Wir haben 47 Buchtipps zu "Vertreter" gefunden.
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Frans Laarmans ist bescheidener Büroangestellter auf einer Antwerpener Schiffswerft. Als er eines Tages zum Vertreter einer holländischen Käsehandelsgesellschaft ernannt wird, ist er überwältigt von seinem sozialen Aufstieg. Er lässt sich bei der Werft krankschreiben, richtet zu Hause ein Büro ein und bestellt zehntausend Edamer, vollfett. Doch das Leben als Geschäftsmann ist nicht so einfach, wie er es sich vorgestellt hat. Erst als die zwanzig Tonnen schwere Lieferung Käse im Lagerhaus liegt, Kiste über Kiste, dämmert es ihm. Und als sein Vorgesetzter, der brüske Herr Hornstra, seinen Besuch ankündigt, um die ersten Rechnungen zu begleichen, gerät Frans Laarmans in Panik. Eine hinreißende Satire über Geschäft, Gier und – Käse.
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Das Bemühen um Gesundheit und das Bekämpfen von Krankheiten reicht bis zur Antike. Zwei wichtige Vertreter der Medizin der Aufklärung waren Rudolf Virchow und Hermann von Helmholtz, die die Naturwissenschaften und die Medizin nachhaltig geprägt haben. Zwei Koryphäen der aktuellen deutschen Wissenschaft – Detlev Ganten und Ernst Peter Fischer – zeichnen die faszinierende Entwicklung der modernen Medizin, die Entstehung und Bedeutung der Charité und der Wissenschaftsstadt Berlin bis in die heutige Zeit von Christian Drosten und der Trägerin des Nobelpreises für Chemie Emmanuelle Charpentier nach. Ein Stück deutscher Wissenschaftsgeschichte.
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Die Europäische Union ist die erste transnationale Demokratie mit über 400 Millionen Bürger*innen. Sie verspricht politische Teilhabe, steht jedoch häufig in der Kritik, diesem Anspruch nicht gerecht zu werden. Von vielen wird sie als "Lobbyisten-Paradies" bezeichnet. Vertreter*innen von Wirtschaftsinteressen versuchen intensiv, ihre Ziele auf die politische Agenda zu setzen. Wie aber agieren zivilgesellschaftliche Vertreter*innen? In letzter Zeit nutzen NGOs verstärkt digitale Petitionsplattformen, um in der europäischen Politik wirksam zu werden. Der Autor Martin Zülch erörtert Vorgehen und Aussehen dieser innovativen Möglichkeit der Meinungsäußerung. Handelt es sich bei Online-Petitionen lediglich um "One-Klick-Campaigning2? Oder stellen sie ein probates Mittel dar, um das Agenda-Setting in der EU stärker gemeinwohlorientiert auszurichten?
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Ähnliche Bücher wie »Iggy Pop hin, Iggy Pop her. Ich will Radieschen!«
Fünfzehn Jahre lang hat Cesare Pavese – einer der wichtigsten Vertreter des Neorealismo – in einem Tage¬buch sein Leben und seine Literatur reflektiert. Es sind die Jahre, in denen Paveses Werke erscheinen, von den ersten Gedichten bis zum letzten und berühmtesten Roman Der Mond und die Feuer, in dem Pavese schreibend an den Ort seiner Kindheit zurückkehrt. Neben Gedanken zu seiner Arbeit als Autor und Lektor finden sich in den Tagebüchern Bekenntnisse eines zerrissenen Mannes. Das Handwerk des Lebens ist ein bewegendes Selbstzeugnis, das von den Verletzungen und Enttäuschungen eines großen Schriftstellers erzählt und bereits Jahre vor Paveses Suizid seine Sehnsucht nach dem Tod erahnen lässt. Maja Pflug wurde für ihre Übersetzung von dem Handwerk des Lebens 1999 mit dem Christoph--Martin¬Wieland-Übersetzerpreis ausgezeichnet. Für die Neu¬ausgabe hat sie ihre Übersetzung vollständig durchgesehen und überarbeitet.
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ALS WELTLITERATUR AUF WELTGESCHICHTE TRAF – DAS GIPFELTREFFEN AUF SCHLOSS FABER-CASTELL Wohl nie waren so viele berühmte Schriftsteller und Reporterinnen aus aller Welt unter einem Dach versammelt wie in Nürnberg 1946. John Dos Passos und Erika Mann, Erich Kästner und Martha Gellhorn, Willy Brandt und Markus Wolf: Sie kamen, um zu berichten – von den Gräueln des Krieges und des Holocaust, die dort vor Gericht verhandelt wurden. Sie wohnten und schrieben auf Schloss Faber-Castell, diskutierten, tanzten, verzweifelten, tranken. Uwe Neumahr erzählt ihre Geschichte in seinem aufregenden und bewegenden Buch. Nürnberg 1946: Es war eine einzigartige Versammlung von weltberühmten Schriftstellern, Journalistinnen, Reportern und solchen, die später einmal die Berühmtheit erlangten. Erich Kästner war dort und Erika Mann, John Dos Passos und Martha Gellhorn. Augusto Roa Bastos kam aus Paraguay, Xiao Qian aus China. Im Gerichtssaal blickten sie den Verbrechern ins Angesicht, die sich für den Krieg und den Holocaust verantworten mussten. Im Press Camp auf dem Schloss Faber-Castell versuchten sie, das Unfassbare in Worte zu fassen, damit die Welt davon erfahren konnte. Dabei trafen im Mikrokosmos des Faber-Schlosses Exil-Rückkehrer auf Überlebende des Holocaust, Kommunisten auf Vertreter westlicher Medienkonzerne, Frontberichterstatter auf extravagante Starreporter. Man schlief auf Feldbetten und begegnete sich in der Bar, im Salon, im Spielzimmer und im Kino, die die Alliierten in der globalen Herberge eingerichtet hatten. Und während die Schlossbewohner in den Abgrund der Geschichte sahen, während sie über Schuld, Sühne und Gerechtigkeit nachdachten, veränderten sich nicht nur sie, sondern auch die Art, wie sie schrieben. Eine einzigartige Versammlung von Schriftstellern, Journalistinnen und Reportern Erika Mann, Erich Kästner, Willy Brandt, John Dos Passos, Martha Gellhorn und viele andere Nürnberg 1946 – die Welt blickt in den Abgrund Uwe Neumahr sichtet bislang unveröffentlichte Quellen Für Leser:innen von Uwe Wittstock "Februar 33"
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Dieser beeindruckende Tieratlas ist eine Reise zu den Tieren in aller Welt. Systematisch eingeteilt in Säugetiere, Vögel, Amphibien, Reptilien, Wirbellose und Gliederfüßer bietet das Buch einen Überblick über sämtliche Wildtiergruppen, vom heimischen Luchs oder Dachs über afrikanische Großkatzen bis zu den unglaublichen Formen und Farben der Insektenwelt. Die großformatigen, naturrealistischen Zeichnungen zeigen die wichtigsten Vertreter jeder Tiergruppe in einzigartig lebendiger und detailreicher Darstellung. Eine unerschöpfliche Quelle spannender Entdeckungen für Klein und Groß.
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»Ein weißer, frustrierter Mann dreht durch ... grell, witzig und weise erzählt.« Aftenposten Knut ist ein Schriftsteller in mittleren Jahren, dessen erfolgreichste Publikation bereits zwei Jahrzehnte zurückliegt. Er fühlt sich seit langem erschöpft. In seinem aktuellen Romanentwurf versucht er, der sich hartnäckig haltenden Kritik, er sei nur ein weiterer Vertreter des alten weißen Mannes, etwas Signifikantes entgegenzusetzten. Sein Lektor ist allerdings wenig begeistert. Doch jetzt sieht Knut die Chance gekommen, sich endlich aus der Bedeutungslosigkeit zu befreien: Er ist zu einem renommierten Literaturfestival eingeladen – kurzfristig und als Ersatz. Zur Unterstützung plant er, seinen Freund und Nachbarn Frank mitzunehmen, der an gebrochenem Herzen leidet. Und Knut kann wirklich jeden Beistand brauchen. Seine Co-Redner*innen auf dem Podium sind der neue Ehemann seiner Ex-Frau und eine junge Schriftstellerin, die Knut mit der Schilderung eines Me-too-Moments in ihrem autofiktionalen Erfolgsroman bloßgestellt hat. Nina Lykke zeichnet in ihrem neuen Roman ein scharf beobachtetes, höchst unterhaltsames Porträt einer Gesellschaft, in der alles erlaubt ist – solange man sich an die Regeln hält. Denn jetzt mal ehrlich: Wir sind nicht hier, um Spaß zu haben.
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Longlist Deutscher Buchpreis, Shortlist Österreichischer Buchpreis und Bayerischer Buchpreis, Bremer Literaturpreis 2024 – »Mit das Klügste und Amüsanteste aus dem reichen Buffet der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.« Denis Scheck, Druckfrisch »Es begann wie einer jener Abende, an denen man Gäste zu sich nach Hause eingeladen hat.« Ein Abendessen mit Freunden: eine einfache Quiche, eine Flasche Crémant, eine Blumenvase mit Feuerlilien. Spotify spielt Women in Jazz, die Freunde spielen ihre jeweiligen Rollen, in ihren Beziehungen, in ihrem Freundeskreis, als Vertreter ihres Milieus. Am dänischen Esstisch diskutieren sie die großen und kleinen Fragen unserer Zeit, verhandeln gegenwärtige Begriffe und Lebensentwürfe. Wie unterscheiden sie sich von ihren Eltern und Großeltern, wie von den früheren Versionen ihrer selbst? Mit geistreichem Witz und psychologischem Scharfsinn entwirft Teresa Präauer ein Kammerspiel, das mit dem engen Rahmen von fünf Freunden beim Abendessen auskommt und doch ein ganzes Jahrhundert umspannt. Mit Rezepten zum Nachkochen wie die Quiche Lorraine oder auch nur für den Effekt wie die Flasche Heineken.
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ödön von Horváth behandelt in seinem Bühnenstück Sladek, 1927 entstanden, eines der düstersten Kapitel der Weimarer Republik: die mörderischen Methoden der Schwarzen Reichswehr. Mit seinem Sladek wollte Horváth, wie er 1929 sagte, einen »Vertreter jener Jugend, jenes ›Jahrgang 1902‹, der in seiner Pubertät die ›große Zeit‹, Krieg und Inflation, mitgemacht hat«, beschreiben, wobei es ihm vor allem aber auch darauf ankam, »die gesellschaftlichen Kräfte aufzuzeigen, aus denen dieser Typus entstanden ist«, einer jener »Traditionslosen, Entwurzelten, dem jedes feste Fundament fehlt und der so zum Prototyp des Mitläufers wird. Ohne eigentlich ein Mörder zu sein, begeht er einen Mord ...«
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»Damit alles bleibt, wie es ist, muss sich alles ändern.« Der berühmte Satz aus dem Roman Der Leopard ist so etwas wie das inoffizielle Motto des gemäßigten Konservatismus. Parteien wie die CDU arrangierten sich mit Veränderungen und erwiesen sich als Anker der Stabilität. Heute ist nicht mehr sicher, ob die rechte Mitte hält: Setzen ihre Vertreter weiterhin auf Ausgleich und behutsame Modernisierung? Oder auf polarisierenden Kulturkampf? In der Bundesrepublik waren die letzten Merkel-Jahre von unionsinternen Richtungsstreits geprägt. Doch nicht zuletzt der Aufstieg Donald Trumps hat gezeigt, dass die Identitätskrise der rechten Mitte kein exklusiv deutsches Phänomen ist: In Italien füllten Berlusconi und radikal rechte Parteien wie Giorgia Melonis Fratelli d’Italia das durch die Implosion der Democrazia Cristiana entstandene Vakuum. In Frankreich spielen die Républicains zwischen Macron und Le Pen kaum noch eine Rolle. Und die Tories versinken nach dem Brexit-Chaos in Unernst und Realitätsverweigerung. Thomas Biebricher widmet sich dieser internationalen Dimension und zeichnet die turbulenten Entwicklungen seit 1990 nach. Seine Befunde sind auch deshalb brisant, weil sich am gemäßigten Konservatismus die Zukunft der liberalen Demokratie entscheidet.
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Der Sprössling ganzer Generationen bedeutender jüdischer Gelehrter aus Osteuropa und selbst ein Rabbiner, war Jacob Taubes (1923-1987) ein bedeutender Vertreter des Judentums in der Nachkriegszeit. Sein Weg führte ihn von seiner Geburtsstadt Wien über Zürich nach Israel, von dort nach New York und West-Berlin. Taubes war ein intellektueller Impresario, dessen Leben die Konflikte zwischen jüdischem Glauben und Christentum, aber auch den Theorien der Moderne, vor allem der Kritischen Theorie widerspiegelt. So entfaltet die Erzählung der vielen Leben dieses Professors der Apokalypse, dieses Anwalts der Utopie, seiner theoretischen Entwürfe und politischen Stellungnahmen zugleich ein ganzes Panorama der Nachkriegszeit mit Theodor W. Adorno, Gershom Scholem, Jürgen Habermas, Peter Szondi, Herbert Marcuse, Susan Taubes, Carl Schmitt, Martin Buber und vielen anderen als seinen Fürsprechern wie Gegnern.
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Was macht einen Diplomaten aus? Kann man die Lehren einer diplomatischen Karriere auf das Leben umlegen? Ist die Diplomatie glamourös und dramatisch? Mit typisch britischem Humor heißt der ehemalige Botschafter Leigh Turner mit »The Hitchhiker’s Guide to Diplomacy« in der echten Welt der Diplomatie willkommen. Als diplomatischer Vertreter von Queen Elizabeth II. war Leigh Turner in Wien, Moskau, Berlin, Kiew und Istanbul. Mit viel Witz, Biss und Einblick erzählt er vom Zerfall der Sowjetunion bis hin zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, von Spionage und ihrem Einsatz in der Diplomatie, von diplomatischer Immunität und von den großen politischen Ereignissen des 20. und 21. Jahrhunderts – und wie sie für Entscheidungen in unserem Leben wegweisend sein können. Aber auch von (un)diplomatische Menschen, Politik und Krieg bis hin zu Tipps für Diplomaten, Botschafter und das Leben im Allgemeinen. »The Hitchhiker’s Guide to Diplomacy« ist eine ungemein unterhaltsame Rückschau eines diplomatischen Lebens und was man daraus lernen kann – für Diplomaten, Botschafter, Per-Anhalter-Fahrende und alle anderen!
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»Thomas Browne hat eine Reihe von Schriften hinterlassen, denen kaum etwas Vergleichbares sich an die Seite stellen läßt.« W. G. Sebald Es gibt wohl kaum einen glanzvolleren Vertreter des wilden Denkens als Thomas Browne, der mit all seinen Schriften so unerschrocken wie obsessiv das Schattenreich zwischen Wahrheit und Unwissen, Fakten und Fiktionen erforscht. Während er in seiner Pseudodoxia Epidemica sich seuchenhaft verbreitende Irrtümer systematisch widerlegt und in seiner radikalen Selbstbefragung Religio Medici gewissenhaft den eigenen Glauben befragt, bietet seine Abhandlung Hydriotaphia eine melancholische Meditation über das Vergehen, über Bestattungsriten und den unausweichlichen Tod, der Browne als praktizierendem Arzt nur allzu gut vertraut war. Nicht selten ist es das Abseitige und Absonderliche, dem Brownes grenzenlose Wissbegier gilt, wie im legendärem Musaeum Clausum, dem phantastischen Verzeichnis eines imaginären Kuriositätenkabinetts, oder auch im wundersamen Garten des Cyrus, eine an den Wildwuchs des Wahnsinns grenzende Suche nach einer der Schöpfung zugrundeliegenden Matrix, die die Welt im Innersten zusammenhält. Eigene Erfahrung verbindet sich bei Browne nahtlos mit enzyklopädischer Belesenheit und virtuoses Einfallsreichtum mit einem unverwechselbaren, vielgerühmten Stil. Die wichtigsten Werke des Universalgelehrten werden hier zum ersten Mal auf Deutsch einem größeren Publikum zugänglich gemacht, kundig kommentiert von Manfred Pfister, dessen meisterhafte Übertragung erfahrbar macht, warum Brownes luzide, barocke Prosa zur schillerndsten und melodiösesten der Weltliteratur gezählt wird.
Ähnliche Bücher wie »Der Garten des Cyrus«
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Mit ihren bahnbrechenden Arbeiten haben die Historiker um die Zeitschrift »Annales« die Geschichtswissenschaft revolutioniert. Peter Burkes konziser Überblick über ihre wissenschaftliche Herangehensweise und die wichtigsten Vertreter der »Annales«-Schule sollte für jeden an Geschichtsschreibung Interessierten Pflichtlektüre sein. Peter Burke hat für diese Ausgabe seine Bestandsaufnahme und kritische Würdigung der neuen Geschichtsschreibung aktualisiert und fortgeschrieben. Ausgehend von der hergebrachten konventionellen Aneinanderreihung von Schlachten und Ereignissen beschreibt er die revolutionäre Kraft der »Annales«-Historiker, die das menschliche Handeln in seiner ganzen Breite zeigen wollen und dafür die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen wie der Geographie, der Soziologie oder der Wirtschaftswissenschaft suchen. Und er gibt kurze Portraits der drei Generationen von Wissenschaftlern, angefangen bei den Gründern Lucien Febvre und Marc Bloch, über die mittlere Generation Fernand Braudels bis zu den jüngeren Vertretern wie Georges Duby, Jacques Le Goff und vielen anderen. Ergänzt wird der Band um eine Bilanz der Rezeption und eine Einschätzung der »Annales« aus heutiger Sicht.
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Schuld schwimmt oben Eine Sturmflut sucht das kleine Dorf Unterlingen heim, Wassermassen drängen die Anwohner aus ihren Häusern – nur eine bleibt, so wie sie es schon immer getan hat: Gudelia. Sie blieb 1984, als ihr Sohn ermordet wurde, 1998, als sie sich von ihrem Mann trennte, und auch jetzt, als ihr Haus in den Fluten einzustürzen droht. Nicht einmal die beiden gefesselten Leichen, die an ihrem Fenster vorbeitreiben, können sie umstimmen. Denn Gudelias Gedanken gelten nur ihrem Haus, in dem sich ihr dunkelstes Geheimnis verbirgt. Ein fesselnder Kriminalroman über Liebe und Verlust. Über Stärke und Schuld. Über Jahrzente hinweg. »So ein großartiges Debüt gab es schon lange nicht mehr. Thomas Knüwer erweitert die Grenzen des Genres!« Christian Koch | Hammett Krimibuchhandlung Berlin
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Als Henri Thomas an seinem Roman schrieb, herrschte in Frankreich ein Zustand, den man als drôle de guerre bezeichnet. Die Franzosen erwarteten einen Angriff der Deutschen, waren aber nicht bereit, sich einem Krieg zu stellen, da sie die Erfahrungen des ersten Weltkriegs mit opferreichen Stellungskämpfen nicht wiederholen wollten. Eine unklare, unsichere, zweideutige Situation also, und genau diese Eigenschaften kennzeichnen viele Situationen des Romans. Es gibt darin Figuren, die sich belauert fühlen, und Voyeure, die andere ausspähen, aber ihrerseits Angst haben müssen, von Unbekannten ausgespäht zu werden. Der Schauplatz ist eine Internatsschule in einer Kleinstadt im Osten Frankreichs; durch die Gegenüberstellung von Lehrern und Schülern kommen auch Vertreter älterer Generationen in den Blick, vor allem aber drehen sich die Geschichten um die heimliche Hauptfigur, das Faktotum der Schule, einen geistig minderbemittelten, alleinstehenden, dem Wein zusprechenden alten Mann.
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Die Ablehnung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, das Misstrauen gegenüber der Presse und die Hinwendung zu Verschwörungserzählungen: Solche Positionen von Einzelnen oder Gruppen erregen in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit. Dabei wechseln die Themen, an denen sich der Widerspruch entzündet – von Migration über die Coronapandemie bis hin zum Krieg Russlands gegen die Ukraine. Eine Analyse der jeweils beteiligten Gruppen und Akteur:innen und ihrer – oftmals gewaltbereiten – Einstellungen und Ideologien ist komplex. Einige Aspekte treten jedoch immer wieder zu Tage und sind vielen dieser Gruppen gemein – so etwa die Ablehnung von vermeintlichen Eliten (»Die da oben«), von Liberalismus, Pluralismus und Demokratie, oft zugunsten völkisch-nationalistischer Ideale, die mit rassistischen und antisemitischen Haltungen einhergehen. Am Beispiel der sogenannten »Identitären Bewegung« will das vorliegende Buch aufzeigen, woraus sich diese Ideologie speist, welche Ziele ihre Vertreter:innen mit welchen Strategien verfolgen und wie ihre Wirkung auf die Gesellschaft einzuschätzen ist. Nicht zuletzt der vereitelte Anschlag auf eine Essener Schule im Mai 2022 zeigt, wie sehr unsere Gesellschaft gefordert ist, eine Antwort auf diese Entwicklungen zu finden.
Ähnliche Bücher wie »Jung, rassistisch, identitär«
Ähnliche Bücher wie »Gertrude Stein und ihr Salon der Künste«
Ähnliche Bücher wie »Antisemitismus und die AfD«
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Ein Buch wie ein Gesang auf die Natur. Der Mistral ist ein unberechenbarer Fallwind, der auch das Leben in einem malerischen Dorf der Haute-Provence bestimmt. Als die junge Marie auf Olivier trifft, gerät ihr wohlbehütetes Leben aus den Fugen. Die junge und strahlend schöne Marie lebt in ihrem malerischen Heimatdorf in der Haute-Provence wohlbehütet mit ihrer Familie zusammen. Als sie jedoch den attraktiven Olivier küsst, wird sie aus der Bahn geworfen. Nie gekannte Gefühle erfüllen die junge Frau. Aber Olivier zieht weiter, und Maries heile Welt stürzt ein. Sie kann den junge Mann nicht mehr vergessen und zerbricht an ihrer Sehnsucht. In diesem Meisterwerk der französischen Literatur spielt der Mistral eine besondere Rolle. Der allgegenwärtige Fallwind spiegelt die Gefühle Maries wider: Ist sie verliebt, weht er sanft – ist sie bewegt, stürmt er. Dieser Roman wurde meisterhaft neu übersetzt und begeistert auch durch seine Naturbeschreibungen und seine wunderbare Sprache. Die Wiederentdeckung eines vergessenen Schatzes der französischen Literatur in grandioser Neuübersetzung. Eine Verbeugung vor der zornigen Natur, dem einfachen Leben und dem weiblichen Mut. Aus dem Französischen und mit einem Nachwort von Amelie Thoma.
Ähnliche Bücher wie »Mistral«
Die Katze kann ohne den Menschen leben, aber der Mensch nicht ohne Katze. Der Kater Valentin wurde am Tag der Liebenden geboren, daher sein Name. Sein plötzliches Verschwinden stürzt die beschauliche Kleinstadt Aschersburg in einen Taumel. Die Biologielehrerin Katja sucht verzweifelt nach Valentin, ihre Schülerin Ricky nach der Wahrheit. Warum lügt Katja? Wird Ricky ihre Lehrerin überführen? Und wer wird Valentin zuerst finden? Ein hinreißender Abenteuerroman über die Sehnsucht auszubrechen und einen ganz besonderen Kater. »Wer immer schon wissen wollte, warum ein Leben ohne Katze möglich, aber sinnlos ist, lese diesen liebenswerten Roman!« Nele Neuhaus
Ähnliche Bücher wie »Wo ist Valentin?«
»Endlich geht es mal um was. Nämlich die Scheißjahre. Drehspieß und Barbie, FCM und Dosenbier. Wenn Sitzenbleiben der einzige Ausweg ist. Mit dem Auto an die Mauer oder weiterleben, fast egal. Immer einsteigen, aber nie losfahren. Und am Ende tanzen. Endlich.« Grit Lemke Früher begann in Jeetzenbeck die Freiheit. Der Ort in der Altmark war die erste Station auf der Reise in die weite Welt: nach Amerika. Doch heute kommt niemand so leicht von hier weg. Die Zugverbindung nach Altenwedel soll eingestellt werden, und die Einfamilienhäuser am Ortsrand verfallen. Die guten Zeiten, wenn es sie denn jemals gab, sind vorbei. Wie die des 1. FC Magdeburg. Doch Marcel, der als Drehspießverkäufer am Bahnhof arbeitet, will nicht aufhören zu träumen. Von Steffi, seiner großen Liebe, von einer heilen Familie, von einem besseren Leben im Takt der Tanzmusik. Bekommen hat er stattdessen einen besten Freund, der säuft, einen Vater, der nie und nimmer in Amerika war, und eine Schwester, die gegen die Friedhofsmauer gerast ist. Doch warum ist Vanessa noch immer tot, und was hat Steffi damit zu tun, die eines Tages wieder vor Marcel steht: mit ihren roten Haaren, ihrer Traurigkeit und ihrem unergründlichen Lächeln. »Ein lebens- und erfahrungsgesättigtes Erzählen, leicht und atmosphärisch dicht zugleich. Ein völlig eigenständiges Werk über Freundschaft und Liebe, Leben und Sterben sowie die kleinen und die großen Tode.« Dirk Oschmann
Ähnliche Bücher wie »Schnall dich an, es geht los«
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»Literatur, so wie ich sie verstehe, ist nicht das bloße Erzählen einer aufregenden Geschichte. Literatur vermag es, uns die Welt, in der wir leben, mit anderen Augen sehen zu lassen.« Matthias Jügler
Er lebte im chinesischen Fluss Jangtse, war bis zu drei Meter lang und 500 Kilogramm schwer und wurde 2020 für ausgestorben erklärt: der Schwertstör. Zum Verhängnis wurden ihm sein zartes Fleisch und die anhaltende Vernichtung seines Lebensraums. Der Schwertstör war nicht nur aufgrund seiner Größe ein besonderer Fisch – er war auch der einzige Vertreter seiner Gattung, die nun mit ihm als ausgestorben gilt. Die Geschichte vom Verschwinden des Schwertstörs ist nur eine von Tausenden. In den nächsten Jahrzehnten droht weltweit der Verlust von bis zu einer Million Arten. Das Massensterben bedroht unser gesamtes Ökosystem und damit auch uns Menschen. Diese Anthologie versammelt literarische, ebenso humorvolle wie überraschende Beiträge von zwanzig der renommiertesten deutschsprachigen und internationalen Schriftsteller*innen. Sie fragen: Wie lebten bestimmte verschwundene Tiere und Pflanzen? Was verbindet uns heute noch mit ihnen? Was machte sie einzigartig? Und was wurde ihnen zum Verhängnis? Begleitet durch farbige Illustrationen von Barbara Dziadosz gibt »Wir dachten, wir könnten fliegen« den verschwundenen Arten ein Gesicht und holt sie aus der Anonymität in unser Bewusstsein. Mit Beiträgen von: T.C. Boyle, John Burnside, Alex Capus, Daniela Dröscher, Elena Fischer, Charlotte Gneuß, Kim de l’Horizon, John Ironmonger, Helen Macdonald, Katerina Poladjan und Henning Fritsch, Melanie Raabe, Julia Schoch, Katrin Schumacher, Clemens J. Setz, Antje Rávik Strubel, Jackie Thomae, Iida Turpeinen, Caroline Wahl, Iris Wolff.
Ausstattung: 19 farbige Abbildungen
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Das Universum queerer Kultur ist so bunt und vielfältig wie die Menschheit selbst. Und die Geschichte der Menschen, die sich als queer verstehen, reicht weiter zurück, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Denn Schwule, Lesben, Trans*- und Inter-, aber auch nicht-binäre Personen und viele weitere LGBTIQ*-Identitätsentwürfe gab es – gerade in der Kunst – schon lange, bevor dafür Begriffe gefunden wurden. Marian Wild erforscht Geschichte und Erscheinungsformen queerer Kunst und Kultur, erklärt Schlüsselereignisse und stellt relevante Vertreter*innen der queeren Gemeinschaft vor. Als roter Faden dienen Werke der Bildenden Kunst, des Films und der Musik, die von queeren Künstler*innen geschaffen wurden, sich mit queeren Aspekten beschäftigen oder eine mögliche queere Lesart beinhalten. Neben Werken u. a. von Francis Bacon, Rosemarie Trockel und Andy Warhol sind auch viele Arbeiten bisher weitgehend unbekannter Künstler*innen zu entdecken. Mit Textbeiträgen und Interviews kommen weitere Mitglieder und Mitstreiter*innen der queeren Community zu Wort. Die Gastautor*innen – unter ihnen Florian Aschka, Tessa Ganserer, Claudia Roth, Thomas Hermanns und Harriet Zilch – befassen sich u. a. mit der Rolle lesbischer Frauen in der Kunstgeschichte, mit der Entstehung nicht-binärer Comic-Held*innen oder der Konzeption queerer Denkmäler. »Einhorn, Leder, Sternenstaub« entführt die Leser*innen – ob sie selbst Teil der queeren Community sind oder thematisches Neuland betreten – in das spannende Universum queerer Kunst und Kultur und beleuchtet dessen kreativen Impact auf unsere Gesellschaft.
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»Christina Clemm spricht aus, was wir nicht hören wollen: Gewalt spiegelt die gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen sie stattfindet. Was wir wissen müssen, was wir tun können, das steht in diesem dringend notwendigen Buch.« (Maria Furtwängler) Nacheinander erheben sie sich. Die Vertreter*innen der Staatsanwaltschaft, die Nebenklagevertreter*innen, die Verteidiger*innen. Sie halten ihre Plädoyers. Christina Clemm ist Familienrechtlerin und Strafverteidigerin und hat unzählige Male für die Wahrheit der Opfer gestritten, im Namen von Angehörigen, Misshandelten, Verkauften, Vergewaltigten für Gerechtigkeit gekämpft. Und sie ist sich sicher: Das, was in den Gerichtssälen geschieht, geht uns alle an. Jeder Fall berührt zentrale gesellschaftliche Fragen – zu Rassismus, Sexismus, Migration, Hass, Wut, Trauer, Schuld, Bestrafung –, die weit über unser Rechtssystem hinausreichen. In diesem sehr persönlichen Plädoyer nimmt Christina Clemm uns mit in die Verhandlung und zeigt, wo wir als Gesellschaft versagen – und wie eine solidarische und gerechte Zukunft möglich ist.
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Das alte Gespenst des Antisemitismus ist zurückgekehrt, stellt Eva Illouz mit Blick auf die Entwicklungen der letzten zwei Jahre fest. Insbesondere die Reaktionen der globalen Linken auf das Massaker vom 7. Oktober haben sie schockiert. Wie konnte es passieren, dass so viele Vertreterinnen und Vertreter einer politischen Haltung, die wie keine andere die Menschenwürde ins Zentrum ihres Handelns stellt, ein solches Ereignis derartig herunterspielen?
Bereits in ihrem Essay Der 8. Oktober hat Eva Illouz ihr Unverständnis und ihre Bestürzung über den Mangel an Mitgefühl angesichts der Gräueltaten der Hamas verhandelt. Nun vertieft sie ihre Argumentation und begibt sich auf eine umfassende Suche nach den Ursprüngen dieses Antisemitismus. Sie entdeckt sie in Denkweisen und Weltanschauungen, die von einer Vielzahl von Geisteswissenschaftlern, verschiedenen Fraktionen der Linken und internationalen Organisationen seit Jahren propagiert werden – basierend auf Entwicklungen in der Französischen Theorie und im postkolonialen Diskurs ebenso wie in konkreten politischen und sozialen Prozessen.
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»Es besteht für mich kein Zweifel daran, dass es die Schicksalsfrage des Nahen Ostens ist, ob eine Verständigung zwischen Israel und den arabischen Völkern zustande kommt, solange noch eine Möglichkeit dazu besteht. Damit ein so großes, fast präzedenzloses Werk gelingt, ist unerlässliche Voraussetzung, dass geistige Vertreter der beiden Völker miteinander in ein echtes Gespräch kommen, in dem sich gegenseitige Aufrichtigkeit und gegenseitige Anerkennung verbinden.«
Diese Sätze von Martin Buber (1878-1965) sind von ungebrochener Aktualität, begleitet von der Frage, ob eine solche Verständigung überhaupt noch möglich ist. Unter dem programmatischen Titel Ein Land und zwei Völker versammelt dieser Band die politischen Schriften des bedeutenden Religionsphilosophen, sein Plädoyer für einen Dialog anstelle der Konfrontation, für Selbstbestimmung und das Benennen der Konflikte von Israelis und Palästinensern.
Martin Buber stellt die Fragen, auf die wir heute neue Antworten finden müssen.Ähnliche Bücher wie »Ein Land und zwei Völker«
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