»An Scuratis Romanbiographie des Duce kommt man nicht mehr vorbei« Frankfurter Rundschau
Der phänomenale Abschluss der weltweit gefeierten Bestsellerreihe aus Italien: »Das Ende und der Anfang« erzählt vom Ende des Mannes, dessen blutige Spuren sich von Italien nach Europa und in die ganze Welt ziehen – und vom Anfang des Mythos Mussolini. Ein unvergleichliches Epos.
Am 28. Juli 1943 wird Benito Mussolini nach Ponza deportiert. Er hat alles verloren, hegt keine Hoffnung mehr – bis er durch einen Handstreich deutscher Fallschirmjäger befreit und von Hitler an die Spitze eines Marionettenstaates gesetzt wird, so unbeweglich und bleiern wie die Wasser des Gardasees, von dem aus er ihn regieren soll: die Italienische Sozialrepublik. In den sechshundert Tagen ihres Bestehens – von September 1943 bis April 1945 –, erlebt Italien seine dunkelste Stunde: die Stunde der niederträchtigsten und feigsten Gewalt, der Judenverfolgung, der Flächenbombardements. Es ist der letzte Akt der Tragödie des Faschismus und des Krieges. Mit der ganzen Kraft und Sorgfalt der Literatur erzählt Antonio Scurati das tragische Ende: der Höflinge, der Mitwisser, derjenigen, die fliehen, und derjenigen, die bis zum Schluss beim Duce bleiben. Es ist das Ende Mussolinis – und es ist der Beginn der Freiheit für Italien und Europa.
Ein kleines Dorf in Bayern, Ende der 1950er Jahre: Ein Kind kommt zur Welt aus einer Verbindung, die hier niemand für möglich gehalten hätte. Die Mutter ist Schlesierin und gehört zu den »Heimatvertriebenen«, die sich ein Jahrzehnt zuvor im Ort niedergelassen haben. Der Vater ist ein Medizinstudent aus Syrien, der ins Dorf kommt, um am Goethe-Institut Deutsch zu lernen. Zum Zeitpunkt des Kennenlernens hatten sie keine gemeinsame Sprache, und ihr gegenseitiges Sprechen blieb ein Leben lang brüchig. So wächst das Kind in einer Atmosphäre des Schweigens auf, sucht nach einem Schlupfwinkel für die eigene Existenz und findet ihn in der Literatur.
Schlupfwinkel beschreibt den Werdegang eines Autors, der zwar zu einer eigenen Sprache findet und damit Erfolge feiert, doch im Leben ein Verlorener bleibt. Es ist gleichzeitig ein Versuch, die Geschichte der Eltern aus der Distanz heraus zu verstehen und den Momenten nachzuspüren, wo sie vielleicht eine Chance gehabt hätten, eine ausgeglichene Familie zu werden. Und schließlich ist es eine Geschichte von Flucht und möglichem Ankommen, die sich in den »Wirtschaftswunderjahren« abgespielt hat, aber bis heute nachhallt.
»Hillenkamp schreibt Sätze, die geradezu leuchten.« Gerrit Bartels
Jans Existenz ist auf ein schiefes Fundament gestellt. Im Aufwachsen mit der Mutter und ihren Geliebten, dem Vater und der Stiefmutter schlägt das Normale immerzu ins Extreme um. Das Leben des jungen Mannes bleibt haltlos und gefährdet, in der Freundschaft, in der Liebe, in der Politik. Doch so groß die Widerstände sind, so heftig ist Jans Streben nach Geborgenheit und Glück. Mit unvergleichlicher Präzision, Dichte und Strahlkraft erzählt Sven Hillenkamp Jans Geschichte.
Als Jans Leben zu kippen beginnt, ist er noch ein Kind. Die Mutter stirbt früh, der Vater kann ihm keinen Halt geben. Die erlebte Verlorenheit wird zum stetigen Begleiter. Doch Jan ist sich selbst nicht durchsichtig und strebt unaufhaltsam nach einem Selbstbild, das ihn trägt. Weder in der Liebe, noch mit Gleichgesinnten oder in einer sinnstiftenden Betätigung findet Jan jene innere Sicherheit, nach der er sich sehnt. In seiner schmerzhaften Entwicklung offenbart sich eine Allgemeingültigkeit menschlicher Existenz. Wer sind wir, wenn Erleben und Vorstellung nicht in Einklang gebracht werden können? Die hohe Sensibilität und Genauigkeit der Sprache von Sven Hillenkamp erzeugen ein soghaftes Lektüreerlebnis von beeindruckender Wucht. Ein Roman von beispielloser Unmittelbarkeit und Intensität.
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Der schmale Grat zwischen Liebe und Hass
Vor zwei Jahren hat Elena ihr Dorf vor den Seelen der Toten gerettet und ist Nan, dem einstigen Totengott, verfallen. Als Oberhaupt ihres Dorfes versucht sie alles, um das Andenken an die Verstorbenen zu ehren. Doch als die Wesen der aztekischen Mythologie auf einmal überall in der Welt der Lebenden auftauchen und für Chaos sorgen, erfährt Elena, dass das Totenreich Mictlan auseinanderbricht. Im Zuge dessen finden sich Elena und Nan auf verfeindeten Seiten eines Krieges zwischen Lebenden und Toten wieder. Die Totengräberin und der einstige Totengott müssen schon bald am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Liebe und Hass tatsächlich ist, während die Welt um sie herum in Flammen aufzugehen droht.
Legends of Mictlan 2. Broken by Death: Eine Dark-Fantasy-Romance vom Feinsten
Wahre Liebe überwindet selbst den Tod – doch manchmal tut Wahnsinn das auch
Roos Beckman ist nie allein. Seit ihrer Kindheit ist Ruth an ihrer Seite – eine jahrhundertealte Tote, sichtbar nur für sie. Was einst als Fluch begann, ist der einzige Lichtblick in einem Leben voller Séancen und Misshandlungen. Bis die wohlhabende Witwe Agnes Knoop Roos bei sich aufnimmt. Sie fühlt sich Agnes tief verbunden, doch das riesige Herrenhaus, in dem die beiden leben, riecht nach kalter Erde und Geheimnissen. Aus den Wänden dringt ein Flüstern, unheimliche Gestalten huschen durch die Korridore und die mysteriösen Statuen in der Familienkapelle starren Roos aus hohlen Augen an. Etwas Uraltes, unaussprechlich Böses nistet in diesen Mauern – und drängt danach auszubrechen. Dann geschieht ein Mord …
Roos wird zur Hauptverdächtigen. Doch sie behauptet, ein Geist sei der wahre Täter. Ein Psychiater, der ihre Zurechnungsfähigkeit prüfen soll, glaubt an eine Wahnvorstellung. Aber Roos weiß es besser. Sie kennt die Geister. Sie liebt einen von ihnen. Zwischen Liebe und Wahnsinn muss sie beweisen, dass sie die Wahrheit sagt – oder alles verlieren, was ihr je etwas bedeutet hat.