Zwei Brüder im Hinterland von Montana. Bis jetzt kamen sie noch immer über die Runden, mit dem Holzfällen, dem gelegentlichen Wildern im Yellowstone Nationalpark. Doch nach dem Tod ihres Vaters stapeln sich die Rechnungen, das Dach ist undicht, der Winter nah. Thad und Hazen müssen etwas tun und dafür die eingespielten Rollen, ihr immer gleiches Schauspiel – der eine der strenge und verantwortungsvolle Bruder, der andere verträumt und zu nichts nutz – beenden. Nur so haben sie eine Chance, den unmöglichen Auftrag ihres Kontaktmanns zu erfüllen und sich den Ärger mit dem Geld zumindest eine Weile vom Hals zu halten. Doch dann passiert ein Unglück, bei dem noch mehr verloren geht als das eigene Selbstverständnis.
Bärenzähne ist ein packender, ein rührender Roman über die Bürde, füreinander sorgen zu müssen, über die Schönheit und Lebensgefahr in wilder Natur. Callan Wink knüpft darin ein unvergessliches Band zwischen zwei ungleichen Brüdern in einem weiten, abgründigen Land.
Als Elli Hajek sich zum Schreiben in ein abgelegenes Haus zurückzieht, erinnert sie sich an eine Figur, von der ihr einst ihre tschechische Großmutter erzählte: Viktorka, die junge Frau, die nach einem schwerwiegenden Ereignis für wahnsinnig erklärt wurde und fortan allein im böhmischen Wald lebte. Als Elli erfährt, dass Viktorka wirklich existierte, reist sie in das Land, aus dem sie selbst als Kind geflohen ist. Elli will mehr erfahren – doch tief im Wald, zwischen leuchtendem Farn und reißendem Fluss, wartet eine andere Aufgabe auf sie: Bevor sie die Wahrheit über Viktorka erfährt, muss Elli sich ihrer eigenen verdrängten Geschichte stellen.
Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst schenkt ihm deshalb die Pfaueninsel zwischen Potsdam und Berlin, damit er im Geheimen in seiner Zauberwerkstatt aus dem Feuer eine neue Welt erschaffen kann. Aus seinem Ofen entsteigt am Ende ein Glas, wie es zuvor kein Menschenauge je gesehen hatte: rot wie ein Rubin. Schnell wird es eines der begehrtesten Luxusgüter Europas.
Mitten im Barock geht Johannes Kunckel den Schritt von der Magie zur Chemie. Und schreibt damit Geschichte.
Florian Illies erzählt diese nun auf seine unnachahmliche Weise neu - voll Atmosphäre, voller Einfühlung in die Vergangenheit, voller Poesie und Witz.
»Eine der ganz großen Stimmen unserer Zeit.« Daniel Schreiber
Zwei Männer begegnen sich in Venedig. Der eine ist ein junger englischer Künstler, der mittellos aus London geflohen ist. Der andere ist der visionäre Danilo Donati, Kostüm- und Szenenbildner von Pasolini und Fellini, der Magier des italienischen Kinos. Die beiden trifft ihr Begehren unmittelbar, sie reisen nach Rom, geben sich der berauschenden Traumwelt der Cinecittà hin und tauchen zwischen Leichtigkeit und Fantasie. Doch in den politisch angespannten Bleiernen Jahre Italiens führen exzessives Leben, Arbeiten und Lieben in ein zunehmend bedrohliches Labyrinth, in dem höhere Mächte erschreckend brutal agieren.
Vor der verführerischen Kulisse Italiens ist Buch der Träume ein Rausch, eine zärtliche Verführung und ein bezwingend schön erzählter Roman über Macht und Illusion, Einsamkeit und kompromissloses Begehren.
Hawai‘i 1893: Noch wiegen sich Kokospalmen im Wind, stehen Regenbögen am Himmel, da braut sich am Horizont bereits ein Sturm zusammen. Amerikanische Großkapitalisten stürzen in einem Staatsstreich die Königin und bereiten die Annexion durch die USA vor. In Honolulu brodelt es, gehen die Risse auch durch die einflussreiche deutsche Gemeinschaft des Archipels, denn ein Land wird gestohlen – und wehrt sich.
Inmitten des Geschehens drei außergewöhnliche Frauen: Die weise, gewitzte Königin Lili‘uokalani, ihre deutsche Beraterin Gertrude Wolf und die mutige Journalistin Emma Nāwahī verbindet nicht nur die Liebe zum Land Hawai‘i und die Vision seiner Zukunft, sondern vor allem tiefe Freundschaft – die angesichts des drohenden Untergangs ihrer Welt auf die Zerreißprobe gestellt wird. Als die alles entscheidende Schlacht naht, muss jede für sich eine Entscheidung treffen: Kampf oder
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