1986 lebt Roger Willemsen in London, setzt sich an den Küchentisch und beginnt ein Experiment: Er beginnt zu schreiben und lässt uns zugleich in jedem Moment daran teilhaben. Und so werden wir zu atemlosen Zeugen, wie sich zufällige Beobachtungen, Gedanken und Erinnerungen – die »Figuren der Willkür« – zu einem Buch formen, das seine Geschichte selbst erzählt. Was Schreiben wirklich bedeutet, wird hier nicht beschrieben. Es wird gelebt und erlebbar gemacht.
In ihrer brillanten neuen Essaysammlung widmet sich Zadie Smith mit intellektueller Schärfe den drängenden kulturellen und politischen Fragen.
Leidenschaftlich verteidigt sie die Fiktion als notwendigen Raum der Empathie. Ob sie über die Klimakrise, soziale Ungerechtigkeit oder die verborgene Schwarze Geschichte schreibt, stets verbindet sie das Persönliche meisterhaft mit dem Politischen. Bewegende Nachrufe auf literarische Größen wie Joan Didion und Hilary Mantel zeugen dabei von der unvergänglichen Kraft präziser Sprache. Dieses Buch ist eine unverzichtbare Einladung, genau hinzusehen und die eigene Wahrnehmung in einer komplexen Welt zu schärfen.
Was ist eigentlich mit den Jungs? Haben wir die in den letzten Jahren eventuell ein bisschen vergessen? Und wenn wir über sie nachgedacht oder öffentlich geredet haben, waren sie dann nicht vor allem ein Problem? Aber gleichzeitig sollen sie unsere Demokratie und unsere Art zu leben mit ihrem eigenen Leben verteidigen? Irgendwas daran ist nicht ganz fair, oder?
Wie zieht man in dieser Welt einen Jungen auf? Allein oder mit anderen, als Frau, als Feministin. Emotional und unterhaltsam schreibt Simone Buchholz über sich, ihren Sohn und all die anderen Jungs in seinem Leben, die einmal Babys waren, dann Kleinkinder, Schulkinder, Teenager und plötzlich: junge Männer.
Eine Geschichte von stinkenden Boxhandschuhen, von Verbandszeug und Verbundenheit, von Selbstvertrauen, Not- und Niederlagen. Von Pizza, Pasta, Döner. Und von Liebe.