»Ein brillantes Buch.« Markus Lanz
»Der Mensch ist das Wesen, das die Fähigkeit hat, sich die Zukunft so detailliert vorzustellen, dass es sie erschaffen kann«, schreibt Florence Gaub, und das ist in diesen Monaten eine Nachricht voll Hoffnung. Denn selten war die Zukunft mit so vielen und großen Unsicherheiten behaftet wie heute: Krieg, Klima, Inflation …
Florence Gaub zeigt mit Forschungsergebnissen aus Neurowissenschaften, Psychologie und Philosophie, wie der Mensch die »Zukunft« imaginiert, konstruiert und real erschafft. Denn das drohen wir momentan zu verlieren: Den Glauben an die eigene Kraft, daran, unser zukünftiges Leben selbst gestalten zu können. Mit Florence Gaub blicken wir durch und verstehen, wie wir unseren Handlungsspielraum nutzen können.
Was, wenn Zusammenbleiben die höchste Form der Freiheit ist?
Die Wahlmöglichkeiten unserer Zeit stellen Beziehungen vor die Frage: Warum bleiben, wenn man doch immer gehen kann? Ausgehend von ihrer eigenen Paargeschichte entwickelt Bestsellerautorin Svenja Flaßpöhler den Gedanken, dass gerade die Möglichkeit der Trennung, die Voraussetzung eines freien Bleibens ist.
Gemeinsam alt werden – zwischen Trennungsraten, Polyamorie und der Sehnsucht nach dem nächsten ›Match‹ wirkt das wie ein überkommenes Lebensmodell, das man eher aus Pflicht erfüllt. Doch was, wenn genau dort, im vermeintlich Unzeitgemäßen, eine übersehene Form von Freiheit steckt? In Auseinandersetzung mit Søren Kierkegaard schaut Svenja Flaßpöhler auf ihre eigene Ehe und dorthin, wo moderne Beziehungen am empfindlichsten sind: in die Zone des Konflikts zwischen Mann und Frau, zwischen Gewohnheit und Lust, zwischen Realität und Reiz des Möglichen. Gerade hier, in der Möglichkeit zu gehen, entdeckt Flaßpöhler die Voraussetzung eines freien Bleibens. Nicht aus Konvention oder Zwang, sondern als bewusste Wahl, den Konflikt zu wagen – auch mit sich selbst. Eine lebendige, konkrete Philosophie und ein flammendes Plädoyer für die feste Zweierbeziehung.
Sozialismus oder Barbarei? Sozialismus in der Barbarei!
In seinem neuen Buch zieht Kohei Saito eine ernüchternde Bilanz: Teile der Umwelt, die unseren Wohlstand zuverlässig sicherte, sind bereits zerstört. Autoritäre Kräfte und Kriege überziehen die Welt, und gleichzeitig stagniert das Wirtschaftswachstum im globalen Norden. Der Kapitalismus scheitert an einer von Techno-Oligarchen beherrschten Welt. Krise als Chance? Nein, sagt Saito, was nun folgt, ist eine Ära chronischer Notlagen. Unsere Zukunft wird geprägt sein von Knappheit, Destabilisierung und Naturkatastrophen – und nicht von Überfluss, Beschleunigung und Emanzipation. Saito fordert, dieses Ende des Fortschritts zu akzeptieren und plädiert für eine neu gedachte Planwirtschaft, um unsere letzten Freiheiten zu bewahren.
Von Funfacts über deinen Körper über die richtige Kommunikation bis hin zu Blowjob-Techniken und Finger-Tipps: Sexualberaterin Leonie Lippl erklärt, wie man sexuelle Begegnungen mit sich selbst und anderen maximal genießt. Dabei geht sie auch auf ernste Fragen ein: was, wenn Sex wehtut? Oder fehlende Lust die Beziehung belastet? Dieser Ratgeber deckt Mythen auf und enthält Übungen, um die eigene Sexualität entspannt und selbstbewusst zu entdecken.
Angelina Boerger dachte lange, sie sei ein Fehler im System – zu laut, zu emotional, zu unkonzentriert. Bis sie verstand: Nicht sie ist das Problem, sondern eine Gesellschaft, die Vielfalt als Störung begreift. Das muss sich ändern. Ausgehend von ihrer ADHS-Diagnose, begibt Angelina Boerger sich auf eine Reise durch die Geschichte des Andersseins. Denn das, was wir heute für normal halten, ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis von Vermessung, Statistik und dem Drang nach Effizienz. Boerger blickt zurück in die Steinzeit, wo Anderssein überlebenswichtig war, auf aktuelle Debatten rund um den Begriff »Neurodiversität«, und nach vorne: Was bedeutet es im Zeitalter von KI, aus bekannten Mustern auszubrechen? »Normal war nie der Plan« ist ein Buch für alle, die aus dem Raster fallen – und ahnen, dass sie damit Teil der Lösung sind.