Liebe braucht Mut
AnNa R., die Stimme von Rosenstolz und Gleis 8, war eine Suchende. Mit ihrer Musik begeisterte sie Millionen von Menschen, denn ihre Lieder umarmen, reißen mit, öffnen Augen und Herzen. In ihren Songs ermutigt AnNa R. zum Zwiegespräch mit der Liebe, zu Selbstermächtigung und -akzeptanz. Diese Auswahl versammelt die schönsten Songtexte von Gleis 8 und aus dem Solowerk AnNa R.s – ausgewählt, kommentiert und mit einem Nachwort von Michael Loesl. In einem Essay beleuchtet Stefan Neuhaus die poetische Qualität des Schaffens von AnNa R.
Herbert Grönemeyer: endlich in der Universal-Bibliothek
Herbert Grönemeyer, das Multitalent: Sänger, Musiker, Schauspieler, Produzent – aber vor allem ein großer Textdichter, dessen Lyrics man nicht mehr aus dem Kopf bekommt – seit dem frühen »Bochum« (weiterhin von Fußballfans skandiert) bis zu seinem jüngsten »Das ist los« über die Krisen in dieser Welt. Es sind Texte über Alltagsszenen wie Parkplatzsuche, Verliebtheit, Eifersucht, Verzweiflung und Trauer bis hin zu Fragen nach dem Wesen von Kindern und Menschen – ein Muss für jeden an deutschsprachiger Rockmusik Interessierten.
Keine Meisterwerke mehr?
»Tocotronic sind mehr als eine Band – sie sind ein popkulturelles Archiv, ein ästhetischer Möglichkeitsraum, ein Denkmodell im Gewand der Gitarrenmusik.«
»Digital ist besser«, »Aber hier leben, nein danke«, »Sag alles ab«: Seit ihrer Gründung 1993 erfinden Tocotronic Deutsch als Popsprache immer wieder neu. Ihre Songtexte bewegen sich zwischen einprägsamen Parolen und poetischer Kryptik, sind mal eingängig, mal vielschichtig und mehrdeutig. Diese Auswahl versammelt herausragende Songtexte aus über drei Jahrzehnten.
Mit einem Nachwort von Stephan Rehm Rozanes und einem Interview mit Dirk von Lowtzow.
Der Literaturnobelpreisträger und Songwriter Bob Dylan ist ein Meister darin, Geschichten zu erzählen, Stimmungen zu erzeugen und Emotionen hervorzurufen, nicht nur als Musiker, sondern auch als bildender Künstler. Sein neustes Buch zeigt rund 100 unveröffentlichte Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die zwischen 2021/22 entstanden sind, Porträts, Stilleben und Landschaften. Mit seinen als „außergewöhnlich“ gefeierten Kunstwerken gelingt es Bob Dylan wie nur wenig anderen, die Schönheit und das Geheimnisvolle im scheinbar Alltäglichen zu finden, einmal mehr beweist er, dass er einer der wichtigsten und vielseitigen Künstler der Gegenwart ist.
1976 – das Erscheinungsjahr der ersten Punk-Singles
»Anarchy in the UK« oder »Boredom«? »Bored Teenagers« oder »I Wanna Be Sedated«? Genau solche Fragen stellen sich Musiker:innen, Fanzine-Schreiber:innen, Autor:innen und Journalist:innen, Punks, Ex- und Anti-Punks. Sie blicken auf 50 Jahre Punk zurück und begeben sich auf die Suche nach ihrem persönlich wichtigsten Song: Welches Lied hat mich zu Punk gebracht, welches verkörpert Punk für mich am deutlichsten?
Die Anthologie »Bored Teenagers« gibt darauf rund 200 unterschiedliche Antworten – mit einer Gemeinsamkeit: Punk ist für die Autor:innen auch nach einem halben Jahrhundert noch immer kein beliebiges Musikgenre unter vielen. Die einen schauen mit melancholischem Blick zurück auf die eigene Jugend, für die anderen ist Punk noch sehr lebendig. Die Musik ist in den versammelten Texten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Punk funktioniert als musikalischer Aufruhr, Bruch und Antrieb. Er kommt als Hausbesetzung, DIY-Label und Fanzine-Mailorder daher, kann Theorie sein oder Praxis, Einführung in Feminismus, Anarchismus und kritische Theorie, Kunst und Anti-Kunst, tot und noch immer lebendig. Nur eines ist er nie: langweilig.
Während »Bored Teenagers« sich der globalen Punkgeschichte widmet, erschient parallel der Band »Angriff aufs Schlaraffenland«, in dem zentrale Songs der deutschsprachigen Punkgeschichte beleuchtet werden.
Bela B, Simon Reynolds, Rike van Kleef, Nikel Pallat, Tex Rubinowitz, Caroline Kraft, Yvy Pop, Veronika Kracher, Annette Simons, Tobias Levin, Christine Franz, Jim Avignon, Triebi Instabil und viele weitere schreiben über Klassiker von Sex Pistols, X-Ray Spex, The Ramones und Slime, Post-Punkiges von Wire, Au Pairs und Gang of Four, Vergessenes wie The Units, Residenz und Leather Nun, Chartiges von Green Day, The Offspring und Hole und über Zeitgenössisches von Sleaford Mods und Coach Party.
Die Heldinnen der Rockmusik
Von Grace Slick bis Bikini Kill, von Tina Turner bis Billie Eilish, von Patti Smith bis Taylor Swift: In mehr als vierzig originellen Porträts erzählen Kersty Grether und Sandra Grether so einfühlsam wie mitreißend von starken Sängerinnen und Rockgöttinnen, die das Genre sprengten und Grenzen überschritten. Was verbindet die großen Musikerinnen über die Jahrzehnte hinweg, wogegen kämpften sie an? Wäre etwa Phoebe Bridgers ohne Joni Mitchell denkbar? Wieso konnten die 70er Jahre weder Yoko Ono noch Karen Carpenter verkraften? Und hat PJ Harvey den Feminismus verraten? Eine spannende Geschichte über Herausforderungen und Glücks-Highs!
Mit großer Playlist zum Mithören und zahlreichen Interviews und Abbildungen.
»Kersty und Sandra Grether sind die berühmtesten Pop-Feministinnen Deutschlands.«
Birgit Fuß, Rolling Stone