Als der weltberühmte Künstler Vic Kemp seine vier Kinder mit dem Versprechen einer großen Neuigkeit zusammenruft, lassen die Geschwister alles stehen und liegen. Feierlich eröffnet ihnen der siebzigjährige Vic, dass er noch einmal heiraten wird, und zwar die 27-jährige Bella-Mae. Die Geschwister sind fassungslos. Kurz darauf wird ihr Vater tot aufgefunden, ertrunken in einem See, den er wie seine Westentasche kannte. Netta, Susan, Goose und Iris versammeln sich im Sommerhaus der Familie am italienischen Lago d‘Orta, um herauszufinden, was passiert ist. Dort treffen sie auf Bella-Mae, an die sie einige Fragen haben. Doch die junge Frau ist ebenso freundlich wie undurchschaubar. In der flirrenden Hitze dieses schicksalhaften Sommers bemerken die vier erst spät, dass es eigentlich Bella- Mae ist, die hier die Fragen stellt. Fragen, denen die Geschwister ein Leben lang ausgewichen sind.
Das Haus am Grimaldi Square 4 sah nicht so aus, als würde es eine Überraschung bereithalten. Es war eines von mehreren Backsteinhäusern, die drei Seiten eines viktorianischen Platzes einnahmen, der schon bessere Tage gesehen hatte …
Lange haben die Polizistin Stevie und die Rettungssanitäterin Amber nach einem kleinen Haus in London gesucht. Nun glaubt das glücklich verheiratete Paar das perfekte Haus am Grimaldi Square gefunden zu haben. Und trotz des heruntergekommenen Pubs gegenüber, des verwilderten Gartens und einer ausgesprochen neugierigen Nachbarin ist die Nummer 4 das Haus ihrer Träume.
Doch dann kommt alles ganz anders als geplant. Als Stevie sich nach Dienstschluss mit Amber in dem leergeräumten Haus treffen will, um dort auf ihr neues Heim anzustoßen, erscheint diese nicht und ist auch sonst nicht zu erreichen. Und als Stevie beunruhigt allein durch das Haus geht, sieht sie sich in einem der Zimmer im ersten Stock plötzlich einer alten Dame gegenüber, die auf einem roten Sofa sitzt. Neben sich einen großen Koffer. Es ist Dorothy – die achtzigjährige Vorbesitzerin des Hauses, die ihr unumwunden erklärt, sie habe nicht vor auszuziehen. Dorothy will bleiben. Doch das ist nicht die einzige Überraschung, die auf Stevie und Amber wartet …
Eine Hymne auf die Überwältigung, die es bedeutet, jung zu sein
James steht an einer Schwelle, bald ist er erwachsen. Und er träumt von einem anderen Leben weit weg: das Dorf hinter sich lassen, die Eltern enttäuschen, dem allen endlich irgendwas Lebendiges, Echtes entgegensetzen. Denn hier im verschlafenen Thornmere im Norden Englands bleibt immer alles beim Alten, seine Runde als Milchjunge, die Gottesdienste, die ewigen Sorgen um seinen kranken kleinen Bruder, die Ausgrenzung der Mitschüler. Doch dann trifft James im Herbst 2002 auf Luke – ein Jahr älter, unverschämt gutaussehend, von seinen verkrachten Eltern zur Disziplinierung aufs Land verschickt – und im Laufe eines Jahres liefert sich James neuen, unkontrollierbaren Kräften aus, einer Sehnsucht, die ihn für immer verändern, einer Frage, die ihn sein Leben lang verfolgen wird: Würde ich alles riskieren für die Möglichkeit der Liebe?
Ein Roman über das Verlangen der Jugend, über die Zärtlichkeiten, Albträume und Illusionen namens Liebe. Mit den beeindruckenden sprachlichen Mitteln eines großen Dichters bestimmt Seán Hewitt das Gewicht unserer Obsessionen. Öffnet sich der Himmel wird so zu einer Hymne auf die Überwältigung, die es bedeutet, jung zu sein.
Papa, bist du müde?
Papa will vorlesen – aber jetzt bewegt er sich nicht mehr. Für die Kinder ist klar: Papa ist kaputt! Also müssen sie ihn irgendwie verstecken, bevor Mama heimkommt. Ob im Blumentopf oder unter der Stehlampe – alle Verstecke werden ausprobiert. Am Ende stellt sich heraus: Papa ist gar nicht kaputt, er ist nur eingeschlafen. Puh!
Eine urkomische Geschichte über schlafende Papas, kreative Kinder und den ganz normalen Familienwahnsinn! Kongenial erzählt in Wort und Bild von Moritz Neumeier und Timo Zett.
Papa ist kaputt: Das zweite Vater-Buch von Moritz Neumeier und Timo Zett
Moritz Neumeier ist Stand-up-Comedian, Moderator und Vater von drei Kindern. Gemeinsam mit dem Grafikdesigner und Urban Sketcher Timo Zett schreibt er kongeniale Papa-Bücher über den ganz normalen Familienwahnsinn.
»Anhand von drei Generationen iranischer Frauen, die im Wahnsinn der großen Geschichte gefangen sind, hinterfragt Jina Khayyer mit kraftvollem Atem die Vorstellungen von Exil, Erbe und Emanzipation.« Leïla Slimani
Es ist Nacht in Südfrankreich. Jina sitzt an ihrem Schreibtisch, das Telefon in der Hand. Im Sekundentakt aktualisiert sich ihr Instagram-Feed. Sie liest: »Jina Mahsa Amini wurde in Teheran von der Sittenpolizei ins Koma geprügelt.« Im nächsten Moment begreift sie: Die junge Frau, die so heißt wie sie, ist tot. Im Feed folgen die Bilder: der Protestzug Tausender Menschen auf den Straßen, Mädchen und Frauen, die ihre Haare unverdeckt tragen, darunter auch Jinas Schwester Roya und ihre Nichte Nika.
Was als Versuch beginnt, die Gegenwart zu begreifen, wird zur Reise in die Vergangenheit. Denn die Ereignisse wecken in Jina Erinnerungen an ihre eigenen Aufenthalte im Iran: an die Gastfreundschaft der Menschen, den reich gedeckten Tisch der Tanten, die Begegnungen im Sammeltaxi, den Roadtrip zu Zarathustras Feuertempel in Yazd – und an eine geheime Liebe. Aber auch an die Proteste während der Grünen Bewegung 2009, an denen Jina teilnahm und die zur einschneidenden Lebenserfahrung wurden.
Im Herzen der Katze ist eine Familien- und Liebesgeschichte, die Vorstellungen von Nationalität und Zugehörigkeit, von Frausein und Freiheit hinterfragt. Mit poetischer Intensität erzählt Jina Khayyer von Mut, Solidarität und Verantwortung und vom Nachklingen einer Heimat, die sich nicht abschütteln lässt.
»Ein Samen im Herzen eines Apfels ist ein unsichtbarer Obstgarten.« Altes walisisches Sprichwort
Hannah, Sadie und Megan sind alle auf ihre eigene Art verloren. Als sie sich begegnen, beginnen sie zu dritt einen Neuanfang, den sich keine von ihnen je erträumt hätte. Caryl Lewis leuchtet im idyllischen Setting der walisischen Landschaft alle Facetten der menschlichen Emotionen aus. Zwischen Liebe und Trauer, Enttäuschung und Dankbarkeit erzählt sie eine unvergessliche Geschichte.
Hannah hat ihr ganzes Leben in Berllan Deg, einem kleinen Ort in Wales, verbracht. Anders als ihre Schwester Sadie, ist sie nie aus ihrem Elternhaus ausgezogen, nicht einmal nach ihrer Hochzeit mit John. Sie ist in diesem Haus und dem dazugehörigen Obstgarten verwurzelt, behandelt die Bäume, als gehören sie zur Familie. Als ihr Mann stirbt, ist Hannah das erste Mal allein. John, einst Schriftsteller und Imker, der die Welt durch die Sprache der Bienen zu verstehen lernte, hat ihr elf Liebesbriefe hinterlassen. Aber er hatte auch ein großes Geheimnis. Megan, Hannah und Sadie werden damit konfrontiert und begeben sich auf eine Reise durch die Erinnerung. »Wilder Honig« führt drei sehr unterschiedliche Frauen in einem zerbrochenen Eden zusammen und erzählt, wie sie es gemeinsam wieder aufbauen. Ein Buch über Schwesternschaft, die große Liebe und die Schönheit der Natur, die genauso gehegt und gepflegt werden muss wie eine Beziehung.