»Dieser Roman kratzt verkrustete Glaubenssätze über Mutterschaft auf und kommt einem persönlich sehr nah. Ich sehe jetzt klarer, wie ich selbst als Mutter – und als Tochter – sein will.« Mareike Fallwickl
Die Großmutter flieht im Zweiten Weltkrieg aus Polen in den Libanon. Die Mutter verlässt den Libanon für ein Leben in Deutschland. Die Tochter muss für eine Zukunft zurück nach Polen. Über eine Zeitspanne von siebzig Jahren hinweg erzählt Paola Lopez die mitreißende Familiengeschichte dreier Frauen, die sich ein freies Leben erkämpfen. Ein feinfühliger Roman über die komplizierte Liebe zwischen Müttern und Töchtern und die Flucht in die Welt.
Die Großmutter ist eine der ersten Chemikerinnen im Libanon. Die Mutter ist eine angesehene Medizinerin. Die Tochter ist Studentin der Informatik. Sie alle verbindet die Wissenschaft. Doch das Band zwischen den Generationen ist gerissen, Lucy spricht seit Jahren nicht mit ihrer Mutter. Bis plötzlich ein Klavier in ihre Wohnung geliefert wird. Der Steinway, auf dem Lucy als Kind spielen lernte. Sie hasst dieses Klavier. Es erinnert sie an alles, was sie hinter sich lassen wollte: den goldenen Käfig ihrer allzu behüteten Kindheit, die hohen Ansprüche ihrer Mutter und die fehlende Nähe. Als mit dem Klavier auch der polnische Geburtsname ihrer Großmutter auftaucht, setzt Lucy sich kurzentschlossen in den nächsten Zug nach Sopot, den einzigen Ort, den sie mit ihr verbindet. Sie muss die losen Fäden ihrer Familie zusammenführen, um ihre eigene Zukunft in die Hand zu nehmen.
»Drei Frauengenerationen in der Wissenschaft, eine kleine Weltreise durch das Jahrhundert – erschütternd und einfühlsam zugleich.« Alina Bronsky
London, 1898: Eine geheimnisvolle junge Frau ist strahlender Mittelpunkt auf den Bällen der Saison. Die High Society erliegt ihrer Schönheit, ihrem Charme und Witz. Niemand ahnt, wer sich hinter dem makellosen Lächeln verbirgt. Quinn Le Blanc, ist Meisterin der Verkleidung und in der Halbwelt als »Queen von Mayfair« bekannt. Ihr Ziel: sich den begehrtesten Junggesellen Londons, den Duke of Kendal, angeln – samt seinem stattlichen Vermögen. Ihr Plan ist kühn, das Spiel riskant. Und sie hat nur fünf Tage Zeit. Quinn gleitet zwischen funkelnden Kronleuchtern, knisternder Seide und geflüsterten Intrigen durch die feine Gesellschaft. Doch immer mehr verstrickt sie sich in ein kompliziertes Netz aus Liebe, Lügen und Loyalität, denn sie ist nicht die Einzige, die mit falschen Karten spielt …
Ein charmanter Gesellschaftsroman voller Spannung, Eleganz und Witz – mit einer Heldin, die man nicht mehr vergessen wird. Für alle, die das Spiel lieben.
Eine Tour de Force durch das jüdische East End
Wenn Harryboy nicht sein Geld verspielt, liest er Zola, bügelt Hosen und fühlt sich seltsam aufgehoben in Hackney, dem ärmsten Viertel von London. Bis eine neue Familie in seine Pension einzieht. Aufgerieben zwischen Aufstiegsträumen und Elternschaft scheitern die Deaners auf ganz andere Weise. Doch ihm wird klar, wie eng ihr Schicksal mit dem seinen verflochten ist. Ein leeres Versprechen gerät zu einer Achterbahnfahrt in die Untiefen des East Ends, des Krieges und seiner Vergangenheit, in deren Spuren er unerwartet auf eine noch größere Schuld stößt: auf ein Leben, das nie gelebt war.
Alexander Barons wiederentdeckter Kultroman The Lowlife (1963) ist eine brillante Milieustudie voller Witz und Melancholie. Ein moderner Schelmenroman über einen Mann, der Verantwortung lernen muss – und die langersehnte deutsche Erstübersetzung eines anglo-jüdischen Klassikers.
»Der Tagedieb hat sich zum Kultbuch der Subkultur entwickelt« The Guardian
»Ich bin es leid, dass alles zu Material wird. Ich will einmal nur leben, um zu leben.«
Die nahe Zukunft: Therapie, Strafvollzug und Optimierungswahn sind im Zeitalter künstlicher Intelligenz ununterscheidbar geworden. »Der neunte Kreis« ist eine Geschichte über eingepflanzte Erinnerungen, artifizielle Kunst, verschwimmende Grenzen der Urheberschaft und die Täuschbarkeit menschlicher Wahrnehmung. Sophie Stein entwirft in diesem hochaktuellen Roman das beklemmende und zugleich zutiefst komische Bild eines Höllentrips, in dem hundert Jahre simulierten Lebens in wenigen Sekunden durchgespielt werden können.
Nachdem Ond an einem experimentellen Resozialisierungsprogramm teilgenommen hat, um einer Gefängnisstrafe zu entgehen, beginnt ihre Wahrnehmung der Welt zu zerfallen. Gemeinsam mit einem Freund gerät sie in ein Labyrinth aus grotesken Prüfungen, die an Dantes Höllenkreise erinnern, sieht sich mit datenverschlingenden Maschinen und kannibalistischer Kunst konfrontiert. Ein Text wird gestohlen und bei einem Wettbewerb als der eigene ausgegeben, eine Tech-Firma will künstliche Literatur auf den Markt bringen und als unmoralisch gebrandmarkte Bürger verschwinden in Umerziehungslagern... »Der neunte Kreis« ist eine radikale, zuweilen satirische Erkundung von Kontrolle, Schuld und der Frage, was vom Menschen und Menschlichkeit übrig bleibt, wenn alles, aber auch wirklich alles, messbar und verwertbar wird.