Eigentlich dachte Ari, der Ich-Erzähler von Maxim Billers neuem Roman, Ende der siebziger Jahre sei das Schlimmste vorbei gewesen: Nach ihrer Flucht aus der kommunistischen Tschechoslowakei, wo sein Vater als Jude und Zionist vom Geheimdienst überwacht wurde, landeten er und seine Familie in einer Hamburger Altbauwohnung im legendären Grindelviertel. Wo früher ein blühendes jüdisches Leben war, saßen bei Aris Ankunft linke Gymnasiasten und Studenten der Nach-68er-Generation in Cafés und Seminarräumen und träumten vom Ende Israels. Als er dann aber 1982, zu Beginn des goldenen Pop-Jahrzehnts, zum Studieren nach München weiterzog, schienen sich die Wolken des neualten Judenhasses verzogen zu haben. Dass der wiederkommen würde, offener, radikaler, hätte Ari nie gedacht – bis zu dem Tag im Oktober 2023, an dem Hamas-Terroristen, erfüllt von tiefreligiöser, exterminatorischer Wut, de
Ähnliche Bücher wie Schwarze Samstage
Isabel Allende nimmt uns mit auf eine Abenteuerreise, dorthin, wo ihre Geschichten und Romane entstehen. Was ist überhaupt erzählenswert? Wie entwirft man eine Handlung? Was ist Inspiration und woran erkennt man sie? Ist Neugierde etwas Gutes oder gar nicht? Gibt es ernsthaft Helden? Was soll an Sex nochmal so toll sein, dass alle immer darüber schreiben wollen?
Vor allem aber erzählt uns Isabel Allende von sich selbst – denn das Schreiben ist für sie nicht bloß Handwerk, es ist ein unaufhörlicher Drang, ein Akt der Hingabe, eine zutiefst menschliche Möglichkeit, das flirrende Chaos der Welt zu bändigen, dem eigenen Leben einen Sinn zu geben. Und so erzählt sie von prägenden Erlebnissen und bizarren Begegnungen – lauter nie zuvor gelesene Szenen und Anekdoten –, von verblüffenden Einsichten und Ideen, sie erzählt aus den über acht Jahrzehnten eines so reichen, weltumspannenden Lebens.
Unsere Geschichten handelt von der Alchemie des Erzählens, der Magie der Kreativität und der Suche nach dem richtigen Leben. Es ist Isabel Allendes persönlichstes Buch seit langem, charmant, unterhaltsam und sehr witzig, ein wunderbares Geschenk an ihre Leserinnen.
Was ist eigentlich mit den Jungs? Haben wir die in den letzten Jahren eventuell ein bisschen vergessen? Und wenn wir über sie nachgedacht oder öffentlich geredet haben, waren sie dann nicht vor allem ein Problem? Aber gleichzeitig sollen sie unsere Demokratie und unsere Art zu leben mit ihrem eigenen Leben verteidigen? Irgendwas daran ist nicht ganz fair, oder?
Wie zieht man in dieser Welt einen Jungen auf? Allein oder mit anderen, als Frau, als Feministin. Emotional und unterhaltsam schreibt Simone Buchholz über sich, ihren Sohn und all die anderen Jungs in seinem Leben, die einmal Babys waren, dann Kleinkinder, Schulkinder, Teenager und plötzlich: junge Männer.
Eine Geschichte von stinkenden Boxhandschuhen, von Verbandszeug und Verbundenheit, von Selbstvertrauen, Not- und Niederlagen. Von Pizza, Pasta, Döner. Und von Liebe.
Seine Romane 1984 und Farm der Tiere haben George Orwell weltberühmt und zum meistgelesenen englischsprachigen Autor des 20. Jahrhunderts gemacht. Zu Lebzeiten war er vor allem als politisch engagierter, klarsichtiger und unerschrockener Essayist bekannt, der leidenschaftlich seine Meinung vertrat und seine kristallklare Prosa in den Dienst stellte, den Dingen auf den Grund zu gehen, um die Wahrheit zu finden – abseits von ideologischem Dünkel zwischen linken und rechten Lagern. Egal, über welche Themen George Orwell nachgedacht hat – Nationalismus, Freiheit, Todesstrafe, Faschismus, Schreiben –, seine Überlegungen sind bis heute aktuell und relevant. In unseren turbulenten Zeiten sind George Orwells Essays, die sich zuweilen wie kunstvoll geschriebene Erzählungen lesen, wichtiger denn je.