Der Vorabend des Ersten Weltkriegs, zwei Dörfer, getrennt durch die Salzach und damit durch die Grenze zwischen Deutschland und Österreich. Vier junge Menschen, die hier erwachsen werden. Ihre Schicksale sind fest miteinander verwoben: durch Freundschaft und Liebe, durch Traditionen und Verpflichtungen. Den Leben der Einzelnen steht die große Geschichte gegenüber. Weltpolitische Erschütterungen treffen auf individuelles Aufbegehren, auf Schuld und Gewalt, aber auch auf Zusammenhalt, Selbstlosigkeit und Mitgefühl. Ein Roman, der zeitlos und doch aktueller denn je die Frage stellt, ob der Mensch aus seinen Fehlern lernen kann, und in dem auf jeder Seite eine Warnung aufblitzt: leise, aber unübersehbar.
1939. Am Place Brugmann ist Charlotte zu Hause, hier kennt sie alle Bewohner und jeden verborgenen Winkel. Doch kurz bevor die Nazis in Belgien einmarschieren, verschwinden Charlottes Nachbarn, die Raphaëls, über Nacht und lassen alles zurück. Bald wird klar, dass die Schicksale der Hausbewohner sich unlösbar miteinander verbinden.
Alice Austen erzählt von einem Haus, Menschen, die in ihm leben und warum es sich lohnt, in Zeiten großer Bedrohung an die Kraft der Liebe und der Kunst zu glauben.
Als Erika mit ihrem Mann Jan am letzten Abend des gemeinsamen Italienurlaubs in einem Restaurant in Triest sitzt und sich fragt, warum er ihr seit Jahren jegliche körperliche Nähe verweigert, eröffnet ihr Jan, dass er seit anderthalb Jahren ein Verhältnis mit einer anderen Frau hat. Dieses Geständnis trifft Erika völlig unvorbereitet, und so bricht eine ganze Welt für sie zusammen. Doch nur vorübergehend – schon bald regen sich in ihr vor allem Fragen. Welche Möglichkeiten hat eine Frau in der Lebensmitte nach einer langjährigen Ehe? Und ist ihr drängender Wunsch nach Begehren und Nähe in diesem fortgeschrittenen Alter etwa besorgniserregend? Mit Offenheit und Tiefgang schreibt Wencke Mühleisen nuanciert und lebensklug über eine Frau, die herausfindet, dass man nie zu alt ist, um die Sache mit der Liebe noch einmal anzupacken.
Der Roman basiert auf einem sensationellen Fund, da kaum Theaterstücke jüdischer Autor:innen aus dieser Zeit überliefert sind.