Zwei Brüder im Hinterland von Montana. Bis jetzt kamen sie noch immer über die Runden, mit dem Holzfällen, dem gelegentlichen Wildern im Yellowstone Nationalpark. Doch nach dem Tod ihres Vaters stapeln sich die Rechnungen, das Dach ist undicht, der Winter nah. Thad und Hazen müssen etwas tun und dafür die eingespielten Rollen, ihr immer gleiches Schauspiel – der eine der strenge und verantwortungsvolle Bruder, der andere verträumt und zu nichts nutz – beenden. Nur so haben sie eine Chance, den unmöglichen Auftrag ihres Kontaktmanns zu erfüllen und sich den Ärger mit dem Geld zumindest eine Weile vom Hals zu halten. Doch dann passiert ein Unglück, bei dem noch mehr verloren geht als das eigene Selbstverständnis.
Bärenzähne ist ein packender, ein rührender Roman über die Bürde, füreinander sorgen zu müssen, über die Schönheit und Lebensgefahr in wilder Natur. Callan Wink knüpft darin ein unvergessliches Band zwischen zwei ungleichen Brüdern in einem weiten, abgründigen Land.
»Ein feinfühliger Roman über vier Frauen und die Frage, was uns prägt« WOMAN
»Etwas ist falsch. Bloß habe ich keine Ahnung, was.«
Auf der Suche nach dem Ursprung ihres diffusen Gefühls, nirgends dazuzugehören, blickt Mirabell in ihre Familiengeschichte. Doch statt Antworten findet sie nur ein Geflecht aus Leerstellen und Halbwahrheiten, weitergegeben wie in einem endlosen Stille-Post-Spiel: Eine Urgroßmutter, die verschwand. Eine Großmutter, die nicht mehr leben wollte. Eine Mutter, die schweigt. Wie nähert man sich einer so lückenhaften Vergangenheit an? Je mehr Brüche Mirabell aufspürt, umso deutlicher ahnt sie, dass das Ungesagte bis heute fortwirkt - und dass sie ihre eigene Geschichte selbst schreiben muss.
Ein kluger, lange nachhallender Roman über vier Frauen, deren Leben über Jahrzehnte miteinander verwoben sind - und über die Frage, ob wir Wahrheit wirklich erinnern oder vielleicht erfinden müssen, um leben zu können.
Prag, am 24. Februar 2022, dem Tag des russischen Großangriffs auf die Ukraine. Tom, ein alternder Journalist, bricht mit seiner Geliebten zu einem Ausflug in die Umgebung auf. Ein südböhmisches Barockkloster verspricht Ablenkung von innerer und äußerer Konfusion: Seine Ehe ist kaputt, der Job hängt am seidenen Faden, der schwule Sohn macht ihm Sorgen. Da meldet sich die Redaktion - Point, ein angesagtes Organ, finanziert von einem undurchsichtigen Geschäftsmann mit Verbindungen nach Russland. Man braucht sofort einen Artikel über das Vertrauen der Tschechen in die Nato …
Die Hölle gibt es nicht erzählt voller Komik und Verzweiflung, was aus den Hoffnungen und Träumen von 1989 geworden ist. Da taucht nicht nur die alte, sehr tschechische Geschichte wieder auf – gegen die Panzer einer Invasionsarmee ist der Einzelne machtlos. Sondern auch die akute Erfahrung: verstrickt in Liebes- und Familienchaos, wird man dem historischen Augenblick kaum gewachsen sein.
In Frank Goosens neuem Roman reisen wir durch die Lebensgeschichten von drei unkonventionellen Frauen und kehren dabei immer wieder an den Kneipentresen zurück, an dem sich die Schicksale kreuzen. Gewohnt urkomisch beschreibt der Autor ein langsam verschwindendes Biotop und erzählt voller Wärme eine große Geschichte. Die legendäre Kneipe Haus Himmelreich, eine der letzten ihrer Art im ganzen Ruhrgebiet, soll schließen – ein Jammer! Das nimmt der Erzähler zum Anlass, die finalen Stunden in der Kneipe zu verbringen: Bei seiner Recherche für einen Artikel begegnet er vielen skurrilen Stammgästen, die so einiges zu erzählen haben. Aber der wahre Geist der Kneipe ist die Wirtin Rita Urbaniak, die den ganzen Abend über gar nicht persönlich auftaucht und doch gehörig von sich reden macht: Sie betreibt das Haus Himmelreich schon seit den 1970ern, auch wenn sie eige
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Die 18-jährige Marga schreibt Briefe an ihre beste Freundin Bertha, als sie für den Sommer auf das Landgut Lesmona zu ihrem Onkel geschickt wird. Dort erlebt sie die erste große Liebe mit ihrem Cousin Percy, zu Gast aus England. Die beiden verbringen einen unvergesslichen Sommer miteinander. Doch Percy ist jung und mittellos, Margas Eltern haben indes hohe Erwartungen an eine standesgemäße Ehe für ihre Tochter. Marga erfährt das höchste Glück und den tiefsten Schmerz in ganz kurzer Zeit und muss Entscheidungen treffen, die nicht nur ihr Leben prägen werden.
Die Mädchenbriefe von Marga Berck, jahrzehntelang in einer Kiste verwahrt, wurden von der Autorin erst in hohem Alter veröffentlicht. Der daraus entstandene Briefroman begeistert seit Jahrzehnten zahllose Leser:innen immer wieder neu. In den 1980ern mit Katja Riemann verfilmt, liest sich das Buch noch heute so leb
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