Es brennt. In den Wäldern und auf den Screens. Die 15-jährige Era versucht dem schleichenden Prozess der Zerstörung etwas entgegenzusetzen, indem sie das Aussterben der Vögel dokumentiert. In einem Stream beobachtet sie ihre Mitschülerin Maja und deren Schwester, die im Wald Festplatten in die Luft jagen. Maja ist die Tochter zweier Momfluencerinnen, die versucht, die Erinnerungen an eine öffentliche Kindheit auszulöschen. Während Era Notizbücher führt und all das Wissen, auf das sie Zugriff hat, zu ordnen versucht, bildet Maja eine zerstörerische Gegenkraft. Dennoch sind sie verbunden in ihrer Suche nach Intimität und analogen Reizen. Als die Turteltaube ausstirbt, verlieben sich die beiden ineinander. Aber nicht nur die Vögel sind bedroht: Nach einem großflächigen Brand verlieren auch die Mädchen einen bedeutenden Teil ihres Lebensraums.
Vom Werben um die eigene Frau
Seit fünfzig Jahren sind sie verheiratet. Dann geht er weg, nach Indien. Sie reist ihm nach, besorgt und wütend. Er: Viktor Goll, genannt Vigo, Leiter einer Denkfabrik für Abrüstung. Sie: Terese Weiler, Kinder- und Jugendtherapeutin. Was sie teilen, ist fast nur noch das Gefühl, aus dem anderen jeweils das Schlechteste herauszuholen.
Sollen sie zusammen alt werden? Die Frage ist plötzlich unausweichlich. Gehen oder bleiben? In Indien weiß Terese, dass sie Vigo verlassen muss. Als er um eine letzte Chance bittet, antwortet sie: »Was du tun kannst, damit ich zurückkomme? Von dir absehen. Nur einmal im Leben.«
Worauf Vigo einen Roman zu schreiben beginnt, erzählt aus der Sicht seiner Frau, ihre ganze gemeinsame Geschichte.