Der Klimawandel stellt die Menschheit vor ein großes Dilemma. Es fällt uns schwer, das Streben nach einem guten Leben aufzugeben. Doch dieses Leben, das auf einem unstillbaren Hunger nach Energie beruht, die hauptsächlich aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird, schädigt das geobiologische System, das die Existenz aller Lebensformen auf der Erde ermöglicht. Es gibt nur diesen einen Planeten. Aber zugleich ist er gespalten – in viele Welten, Kulturen, Staaten.
Die globale Herrschaft des Finanz- und Rohstoffkapitals verbindet die Menschen zwar technologisch, aber entlang tiefgreifender Achsen der Ungleichheit bleiben sie zugleich voneinander getrennt. Im Rahmen der von ihm entwickelten historischen Erzählung unserer Gegenwart erkundet Dipesh Chakrabarty in seinem neuen Buch die zeitlichen und intellektuellen Verwerfungen, die die Kollision des Planetarischen und des Globalen in der Geschichte der Menschheit hervorruft. Der große indische Historiker bietet uns damit einen einzigartigen Blick auf den Klimawandel und das Verhältnis zwischen Menschen und Natur – und nicht zuletzt auch auf vergangene und zukünftige globale Pandemien.
Es geht ein Rechtsruck um die Welt, überall gewinnen autoritäre Kräfte an Macht und Einfluss. Und doch laufen die ewig bemühten Analogien zur Zeit des Nationalsozialismus ins Leere: Der Faschismus der Gegenwart hat eine neue Gestalt, die nicht leicht zu erkennen und noch schwerer zu erklären ist. In Redeckers wegweisender Analyse gewinnt sein diffuses Wesen an Kontur – und wird angreifbar. Seinen Kern verortet sie in der Beschwörung eines unbedingten Besitzanspruchs, dessen Verteidigung über Leichen geht. Ein erhellendes und widerständiges Buch, das Verbundenheit gegen die um sich greifende Härte unserer Zeit stellt.
Sozialismus oder Barbarei? Sozialismus in der Barbarei!
In seinem neuen Buch zieht Kohei Saito eine ernüchternde Bilanz: Teile der Umwelt, die unseren Wohlstand zuverlässig sicherte, sind bereits zerstört. Autoritäre Kräfte und Kriege überziehen die Welt, und gleichzeitig stagniert das Wirtschaftswachstum im globalen Norden. Der Kapitalismus scheitert an einer von Techno-Oligarchen beherrschten Welt. Krise als Chance? Nein, sagt Saito, was nun folgt, ist eine Ära chronischer Notlagen. Unsere Zukunft wird geprägt sein von Knappheit, Destabilisierung und Naturkatastrophen – und nicht von Überfluss, Beschleunigung und Emanzipation. Saito fordert, dieses Ende des Fortschritts zu akzeptieren und plädiert für eine neu gedachte Planwirtschaft, um unsere letzten Freiheiten zu bewahren.
»An Scuratis Romanbiographie des Duce kommt man nicht mehr vorbei« Frankfurter Rundschau
Der phänomenale Abschluss der weltweit gefeierten Bestsellerreihe aus Italien: »Das Ende und der Anfang« erzählt vom Ende des Mannes, dessen blutige Spuren sich von Italien nach Europa und in die ganze Welt ziehen – und vom Anfang des Mythos Mussolini. Ein unvergleichliches Epos.
Am 28. Juli 1943 wird Benito Mussolini nach Ponza deportiert. Er hat alles verloren, hegt keine Hoffnung mehr – bis er durch einen Handstreich deutscher Fallschirmjäger befreit und von Hitler an die Spitze eines Marionettenstaates gesetzt wird, so unbeweglich und bleiern wie die Wasser des Gardasees, von dem aus er ihn regieren soll: die Italienische Sozialrepublik. In den sechshundert Tagen ihres Bestehens – von September 1943 bis April 1945 –, erlebt Italien seine dunkelste Stunde: die Stunde der niederträchtigsten und feigsten Gewalt, der Judenverfolgung, der Flächenbombardements. Es ist der letzte Akt der Tragödie des Faschismus und des Krieges. Mit der ganzen Kraft und Sorgfalt der Literatur erzählt Antonio Scurati das tragische Ende: der Höflinge, der Mitwisser, derjenigen, die fliehen, und derjenigen, die bis zum Schluss beim Duce bleiben. Es ist das Ende Mussolinis – und es ist der Beginn der Freiheit für Italien und Europa.