Zwei Brüder im Hinterland von Montana. Bis jetzt kamen sie noch immer über die Runden, mit dem Holzfällen, dem gelegentlichen Wildern im Yellowstone Nationalpark. Doch nach dem Tod ihres Vaters stapeln sich die Rechnungen, das Dach ist undicht, der Winter nah. Thad und Hazen müssen etwas tun und dafür die eingespielten Rollen, ihr immer gleiches Schauspiel – der eine der strenge und verantwortungsvolle Bruder, der andere verträumt und zu nichts nutz – beenden. Nur so haben sie eine Chance, den unmöglichen Auftrag ihres Kontaktmanns zu erfüllen und sich den Ärger mit dem Geld zumindest eine Weile vom Hals zu halten. Doch dann passiert ein Unglück, bei dem noch mehr verloren geht als das eigene Selbstverständnis.
Bärenzähne ist ein packender, ein rührender Roman über die Bürde, füreinander sorgen zu müssen, über die Schönheit und Lebensgefahr in wilder Natur. Callan Wink knüpft darin ein unvergessliches Band zwischen zwei ungleichen Brüdern in einem weiten, abgründigen Land.
Béla erhält einen überraschenden Anruf: Das Haus an der Zederstraße steht zum Verkauf. Dreißig Jahre ist es her, dass er dort mit Simone, Serdar und Kim in einer WG gewohnt hat. Seither sind sie alle in unterschiedliche Richtungen gegangen. Ist es eine gute Idee, jetzt zu viert das Haus ihrer Aufbruchsjahre zu kaufen? So gesetzt wollte Béla eigentlich gar nie werden. Wenn er nicht in den Spiegel schaut, hält er sich immer noch für jung. Aber wirklich jung ist nur seine Freundin Kaja, die gerade festgestellt hat, dass sie schwanger ist.
Ein hoch amüsanter Roman über die Frage, wie sehr man sich selbst treu bleiben kann und will.
Prag, am 24. Februar 2022, dem Tag des russischen Großangriffs auf die Ukraine. Tom, ein alternder Journalist, bricht mit seiner Geliebten zu einem Ausflug in die Umgebung auf. Ein südböhmisches Barockkloster verspricht Ablenkung von innerer und äußerer Konfusion: Seine Ehe ist kaputt, der Job hängt am seidenen Faden, der schwule Sohn macht ihm Sorgen. Da meldet sich die Redaktion - Point, ein angesagtes Organ, finanziert von einem undurchsichtigen Geschäftsmann mit Verbindungen nach Russland. Man braucht sofort einen Artikel über das Vertrauen der Tschechen in die Nato …
Die Hölle gibt es nicht erzählt voller Komik und Verzweiflung, was aus den Hoffnungen und Träumen von 1989 geworden ist. Da taucht nicht nur die alte, sehr tschechische Geschichte wieder auf – gegen die Panzer einer Invasionsarmee ist der Einzelne machtlos. Sondern auch die akute Erfahrung: verstrickt in Liebes- und Familienchaos, wird man dem historischen Augenblick kaum gewachsen sein.
»Caroline Bernard schreibt sanft und verlockend.« Christine Westermann
Im Sommer 1935 folgt die fünfundzwanzigjährige Grete ihrem Mann und zieht mit den kleinen Zwillingen in den neu gegründeten Hermann-Göring-Koog auf der Halbinsel Eiderstedt. Die Weite der Nordseeküste ist atemberaubend - und lebensgefährlich. Grete kämpft gegen den schweren, salzigen Boden, gegen Sturmfluten und gegen die Einsamkeit, die sie an den Rand ihrer Kräfte bringt. Doch noch schwerer wiegt eine Entscheidung, die sie trifft, um ihre Tochter zu schützen - und die sie ein Leben lang mit Schuld belasten wird. Sechzig Jahre später stößt ihre Enkelin Kristine auf diese verdrängte Vergangenheit. Auch sie sucht am Meer nach Antworten und erkennt, wie eng ihr eigenes Leben mit dem Schicksal der Frauen vor ihr verbunden ist.
AM RAND DER WELT erzählt von Schuld und Verantwortung, von Müttern und Töchtern und von einer Landschaft, die drei Generationen von Frauen prägt und ihnen den Mut gibt, ihren eigenen Weg zu finden.
Miranda July hat mit »Auf allen vieren« einen großen Roman über Weiblichkeit abseits der Norm und Lust außerhalb von Konventionen geschrieben, der in vielem neue Maßstäbe setzt.
Eine mittelmäßig bekannte Künstlerin schenkt sich selbst zum 45. Geburtstag einen Trip von der Westküste der USA nach New York. Sie möchte sich etwas beweisen und plant die Tour alleine mit dem Auto, raus aus der Komfortzone. Doch weit soll sie nicht kommen. Wenige Kilometer von ihrem Vorstadthaus entfernt verliebt sie sich vermeintlich Davey, den Mann, der ihre Autoscheibe an der Tankstelle saubermacht. Sie mietet sich in einem billigen Motel ein, lässt ihr Zimmer von Daveys Frau, einer Inneneinrichterin, völlig neu gestalten und imaginiert sich in ein anderes Leben hinein.
Eine Frau kämpft um ihr Erbe – und um das ihrer jüdischen Familie
Altes Zeug, im besten Fall ein Erinnerungsstück – mehr erwartet Amira nicht, als sie die Tür zum Lagerraum ihres verstorbenen Großvaters in Berlin-Moabit aufstößt. Aber dann steht sie vor der seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen geglaubten Kunstsammlung ihrer jüdischen Familie. »WTF!«, denkt Amira und macht erst mal eine Insta-Story. Und jetzt? Soll Amira die Kunstwerke einem Museum schenken oder an einen Oligarchen verkaufen? Darf sie sie einfach behalten? Und können alle, die ihr da reinquatschen wollen, bitte mal still sein! Als Zweifel aufkommen, ob die Sammlung auf legalem Weg zu ihrem Großvater zurückgelangte, muss Amira sich plötzlich rechtfertigen. Ein atemlos erzählter, messerscharf beobachteter Roman über eine junge Frau, die einen Weg finden muss durch das Chaos (hebr. ›Balagan‹
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Sebastian Hotz’ zweiter Roman ist ein gekonntes Spiel mit »kultigen« TV-Figuren und den Kulturkämpfen unserer Gegenwart – eine Mediensatire als Roadmovie, in der Ähnlichkeiten mit realen Personen selbstverständlich rein zufällig sind.
Nach Jahrzehnten der TV-Geschichte ist es so weit: Der legendäre Showmaster Falk Anders kündigt seinen Ruhestand an. In unzähligen Sendungen hat er »dem Land den Puls gefühlt«, die Grenzen von Komik und gutem Geschmack ausgetestet und darüber entschieden, wer mitlachen darf und über wen gelacht wird – Letzteres war oft genug: Boris.
Als Sidekick, stets unterlegener Sparringspartner und Trottel vom Dienst blickt Boris auf eine spezielle Karriere im Rampenlicht zurück – aber war es eine, die ihn in den Sessel seines Lehrmeisters führt? Programmchefin Marianne hat ganz ander
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Was passiert, wenn eine gefühlsresistente Spitzenmanagerin ein Achtsamkeitstraining bei einem Coach absolvieren muss, der selbst in einer Sinnkrise steckt? Maxim Leos rasend komischer und tief berührender Roman über die Suche nach dem richtigen Leben und den Weg zu uns selbst.
Marlene Buchholz soll Vorstandsvorsitzende des Aviola-Konzerns werden. Ihre Kollegen sind sich einig, dass sie fachlich hochkompetent ist – aber menschlich eine ziemliche Katastrophe. Weshalb sie zum Coaching in ein Brandenburger Schloss geschickt wird – zu Alex Grow, dem berühmten Seelenflüsterer. Was niemand weiß: Seine Academy steht kurz vor dem Bankrott und Alex hat selbst mit Panikattacken zu kämpfen. Marlene ist seine letzte Hoffnung, denn im Erfolgsfall winkt ein Großauftrag der Aviola. Doch die Klientin bleibt skeptisch und verschlossen – bis ein verletztes Wil
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»Ebenso klug wie wortmächtig.« Denis Scheck
Ein Trailer in den Wäldern Virginias, dem Land der Tabakfarmer und Schwarzbrenner, der »Hillbilly-Cadillac«-Stoßstangenaufkleber an rostigen Pickups. Hier kommt Demon Copperhead zur Welt – die Mutter ist noch ein Teenie und frisch auf Entzug, der Vater tot. Ein Junge mit kupferroten Haaren, großer Klappe und einem zähen Überlebenswillen, bei allem, was das Leben für ihn bereithält: Armut, Pflegefamilien, Drogensucht, erste Liebe und unermesslichen Verlust. Es ist seine Geschichte, erzählt in seinen Worten, unbekümmert, vorwitzig, von übersprudelnder Lebenskraft. Ein mitreißender Roman über ein Leben auf Messers Schneide, in dem in jedem Moment Hoffnung aufscheint.
Ein großer jüdischer Familienroman über vier Mitglieder einer jüdischen Familie aus Wien, die durch Krieg, Schuld und die Schatten der Geschichte voneinander getrennt wurden. Und doch verbindet sie ein unsichtbares Band: die Geister der Vergangenheit.
Sonja lebt 1979 in London, Fania arbeitet 1966 in einem Hotel in Montreal, Moses durchstreift 2002 das postkommunistische Prag, und Arnold erhält 2016 eine mysteriöse Nachricht aus England. Was sie alle eint: das Trauma ihrer zerbrochenen Herkunft, ein tiefes, unausgesprochenes Vermächtnis – und Räume voller Erinnerung und Schweigen.
Stuart Nadler erzählt eindrucksvoll von jüdischem Leben im 20. Jahrhundert, von Identität, Entwurzelung und dem Wunsch nach innerer Heilung. Ein literarisches Mosaik aus Stimmen, Zeiten und Orten.