Béla erhält einen überraschenden Anruf: Das Haus an der Zederstraße steht zum Verkauf. Dreißig Jahre ist es her, dass er dort mit Simone, Serdar und Kim in einer WG gewohnt hat. Seither sind sie alle in unterschiedliche Richtungen gegangen. Ist es eine gute Idee, jetzt zu viert das Haus ihrer Aufbruchsjahre zu kaufen? So gesetzt wollte Béla eigentlich gar nie werden. Wenn er nicht in den Spiegel schaut, hält er sich immer noch für jung. Aber wirklich jung ist nur seine Freundin Kaja, die gerade festgestellt hat, dass sie schwanger ist.
Ein hoch amüsanter Roman über die Frage, wie sehr man sich selbst treu bleiben kann und will.
New York, im Jahr 2000: Elizabeth Gilbert lernt Rayya kennen, mit ihr findet sie, wonach sie sich immer gesehnt hat. Erst sind die beiden Freundinnen, dann Seelenverwandte, schließlich werden sie, nachdem Elizabeth für Rayya ihren Mann verlässt, ein Paar. Sie leben ihre Liebe und erfahren, was es bedeutet, wirklich erfüllt zu sein. Aber sie sind auch zwei Süchtige auf Kollisionskurs in Richtung Katastrophe – und müssen nach einer verheerenden Diagnose für Rayya gemeinsam den schweren Weg des Abschieds gehen.
»All the Way to the River« ist eine existenzielle Offenbarung, eine bahnbrechende Erzählung von Liebe, Sucht, unermesslichem Verlust – sowie von der unbedingten Sehnsucht nach Befreiung und dem, was wir im Leben zu finden vermögen.
»Ein Samen im Herzen eines Apfels ist ein unsichtbarer Obstgarten.« Altes walisisches Sprichwort
Hannah, Sadie und Megan sind alle auf ihre eigene Art verloren. Als sie sich begegnen, beginnen sie zu dritt einen Neuanfang, den sich keine von ihnen je erträumt hätte. Caryl Lewis leuchtet im idyllischen Setting der walisischen Landschaft alle Facetten der menschlichen Emotionen aus. Zwischen Liebe und Trauer, Enttäuschung und Dankbarkeit erzählt sie eine unvergessliche Geschichte.
Hannah hat ihr ganzes Leben in Berllan Deg, einem kleinen Ort in Wales, verbracht. Anders als ihre Schwester Sadie, ist sie nie aus ihrem Elternhaus ausgezogen, nicht einmal nach ihrer Hochzeit mit John. Sie ist in diesem Haus und dem dazugehörigen Obstgarten verwurzelt, behandelt die Bäume, als gehören sie zur Familie. Als ihr Mann stirbt, ist Hannah das erste Mal allein. John, einst Schriftsteller und Imker, der die Welt durch die Sprache der Bienen zu verstehen lernte, hat ihr elf Liebesbriefe hinterlassen. Aber er hatte auch ein großes Geheimnis. Megan, Hannah und Sadie werden damit konfrontiert und begeben sich auf eine Reise durch die Erinnerung. »Wilder Honig« führt drei sehr unterschiedliche Frauen in einem zerbrochenen Eden zusammen und erzählt, wie sie es gemeinsam wieder aufbauen. Ein Buch über Schwesternschaft, die große Liebe und die Schönheit der Natur, die genauso gehegt und gepflegt werden muss wie eine Beziehung.
Marcin wächst auf in prekären Verhältnissen: Seine Mutter floh in den 1980ern aus Polen nach Deutschland, um ihn, ihr zweites Kind, hier großzuziehen. Sie arbeitet hart als Altenpflegerin, sie trinkt zu viel, und irgendwann sieht sie in ihrem Sohn nur noch den Antagonisten. Währenddessen versucht Marcin, mit Videospielen, Nu Metal und Gedichten herauszufinden, wer er ist und hier in Deutschland sein kann. In dieser Spannung leben die beiden mit- und gegeneinander.
Erst spät im Leben – die alternde Mutter ist schwer krank, und Marcin pflegt sie – offenbart sich die Familiengeschichte in Gänze: eine Lebenserzählung zwischen Anekdote und Abgrund. Der Krieg ist nicht vorbei. Kein Krieg ist je vorbei.
2023 fand Martin Piekar mit einem Auszug aus diesem Roman beim Bachmann-Preis in Klagenfurt begeistertes Echo; er wurde mit dem Robert-Gernhardt-Preis 202
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»Vaterbücher gibt es viele, und doch fügt Hans-Joachim Gögl etwas Neues hinzu, überraschend und betörend.« Ilija Trojanow
Wer lebt besser, schöner? Zeitlebens sind sich ein Vater und ein Sohn darüber nicht einig. Als der Vater stirbt, probiert der Sohn von nun an montags, mittwochs und freitags das Vaterleben aus. Dabei beginnt sich sein eigenes Leben zu verwandeln. Eine einzigartige Geschichte über Nähe und Fremdheit, so feinfühlig wie humorvoll erzählt.
Dieser Vater weiß ganz genau, wie man richtig lebt. Er ist der Meister des perfekt dosierten Mittelmaßes: lange Spaziergänge, frei verfügbare Zeit, Gelächter im Kreis der Kollegen. Das Leben seines Sohnes, der eine Designagentur leitet, missbilligt er. Zu fremdgesteuert, zu ehrgeizig, zu eilig. Der aber will die Welt nicht nur hinterfragen, sondern auch verbessern. Als der Vater stirbt, kommen dem Sohn Zweifel. Führt die Lebenskunst des Vaters vielleicht doch zu einem glücklicheren Leben? Er beschließt, es auszuprobieren, und schlüpft von nun an fünf Wochen lang in die Rolle seines Vaters. Hans-Joachim Gögl ist ein spielerisch leichter und tiefgründiger Debütroman gelungen.