«Es ist ganz gleich, wo wir beginnen, uns im Vertrauen zu üben: mit uns oder mit anderen. Nur anfangen müssen wir.»
Jura Rjabinkin ist sechzehn Jahre alt, als er während der Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht verhungert. Er hat ein Tagebuch hinterlassen, das der Erzähler dieses Romans immer wieder liest, sodass er bald glaubt, den Jungen zu kennen. Jura wird zur Romanfigur, wie der Erzähler auch. Ihre Begegnung beginnt vorsichtig und wird im Lauf der Geschichte immer enger. Zwischen den beiden entspinnt sich ein Austausch über Jugend, Träume, Literatur, Mütter, Gewalt, Fremdheit und Nähe, und sie geben einander ihre persönlichsten Geschichten preis.
Eine bewegende Lektüre, ein Buch von unbändiger literarischer Fantasie.
Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester Lada in Berlin mit einer Sanierung, die ihr Wohnhaus unbewohnbar macht. Auch versteht sie nicht, warum ihr Bruder nach Kriegsbeginn in Moskau geblieben ist, doch steckt Konstantin bis zum Hals in Schwierigkeiten, an denen sein Patenonkel nicht unschuldig ist, ein Oligarch mit transhumanistischen Ambitionen, der auch Lada in Bedrängnis bringt. Sprachgewaltig, lustvoll und berauschend. Eine Wunderkammer und ein Höllenritt.
Ein russisches Dorf um das Jahr 1918. Die Revolution hat bereits stattgefunden, der Bürgerkrieg ist in vollem Gange, aber die Bewohner haben von den historischen Ereignissen noch nichts erfahren. Das untergehende Zarenreich ist groß, die Informationen fließen langsam.
Doch selbst an einem Ort wie diesem steht die Zeit nicht still: Der Dorfälteste Ilja, zum Beispiel, trifft seine Wettervorhersagen neuerdings mit Hilfe eines gläsernen Röhrchens, das er hütet wie seinen Augapfel. Der alte Pjotr dagegen belauscht lieber den nahegelegenen Fluss und dessen Geister. Aber noch scheinen die Fronten beweglich.
Nun ist ausgerechnet Iljas Frau, Inna Nikolajewna, so abergläubisch wie Pjotr. Als ihr ein Messer herunterfällt, taucht ein Fremder im Dorf auf. Der viel zu junge Mann trägt keine Stiefel, aber eine fadenscheinige Offiziersuniform, und wenn er muss, erzählt er jedem eine a
Ähnliche Bücher wie Der Himmel vor hundert Jahren