dem Kosmos verbindet. Ihr neues Buch ist eine Einladung zu mehr Solidarität, Empathie und Mut.
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Der Bauch des Wals von George Orwell Ian McEwan
€22,00
Zwei Essays über Kunst und Politik

1940, der Zweite Weltkrieg wütete in Europa, schrieb George Orwell den Essay ›Im Innern des Wals‹, in dem er die Freiheit des Künstlers, sich von den Problemen der Welt abzuwenden, verteidigte – obwohl er selbst ein eminent politischer Autor war. Auf diesen berühmten Essay antwortet Ian McEwan in seiner ›Orwell Memorial Lecture‹, die erstmals in Buchform erscheint, und bezieht Orwells Überlegungen auf unsere Gegenwart.
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Von Strömen und Ozeanen von Alexander von Humboldt
€42,00

Humboldts unveröffentlichtes Buch: ein Gründungsdokument der Ozeanologie

Eine der mächtigsten Meeresströmungen der Erde, der Humboldt-Strom, ist nach ihm benannt: Alexander von Humboldt, Visionär und Weltbürger. Kaum ein Forscher hat unser Verständnis der globalen Zusammenhänge der Natur so nachhaltig geprägt. Humboldt beschäftigte sich in seinen letzten Lebensjahren intensiv mit dem Phänomen der Strömungen. Eine eigenständige Publikation zu diesem Thema war geplant – erschienen ist sie nie.
Im Jahr 1853 veröffentlicht Alexander von Humboldt im Verlag Cotta die »Kleineren Schriften«. Die Textsammlung ist eine thematische Auslese des Überdauernden, das er auf mehreren Forschungsfeldern geschaffen hatte. Doch gelingt ihm zu Lebzeiten nur die Herausgabe des ersten Bandes. Der zweite Band, für den er jahrelang Daten zusammenträgt, denkt seine Forschung weiter und wirft eine noch nie dagewesene Perspektive auf die Weltmeere und ihre Strömungen. Insbesondere der bislang unveröffentlichte Text »Über Strömungen« ist ein Zeugnis von Humboldts Innovationskraft; er überträgt die Idee einer globalen Ökologie auf den Lebensraum der Ozeane. Die Herausgeber Oliver Lubrich und Thomas Nehrlich haben diesen zweiten Band der »Kleineren Schriften« aus Archivmaterial rekonstruiert, teils aus Druckfahnen, teils aus Handschriften – ein Buch von höchstem Sensationswert.


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Von Vulkanen und Gebirgen von Alexander von Humboldt
€42,00

Ein Sensationsfund: Das unveröffentlichte Buch von Alexander von Humboldt
Alexander von Humboldt: Weltbürger und Entdecker, internationaler Wissenschaftsstar und begnadeter Stilist: Noch zu Lebzeiten bereitet Alexander von Humboldt sein Vermächtnis vor – eine Publikation, die bedeutende Texte über die Wechselwirkungen der Natur mit Forschungen höchster Innovationskraft auf dem Gebiet der Ozeanologie verbindet. Doch wird der zweite Band dieser Ausgabe nie publiziert. Zum ersten Mal seit 1853 liegen nun alle Texte in zwei Bänden vor, hervorragend ediert und prachtvoll ausgestattet. Alexander von Humboldt gilt als Visionär und Vordenker für das 21. Jahrhundert. Sein Blick für globale Gesamtzusammenhänge ist einzigartig; seine Ideen, Erfindungen und Forschungen verbanden Kontinente und sprengten die Grenzen der Wissenschaft. Im Jahr 1853 erscheinen bei Cotta die „Kleineren Schriften“. Alexander von Humboldt arrangiert darin bedeutende Texte seines Lebenswerks neu. Ausgehend von der Prämisse, dass die Natur nur als Einheit aller sie umgebender Zusammenhänge verstanden werden kann, erforscht er Naturphänomene wissenschaftlich, erkundet sie durch Expeditionen und versammelt die Lebenswelten und Mythen, die sie umgeben. So ist dieser Band beides zugleich: Das Vermächtnis eines Universalgenies, der spannende Bericht eines Abenteurers und ein universelles Beispiel für die Sprengkraft ökologischer Forschung.

Zum ersten Mal seit der Erstpublikation 1853 im Verlag Cotta werden die „Kleineren Schriften“ nun neu publiziert, ediert von den internationalen Humboldt-Experten Oliver Lubrich und Thomas Nehrlich.


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Das Ende des Lesens von James Marriott
€20,00
Über die allmähliche Zerstörung des Denkens, der Demokratie und der Gesellschaft, wie wir sie kennen

Weltweit geht die Zahl der Lesenden zurück, die Lese- und Schreibfähigkeit stagniert oder sinkt. Gleichzeitig haben digitale Unterhaltungstechnologien unsere Freizeit kolonisiert. In ›Das Ende des Lesens‹ beschreibt James Marriott diesen Wandel hin zu einem postliteralen Zeitalter. Zum ersten Mal seit dem Zusammenbruch des weströmischen Reiches beginnt die »goldene Kette des Wissens«, die Leser über Jahrhunderte miteinander verband, wieder zu reißen. Die Reading Revolution des 18. Jahrhunderts machte die Aufklärung, Wissenschaft und Demokratie erst möglich, denn Lesen erzwingt lineares, strukturiertes, argumentatives Denken. Mit seinem Rückgang verändern sich auch Debatten: Sie werden emotionaler, fragmentierter und anfälliger für Vereinfachungen. Die Folgen dieser Entwicklung für Öffentlichkeit und Politik sieht James Marriott in einer schleichenden Erosion politischer Mündigkeit. Er zeichnet das Bild einer Gesellschaft, in der der Verlust der Lesekultur eng mit Polarisierung, wachsender Anfälligkeit für Populismus und einem Wandel demokratischer Gesellschaften verbunden ist. »Brillant!« TOM HOLLAND
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Wir wollen die ganze Freiheit von Najat El Hachmi
€17,00
Über Feminismus und Identität. Ein notwendiges Manifest.

Najat El Hachmi ist eine Autorität in Sachen Feminismus und Identität. Jenseits ihres Status als Immigrantin und Tochter einer marokkanisch-muslimischen Familie ist ihre Erzählwelt eine Welt der Frauen. Mit diesem Wissen aus erster Hand hat sie sich eine Meinung darüber gebildet, was es heute bedeutet, Feministin zu sein. In ihrem Essay legt sie ihren Standpunkt dar und prangert die zahlreichen Fallen und Formen der Diskriminierung an, unter denen Frauen leiden. Bereichert wird ihr Blick durch die Herausforderungen, mit denen Migrantinnen in Europa konfrontiert sind, die folgendes Paradoxon erleben: Sie leben in einer modernen und demokratischen Gesellschaft, in der Gleichberechtigung gesetzlich verankert ist und in der ein feministisches Bewusstsein wächst. Und trotzdem fällt es den »Töchtern« muslimischer Migranten nach wie vor oft schwer, sich gegen die patriarchalen Strukturen, in denen sie aufwachsen, zu wehren. Ein wichtiger Beitrag zum Verständnis und ein Appell für die Befreiung von Frauen, der angesichts der aktuellen Lage von Frauen im Iran und in Afghanistan neue Dringlichkeit erhält.
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Ingeborg Bachmann – Die Widerspenstige von Ingeborg Gleichauf
€18,00
Wie kann man sich Ingeborg Bachmann heute noch nähern? Sind ihr nicht allzu viele auf der Suche nach dem, was Person und Werk ausmachen, allzu nahe gekommen? Als „Diva der Dichtkunst“ wird sie bezeichnet und als „Ikone“ verehrt. Es ist an der Zeit, solche Festlegungen zu vergessen und eine Neu-Entdeckung Bachmanns zu wagen! Bachmanns Werk steckt voller Widersprüche, Rätsel und Bezüge und verschließt sich einem eindimensionalen Lesen. Es ist ein widerspenstiges Werk. Und auch die Dichterin selbst trägt entschiedene Züge von Widerspenstigkeit in sich. Anlässlich des 100. Geburtstags der Schriftstellerin erkundet Ingeborg Gleichauf in ihrem Essay diese spezifische Bachmann’sche Widerspenstigkeit. Im Gang durch Bachmanns Werk wie auch durch ihre Briefwechsel lässt sich eine Dichterin entdecken, die immer wieder irritiert und überrascht. Genauso verhält es sich auch mit der Person. Sie agiert und reagiert kaum vorhersehbar. Person und Werk fordern heraus. Die Begegnung mit beiden bleibt ein Abenteuer – sowohl für diejenigen, die sie neu entdecken, als auch für diejenigen, die ihre Texte schon kennen.
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Stand jetzt von Knut Cordsen
€22,00
Aus dem Wörterbuch meiner Mitmenschen

Am Gebrauch der Sprache lässt sich etwas über den Zustand unserer Gesellschaft ablesen. Dachten Sternberger, Storz und Süskind, als sie kurz nach Kriegsende ihr Buch Aus dem Wörterbuch des Unmenschen kompilierten und zeigten, welche Verheerungen der Nationalsozialismus auch in der deutschen Sprache hinterlassen hatte. Knut Cordsen übersetzt diesen Ansatz in die Gegenwart – natürlich im Bewusstsein, dass sich Geschichte immer zweimal ereignet, einmal als Tragödie und einmal als Farce. So stellt sich Stand jetzt in eine doppelte Tradition. Im Sinne einer ernsten Sprachkritik forscht Knut Cordsen nach der tieferen Bedeutung des heutigen Jargons, spürt dem Jägerlatein einer Alice Weidel nach, schaut, was hinter der Brandmauer steckt, und begibt sich auf die Suche nach den Ursprüngen des Kampfbegriffs »Lügenpresse«. Zum anderen speist sich Stand jetzt aber auch aus einer unbändigen Sprachlust, labt sich an Worthülsenfrüchten, feiert Brot und Wortspiele, spaziert fröhlich und ergebnisoffen durch unsere nicht immer armutsfeste schöne Sprache und stärkt ihr den Rücken, nachdem man sie hinterhältig unter den Bus geworfen hat. Ein so heldenhaftes wie mitmenschliches, meinungsstarkes wie lückenhaftes Kommentariat zum zeitgeistigen und zeitnahen Sprachgebrauch, das uns vor die großen Fragen stellt: Sollen wir weinen, weil das alles so komisch ist, oder lachen, weil das alles so tragisch enden wird?
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alles fühlen von Clara Porák
€24,50
Wir geben Gefühlen wenig Raum. Wer fühlt, funktioniert nicht – und das ist in patriarchalen und vom Kapitalismus geprägten Gesellschaften ein No-Go. Alles fühlen zu wollen wie Clara Porák ist radikal und hochpolitisch. Doch wie gelingt das – besonders Frauen, rassifizierten, behinderten, queeren und trans Personen, die oft der Willkür, der Abwertung, Übergriffen und gewaltvollen Strukturen ausgesetzt sind?

In ihrem mutigen Text fordert Clara Porák das Recht auf die Autonomie unserer Körper und auf unsere Gefühle. Sie widersetzt sich der Scham, feiert widerständige Wut, wirft sich der Lust ebenso wie der Angst in die Arme, hinterfragt unser Verständnis von Liebe und Freiheit. Und entwickelt eine Idee von Gemeinschaft, die die Verwundbaren schützt und Kraft aus Fürsorge, Verbundenheit und Verantwortlichkeit schöpft.

„Ich sehe mir meine Traurigkeit an und verstaue sie in meiner Brust, ich hebe meine Scham im Knie auf, ich lege meine Freude auf die Spitze meines Brustbeins.“
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Wohnen von Doris Dörrie
€20,00
Doris Dörrie, die gefeierte Filmemacherin und Autorin, erzählt ihr Leben als Wohnende und fragt, wie und mit wem wir wohnen wollen – eine unendliche Vielfalt des Wohnens tut sich auf. Doris Dörrie ist eine Wohnende wider Willen. Nie wollte sie sich niederlassen, fest einrichten, Wurzeln schlagen, aber wie andere wohnen, hat sie immer schon fasziniert. In Kalifornien geht sie zu Hausbesichtigungen, nur um sich andere Leben in anderen Räumen auszumalen. Auf ihren unzähligen Reisen nach Japan, Mexiko, Marokko, Amerika und Südeuropa sieht sie, wie eng das Wohnen an die jeweilige Kultur geknüpft ist. Und bei ihrer Arbeit als Filmemacherin wird sie zur Expertin für das Erschaffen künstlicher Wohnwelten. Doch während sie ihr eigenes Elternhaus beschreibt, die Studentenbuden, Wohngemeinschaften und das versuchsweise Leben auf dem Land, drängt sich ihr eine Frage immer wieder auf: Wo ist eigentlich in all diesen Häusern und Wohnungen der Raum für die Frauen geblieben? Könnte es etwa sein, dass aus der Hausfrau nur eine Frau im Haus mit anderen geworden ist? Doris Dörrie ist fest entschlossen: Sie will ihre ganz eigene Art des Wohnens finden.
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Gespräche mit einem Schweiger von Jon Fosse Martina Läubli Linus Schöpfer
€22,00
Jon Fosse, befragt von Martina Läubli und Linus Schöpfer

Jon Fosse ist der Mystiker unter den Schriftstellern. Was liegt hinter den Dingen? Was macht den Menschen im Grunde aus? Solche Fragen treiben den Norweger um, der 1959 im Küstenstädtchen Haugesund geboren wurde. Seine Theaterstücke und Romane entwickeln einen hypnotischen Sog – dies auch, weil die Stille, das Unausgesprochene bei ihm stets ebenso präsent sind wie die Worte. Mit dem Nobelpreis ist Fosse im Literaturolymp angekommen. Doch zuvor durchlebte er existenzielle Krisen: Ein schwerer Unfall konfrontierte ihn bereits als Kind mit dem Tod, als Erwachsener verfiel er dem Alkohol. Nach einer spirituellen Odyssee fand er schließlich im Katholizismus seine metaphysische Obhut. Heute sagt Fosse: »Alles, was ich schreibe, ist eine Art Gebet.« Kurz vor Weihnachten 2022 trafen Martina Läubli und Linus Schöpfer den Schriftsteller erstmals in Oslo, um mit ihm über sein Schreiben, seinen Glauben und sein Leben zu sprechen. Nach dem Gewinn des Nobelpreises folgten weitere Treffen in Fosses Zweitdomizil in Österreich. Diese Gespräche fügen sich zu einem eindrücklichen intellektuellen Porträt zusammen.
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The Walker von Matthew Beaumont
€34,00
Die Stadt, die Moderne und ihre Fußgänger

Immer, wenn wir gehen, gehen wir irgendwohin. Vor allem, wenn wir nirgendwohin gehen. Wenn wir uns in der modernen Stadt bewegen, geht es nicht nur darum, von A nach B zu kommen, sondern darum, zu verstehen, wer und wo wir sind. In fesselnden intellektuellen Streifzügen zeichnet Matthew Beaumont Episoden aus der Geschichte des Fußgängers seit der Mitte des 19. Jahrhunderts nach. Von Dickens’ nächtlichen Spaziergängen bis hin zu rastlosen Wanderungen durch die gesichtslosen Monumente der heutigen neoliberalen Stadt ist das Gehen Selbstfindung und Selbstflucht, Verschwinden und heimliche Umkehr. Auf den Spuren literarischer Spaziergänger und Denker wie Edgar Allan Poe, André Breton, H.G. Wells, Virginia Woolf, Jean Rhys und Ray Bradbury erkundet Beaumont die Beziehung zwischen der Metropole und ihrem Fußgängerleben. Für Beaumont stellen sich dabei Fragen: Kann man sich in einer Menschenmenge verirren? Welche Folgen hat es, wenn man sein Smartphone auf der Straße benutzt? Was unterscheidet die nächtliche Metropole von der Stadt des Tageslichts? Was verbindet Gehen, Philosophie und den großen Zeh? Und können wir die Stadt – oder uns selbst – retten, indem wir uns auf den Bürgersteig begeben?
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