Wir haben 150 Buchtipps zu "2. Weltkrieg;Holocaust;Shoah;Wien;Österreich;Antisemitismus;Arisierung;Anschluss Österreichs;Hugo Bettauer;Mignon Langnas" gefunden.
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Süße Verführungen aus dem alten Wien - Feinste Kuchen, Torten und Schnitten: Über 75 traumhafte Süß- und Mehlspeisen - 100 Jahre alte Rezepte aus dem kostbaren Familienschatz einer Wiener Zuckerbäckerin - Ein Muss für Fans der Wiener Kaffeehauskultur und der traditionellen österreichischen Küche - Mit wunderschönen Rezeptfotos und stimmungsvollen Bildern aus dem Wien der 1920er Platz nehmen auf gepolstertem Samt Die Kaffeehäuser im Wien des frühen 20. Jahrhunderts waren das zweite Wohnzimmer für Kunstschaffende, Intellektuelle und Süßspeisen-Liebhaber aller Art. Hier wurde entspannt, diskutiert und vor allem genossen! Inmitten dieses mondänen Flairs verwöhnte die Zuckerbäckerin Therese Schulz die Gäste des ehemaligen Wiener Grand Hotels mit ihrem süßen Handwerk – und hat ihre Rezepte dabei akribisch dokumentiert. Hundert Jahre später finden Familienangehörige diese Aufzeichnungen auf dem Dachboden wieder und geben sie in die kundigen Hände von Rezeptentwicklerin Bernadette Wörndl, die sie für uns in die heutige Zeit übersetzt. Das Ergebnis ist dieses einzigartige Backbuch mit über 75 himmlischen Zuckerbäcker-Rezepten. Von Klassikern wie Vanillekipferl und Sachertorte bis hin zu nostalgischen Köstlichkeiten wie Miss-Wanda-Schnitten und Diplomatenpudding – hier schlägt das Herz von Liebhabern österreichischer Süß- und Mehlspeisen höher. Abgerundet wird die kulinarische Zeitreise mit stimmungsvollen Rezeptbildern, Auszügen aus Thereses Original-Rezeptbuch sowie nostalgischen Wien-Fotografien. Eine Hommage an die Wiener Zuckerbäcker-Kunst.
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Das Buch ist bei deiner Buchhandlung vor Ort und bei vielen Online-Buchshops erhältlich! Man sagt: Wenn eine Tür geschlossen wird, dann öffnet sich ein Fenster! Ein Fenster führt in Welten jenseits des Terrors. Ein Held aus Asche bewahrt Unzählige vor den Gaskammern. Die Macht der Märchen begegnet den Mächten des Bösen . Der Stab des Moses führt Tausende in die Freiheit. Wie es hätte sein können … Eine ergreifende Graphic Novel über die Hoffnung im Holocaust Neal Shusterman, Gewinner des National Book Awards, erzählt fünf Geschichten über die Shoah. Er erzählt von Träumen, wo träumen nicht mehr möglich ist, und lässt Augenblicke echten menschlichen Mitgefühls aufleuchten. Denn die Kraft der Vorstellung ist unser mächtigstes Werkzeug für die Zukunft, auch wenn wir die Vergangenheit nicht ändern können. In einer Zeit des wiederauflebenden Antisemitismus setzt der Bestsellerautor, der selbst jüdischer Abstammung ist, ein Zeichen gegen Hass und Gewalt. Die bewegendste Graphic Novel über den Holocaust seit Art Spiegelmans Maus.
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Die Deutsche Bahn AG ist eine Tragikomödie. Warum sonst buhen die Reisenden sie wegen der permanenten Verspätungen aus und spenden Beifall, wenn überhaupt noch ein Zug fährt? Wie konnte es dazu kommen? Wurde sie kaputtgespart und heruntergewirtschaftet, und wenn ja, warum? Und welchen Einfluss haben die Bahnpakete der Europäischen Union auf das Geschehen im deutschen Zugverkehr? Starke Schiene – so lautet das neue Motto der Deutschen Bahn. Alles soll in den kommenden Jahren besser oder sogar erstklassig werden: das Schienennetz, der Komfort in den Wagen, der Service, die Anschlüsse und die Pünktlichkeit. Fragt sich nur, ob der versprochene Deutschlandtakt zumindest von den jungen Leuten noch erlebt werden kann. Und ist die von einigen politischen Parteien geforderte Trennung von Netz und Eisenbahnbetrieb sinnvoll? Bis 2030 will die Deutsche Bahn vierzig Streckenabschnitte einer Generalsanierung unterziehen. Allerdings ist nicht erkennbar, dass das dafür notwendige Geld auch vom Bund bereitgestellt wird. Aber wer sonst kann die angekündigte Großsanierung des für den Klimaschutz so wichtigen Verkehrsträgers Eisenbahn finanziell absichern? Zudem sind bautechnische Probleme – wie etwa beim Projekt Stuttgart 21 – und andere Störfaktoren fast vorprogrammiert. Kann das deutsche Bahnsystem noch die Kurve kriegen?
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Wie aus dem Warenhauskonzern Hermann Tietz Hertie wurde In den 1920er Jahren stand der Warenhauskonzern Hermann Tietz wie kaum ein anderer für eine moderne Kaufhauskultur. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde das Unternehmen den jüdischen Inhabern genommen. Aus der Hermann Tietz OHG wurde die Hertie GmbH unter der Leitung des ehemaligen Angestellten Georg Karg, der den Konzern später übernahm. Die Autoren rekonstruieren die Umstände dieser frühen „Arisierung“. Die Studie beleuchtet auch das Schicksal der Familie Tietz nach dem Verlust ihres Unternehmens und den Werdegang des Hertie-Konzerns bis zu den Auseinandersetzungen um Restitution und Entschädigung in den unmittelbaren Nachkriegsjahren. Gestützt auf vielfältige Quellen, darunter bislang nicht zugängliche Dokumente, entsteht so erstmals ein detailliertes Bild des „Arisierungsprozesses“ und seiner Folgen.
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Chefinspektorin Alma Oberkofler ist eigentlich schon fast im Urlaub, als sie Zeugin wird, wie auf einem beliebten Wiener Markt ein Auto in ein Restaurant rast. Die Explosion kurz darauf ist verheerend. Alma kann zwar der Küchenhilfe das Leben retten, doch für den Besitzer Amon Cohen, den Journalisten Sebastian Schmuck sowie für eine junge Kellnerin kommt jegliche Hilfe zu spät. War es ein Anschlag auf den jüdischen Inhaber des Restaurants, den linken Journalisten oder die ukrainische Familie, die darüber wohnt – oder doch nur ein Unfall? Und wer war dieser Raucher, der kurz zuvor auf einer Bank vor dem Lokal noch die Sonne genoss? Der Fahrer des Autos ist ebenfalls tot und ganz und gar kein Unbekannter in den Medien: Albert Schotterer gehörte zur rechtsextremen Szene Österreichs. Immer wieder war er im Gespräch für eine tragende Rolle in einer rechtspopulistisch geführten Regierung. Alma und ihr Team ermitteln in alle Richtungen – auch wenn hinter ihrem Rücken die Politik bereits über den Ausgang der Untersuchungen entschieden hat und sie der Abteilung Leib und Leben einen Riegel vorschieben will.
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Was der Strafprozess von Bruno Dey uns über Holocaust-Erinnerung und Antisemitismus in Deutschland lehrt Tobias Buck erzählt die packende Geschichte eines der letzten großen Holocaustverfahren: des Prozesses gegen Bruno Dey, einen ehemaligen SS-Wachmann im KZ Stutthof, der 2020 in Hamburg im Alter von 93 Jahren wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 5000 Fällen schuldig gesprochen wurde. Buck zeichnet nicht nur den Fall Dey nach, sondern untersucht auch dessen politische Bedeutung für Deutschland und den Umgang der Deutschen mit dem Holocaust. Eindrücklich schildert er den Verlauf des Prozesses – und verknüpft ihn dabei auch eng mit seiner eigenen Familiengeschichte. So lädt Buck uns dazu ein, uns ganz persönlich mit den Fragen von Schuld und Verantwortung auseinanderzusetzen, und hinterfragt, wie Erinnerung dazu beitragen kann, den aktuell überall zunehmenden Antisemitismus einzudämmen.
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Achtung, Hormone! Hugo und Hassan zoffen sich um Mädchen, die eh nichts von ihnen wollen, suchen akribisch nach ersten Barthaaren und trauen sich bei ihrer ersten Schulparty nicht aus dem Klo. Echt jetzt?! Witzig, wild und ganz dicht dran am echten Leben
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Von einem kleinen Fuchs auf der Suche nach dem großen Glück
Der kleine Fuchs Hugo ist rundum glücklich. Er wohnt in einem gemütlichen Häuschen, in dem er sich pudelwohl und geborgen fühlt. Doch eines Tages ziehen nebenan neue Nachbarn in ein großes Haus und Hugo beginnt zu träumen – von mehr Platz, mehr Möglichkeiten, mehr Bewunderern. Kurz entschlossen baut er sich ein großes Haus. Und als das nicht reicht, ein Haus auf Rädern, um damit auf Reisen zu gehen. Je weiter Hugo reist, desto mehr verändert sich sein Zuhause. Es wird größer und spektakulärer. Aber mit der Zeit merkt Hugo: Etwas fehlt. Also trifft er eine mutige Entscheidung …
Ausstattung: durchgehend 4-farbig illustriert
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EIN GENOZID WIE JEDER ANDERE? Ist es ein neuer Historikerstreit? Die Erinnerung an den Holocaust in Deutschland steht plötzlich in der Kritik. Was eben noch als eine politische und gesellschaftliche Errungenschaft galt, verstehen manche nun als einen «Katechismus», der den Deutschen aufgezwungen sei und über dessen Einhaltung «Hohepriester» wachten. Seine wahre Funktion sei es, andere historische Verbrechen auszublenden und dem Mord an den Juden eine übertriebene Rolle im kollektiven Gedächtnis der Deutschen einzuräumen. Dieser Band tritt solchen Thesen entgegen. Saul Friedländer, Norbert Frei, Sybille Steinbacher und Dan Diner zeigen aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven, warum das Argument der Präzedenzlosigkeit des Holocaust historisch gut begründet ist. Zugleich machen sie deutlich, dass die Erinnerung insbesondere an die Kolonialverbrechen einen größeren Platz erhalten sollte, ohne deshalb die kritische Auseinandersetzung mit dem Holocaust beiseitezuschieben. Mit einem kurzen Text «Statt eines Vorworts» eröffnet Jürgen Habermas den Band. Die Debatte um den Holocaust kommt nicht zur Ruhe Ein Genozid wie jeder andere? Über Holocaustvergleiche und koloniale Gewalt
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Mit memo Wissen den Zweiten Weltkrieg verstehen • Wissen mit Aha-Effekt: Ursachen, Hintergründe und Verlauf des Zweiten Weltkriegs • Altersgerecht erhalten Kinder ab 8 Jahren einen Gesamtüberblick zu allen Ereignissen • Einzigartige visuelle Wissensvermittlung: interessante Fakten und über 300 Fotos und Infografiken – perfekt für den Unterricht, Referate oder Hausaufgaben • Mit kahoot!-Quizfragen in jedem Band • memo Wissen: die erfolgreichste Kindersachbuchreihe der Welt, komplett aktualisiert und im neuen Look Faktenreiche Entdeckungsreise Warum kam es zum Zweiten Weltkrieg? Wie gelangte Hitler an die Macht? Und was war der Holocaust? Dieses Kindersachbuch gibt Mädchen und Jungen ab 8 Jahren einen fundierten Überblick über die Ursachen, den Verlauf und die Folgen des Zweiten Weltkriegs. Umfassend und altersgerecht informiert das Kinderbuch über die Hintergründe und veranschaulicht den globalen Krieg und die internationalen Schauplätze durch eindrucksvolle Bilder. Ob zu Giganten der Urzeit, dem antiken Rom, schillernden Edelsteine oder dem Weltall: Die Sachbuchreihe memo Wissen liefert Antworten auf alle Fragen – mit gut recherchierten Fakten, tollen Fotos und coolen Infografiken. Ein praktischer Nachschlageteil mit Weblinks und tollen Tipps macht Lust, tiefer in das Thema einzusteigen. Jeder Band enthält kahoot!-Quizfragen, die auf der beliebten Lernplattform zu Hause oder in der Schule gespielt werden können. Sachwissen einzigartig aufbereitet – mit Wow-Effekt auf jeder Seite! Mit diesem Band der beliebten memo Wissen-Reihe erfahren neugierige Kinder ab 8 Jahren alles über den Zweiten Weltkrieg! Dieses Buch ist Teil der Bestseller-Reihe memo Wissen.
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Zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Faschismus und Kapitalismus – Tommy Wieringas hochaktueller Generationenroman über die Unentrinnbarkeit aus der eigenen Familie Die Zwillinge Hugo und Willem Adema könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine ist ein gefeierter Künstler, der andere leitet das vom Großvater aufgebaute millionenschwere Offshore-Imperium. Doch wer war dieser Großvater, der zuerst auf deutscher Seite kämpfte und sich dann dem Widerstand anschloss? Als seine verschollen geglaubten Tagebücher auftauchen, geht es für alle bald um viel mehr als nur die Vergangenheit. »Nirwana« ist ein schillernder Generationenroman über die bis in die Gegenwart wirkende Verschränkung von Wirtschaft und Faschismus, den Vormarsch der neuen Rechten und die Frage nach Macht und Ohnmacht der Kunst. »›Nirwana‹ gehört zu den Büchern, die man zum Ende hin langsamer liest, weil man nicht will, dass sie enden.« De Standaard
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Es ist Kommissarin Alma Oberkoflers erste Woche in Wien, und schon hat sie einen toten Politiker am Hals. Max Langwieser: jung, konservativ, aufstrebend, Minister und bester Freund des Kanzlers, hat sich den Schädel an seinem Designerglastisch aufgeschlagen. Der Fall sorgt für einiges Aufsehen und bereitet Alma Kopfschmerzen. Denn von der einzigen potenziellen Zeugin, seiner Verlobten Jessica, fehlt jede Spur. Die sitzt derweil in ihrem roten MINI-Cabriolet und weiß nur eins: Sie muss weg, weg, weg. Wie ihr Leben innerhalb weniger Tage derart dramatisch den Bach runtergehen konnte, weiß sie dagegen nicht. Warum sie in ihrer Panik Max’ Laptop eingesteckt hat, könnte sie im Nachhinein auch nicht mehr so genau sagen. Zum Glück hat sie oft genug Tatort geschaut, um zu wissen, wie man eine Zeit lang untertaucht. Vielleicht kommt sie ja doch noch lebend aus der Nummer raus. Unbestechlich gut: Petra Hartlieb blickt tief in die politische Seele Österreichs.
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Eine Gesamtdarstellung der Vereinsgeschichte von Werder Bremen zwischen 1933 und 1945 fehlt bis heute. Hier wird nun erstmals das Schicksal der jüdischen Vereinsmitglieder aufgearbeitet. Im Mittelpunkt steht Alfred Ries, vor 1933 und nach 1945 Vereinspräsident. Die Autoren fördern Erkenntnisse zu Tage, nach denen Ries ́ Bedeutung künftig neu, und positiver als bisher, bewertet werden muss.
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Christian Geissler untersucht in seinem Romandebüt »Anfrage« (1960) die Schuld der Väter am Holocaust und greift die »Wir haben von allem nichts gewusst«-Haltung der Adenauer-Ära an. Das war neu und stieß nicht gerade auf Gegenliebe in der Nachkriegsgesellschaft. Der Roman erzählt vom Physiker Klaus Köhler, der herausfinden will, was mit der jüdischen Familie Valentin geschehen ist. Ihr hatte das Haus gehört, in dem das Institut untergebracht ist, in dem er arbeitet. Seine »Anfragen« fördern das Bild einer Gesellschaft zu Tage, in der alte Nazis unbehelligt weiterleben und die Opfer sich weiterhin verstecken müssen. Zudem sucht der Protagonist den einzigen überlebenden Sohn des Eigentümers, der – noch immer in Angst und Schrecken – unter falschem Namen in der Stadt wohnen soll. Köhlers mit der DDR sympathisierender Kollege Steinhoff interessiert dies nicht. Für ihn, der ein Bein im Krieg verloren hat und der traumatisiert wie zynisch stets davon erzählt, wie Menschen als Soldaten von Hitler zum Kriegsende verheizt wurden, zählt ein Einzelschicksal nicht. Schließlich begegnet Köhler einem entfernten Verwandten der jüdischen Familie, der in den USA lebt und während einer Europareise das Haus der Familie aufsucht. »Anfrage« wurde 1960 zum Bestsellererfolg. Große und kleine Zeitungen druckten Besprechungen, sorgten so für eine enorme Verbreitung. Marcel Reich-Ranicki sah in dem Buch den lang ersehnten Schrei des Schmerzes und der Verzweiflung, der Schande und der Empörung: »Ein heiserer Schrei, gewiß, doch ein erschütternder Schrei, dessen Ehrlichkeit nicht bezweifelt werden kann.«
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Das Thema Antisemitismus ist ein »Dauerbrenner«. Wir alle wollen davon am liebsten nichts mehr hören. Der Ariella Verlag spießt Antisemitismus deshalb jetzt von der humoristischen Seite auf! Wir laden ein zum herzhaften Lachen über die Antisemiten und den alltäglichen, vielleicht auch unbewussten Antisemitismus. Humor kann unseren Ängsten das Bedrohliche nehmen, sie entschärfen und uns unsere Handlungsfähigkeit zurückgeben. Mit Cartoons und Texten zeigt das Buch das Komische und das zutiefst menschlich Blöde im unbewussten und latenten Antisemitismus. Cartoonist*innen von Weltrang aus Deutschland, Israel und den USA haben zu diesem Buch beigetragen, u. a.: – Sam Gross, der große Cartoonist des US-Magazins »The New Yorker« – Til Mette, der STERN-Cartoonist – Katharina Greve, die Berliner Cartoonistin und Preisträgerin des deutschen Cartoonpreises und »Der freche Mario« – Miriam Wurster, Preisträgerin Deutscher Karikaturenpreis und Auszeichnung zum besten Cartoonbuch 2015 – Yaakov Kirschen, der in Israel lebende »DryBones«-Cartoonist, der in Yale als interdisziplinärer »Fellow« zu Antisemitimus und Rassismus forschte. Mit Texten von Adriana Altaras, Michel Bergmann, Dmitrij Kapitelman, Juna Grossman, Wladimir Kaminer, Ramona Ambs , Rainer Demattio , Tim Feicke , Burkhard Fritsche , Ben Gershon, Markus Grolik, Thomas Gsella, Steffen Gumpert, Hauck & Bauer, Ruth Hebler, Steffen Jahsnowski, Vivian Kanner , Petra Kaster, Matthias Kiefel , Volker Kischkel , Louis Lewitan, Dirk Meissner, Alan Posener, Walter Rothschild, Heiko Sakurai, Jan Tomaschoff, Michel Weinberg, MIchael Wuliger Mit einem Vorwort von Ellen Presser
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In den letzten beiden Jahrzehnten verzeichneten rechtspopulistische Parteien europa- und weltweit einen deutlichen Zuwachs an Wähler:innenstimmen. Einige der Parteien wurden bereits in Regierungen gewählt, so in Österreich die Österreichische Volkspartei (ÖVP) und die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) von Dezember 2017 bis Mai 2019. Religiöse und rechtspopulistische Akteur:innen teilen dasselbe Verständnis von einer ‚natürlichen‘ Geschlechterhierarchie, Geschlechterbinarität, von sozialer Ungleichheit und ‚kultureller‘ Homogenität. Unterschiedliche gesellschaftliche Differenzlinien wie Herkunft, Ethnie, ‚Race‘, Klasse, Religion, Gender, Körper und Sexualität werden dazu benutzt, um einen ausgrenzenden Diskurs zu nähren und dementsprechende Maßnahmen zu implementieren, die letztlich zur Spaltung der Gesellschaft führen. Feministisches Engagement basiert auf einer linkspolitischen Vorstellung einer gerechten Welt, in welcher die Idee von einer ‚natürlichen‘ Ordnung und der ‚kulturell‘ homogenen Gesellschaft abgelehnt und soziale Ungleichheit als sozial kreiert verstanden wird. Dieses Buch bietet einen Überblick bzgl. der Auswirkungen der ÖVP-FPÖ-Regierungspolitik auf den autonomen feministischen Aktivismus in Wien. In einer umfassenden Analyse beschäftigt sich die Autorin mit den ideologischen Debatten und politischen Maßnahmen der Regierung einerseits und mit den von den Aktivist:innen in Wien entwickelten Strategien gegen die antifeministische Regierungspolitik andererseits. Das Buch basiert auf einer intersektionalen Perspektive, um die rechtspopulistischen Diskurse sowie feministische Theorien und deren Praxis bestmöglich analysieren zu können.
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David Safier erzählt in diesem dramatischen und zärtlichen Roman die Geschichte seiner Eltern: Sie führt uns vom Wien des Jahres 1937 durch die Gefängnisse der Gestapo nach Palästina, wo sein jüdischer Vater Joschi als Barmann und Spion arbeitet und schließlich zur See fährt. Seine Mutter Waltraut wächst als Tochter eines Werftarbeiters in Bremen auf, erlebt Kriegszeit, Trümmerjahre und Wirtschaftswunder. Bei ihrer ersten Begegnung ist Waltraut eine junge alleinerziehende Witwe, Joschi zwanzig Jahre älter als sie. Wenig spricht dafür, dass die beiden sich ineinander verlieben und ein gemeinsames Leben wagen – ein Leben, geprägt von steilen Höhenflügen und dramatischen Schicksalsschlägen.
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Auftritte für die Freiheit: Wie Marlene Dietrich den Krieg in Deutschland erlebte Eine berühmte deutsche Schauspielerin im Einsatz gegen die Nazis: Bereits in den 30er Jahren hatte Marlene Dietrich Deutschland den Rücken gekehrt. Während des Zweiten Weltkriegs ließ sie dann ihren Charme auf improvisierten Bühnen in ihrer alten Heimat spielen. Mutig und zahlreicher Widrigkeiten zum Trotz motivierte sie die Soldaten vor Ort mit ihren Auftritten, warb unermüdlich für Kriegsanleihen und zeigte dabei ihre unverbrüchliche Haltung. FAZ-Journalist Reiner Burger dokumentiert in seinem großformatigen Bildband die bislang wenig bekannte Geschichte einer Frau im Widerstand und ihren persönlichen Feldzug gegen das NS-Regime. Legendäre Auftritte in historischen Bildern: Marlene Dietrich auf Frontbesuch Aufwendig gestalteter Bildband mit bisher unveröffentlichtem Material Einsatzgebiet Europa: So unterstützte „die Dietrich“ die Alliierten im 2. Weltkrieg Eine Schatzkiste für Fans der Hollywood-Ikone: private Fotos und Schnappschüsse Fesselnd erzählt und historisch eingeordnet von Reiner Burger Unerschrocken und unverdrossen: als Schauspielerin mitten im Krisengebiet Trotz wenig glamouröser Rahmenbedingungen lässt sich Marlene Dietrich nicht von ihrem Engagement mitten in den zerstörten deutschen Gebieten abbringen. So steht sie am 29. November 1944 auf der Bühne der Schauburg, mitten im gerade erst befreiten Stolberg. Sie begeistert die GIs mit ihrem künstlerischen Talent und beschert ihnen ein paar unbeschwerte Stunden. Journalist Reiner Burger hat tief in den Archiven gegraben und eine Reihe beeindruckender Aufnahmen zutage gefördert, die viel über Marlenes ganz persönliche Erfahrungen an der Front verraten. Kriegsfotografie trifft auf Hollywood-Glamour: Dieser Bildband ist nicht nur ein wertvolles Sammlerstück im Regal wahrer Dietrich-Fans, sondern auch ein Zeugnis ihres unermüdlichen Einsatzes gegen den Nationalsozialismus.
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80 Jahre nach dem Holocaust: Ein Buch, das uns die Augen öffnet Der Anschlag auf die Synagoge in Halle 2019 hat nicht nur gezeigt, wie gefährlich die Lage für Juden in Deutschland geworden ist – die Debatte hat auch offengelegt, dass antijüdische Einstellungen schon lange in der Mitte der Gesellschaft existieren. Peter Longerich, renommierter Historiker und Mitautor des 2012 veröffentlichten ersten Antisemitismusberichts des Deutschen Bundestags, zeigt, dass wir den gegenwärtigen Antisemitismus in Deutschland nicht begreifen können, wenn wir ihn vor allem als Sündenbock-Phänomen verstehen, wie es hierzulande in Schule und Hochschule gelehrt wird. Denn der Blick in die Geschichte offenbart, dass das Verhältnis zum Judentum bis heute vor allem ein Spiegel des deutschen Selbstbildes und der Suche nach nationaler Identität geblieben ist. Ein brisantes Buch, das mitten in die aktuelle Debatte stößt.
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Ein tief berührender Roman über Neuanfang, Schwesternliebe und die unerschütterliche Kraft der Hoffnung
Wien, 1939: Die zwölfjährige Steffi und ihre kleine Schwester Nelli werden von ihren Eltern aus dem bürgerlichen Alltag in Wien auf eine kleine schwedische Schäreninsel geschickt, um dem Terror der Nazis zu entfliehen. Für ein halbes Jahr, dann wollen sie sich alle in Amsterdam wiedersehen. Doch Schweden ist kalt und so anders als Wien. Während Nelli schnell Anschluss findet, fühlt Steffi sich allein. Sie hat Heimweh, sehnt sich nach dem alten Leben, die Sprache ist ihr fremd, ebenso wie die distanzierte Pflegemutter. Jeden Tag wartet sie auf Nachrichten von ihren Eltern – aber der Krieg wirft immer dunklere Schatten. Wird sie jemals nach Hause zurückkehren können? Oder ist diese Insel im Meer das Einzige, was ihnen bleibt?
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Buchhändlerin und Krimi-Queen Rotraut Schöberl hat zahlreiche Kolleg*innen eingeladen, spannende Kurzkrimis rund um Morde in der Küche zu schreiben: Denn nicht nur scharfe Messer können gefährlich werden, und wo gebrutzelt und gebraten wird, kann man sich nicht nur die Finger verbrennen. Die Schärfe von Chili und die Süße geschmolzener Schokolade verbergen nur allzu oft mörderische Zutaten – und so manche Unverträglichkeit hat schon tödlich geendet. Die erfolgreichsten Krimiautor*innen Österreichs schreiben übers Kochen und Morden. Mit Lieblingsrezepten (Verträglichkeit ohne Gewähr).
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Auch 80 Jahre nach der Befreiung von Buchenwald ist die Erinnerung an den Holocaust nicht in der demokratischen Mitte angekommen. Die Angriffe auf das, was im Land Gedächtniskultur heißt, kommen nicht mehr nur von rechts. Warum? Was ist da los? Ines Geipel taucht noch einmal in die Vergangenheit ein, sucht nach den Quellen der Lagerwelt und befragt die Legenden nach 1945: von der vorbildlichen Aufarbeitung im Westen bis zum antifaschistischen Staatsmythos der DDR. Ein bestürzendes, hochaktuelles Buch über die alte und neue Unfähigkeit zu trauern und die Erinnerungskälte nach zwei Diktaturen.
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Hugo und Hassan lieben Fußball, Computerspiele und Arschbomben im Schwimmbad. Sie träumen davon, groß und reich und cool zu sein. Sie streiten sich, kloppen sich und sind doch unzertrennlich. Witzig, wild und ganz dicht dran am echten Leben Preise & Auszeichnungen: Beste 7 im Novemer 2020 Top-Titel bei boys & books KIMI-Siegel 2021
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Der Sammelband „Denialism – Antisemitismus und sexualisierte Gewalt aus feministischer Perspektive“ nimmt vertiefende Analysen an der Schnittstelle von Feminismus, Konfliktforschung und Antisemitismuskritik vor. Damit reagiert die Publikation auf ein unheimliches Fehlen von feministischen Stimmen und Diskussionen in der Öffentlichkeit, die sich mit der ideologisch motivierten und systematischen Verleugnung und Verharmlosung sexualisierter und antisemitischer Gewalt im Zusammenhang mit den Massakern des 7. Oktober beschäftigen. In den Beiträgen werden kritische Reflexionen in Bezug auf aktuelle Diskursverschiebungen vorgenommen: Ausgehend von einer Neukontextualisierung von Antisemitismus als Weltanschauung und globales Phänomen der Gegenwart, widmen sich die Autor*innen der Täter-Opfer-Umkehr, den Widersprüchen der Queer Theory sowie Islamismus als nicht nur autoritär-patriarchales, sondern auch neoliberales Projekt. In strikter Abgrenzung zu rechtspopulistischen Narrativen, die Antisemitismus für rassistische Hetze und Antigenderismus instrumentalisieren, bietet der Band Gelegenheit zu diskursiver Komplexität und die Chance, neue, solidarische Allianzen zu schließen.
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Steffi Sargnagel war auf dem Wiener Opernball, und jetzt hat sie so einiges zu erzählen: von den Reichen und Schönen, von den reichen Nicht-so-Schönen, von Abendkleid und Walzertraum. Natürlich ist alles ganz schrecklich, aber auch schrecklich interessant! Und der Blick dieser Autorin ist böse, jedoch nicht gnadenlos, dafür interessiert sie sich zu sehr für die ihr fremden Welten. Und so begibt Steffi sich geschminkt, geschnürt, zurechtgemacht aufs härteste Parkett der Welt, amüsiert uns aufs Köstlichste und wirft ein Schlaglicht auf die unheimliche Schnittmenge von Kultur, Kapital und Macht.
«Österreichs lustigste Autorin war auf dem Opernball und hat ein wildes Stück darüber geschrieben. Das ist einfach nur zum Lachen.» Süddeutsche Zeitung
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Als Kind in Auschwitz: das Schicksal einer Holocaustüberlebenden erzählt für junge Leser Tova Friedman wurde 1938 in der polnischen Stadt Tomaszów Mazowiecki, geboren. Dort war sie damals eines von Hunderten jüdischen Kindern. Im Alter von fünf Jahren wurde sie zusammen mit ihrer Mutter ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Bei Kriegsende waren von den Kindern aus ihrer Heimatstadt nur noch fünf am Leben. Tova gehört zu den letzten Überlebenden, die von ihren Erlebnissen im Holocaust berichten. Zusammen mit der preisgekrönten Journalistin und Kinderbuchautorin Hilary Freeman erzählt sie leicht fasslich für junge Leser*innen, und doch ohne zu beschönigen, von ihren Kindertagen in Polen, den schrecklichen Erlebnissen im Lager, von den alltäglichen Grausamkeiten, dem Leiden und Sterben. Und sie erzählt davon, wie sie überlebte, wie sie mit ihren Eltern in die USA auswanderte und dort ein neues Leben für sie begann. Manuel Šumberac hat die Erzählung einfühlsam illustriert. Das Buch enthält neben einem Glossar auch eine Auswahl der Fragen, die Tova auf ihrem TikTok-Kanal @tovafriedman am häufigsten gestellt werden. Sie schreibt: »Ich kann und werde mich nicht entmutigen lassen. Wir müssen Antisemitismus verhindern, wo immer wir können. Die Menschen müssen zusammenkommen und gemeinsam das Übel Vorurteil ausmerzen. Wir sollten stattdessen den Frieden, die Toleranz und die Akzeptanz aller Menschen feiern, egal welcher Religion, welcher Kultur oder welchem Glauben sie angehören.«
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Der bekannteste Maler des Wiener Jugendstils Gustav Klimt prägte den Wiener Jugendstil. Viele seiner ornamentalen Bilder wie »Der Kuss«, »Bauerngarten mit Sonnenblumen« oder »Tod und Leben« haben sich ins allgemeine Bildgedächtnis eingeschrieben. Die Autorin stellt das Werk des großen österreichischen Malers in allen seinen Facetten vor. Sie schlägt den Bogen von Klimts frühen Aufträgen für große Wand- und Deckengemälde in Wien und ganz Österreich-Ungarn über den Beethovenfries im Ausstellungsgebäude der Wiener Secession, die Gustav Klimt mitbegründete und deren erster Präsident er wurde, bis zu den berühmten Frauenporträts und den Landschaftsbildern. Die Schilderung von Klimts Leben, seines persönlichen und politischen Umfelds in der Hauptstadt der K.-u.-k.-Monarchie und seiner Beziehungen zu Künstlerkollegen wie Egon Schiele oder Koloman Moser rahmt die reich bebilderte Darstellung des Malers, der eine entscheidende Rolle für die Entwicklung der modernen Kunst spielte und weltweiten Ruhm genießt.
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Hätte die kleine Rozette als Baby nicht Schutz gefunden bei einem fremden Ehepaar, wäre sie wie ihre jüdischen Eltern in Auschwitz ermordet worden. Sie hat überlebt, weil man ihr eine neue Identität gab. Weil aus Rozette Rita wurde. Jahrzehnte später erzählt sie ihre Geschichte. Lutz van Dijk und Francis Kaiser haben ihr zugehört und mit ihrem Bilderbuch ein Format gefunden, in dem sie schon jüngeren Kindern vom Holocaust erzählen können. In beeindruckend realistischen Bildern zeigt Francis Kaiser die 80-jährige Rozette im Gespräch mit jungen Zuhörer*innen. Lutz van Dijk, der ihre Lebensgeschichte nacherzählt, erschafft eine Atmosphäre von Empathie und Geborgenheit, die es möglich macht, von Rozettes Trauma zu erfahren uind gleichzeitig von ihrer Fröhlichkeit und Zuversicht getröstet zu sein.
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Erstmals wird eine zentrale Bildquelle des Holocaust sowohl komplett wiedergegeben als auch lückenlos die Überlieferungsgeschichte geklärt. Es sind Bilder, die sich in unser ikonografisches Gedächtnis eingebrannt haben. Wir kennen sie aus Ausstellungen und Dokumentationen. Sie zeigen, wie Jüdinnen und Juden aus Ungarn in Auschwitz-Birkenau ankommen und einen mörderischen Musterungsprozess durchlaufen. Zurück bleiben einige wenige Menschen, die zur Arbeit gezwungen werden, und Berge von Gepäck. Die Fotos wurden zwischen Mai und August 1944 von den SS-Fotografen Bernhard Walter und Ernst Hofmann angefertigt und in einem Album zusammengestellt, um den Massenmord an den Jüdinnen und Juden aus Ungarn als effizienten Prozess zu präsentieren. Tal Bruttmann, Stefan Hördler und Christoph Kreutzmüller legen mit diesem Buch eine Analyse des Albums vor, die nach ihrem ersten Erscheinen 2019 längst als »Meilenstein« gilt. Sie erschließen nicht nur den Kontext des »Ungarn-Programms« und die Hintergründe der Täter, erstmals klären sie auch lückenlos die Überlieferungsgeschichte des Albums und rekonstruieren die ursprüngliche Abfolge der verschiedenen Fotoserien. Hieraus gewinnen sie neue Erkenntnisse, was auf den Fotos des Albums en detail zu sehen ist – und was ausgeblendet wird.
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Der Klassiker zum beunruhigend aktuellen Thema unserer Tage Schon früh beleuchteten Horkheimer und Adorno in den »Elementen des Antisemitismus« aus ihrer berühmten und einflussreichen Dialektik der Aufklärung ein Phänomen, das uns immer noch und zuletzt wieder verstärkt umtreibt: den Antisemitismus – ein Paradebeispiel für einen selbstzerstörerischen Rückfall ins Mythische, wie er von Anfang an in den Prozess der Aufklärung eingeschrieben war. Nachwort und Kommentar zeigen, wie relevant der Text für uns heute ist, wie fast jeder einzelne Satz uns wie ein prägnanter Aphorismus ins Nachdenken bringen kann.
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Im Herbst 1962 nahm Theodor W. Adorno an einer Tagung des Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit teil, auf der er über die Bekämpfung des Antisemitismus sprach. Dieser Vortrag hat in seiner dichten und äußerst vielschichtigen Analyse nichts an Aktualität eingebüßt. Vor dem Hintergrund der Schuldabwehr und des »sekundären Antisemitismus« der deutschen Nachkriegsgesellschaft begreift Adorno den Antisemitismus als zentrales Bindemittel rechtsradikaler Bewegungen, das die diversen Strömungen eines militanten und exzessiven Nationalismus vereint. Er ist das »Gerücht über die Juden«, das halböffentliche Getuschel, mit dem sich die autoritäre Persönlichkeit zum Opfer stilisiert. Antiintellektualismus und Konformismus sind seine Triebfedern, und mit dem Rassismus teilt er eine identische Struktur. Zugleich warnt Adorno vor einer Idealisierung und Verkitschung der Juden und des Judentums im Kampf gegen den Antisemitismus und plädiert für unverbrüchliche Treue zur Wahrheit im Umgang mit den historischen sowie politischen Realitäten. Ein antiautoritäres Erziehungsprogramm zur Prävention antisemitischer Charakterbildung und hartes Durchgreifen bei antisemitischen Ausbrüchen sind die einander ergänzenden Elemente der Bekämpfung des Antisemitismus damals wie heute. Ein Nachwort von Jan Philipp Reemtsma zeigt die Bedeutung dieser brillanten Analyse für unsere Gegenwart.
Ähnliche Bücher wie »Zur Bekämpfung des Antisemitismus heute«
Während die Diskussionen um Antisemitismusdefinitionen immer unzugänglicher werden, hat die Ideologie in ihrer öffentlichen Wahrnehmung nichts von ihrem Rätselcharakter verloren. Die Bestimmung und damit die Bekämpfung von Antisemitismus wird durch zahlreiche alltagspraktische wie akademische Mythen erschwert: Antisemitismus wird unter Rassismus subsumiert, zum Vorurteil gemacht, als Aspekt gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gelesen oder zum Wahn erklärt. Obwohl diese Deutungsversuche etwas treffen, reduzieren sie Antisemitismus doch immer nur auf einen Teilaspekt. In »Antisemitismus definieren« machen der Sozialphilosoph Nikolas Lelle und der Sozialpsychologe Tom Uhlig diese Mythen produktiv. Sie fragen nach ihrer subjektiven und gesellschaftlichen Attraktivität, und arbeiten ihren wahren Kern heraus, um einen Antisemitismusbegriff zu gewinnen, der dem Gegenstand gerecht wird.
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Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2025. »Die Menschen, über die Marko Dinić schreibt, verlieren sich in den Schrecken der Historie eben nicht. Ihre Hoffnungen, ihre Kämpfe werden sichtbar durch die Kraft der Literatur.« Clemens Meyer Belgrad 1942: Der Tag, an dem das okkupierte Serbien für »judenfrei« erklärt wird, ist der Tag, an dem Isak Ras seinen vielleicht letzten Streifzug durch die Stadt wagt. Er ist auf der Suche nach den Überresten seiner verschütteten Vergangenheit: Was ist vor 21 Jahren geschehen, als Isaks Mutter spurlos verschwand? Hatten die Anarchisten Rosa und Milan damit zu tun? Oder die mysteriösen Doppelgänger, die in der Stadt herumliefen? Acht Kapitel, acht unterschiedliche Perspektiven ergeben am Ende dieses großen Romans die Lösung eines gewieften Rätsels. Marko Dinić ist ein beeindruckender Text gelungen, eine Geschichte Serbiens und Europas im zwanzigsten Jahrhundert. Sein »Buch der Gesichter« ist Erinnerungsliteratur in moderner Form. »A literary tour de force.« Christoph Schröder, Der Tagesspiegel »The characters Marko Dinić writes about so lyrically are not lost among the horrors of history. Their hopes and struggles are rendered visible through the power of literature.« Clemens Meyer »The “Book of Faces “ is a literary return to the heart of Serbian history – oppressive, poetic, and highly topical. « Theresa Hübner, SWR Kultur lesenswert »A magnificent historical panorama of Jewish life in former Yugoslavia... Dinić masterfully handles the many tongues, his 'postmemory novel' is carefully constructed and is carried by a rich, vivid, and lively language.« Bernd Melichar, Kleine Zeitung »Dinić skillfully reunites and reconnects the old threads in each new chapter... and at other points, he manages to surprise with bold and dramatic images... Here, The Book of Faces stands in the tradition of great Yugoslav narrative literature, ranging from Ivo Andrić and Aleksandar Tišma to Slobodan Šnajder, Dževad Karahasan, and Drago Jančar.« Gerhard Zeillinger, Standard Album »A relentless, impressive magnum opus that is both challenging and richly rewarding. « Judith Hoffmann, Ö1
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Jüdischer Widerstand im Angesicht der Vernichtung – ein vergessenes Kapitel Die Nationalsozialisten sahen für Menschen jüdischer Abstammung nur eine Rolle vor: die des passiven Opfers. Doch viele wehrten sich entschlossen gegen diese Zuschreibung. Dass allein in Deutschland 3000 Jüdinnen und Juden im Widerstand aktiv waren, ist bis heute kaum bekannt. Stephan Lehnstaedt macht diesen verdrängten Teil der Geschichte nun endlich zugänglich. Er erinnert an einen beispiellosen Kampf gegen die Entmenschlichung – für Würde, Kultur und das Recht zu leben. "Hitler will alle Juden Europas töten. (…) Lasst uns nicht wie Schafe zur Schlachtbank gehen!", proklamierte der Student Abba Kovner 1941. Seine entschlossene Haltung wurde von Tausenden Jüdinnen und Juden im besetzten Europa geteilt. Sie alle begehrten auf gegen die nationalsozialistische Unterdrückung, die Schikanen und Vernichtungspläne – auch wenn ihre mutigen Aktionen von Öffentlichkeit und Forschung lange unbeachtet blieben. Stephan Lehnstaedt gibt nun erstmals einen Überblick über die verschiedenen Formen jüdischen Widerstands im NS-Staat und seinen Besatzungsgebieten. Er erzählt die Geschichten von Menschen, die auch im Angesicht des Todes für sich und andere einstanden: Sei es durch die Archivierung von Wissen, Sabotageakte, Fluchthilfe, Aufstände oder den Kampf mit der Waffe. Es ist die lange überfällige Erinnerung an einen vergessenen Krieg, bei dem es nicht nur, aber vor allem ums nackte Überleben ging. "Ich bin zu den Partisanen gegangen, um mein Leben zu retten. Das war die einzige Chance." Rosa Selenko Die überfällige Würdigung eines lange vergessenen Kampfes Neue Erkenntnisse aus der Widerstandsforschung Das erste Gesamtwerk zum Thema jüdischer Widerstand Geschichten von Mut und äußerster Entschlossenheit
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Drei ungelöste Frauenmorde und ein Täter, der zurückgekehrt zu sein scheint … Wien 1923. Die Stadt gleicht einem Pulverfass, die politischen Lager haben sich radikalisiert, die Hakenkreuzler sind auf dem Vormarsch. Mitten in dieser angespannten Situation geschieht ein aufsehenerregender Mord: Marita Hochmeister, eine stadtbekannte Gesellschaftsdame, wird brutal erschlagen in ihrem Schlafzimmer aufgefunden. Einen Tag später weist ein pensionierter Kriminalinspektor den Ermittler August Emmerich auf eine ungelöste Mordserie hin – damals, vor zehn Jahren, wurden drei Frauen auf ähnlich grausame Weise getötet wie das Opfer. Kann es sein, dass der Mörder zurückgekehrt ist? Und wenn ja, kann Emmerich ihn stellen, bevor er erneut zuschlägt? »Für mich eine der tollsten Krimi-Kommissar-Figuren, die es überhaupt in den letzten Jahren gab. Deswegen: Die August-Emmerich-Reihe unbedingt lesen.« Stefan Keim, WDR 4 Verpassen Sie nicht die anderen historischen Kriminalromane von Erfolgsautorin Alex Beer!
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EINE ENTDECKUNG: GRETE WEILS GROSSER ROMAN ÜBER ALLTAG UND WIDERSTAND IN NS-ZEITEN "Der Weg zur Grenze", 1944/45 im Amsterdamer Versteck der verfolgten deutschen Schriftstellerin Grete Weil entstanden, ist nicht nur der erste Roman der jüdischen Autorin. Er ist bisher nie erschienen und seine Veröffentlichung jetzt eine echte Entdeckung. Im Kern erzählt der Roman, fiktionalisiert und aus dem Autobiographischen ins Exemplarische gehoben, die Liebesgeschichte von Grete Weil und ihrem 1941 im KZ Mauthausen ermordeten Mann Edgar Weil. Er ist außerdem eine Fluchtgeschichte und die Geschichte der Politisierung in einem gebildeten, bürgerlich und kulturell politikfernen Milieu und eine einzigartige Beschreibung der Veränderungen im Alltag, in den Familien und Institutionen seit der Machtergreifung der Nazis 1933. Die Haupterzählung, zugleich Rahmengeschichte, spielt 1936 und handelt von der Flucht der jungen, jüdischen Münchnerin Monika Merton, deren Mann bereits im KZ Dachau getötet worden ist. Da inzwischen auch sie von der Gestapo gesucht wird, macht sie sich, zuletzt zu Fuß und auf Skiern, auf den Weg über die Grenze nach Österreich. Durch Zufall begleitet sie ein junger Bekannter, der Lyriker Andreas von Cornides. Ihm erzählt sie ihre Geschichte: Szenen ihres Lebens in München und im aufgewühlten, rasanten und aufgeheizten Berlin Anfang der Dreißigerjahre, von ihrer Liebe zu ihrem Cousin Klaus, der Ehe, von Reisen und Krisen und der Arbeit an einer alternativen, ländlichen Schule in Bayern, bis die Machtergreifung der Nazis und der wachsende Antisemitismus allem ein Ende bereiten. Ein bedeutendes, zum ersten Mal zugänglich gemachtes Werk der deutschen Literatur, eindrücklich und bewegend, klug und hellsichtig. Der erste Roman der Autorin, zum ersten Mal überhaupt veröffentlicht Im holländischen Exil 1944/45 in Grete Weils Versteck entstanden Eine Liebesgeschichte, eine Fluchtgeschichte, eine Geschichte über das politische Erwachen und den Widerstand
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Das Straßenmädchen Philomena ist in Wien wohlbekannt. Vor Sigmund Freuds Praxis verdient sie sich ihren Unterhalt als Schuhputzerin und gibt oft bessere Ratschläge für alle Lebenslagen als der berühmte Begründer der Psychoanalyse. Dessen Gespräche kann sie gelegentlich mitverfolgen und stößt so auf manches Geheimnis. Als die junge Patientin Sidonie von Wallersee verdächtigt wird, ihre Erbtante ermordet zu haben, wird Philomena misstrauisch. Ist es nicht merkwürdig, dass die Mordwaffe ausgerechnet eine Haarnadel mit einer perlenbesetzten Spinne ist, wo Sidonie doch wegen einer Spinnenphobie behandelt wird? Philomena forscht nach und stößt auf eine Intrige, die sie bis in Wiens berüchtigte Heilanstalt für Nervenkranke führt.
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Rätselhafte Stimmen, ein verschwundener Student und ein tödliches Geheimnis im Museum
- Ein mysteriöser Todesfall im Naturhistorischen Museum Wien
- Clevere junge Ermittlerin mit Witz und scharfem Blick für Details
- Sprechende Bären, verborgene Räume und eine seltene Goldkröte
- Zweiter Fall der atmosphärischen Krimireihe für Leser:innen ab 12 Jahren
Geheimnisvolle Vorfälle im Museum
Wien, November 1922: Im Naturhistorischen Museum gehen merkwürdige Dinge vor sich. Ein Zoologie-Student ist spurlos verschwunden, ausgestopfte Bären scheinen plötzlich zu sprechen und ein missgelaunter Hausmeister verhält sich äußerst verdächtig. Gleichzeitig kämpfen zwei Professoren mit fragwürdigen Mitteln um den begehrten Posten des Museumsdirektors.
Als dann noch der Chefpräparator unter mysteriösen Umständen stirbt, ist Philomenas Neugier endgültig geweckt. Was verbindet all diese Ereignisse? Und welche Rolle spielt eine seltene Goldkröte aus den Nebelwäldern Costa Ricas? Mit klugem Kopf, Mut und ihrem treuen Riesenschnauzer Kaiser Franz wagt sie sich in geheime Gänge und Werkstätten, belauscht Verdächtige und folgt einer Spur aus Lügen, Ehrgeiz und Gier. Doch bald merkt sie, dass nicht jede Wahrheit, die sie aufdeckt, auch ans Licht kommen soll.
Ein fesselnder historischer Krimi für Jugendliche, die geheimnisvolle Fälle, kluge Heldinnen und atmosphärische Schauplätze lieben. Jetzt mit Philomena die verborgenen Winkel des Museums erkunden und das Geheimnis der Goldkröte entschlüsseln.
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Die wahre Geschichte von einem Versprechen, das stärker ist, als der Hass und das Vergessen 116927: Die Nummer, die Albrecht Weinberg noch immer auf seinem Unterarm trägt, mit 99 Jahren, ist mit den Jahrzehnten verblasst. Glasklar dagegen sind seine Erinnerungen. An seine Jugend, das Aufkommen der Nazis, an Freunde, die plötzlich keine mehr waren, daran, wie er seine Familie verlor. Und an Friedel. Seine Schwester, mit der er sich das Versprechen gab, sie würden für immer aufeinander achtgeben. Gemeinsam entkommen sie dem Holocaust und emigrieren in die USA. Jahrzehnte später, als es Friedel schlechter geht, reisen die beiden wieder zurück nach Deutschland. Dort begleitet Albrecht seine Schwester bis zu ihrem Tod und lernt dabei deren Pflegerin Gerda kennen. Erst vor ihr öffnet sich Albrecht und beginnt, Gerda von seinem Leben zu berichten. Er erzählt von seiner Geschichte. Von seinem Glauben an das Gute, trotz allem. Und von dem Versprechen zu überleben. Damit die Erinnerung weiterlebt. Mit Bildteil.
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Die Lagerkommandantin verkündet das Todesurteil. Da schneidet sich die Gefangene Mala Zimetbaum mit einer Rasierklinge in die Pulsadern. Ein SS-Mann packt sie am Arm. Mala reißt sich frei, schlägt ihm ins Gesicht und ruft: »Mörder, bald werdet ihr bezahlen müssen.« Und zu den Tausenden jüdischen Frauen, die im Lager Auschwitz-Birkenau gezwungen sind, Malas Ermordung mitanzusehen: »Habt keine Angst, das Ende ist nah … gebt nicht auf, vergesst niemals.« – Es ist der 15. September 1944. Mala Zimetbaum wird 1918 in Brzesko, östlich von Krakau, in eine jüdisch-polnische Familie geboren. Nach einem Aufenthalt in Mainz vor 1918 leben die Eltern mit ihren vier Kindern ab 1928 in Antwerpen. Eine wirtschaftlich florierende Stadt, wo Mala in einem Modegeschäft arbeitet. Im Juli 1942 wird Mala bei einer Razzia festgenommen und im September ins Frauenlager Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort hat sie als Läuferin und Dolmetscherin Einblick in alle Vernichtungsaktionen. Klug und risikobereit nützt sie ihre Informationen und leistet erfolgreich Widerstand: Sie rettet weibliche Häftlinge vor der Selektion ins Gas, verschafft Kranken leichtere Arbeit, knüpft Kontakte zwischen Widerstandsgruppen. Dann verliebt sie sich in den polnischen Häftling Edward Galinski. Ihnen gelingt die Flucht aus dem Lager, doch nach dreizehn Tagen werden sie wieder gefasst.
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Armin Nassehi über die Funktion des Antisemitismus in unserer Zeit
Antisemitische Denkfiguren, Chiffren, Symbole und Taten erfahren derzeit eine erhebliche Sichtbarkeit - was nicht nur mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel im Jahre 2023 und den militärischen und politischen Folgen dieses Ereignisses zu tun hat. In seinem neuen Buch nimmt der Soziologe Armin Nassehi den verbindenden Kern antisemitischer Formen rechtsradikaler, bürgerlicher, linker, postkolonialer und islamistischer Natur in den Blick.
Armin Nassehis explizit soziologisch gestellte Leitfrage in diesem Buch lautet: Was ist die Funktion des Antisemitismus in westlichen Gesellschaften? Sie wird mit der These beantwortet, dass antisemitische Denkungsarten stets mit ungeklärten Selbstverhältnissen derer zu tun haben, für die der Antisemitismus exakt dieses Problem löst: Fragen der Selbstbeschreibung und ihres Selbstverhältnisses zu lösen. Nassehis Buch ist damit zugleich ein Beitrag zu der Frage, wie die Selbstbezogenheit des "Westens" seine paradoxen Selbstverhältnisse auf etwas Fremdes richtet, das zugleich sein Vertrautestes selbst ist, das imaginierte Jüdische nämlich.
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»Faszinierend ... das beste Buch, das ich je über Freud und Wien gelesen habe. Hellsichtig, skeptisch, klug.« Times Literary Supplement-Books of the Year
Der Romanautor und klinische Psychologe Frank Tallis beleuchtet auf brillante Weise Sigmund Freud und seine Zeit. Er nimmt die Leser mit in die Gedankenwelt eines der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts, zeichnet die Entwicklung der Psychoanalyse nach. Tallis erklärt, dass wohl nur wenige große Denker mehr verunglimpft worden sind als Sigmund Freud (1856-1939). Dem »extremen Freud-Bashing« stünden jedoch ebenso wenig hilfreiche, allzu ehrfürchtige Anhänger gegenüber. Als Bewunderer, aber definitiv nicht als Verehrer, liefert Tallis das sachkundige Porträt einer brillanten, obsessiven und rücksichtslosen Persönlichkeit. Als ehrgeiziger junger Neurologe in einer Zeit, in der psychische Störungen als Erkrankungen des Gehirns angesehen wurden, war Freud nicht der erste, der sie als Folge traumatischer Erinnerungen betrachtete oder die »sprechende Heilung« anwandte, aber sein Charisma, seine Energie und seine literarischen Fähigkeiten brachten »eine neue Art des Verständnisses von Geist, Beziehungen, Geschichte und Kultur« hervor, wie sie vielleicht nur in der Zeit des Goldenen Wiens um die Wende zum 20. Jahrhundert möglich war. So bietet Frank Tallis nicht nur einen äußerst fundierten Blick auf die Ikone Sigmund Freud, sondern zugleich auch auf das Kultur- und Geistesleben einer Stadt zwischen Tradition und Moderne, die einen besonderen Nährboden für Kunst und Architektur, Philosophie, Musik und Literatur bot.
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Wer spielt mit mir? Wer passt zu mir? Mina ist 5 Jahre alt und neu im Kindergarten, denn ihre Familie ist umgezogen. Jetzt hat sie zwar ein eigenes Zimmer, aber noch niemanden zum Spielen. Also schmiedet Mina einen Plan: Sie will sich jeden Tag in der Woche mit einem anderen Kind aus ihrer Vorschulgruppe verabreden. Danach weiß sie doch bestimmt, wer am besten zu ihr passt und mit wem sie am besten spielen kann. Am Ende der Woche stellt sie fest, dass jedes Kind etwas Besonderes ist und sie mit allen befreundet sein kann, denn wie Minas Mama sagt: In jedem leuchtet eine Sonne. Diese Frage bewegt alle Eltern: Wie findet mein Kind Anschluss? Durch gemeinsames Lesen und Anschauen von "Minas Freunde-finde-Plan“ können Sie Ihren Kindern den Mut und das Selbstvertrauen vermitteln, offen auf andere zuzugehen, um neue Freundschaften zu schließen. Minas Freunde-finde-Plan ist ein ganz besonderes Bilderbuch für Mädchen und Jungen im Kindergartenalter, das zeigt, wie wunderschön und wichtig Freundschaft ist und dass es sich lohnt, die Suche nach neuen Freunden und Freundinnen aktiv anzugehen. Wichtiges Thema für jedes Kind: Jeder Mensch hat liebenswerte Seiten und es lassen sich immer Gemeinsamkeiten finden Mina lernt auf ihrer Suche unterschiedliche Wohnsituationen und Familienkonstellationen kennen und findet heraus, was die Kinder aus ihrer Vorschulgruppe am liebsten machen. So spielt sie mit Valentin, dass sie Astronauten im Weltall sind, erfährt von Noah, was eine Patchworkfamilie ist, und entdeckt, dass ihr Fußball spielen zusammen mit Noah und seinen Geschwistern sogar großen Spaß macht. Sie tanzt mit Olivia und ihrer Oma durch die Wohnung, lauscht mit Elif den Geschichten ihrer Familie und baut mit den Zwillingen Melian und Merle, die sich ein Zimmer teilen, eine Deckenburg.
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"KEINE GESCHICHTE DIESER JÜDISCHEN KATASTROPHE KOMMT AN VEIDLINGERS AUSSERGEWÖHNLICHES BUCH HERAN." TIMOTHY SNYDER Zwischen 1918 und 1921 werden in der Ukraine über 100 000 Juden von Bauern, Städtern und Soldaten ermordet, die sie für die Russische Revolution und deren Folgen verantwortlich machen. Ganz normale Bürgerinnen und Bürger berauben plötzlich ihre jüdischen Nachbarn, brennen ihre Häuser nieder, zerreißen ihre Tora-Rollen, missbrauchen sie sexuell und töten sie. Der Holocaust-Historiker Jeffrey Veidlinger hat diese Welle genozidaler Gewalt rekonstruiert, bei der ganz unterschiedliche Gruppen von Menschen alle zu demselben Ergebnis kamen – dass die Ermordung von Juden eine akzeptable Antwort auf ihre Probleme sei. Als die Gewalt in die Kleinstadt Slovetschno kam, ist Rosa Zaks erst sieben Jahre alt. Doch sie wird ihr Leben lang nicht vergessen können, wie sie und ihre Geschwister mitten in der Nacht von der Mutter geweckt und auf den Dachboden des Nachbarhauses gebracht wurden. Aus ihrem Versteck müssen die Kinder mit ansehen, wie ein Pogrom gegen die jüdischen Bewohner des Ortes entfesselt wird... Anhand von lange vernachlässigtem Archivmaterial, darunter Tausende neu entdeckte Zeugenaussagen, Prozessakten und offizielle Anordnungen, zeigt der renommierte Historiker Jeffrey Veidlinger, warum die Pogrome in Osteuropa eine Art Vorgeschichte des Holocaust bilden. Das überaus differenzierte Bild dieser heute weitgehend in Vergessenheit geratenen Ereignisse, das durch die Geschichten von Überlebenden, Tätern, Mitarbeitern von Hilfsorganisationen und Regierungsvertretern entsteht, verdeutlicht, warum die Juden "mitten im zivilisierten Europa" in akuter Gefahr waren, vernichtet zu werden - und ganz Europa davon wusste. Die entfesselte Gewalt gegen die jüdische Bevölkerung in der Zeit von 1918 bis 1921 Die Vorgeschichte des Massakers von Babyn Jar 1941 Für alle Leser:innen von Timothy Snyder, "Bloodlands"
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Profit durch Verfolgung: Deutsche Unternehmen im Nationalsozialismus
Welche Rolle haben deutsche Großunternehmen in der NS-Zeit gespielt, wie stark waren sie an der Judenverfolgung beteiligt? Peter Hayes, ausgewiesener Holocaust-Experte, stellt 120 Firmen im Zeitraum von 1927 bis 1945 auf den Prüfstand und zeichnet dabei das erschütternde Bild einer korrupten antisemitischen Verfolgungspolitik unter den führenden Figuren des deutschen Wirtschaftslebens.
Dass die deutsche Geschäftswelt an den Verbrechen des NS-Regimes beteiligt war, ist längst bekannt, nicht aber das Ausmaß ihrer Komplizenschaft. Dem NS-Staat gelang es, ein "Zuckerbrot und Peitsche"-Wirtschaftssystem zu etablieren, in dem der Erhalt von Staatsgeldern, abhängig von der Gunst der Machthaber, fast allein über den kommerziellen Erfolg eines Unternehmens bestimmten. Dazu gehörten von Anfang an Verrat und Verfolgung der jüdischen Mitarbeiter. Bereits vor dem Ausbruch des Kriegs 1939 war der Konformismus mit der auf den Krieg ausgerichteten Produktionspolitik und die daraus folgende Korruption der deutschen Geschäftsführung so weit gediehen, dass es unvermeidbar erschien, die Verbrechen des Regimes mitzutragen und sogar zu rechtfertigen. Peter Hayes leistet hier nach jahrzehntelanger Einsicht von lange zurückgehaltenen Archivmaterialien wahre Pionierarbeit und legt mit diesem Buch erstmals eine umfassende und aufklärende Darstellung über das Zusammenspiel von deutschen Großunternehmen und der NS-Wirtschaftspolitik vor.
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Cordelia Edvardsons Roman ist „eines der großen Werke der Holocaust-Zeugenschaft“. (Daniel Kehlmann) – Eine literarische Wiederentdeckung „Das Mädchen hatte schon immer gewusst, dass etwas mit ihm nicht stimmte.“ Cordelia, unehelich geboren, ist eine „Dreivierteljüdin“, ihre Mutter eine berühmte Schriftstellerin und glühende Katholikin. Im entscheidenden Moment schützt diese nicht ihre Tochter, sondern rettet sich selbst. Mit 14 Jahren wird Cordelia Edvardson nach Auschwitz deportiert. Ihr Roman ist die schmerzhafte Annäherung an den Verrat durch die eigene Mutter, die tastende Suche nach einer Identität, der Versuch, dem Grauen der Vergangenheit ungeschützt ins Gesicht zu sehen.
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Die Menschen, die wir lieben, und diejenigen, die uns großgezogen haben, leben in uns; wir erleben ihren emotionalen Schmerz, wir träumen ihre Erinnerungen, und ihre Erfahrungen formen unser Leben auf eine Weise, die wir nicht immer erkennen. In diesem bahnbrechenden Buch geht es um unser emotionales Erbe, das tiefenpsychologisch wie epigenetisch in uns und auf unsere Leben wirkt. Ob das die unbeirrbare Resilienz unserer Großmutter ist oder ein dunkles Familiengeheimnis, das uns daran hindert, unser volles Potenzial auszuschöpfen: Unser emotionales Erbe erzeugt Muster. Die preisgekrönte Psychoanalytikerin Dr. Galit Atlas verwebt die Geschichten ihrer Patient*innen mit ihrer eigenen Lebenserfahrung und jahrzehntelanger Forschung, um uns zu helfen, die Verbindungen zwischen unseren wiederkehrenden Lebensthemen und dem emotionalen Erbe, das wir alle in uns tragen, zu verstehen. Denn nur wenn wir den Spuren folgen, die unsere Vorfahren hinterlassen haben, können wir unser Schicksal wirklich ändern.
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2021 veröffentlichte der israelisch-amerikanische Historiker Omer Bartov seine grundlegende Anatomie eines Genozids über die Zerstörung des jüdischen Lebens in der Vielvölkerstadt Buczacz 1942/43 mit über 10.000 vor aller Augen ermordeten Jüdinnen und Juden. Die Mutter des Autors konnte mit ihrer Familie noch rechtzeitig ins damalige britische Palästina fliehen. Kurz vor ihrem Tod berichtete sie dem Sohn über ihre Heimatstadt, »vom Leben und Sterben einer Stadt«, wie es im Untertitel heißt. Die Geschichte des Genozids ist zugleich Lebensgeschichte. Was der Historiker Omer Bartov erforscht, hat unmittelbar mit ihm, seiner Familie, mit seinem Heimatland Israel zu tun. Diese doppelte Perspektive nimmt Bartov in seinem neuen Buch ein und deutet Begriffe und Perspektiven von all dem, was ihn seit Jahrzehnten beschäftigt: die Einzigartigkeit des Holocaust, die Entstehung des Begriffs »Genozid«, die Geografie Ost- und Mitteleuropas, sein Heranwachsen in einer Gesellschaft von Holocaustüberlebenden im Israel der 1950er Jahre, die Auseinandersetzung zwischen Arabern und Juden, die »Nakba« von 1948, die verheerenden Flüchtlingskrisen, die Kriege in der Region seitdem. In diesen fünf Perspektiven entfaltet Bartov eine Selbstbetrachtung wie das eigene Forschungsfeld. Sein Buch erschien wenige Tage vor dem 7. Oktober 2023, dem Massaker der Hamas und dem nachfolgenden Krieg zwischen der Terrororganisation und Israel. Der Autor hat seine Selbstbetrachtung um diese drängende Gegenwart von Krieg und massenhaftem Sterben erweitert.
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Eine Untersuchung, die für das Erinnern an queere jüdische Opfer während des Holocausts und für ein Ende der Stigmatisierung eintritt. Queere Geschichte des Holocaust, also die Frage nach gleichgeschlechtlichem Verlangen unter den Holocaustopfern, ist bis in die heutigen Tage eine Leerstelle geblieben. Dies liegt an einer weitreichenden Homophobie der Häftlingsgesellschaft in KZs und Ghettos, was dazu führte, dass die Stimmen dieser Menschen weitgehend aus den Archiven getilgt sind. Anna Hájkovás Text baut auf bestehender Forschung zu Homophobie auf und macht den Versuch, die Geschichte dieser ausradierten Menschen zu schreiben. Die Untersuchung ist dabei gleichzeitig eine Geschichte der Sexualität des Holocaust und nimmt in Augenschein, dass die Beziehungen im Lager mitunter ausbeuterisch und gewaltsam waren, wobei die Übergänge fließend waren. Hájková setzt sich mit einigen besonderen Fällen von Jugendlichen (unter anderem Anne Frank) und Erwachsenen auseinander, es geht um romantische, erzwungene und abhängige Beziehungen, um romantische Sexualität und sexuellen Tauschhandel. Sie zeigt die Gleichzeitigkeit von queerer und Hetero-Sexualität und argumentiert, dass wir von einem ausschließlichen Konzept der sexueller Identität Abschied nehmen und von Akten und Praktiken sprechen müssen, um das Verhalten der Opfer verstehen zu können.
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Ein großer jüdischer Familienroman über vier Mitglieder einer jüdischen Familie aus Wien, die durch Krieg, Schuld und die Schatten der Geschichte voneinander getrennt wurden. Und doch verbindet sie ein unsichtbares Band: die Geister der Vergangenheit.
Sonja lebt 1979 in London, Fania arbeitet 1966 in einem Hotel in Montreal, Moses durchstreift 2002 das postkommunistische Prag, und Arnold erhält 2016 eine mysteriöse Nachricht aus England. Was sie alle eint: das Trauma ihrer zerbrochenen Herkunft, ein tiefes, unausgesprochenes Vermächtnis – und Räume voller Erinnerung und Schweigen.
Stuart Nadler erzählt eindrucksvoll von jüdischem Leben im 20. Jahrhundert, von Identität, Entwurzelung und dem Wunsch nach innerer Heilung. Ein literarisches Mosaik aus Stimmen, Zeiten und Orten.
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In einer schweren Krise wurde die NSDAP 1932 zur mit Abstand stärksten Partei gewählt. Bald konnte sie die Macht übernehmen und auf wachsende gesellschaftliche Zustimmung bauen. Hitler brauchte den Krieg – das Volk fürchtete sich davor. Dennoch terrorisierten schließlich18 Millionen deutsche Soldaten Europa. Wie kam es dazu? Warum beteiligten sich Hunderttausende an beispiellosen Massenmorden? Tiefgründig analysiert Götz Aly die Herrschaftsmethoden, mit denen die NS-Machthaber Millionen Deutsche in gefügige Vollstrecker oder in vom Krieg abgestumpfte Mitmacher verwandelten.
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DEUTSCHLAND - EINE ANDERE GESCHICHTE VOM 18. JAHRHUNDERT BIS HEUTE Juden in Deutschland haben Revolutionen und Kriege, nationale und demokratische Bewegungen, Reichsgründung und Wiedervereinigung oft anders erlebt als ihre nichtjüdischen Zeitgenossen. Die israelische Historikerin Shulamit Volkov erzählt die deutsche Geschichte erstmals konsequent aus jüdischer Sicht. Zu hören sind die Stimmen von bekannten Schriftstellern wie Heinrich Heine und Stefan Zweig, aber auch von unbekannten Beobachtern des deutschen Weges in Nationalstaat, Demokratie und Diktatur, Kriegs- und Nachkriegszeiten. Ein faszinierender Durchgang durch eine «andere» Geschichte, der uns auch die Gegenwart mit anderen Augen sehen lässt. Shulamit Volkov verwebt meisterhaft verschiedene jüdische Perspektiven auf Revolutionen und Kriege, politische Bewegungen und Ideologien, soziale und wirtschaftliche Verhältnisse zu einem neuen Bild von der deutschen Geschichte. Sie lässt uns die Aufklärung mit den Augen Moses Mendelssohns sehen, den Wiener Kongress aus der Perspektive jüdischer Delegationen und die Revolution von 1848 aus Sicht der Opfer antijüdischer Ausschreitungen. Die Familien Liebermann und Rathenau haben Kaiserzeit, Ersten Weltkrieg und den Beginn der Weimarer Zeit anders erlebt als nichtjüdische Deutsche. Bertha Pappenheim, Käte Frankenthal und Hannah Arendt geben der Zwischenkriegszeit eigene Konturen. Besonderes Augenmerk gilt dem Holocaust, dem Zweiten Weltkrieg und den Jahrzehnten danach, in denen Fritz Bauer oder Ignatz Bubis kritisch auf die Zeit von Wirtschaftswunder und deutscher Einheit blickten. In ihrem konzisen Buch führt Shulamit Volkov die deutsche und die deutsch-jüdische Geschichte so zusammen, dass sie am Ende untrennbar erscheinen. Die erste deutsche Geschichte aus jüdischer Perspektive Ein Blick auf Deutschland mit den Augen von Moses Mendelssohn, Heinrich Heine, Hannah Arendt, Käte Frankenthal und anderen
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Der Sunday-Times-Bestseller von NS-Experte Sir Richard Evans über Hitlers Helfer und Vollstrecker - von Paladinen wie Göring, Goebbels, Himmler bis zu Propagandisten wie Riefenstahl und Handlangern wie Irma Grese und Paul Zapp
Wer waren die Nazis? Verfolgten sie kriminelle Absichten, oder waren sie »gewöhnliche Deutsche«? Was brachte sie dazu, furchtbare Gräuel gegen wirkliche oder eingebildete Feinde zu begehen oder zu billigen? Warum waren so viele Deutsche an den Verbrechen beteiligt? Wie kam es, dass sie Hitler fast bis zum Ende folgten? Der renommierte Historiker Richard J. Evans zeichnet oft verblüffend neue Porträts der Männer und Frauen, die NS-Deutschland schufen und ihm dienten, angefangen bei Hitler über Paladine wie Göring, Goebbels und Himmler bis zu Exekutoren wie Eichmann und Heydrich, Propagandisten wie Leni Riefenstahl, Täter wie die berüchtigte KZ-Aufseherin Irma Grese und unbekannte Sympathisanten und Mitläufer, die das Regime auf vielfältige Weise unterstützten. Evans hilft die Struktur des Dritten Reiches besser zu verstehen und zeigt auf, wie weit Einzelne gehen, wenn der moralische Kompass abhandengekommen ist.
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»[W]ir haben so viel Spaß wie 2006 bei Daniel Glattauers Riesenerfolg ›Gut gegen Nordwind‹.« Elke Heidenreich, BUNTE Eduard Brünhofer, ehemals gefeierter Autor von Liebesromanen, sitzt im Zug von Wien nach München. Nicht unbedingt in der Absicht, sich mit der Frau frühen mittleren Alters im Abteil zu unterhalten. Schon gar nicht in der Absicht, mit ihr über seine Bücher zu sinnieren. Erst recht nicht in der Absicht, über seine Ehejahre mit Gina zu reflektieren. Aber Therapeutin Catrin Meyr, die Langzeitbeziehungen absurd findet, ist unerbittlich. Sie will mit ihm über die Liebe reden. Dabei gerät der Schriftsteller gehörig in Zugzwang. »Was befähigt einen Autor, über die Liebe zu schreiben?«, fragt sie. »Ihre Frage ist klüger als jede Antwort darauf«, erwidere ich. »Danke. Probieren Sie es trotzdem.« »Einer der zauberhaftesten und klügsten Liebesdialoge der Gegenwartsliteratur« DER SPIEGEL über ›Gut gegen Nordwind‹
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Ausgehend von der Utopie des Roten Wien der 1920er- und 1930er-Jahre, die Wohnbaupolitik, Bildungs- und Gesundheitspolitik revolutionierte, wird Wien heute vom Kollektiv Sodom Vienna als queerfeministische und antirassistische Stadt inszeniert. Von einer künstlerischen Wahlkampagne für mehr politische Sichtbarkeit über die Verwandlung des Freud Museums ins Sodom Vienna Freudenhaus, dem spektakulären Circus Sodomelli bis hin zur Sodom Revue, die historische Persönlichkeiten aus den 1920er-Jahren in die Gegenwart holt. Initiator* Gin Müller lässt die Aktionen und den Aktionismus von Sodom Vienna gemeinsam mit der Zirkusforscherin Birgit Peter in diesem Band Revue passieren. Mit Ausflügen in die queere Geschichte des Praters, zur Alten Donau und vielem mehr.
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Zu glauben, der europäische Diskurs könne den Nationalsozialismus wie ein Objekt auf Distanz halten, ist im besten Fall eine naive Hypothese, im schlimmsten Fall aber ein politischer Fehler. Man tut dann so, als hätte der Nationalsozialismus mit dem Rest von Europa, mit den anderen Philosophen, mit anderen politischen und religiösen Sprachen keinen Kontakt gehabt, betont Jacques Derrida in einem Gespräch mit Didier Eribon. Und doch haben Philosophinnen und Philosophen seit dem Zweiten Weltkrieg bis heute die wichtigsten Selbstdarstellungen des Nationalsozialismus ignoriert. Adolf Hitlers »Mein Kampf« gilt noch immer als ein Buch, das einer philosophischen Auseinandersetzung nicht würdig ist. Diese Haltung wirft ein Licht auf die Philosophie selbst. Findet sie in »Mein Kampf« womöglich zu viel von sich selbst? Und was ist es genau, was sie dort findet? Trawnys Lektüre von Hitlers Buch geht der Möglichkeit einer Kontinuität von Philosophie und Nationalsozialismus nicht aus dem Weg. Es ist die Begegnung mit einem Hass, der uns allein schon deshalb bedroht, weil er einmal die Macht ergriffen und das Leben der Gesellschaft beherrscht hat. Es gibt keinen Grund zu meinen, der Hass wäre vergangen.
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Unnachahmlich treffsicher nimmt der Historiker Götz Aly den keineswegs immer »vorbildlichen« Umgang der Deutschen mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit in den Blick: Oft ist von »den Tätern« die Rede, wenn es um die NS-Verbrechen geht, von »der SS« oder »den Nationalsozialisten«. Doch es waren Hunderttausende Deutsche, die aktiv Menschheitsverbrechen ungeheuren Ausmaßes begingen, und viele Millionen, die diese billigten, zumindest aber geschehen ließen. Götz Aly setzte sich in seinen Reden immer wieder mit den vielfältigen Praktiken auseinander, die Schuld auf möglichst kleine Gruppen und Unpersonen abzuschieben. Doch auch wenn sich mancher dagegen sperrt, so zeigt Götz Aly, es bleibt »Unser Nationalsozialismus«. Seine wichtigsten Reden sind in diesem Band versammelt.
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Ein Leben in Łódź – ein Leben nach Łódź: Leon Weintraub erzählt von Schicksal, Leid und Versöhnung. Leon Weintraub (geb. 1926) wurde ab 1940 von den Nazis gezwungen, mit seiner Familie im Getto Litzmannstadt zu leben und Zwangsarbeit zu leisten. Die dabei erlernten Fertigkeiten bewahrten ihn vermutlich vor dem Tod: Bei der Auflösung des Gettos 1944 wurden die Inhaftierten in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert und dort umgebracht. Weintraub jedoch gelang es, sich als Arbeitshäftling auszugeben und so der Ermordung zu entgehen. In den Wirren der letzten Kriegsmonate überlebte er mehrere der brutalen Verlegungsaktionen der Nazis, bis ihm schließlich auf einem der Transporte die Flucht gelang. Ein Großteil seiner Familie überlebte den Holocaust nicht. In den Gesprächen mit der Journalistin Magda Jaros erzählt Leon Weintraub von seiner Kindheit in Łódź und seinem Weiterleben nach dem Krieg: seinem Studium der Medizin in Göttingen, seiner Karriere in Polen und seiner Auswanderung nach Schweden aufgrund der antisemitischen März-Unruhen 1968. Es ist die Geschichte einer Versöhnung nach unsagbarem Leid – aber auch eine Mahnung. »Die dramatischen Erlebnisse der Vergangenheit konnte ich in meinem Archiv der Erinnerung unterbringen. Sie sind nicht ausgelöscht, aber sie bilden auch keine dunkle Wolke über meinem Kopf, die mir die Sonne verdeckt.« Leon Weintraub
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Hugo muss untertauchen, und zwar sofort. Er wird wegen Mordes gesucht, sein Zug ist entgleist, und am Unfallort wird es von Polizisten gleich nur so wimmeln. Mit einem zerknickten Heiligenbildchen als Beistand ergreift Hugo die Flucht. Bald ist ihm der eigenwillige Polizist Domínguez auf den Fersen, der es mit Moral und Vorschriften nicht so genau nimmt. Womit er nicht gerechnet hat: Der Fall wird zum Medienereignis, und plötzlich schaut ihm das halbe Land über die Schulter. Allen voran Hugos sehr katholische Schwiegermutter, die öffentlichkeitswirksam für die Seele des Unglücklichen betet. Ein Schlamassel, aus dem der Tod für alle Beteiligten der einfachste Ausweg zu sein scheint. Ein rasantes Verbrecherstück, das mit bitterbösem Humor feststellt: Unschuldig ist wirklich niemand.
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Minigeschichten, die gute Laune machen und von den Eigenarten und Geheimnissen der Tiere erzählen: von der schwächlichen Tarantel, die sich fit hält mit der Hantel, dem weißen Hermelin auf seinem Weg nach Berlin, einem grauen Wolf mit dem neuesten Hobby Golf, über die junge Fliege ganz in Liebe mit der Ziege oder dem Reh im Gewitter und der Meldung auf Twitter. Franz Hohler beherrscht die Kunst der gereimten Unterhaltung aufs Vortrefflichste. Seine Tiergedichte machen großen Spaß und allerbeste Laune. Und mal ehrlich: Wer würde sich nicht gern mit Kathrin Schärers Hamster Hugo auf einen Teller Spaghetti mit Tomatensugo treffen?
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Vom Erfolgs-Duo Franz Hohler und Kathrin Schärer: nach "Es war einmal ein Igel" und "Am liebsten aß der Hamster Hugo …" eine liebenswerte Freundschaftsgeschichte vom Gesundwerden Das kleine Wildschwein tanzt gerne aus der Reihe. Doch als es krank wird, braucht es die Fürsorge seiner Eltern und die Hilfsbereitschaft seiner Freunde. Das kleine Wildschwein ist anders als seine fünf Geschwister: Wenn die mit der Schnauze im Boden wühlen, schaut es am liebsten in den Himmel und hört den Singvögeln zu. Bald grunzt es mit den Krähen im Vogelorchester. Seine Eltern können darüber nur die Köpfe schütteln. Sogar die Maiskolben teilt es mit seinen Vogelfreunden. Bis es krank wird. Und keine Medizin ihm helfen kann – auch nicht der Gesang der Vögel. Nur Kastanien aus Paris würden es retten, meint der Wildschweindoktor. Aber so weit kann kein Wildschwein rennen. Wie gut, wenn man Freunde hat, die fliegen können …
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»Ein mächtiges Werk. Es erweckt so vieles zum Leben – Joseph Roth, Deutschland, die Kunst des Schreibens, Bücherverbote, die Vergangenheit, die zur Gegenwart spricht.« Colum McCann Genial und ungewöhnlich – ein Buch erzählt. Und »Die Rebellion«, ein Roman von Joseph Roth aus dem Jahr 1924, hat einiges zu erzählen: die Geschichte des Buches selbst, das 1933 vor der Bücherverbrennung bewahrt wurde, die Geschichte seines Autors, der vor den Nazis fliehen musste, und seiner geliebten Frau Friederike, die ermordet wurde. Und da gibt es noch die Geschichte von Andreas Pum, dem Helden aus »Rebellion«, Kriegsveteran und Drehorgelspieler, den das Glück verlässt, und die aktuelle Besitzerin des Buches, die Deutschamerikanerin Lena Knecht. Sie ist von der handgezeichneten Karte auf der letzten Seite des Buches fasziniert und reist nach Berlin, wo das Buch entstand … Hugo Hamiltons vielschichtiger Roman trägt die Echos der Vergangenheit in die Gegenwart, erzählt hundert Jahre Weltgeschichte und feiert das Überleben der Literatur.
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Drei Freunde in ihren Zwanzigern: Thora, Hugo und August. Sie stammen aus verschiedenen Welten. Aber in zwei magischen Sommern erleben sie eine Liebe fürs Leben. Thora, einzige Tochter einer charismatischen Stockholmer Industriellenfamilie. August, angehender Künstler, seit Jahren ihr bester Freund und manchmal auch mehr. Hugo, gleichermaßen fasziniert wie verängstigt von dieser neuen und privilegierten Welt, in die er unvermittelt als Untermieter von Thoras Eltern gestoßen wird. Bald sind die drei unzertrennlich und verbringen jede wache Minute miteinander: in Cafés, auf Radtouren, in Paris, London, Berlin. Unter der Oberfläche lauern starke Gefühle; Themen wie Identität, Klasse und Liebe brechen auf. Das fragile Gleichgewicht zwischen ihnen droht schon bald zu zerbrechen, aber noch ist alles in der Schwebe, noch ist alles möglich. Das Trio ist ein glänzendes literarisches Debüt: zugänglich und präzise, subtil und elegant. Es erzählt von der Jugend und ihren Aufbrüchen, aber auch von Themen, die zeitlos sind: dem Gefühl der Entfremdung wie auch dem Verlangen nach Zugehörigkeit und Verbundenheit.
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Der Star-Eismacher der Niederlande, der Italiener Massimo Bertonasco, präsentiert in diesem Buch die beliebtesten Eiscremesorten und Sorbets aus der langen Liste seiner Produkte. Alles kann leicht zu Hause zubereitet werden. Begleitet werden die Rezepte von warmherzigen Erinnerungen an seine Familie und den wunderschönen Bildern seiner Nichte Larissa. Ein Familienbuch im wahrsten Sinne des Wortes – seine Nonna wäre stolz auf ihn! Als kleiner Junge liebte Massimo Bertonasco nicht nur seine Nonna, die in ihrer Latteria an der ligurischen Küste das Speiseeis verkaufte, das ihr Sohn Hugo herstellte, sondern auch das Eismachen selbst. Sein Onkel Hugo brachte ihm alle Tricks und Geheimnisse bei, um das beste Eis zu machen. Im Jahr 2017 eröffnete Massimo Bertonasco dann seine erste Eisdiele in Amsterdam. Vom ersten Wochenende an standen die Menschen Schlange für seine köstlichen Eiscremekreationen.
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Auschwitz 1943: In Block 10 führen NS-Ärzte grausame Sterilisationen an weiblichen Häftlingen durch. Erst ein spektakulärer Prozess in London, in dem Überlebende aussagen, bringt 1964 die Wahrheit ans Licht. Die Öffentlichkeit erfährt so auch vom Schicksal jüdischer Häftlingsärzte wie Dr. Maximilian Samuel, der vorsätzlich Eingriffe unterließ, und dabei sein Leben riskierte. Das Buch stellt uns die Frage: Was hätten wir getan? Ein tief bewegendes Porträt über die »Grauzone« zwischen Überlebensinstinkt und moralischer Verantwortung, in dem die Stimmen der Opfer noch lange nachhallen.
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Unmittelbar nach dem Terroranschlag der Hamas auf Israel beginnen Sasha Marianna Salzmann und Ofer Waldman eine Korrespondenz über eine erschütterte Welt – die Welt nach dem 7. Oktober. In Briefen und Chats, mit Gedichten und Musik, die sie einander schicken, versuchen sich die beiden Autor:innen an einer Beschreibung und Benennung dessen, was sie gerade sehen und erleben – jenseits des tagespolitischen Geschehens. Ofer Waldman erzählt von seinem Alltag in Israel. Er sitzt Shiva, unterhält sich mit seinen Kindern, geht auf Mahnwachen, hört auf die Klänge des Nahost-Krieges. Sasha Marianna Salzmann verdichtet ihre Erlebnisse und Beobachtungen in unterschiedlichen Städten Mitteleuropas. Sie sitzt am Mahnmal für die ermordeten Jüdinnen und Juden an der Donau in Budapest, streitet sich in Wiener Kaffeehäusern und schaut dem Blaulicht der Polizeikonvois am Berliner Hermannplatz zu. Was ist noch übrig von alten Gewissheiten nach dem 7. Oktober, was hat Bestand im Strudel der Meinungen, Behauptungen und Positionierungen? Und was scheint in der Folge des Nahostkonfliktes und des furchtbaren Krieges im Nahen Osten unwiederbringlich verloren? Im Versuch, sich diesen Fragen erzählerisch zu nähern, entsteht ein Dialog, der immer mehr zum berührenden Dokument einer Freundschaft wird: Ich sehe dich, sagen diese Briefe, ich kann nichts tun, aber ich bin da. »Du schreibst meinen Namen, und die Zeit verklebt sich, Vergangenheit und Gegenwart. Die Zukunft, in die wir schauen, wird zum Spiegel. Ein Trost, immerhin: Ich sehe dich darin.« Ofer Waldman an Sasha Marianna Salzmann, 22. Oktober 2023
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In fiebriger Erregung warten die Einwohner Wiens am 31. Juli 1914 das Verstreichen des deutschen Ultimatums ab. Die Stadt ist ein reißender Strom, in allen Straßen bricht sich die Kriegsbegeisterung der jungen Generation bahn. Mitten in diesen Taumel gerät Hans, ein Pferdeknecht aus Tirol, der sich auf den Weg in die Metropole gemacht hat, um die Psychoanalytikerin Helene Cheresch aufzusuchen. Dort angekommen trifft er auf Adam, einen musisch begabten Adligen, und Klara, die sich als eine der ersten Frauen an der Universität Wien im Fach Mathematik promovieren wird. Gemeinsam verbringen die drei jungen Menschen den letzten Abend vor der Mobilmachung – in einer Stadt, die sich ihrem Zugriff mehr und mehr zu entziehen droht.
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Ein großes Kunst-Drama – die präzise recherchierte und emotional fesselnde Geschichte hinter Klimts »Goldenen Adele« Mitten im Ersten Weltkrieg wird Maria Altmann in Wien in eine wohlhabende jüdische Familie hineingeboren. Ihre früh verstorbene Tante, Adele Bloch-Bauer, geht bei dem Maler Gustav Klimt ein und aus, der 1907 ihr Porträt, das berühmte Bildnis der Goldenen Adele fertigstellt. Mit dem Einmarsch der Nazis wird der gesamte Besitz geraubt und den Bloch-Bauers bleibt von der einstmals großen Kunstsammlung buchstäblich nichts. Als sich die Erben nach 1945 um eine Rückgabe bemühen, sehen sie sich konfrontiert mit Lügen und Intrigen, die sie in ihrem vollen Ausmaß erst 50 Jahre später erkennen. Jetzt beschließt Maria Altmann mit fast 84 Jahren, den Staat Österreich von den USA aus zu verklagen und es beginnt ein transatlantischer Rechtsstreit, der einem Krimi gleicht. Gemeinsam mit dem jungen Anwalt Randol Schoenberg wird sie bis an das Höchstgericht der USA gehen und am Ende siegen. Erweiterte und aktualisierte Ausgabe: Mit einem zusätzlichen Interview mit dem Anwalt von Maria Altmann, Randol Schoenberg, geführt im März 2024, sowie einem Vorwort von Julia Albrecht, Leiterin der Geschäftsstelle der Beratende Kommission NS-Raubgut.
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Eine zutiefst persönliche Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus. Der unverzichtbare Aufruf der Rabbinerin Delphine Horvilleur zum Dialog in Zeiten unerbittlicher Fronten Mit dem Massaker vom 7. Oktober bricht Delphine Horvilleur der Boden unter den Füßen weg. Sie, deren Aufgabe als Rabbinerin es ist, das Leid anderer Menschen mit Worten zu lindern, Brücken der Verständigung zu bauen, fällt in einen Zustand ohnmächtigen Schmerzes. In einem mitreißenden inneren Gespräch – etwa mit ihren Großeltern, mit Antirassisten, mit ihren Kindern, mit dem Messias – geht Horvilleur auf sehr persönliche Weise dem jahrtausendealten Antisemitismus auf den Grund, aus dem sich ihre Angst speist. Sie umkreist ihn aus immer wieder neuen Perspektiven und setzt dem jede Menschlichkeit untergrabenden Hass den Glauben an die Kraft des Miteinandersprechens entgegen, den Aufruf zum Dialog. Ein essentieller Text, der klarmacht: Nur wenn wir offen dafür bleiben, den Schmerz der anderen wahrzunehmen, ist Hoffnung möglich.
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Als Vorsitzender der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus erlebt Derviş Hızarcı das, was nach den Ereignissen des 7. Oktober in Deutschland in Gang gesetzt wird, aus einer besonderen Perspektive. Seit Jahren kämpft er für gelebte Vielfalt, gegen Hass in Bildung und Schule in einem Land, das sich endlich als Migrationsgesellschaft zu verstehen beginnt, doch nun drohen wieder – genau wie nach dem 11. September – die altbekannten Gefahren: Vereinfachungen, Anschuldigungen, das Auslagern der Schuld, die gedankenlose Ausgrenzung seitens der Mehrheit. Wieder muss er sich stellvertretend für so viele einen Weg bahnen zwischen Hass und Haltung, muss ganz praktisch helfen dabei, die heftig auseinandertreibenden Emotionen und Identitäten zu versöhnen, um das Lernen zu ermöglichen und das Erinnern nicht zu gefährden. Zwischen Hass und Haltung erzählt von einer besonderen Bildungsreise. Sie beginnt im postmigrantischen Berlin zu einer Zeit, in der jemand wie Derviş Hızarcı schmerzend selbstverständlich nicht dazu gehört. Und sie führt ihn schließlich in die Verantwortung, die Bedingungen für ein gelingendes, vielfältiges Zusammensein jeden Tag neu zu formulieren. »Derviş schafft es, das Ich und das Wir so miteinander zu verbinden, dass man sich gesehen und gehört fühlt und daraus die Energie entwickelt, Brücken zu bauen zu anderen. Nur in dieser Ich-Wir-Verbindung wird das Gemeinsame auf Dauer gelingen. Ich bin froh, dass es Menschen wie Derviş gibt, die sich mit so viel Herz und Intelligenz dafür einsetzen.« Igor Levit
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Nicht erst seit dem Überfall der Hamas auf Israel sind antisemitische Hetze und Vorurteile sowie antisemitisch grundierte Positionen in Deutschland wieder salonfähig geworden. Dieser Band versammelt rund 80 Satiren, Essays, Gedichte, Geschichten und Cartoons gegen den Hass. Wenn sich die Menschheit schon auf sonst nichts einigen kann, so doch jederzeit darauf, dass an allem immer die Juden schuld sind, selbst am 7. Oktober 2023. Linke und Rechte, Migrationshintergründler und Kartoffeln, Islamisten und Queere, Neonazis, Berufszonis und Dekolonialist*innen stimmen in den schrägen Gesang mit ein. Doch solche Misstöne bleiben nicht unwidersprochen! Dank einer großzügigen Spende der Weisen von Zion und der Bill-Gates-Foundation haben sich die scharfsinnigsten und komischsten unter den jüdischen und nicht-jüdischen Autor*innen versammelt, um dem neuen und alten Antisemitismus die Stirn zu bieten. Denn gegen den Hass hilft Lachen, und sei es auch manchmal ein bitteres. Mit Texten und Cartoons von Ahne, Katja Berlin, Bov Bjerg, Franz Dobler, Danny Dziuk, Hartmut El Kurdi, Alexander Estis, Flix, Katharina Greve, Thomas Gsella, Hauck & Bauer, André Herzberg, Dmitrij Kapitelman, Charles Lewinsky, Julia Mateus, Til Mette, Susanne M. Riedel, Stefanie Sargnagel, Dana von Suffrin, Peter Wawerzinek, Bodo Wartke, Ella Carina Werner und vielen anderen.
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Galt Popmusik einst als Medium der Emanzipation, scheint davon spätestens seit dem 7. Oktober nicht mehr viel übrig zu sein. Musiker*innen unterschreiben offene Briefe und Statements, die das Massaker der Hamas verharmlosen. Es wird zu Boykotten aufgerufen, Konzerte werden zu israelfeindlichen Kundgebungen. Das Massaker der Hamas war auch ein Angriff auf die Welt der Musik, auf Emanzipation und Freiheit. Die Weigerung weiter Teile der Popmusik, dies anzuerkennen, ist ebenso bemerkenswert wie die Selbstdarstellung einiger Musiker*innen als Freiheitskämpfer*innen. Maria Kanitz und Lukas Geck sehen den 7. Oktober als Anlass, antisemitische Entgleisungen in der Popkultur genauer unter die Lupe zu nehmen. Anhand zahlreicher Beispiele aus den letzten Jahren – etwa Roger Waters, Kanye West oder Macklemore – zeigen sie, in welchem Ausmaß Antisemitismus mittlerweile ins popkulturelle Repertoire eingesickert ist. Sei es die Unterstützung von Boykottkampagnen, Verschwörungsmythen in Liedern oder Konzerte bekannter Rockmusiker, in denen Musik lediglich der Verbreitung antisemitischer Propaganda dient. Bekannte nationale und internationale Musiker*innen nutzen ihre Reichweite, um ihren Hass auf Jüdinnen und Juden oder ihre Bewunderung für Hitler zu verbreiten. Im Ergebnis zeigen sie, wie breit und bereitwillig Antisemitismus popkulturell zelebriert wird.
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Wien, 1938. Samuel Adler ist sechs Jahre alt, als sein Vater und die Familie alles verliert. In ihrer Verzweiflung verschafft Samuels Mutter ihrem Sohn einen Platz in einem Kindertransport, aus dem von den Nazis besetzten Österreich nach England. Samuel macht sich allein auf die Reise, außer einer Garnitur Wechselkleidung und seiner Geige hat er bei sich nichts – die Last der Einsamkeit und Ungewissheit wird ihn ein Leben lang begleiten. Arizona, 2019. Acht Jahrzehnte später steigen Anita Díaz und ihre Mutter in den Zug, um der Gewalt in El Salvador zu entkommen und in den Vereinigten Staaten Zuflucht zu finden. Doch ihre Ankunft fällt mit der neuen brutalen Einwanderungspolitik zusammen: Die siebenjährige Anita wird an der Grenze von ihrer Mutter getrennt und landet in einem Lager. Allein und verängstigt, weit weg von allem, was ihr vertraut ist, sucht sie Zuflucht in Azabahar, einer magischen Welt, die nur in ihrer Fantasie existiert. Wie aber soll sie zurückfinden zur Mutter? Isabel Allende hat eine fulminante historische Saga geschrieben, die miteinander verwobenen Geschichten zweier junger Menschen, die auf der Suche nach Familie und Heimat sind. Der Wind kennt meinen Namen erzählt von den Opfern, die Eltern bringen, und es ist ein Liebesbrief an die Kinder, die unvorstellbare Widrigkeiten überleben – und die niemals aufhören zu träumen und zu hoffen.
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Für Tausende deutsche Schüler ist der Rapper Ben Salomo der erste Jude, den sie im Leben treffen. Der Berliner ist seit Jahren auf Tour durch Schulen überall in Deutschland unterwegs. Jedes Jahr hält er rund 150 Vorträge in Turnhallen oder Aulen zu den Themen: Was sind Juden? Was ist Antisemitismus? Wie konnte der Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 passieren? Und wie daraufhin der Hass auf Juden eskalieren? Das sind Fragen, die er mit Schülerinnen, Schülern und deren Lehrern diskutiert – deutsche, muslimische, zugewandert oder hier geboren. In seinem Buch hat er aufgeschrieben, was er dabei erlebt. Was Hoffnung macht und was alarmiert. Wie die Erinnerung an den Holocaust verblasst. Und was man tun kann, damit sich die Geschichte nicht durch Zeitablauf erledigt - wohlwissend, dass die Schüler von heute die Gesellschaft von Morgen repräsentieren.
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Der Roman basiert auf einem sensationellen Fund, da kaum Theaterstücke jüdischer Autor:innen aus dieser Zeit überliefert sind.
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Armin Thurnher über Momente der letzten Jahre, in denen die Geschichte ihren fatalen Lauf nahm. »Thurnher gehört zu den scharfsinnigsten Analytikern.« Claudia Kühner, NZZ am Sonntag Stefan Zweig nannte seine berühmte Sammlung von Texten einen »geistigen Spiegel« der Zivilisation. Armin Thurnhers Buch stellt eine Verdunkelung des Spiegels fest. »Unsternstunden der Menschheit« fixiert einige Momente, die unsere Gegenwart formten: Manche davon entgingen dem Radar öffentlicher Aufmerksamkeit. Als Bill Clinton die Section 230 eines Mediengesetzes unterzeichnete, nahm die Welt der Kommunikation einen neuen, fatalen Lauf. Als der Blogger Curtis Yarvin zu veröffentlichen begann, legte er ein Fundament zum Aufstieg Donald Trumps. Als Hans Dichand die »Kronen Zeitung« neu gründete, nahm er die politische Klasse Österreichs in die Geiselhaft der Dumpfheit. Ein Blender namens Sebastian Kurz brachte die konservative Kaste halb Europas um den Verstand. Elon Musk, Viktor Orbán, Peter Thiel und viele andere trugen und tragen zur Verdunkelung der Welt bei. Doch wer sagt, dass aus einer Galerie dunkler Spiegel nicht am Ende neues Licht blitzen kann?
Ähnliche Bücher wie »Unsternstunden der Menschheit«
Martin Doerry über das Leben seiner Mutter zwischen Ausgrenzung und Anpassung Ilse ist erst 14 Jahre alt, als ihre Mutter, die jüdische Ärztin Lilli Jahn, im Sommer 1943 in ein Lager verschleppt und später in Auschwitz ermordet wird. Von heute auf morgen muss Lillis Tochter die Verantwortung für ihre drei jüngeren Schwestern übernehmen. Als "Halbjüdinnen" sind die Mädchen selbst bedroht. Nach den traumatischen Erfahrungen in der NS-Zeit erlebt Ilse auch im Nachkriegsdeutschland, dass sie nicht wirklich dazugehört. Das Schicksal Lillis verschweigt sie, auf eigene berufliche Pläne verzichtet sie zugunsten der Karriere ihres Mannes. Einfühlsam erzählt Martin Doerry die Geschichte seiner Mutter Ilse als Geschichte einer Überlebenden und einer in den Konventionen und Zwängen ihrer Zeit gefangenen Frau. Seiner Großmutter Lilli, Ilses Mutter, setzte Martin Doerry zuvor schon mit der Biografie »›Mein verwundetes Herz‹. Das Leben der Lilli Jahn 1900–1944« ein hoch gelobtes literarisches Denkmal. Ausstattung: mit Abbildungen
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Von großen und kleinen Lügen, Glücksmomenten und Enttäuschungen, von Zuneigung und Schmerz erzählt Dana Vowinckel in ihrem Debütroman. Gewässer im Ziplock ist eine mitreißende Familiengeschichte zwischen jüdischer Tradition und deutschem »Gedächtnistheater«. Eine Geschichte voller Leben und Menschlichkeit. »Dana Vowinckels Roman ist von tiefer Weisheit, er kennt das Wanken, die Sehnsüchte und Zerrissenheit des Weltenwanderns.« Julia Franck, Autorin von Die Mittagsfrau Ein Sommer zwischen Berlin, Chicago und Jerusalem. Wie jedes Jahr verbringt die fünfzehnjährige Margarita ihre Ferien bei den Großeltern in den USA. Viel lieber will sie aber zurück nach Deutschland, zu ihren Freunden und ihrem Vater, der in einer Synagoge die Gebete leitet. Die Mutter hat die beiden verlassen, als Margarita noch in den Kindergarten ging. Höchste Zeit, beschließt der Familienrat, dass sie einander besser kennenlernen. Und so wird Margarita in ein Flugzeug nach Israel gesetzt, wo ihr Vater aufgewachsen ist und ihre Mutter seit Kurzem lebt. Gleich nach der Ankunft geht alles schief, die gemeinsame Reise von Mutter und Tochter durchs Heilige Land reißt alte und neue Wunden auf, Konflikte eskalieren, während der Vater in Berlin seine Rolle überdenkt. Da müssen sie schon wieder die Koffer packen und zurück nach Chicago, wo sich alle um das Krankenbett der Großmutter versammeln und Margarita eine folgenreiche Entscheidung treffen muss. »Dana Vowinckel soll bitte weiter und immer weiter erzählen. Ich möchte noch hundert Bücher von ihr lesen.« Daniela Dröscher, Autorin von Lügen über meine Mutter
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»Weltweit geht es den Populisten darum, die selbstkritische Auseinandersetzung mit der je eigenen Geschichte als antinationale Umtriebe zu stigmatisieren.« Norbert Frei, einer der renommiertesten Historiker des Landes, hat für die Süddeutsche Zeitung mehr als sieben Jahre lang eine vielbeachtete Kolumne geschrieben. Für diesen Band hat er ein halbes Hundert dieser jeweils aus aktuellem Anlass verfassten, aber über den Tag hinausweisenden politisch-zeitgeschichtlichen Beiträge ausgewählt und in eine thematische Ordnung gebracht: »Das nationalsozialistische Erbe«, »Die alte und die neue Rechte«, »Deutsch-Deutsches«, »Deutsche, Juden, Israel«, »Nach dem Überfall auf die Ukraine«, »Demokratieverachtung global«. Frei verbindet die souveräne Beherrschung seines Metiers mit großer Formulierungskunst. Seine »Anmerkungen zur Zeitgeschichte« sind ein unverzichtbarer Beitrag zur Stärkung unserer politischen Urteilskraft. »In der Person von Norbert Frei vereinigt sich der um Versachlichung und Objektivität bemühte Zeithistoriker mit dem politisch engagierten Aufklärer.« Jürgen Habermas
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Wehret den Anfängen – zusammen sind wir stark:
Ein bewegendes Bilderbuch über Mut, Mitgefühl und die Verantwortung, nicht zu schweigen.
Als sie kamen, um die Füchse zu holen, habe ich geschwiegen.
Ich war ja kein Fuchs.
Als sie kamen, um die Wölfe zu holen, habe ich geschwiegen.
Ich war ja kein Wolf.
Als sie kamen, um mich zu holen, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.
In dieser eindrücklichen Tierparabel erzählt ein junger Hund die Geschichte seines Großvaters – und von einer Zeit, in der „die Herzlosen“ kamen und nach und nach immer mehr Tiere verschwanden. Erst die Füchse, dann die Wölfe … und niemand sagte etwas. Bis es zu spät war.
Inspiriert von den bekannten Worten des Theologen Martin Niemöller macht dieses Buch auf einfühlsame Weise deutlich, wie gefährlich Gleichgültigkeit und Angst sein können – und warum es so wichtig ist, füreinander einzustehen.
- Kraftvolle Geschichte über Zivilcourage und Zusammenhalt
- Emotional erzählt und eindrucksvoll illustriert
- Behutsame Verbindung von Geschichte und Gegenwart
- Regt zum Nachdenken und zum Gespräch an – für Kinder und Erwachsene
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Im Rahmen eines Gesprächs mit Shelly Kupferberg und in drei Essays beschäftigen sich Asal Dardan, Lena Gorelik und Dietmar Süß damit, inwiefern kollektives Gedenken identitätsstiftend sein kann, wann es institutionalisiertes Ritual ist oder der moralischen Entlastung dient. Angesichts rechtsextremer Bewegungen braucht es ein selbstkritisches Erinnern, das nicht beruhigt, sondern aufwühlt und im Hier und Jetzt schützt, was uns eigentlich so viel bedeutet: ein solidarisches Zusammenleben und eine vielfältige Demokratie – für alle.
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ALS WELTLITERATUR AUF WELTGESCHICHTE TRAF – DAS GIPFELTREFFEN AUF SCHLOSS FABER-CASTELL Wohl nie waren so viele berühmte Schriftsteller und Reporterinnen aus aller Welt unter einem Dach versammelt wie in Nürnberg 1946. John Dos Passos und Erika Mann, Erich Kästner und Martha Gellhorn, Willy Brandt und Markus Wolf: Sie kamen, um zu berichten – von den Gräueln des Krieges und des Holocaust, die dort vor Gericht verhandelt wurden. Sie wohnten und schrieben auf Schloss Faber-Castell, diskutierten, tanzten, verzweifelten, tranken. Uwe Neumahr erzählt ihre Geschichte in seinem aufregenden und bewegenden Buch. Nürnberg 1946: Es war eine einzigartige Versammlung von weltberühmten Schriftstellern, Journalistinnen, Reportern und solchen, die später einmal die Berühmtheit erlangten. Erich Kästner war dort und Erika Mann, John Dos Passos und Martha Gellhorn. Augusto Roa Bastos kam aus Paraguay, Xiao Qian aus China. Im Gerichtssaal blickten sie den Verbrechern ins Angesicht, die sich für den Krieg und den Holocaust verantworten mussten. Im Press Camp auf dem Schloss Faber-Castell versuchten sie, das Unfassbare in Worte zu fassen, damit die Welt davon erfahren konnte. Dabei trafen im Mikrokosmos des Faber-Schlosses Exil-Rückkehrer auf Überlebende des Holocaust, Kommunisten auf Vertreter westlicher Medienkonzerne, Frontberichterstatter auf extravagante Starreporter. Man schlief auf Feldbetten und begegnete sich in der Bar, im Salon, im Spielzimmer und im Kino, die die Alliierten in der globalen Herberge eingerichtet hatten. Und während die Schlossbewohner in den Abgrund der Geschichte sahen, während sie über Schuld, Sühne und Gerechtigkeit nachdachten, veränderten sich nicht nur sie, sondern auch die Art, wie sie schrieben. Eine einzigartige Versammlung von Schriftstellern, Journalistinnen und Reportern Erika Mann, Erich Kästner, Willy Brandt, John Dos Passos, Martha Gellhorn und viele andere Nürnberg 1946 – die Welt blickt in den Abgrund Uwe Neumahr sichtet bislang unveröffentlichte Quellen Für Leser:innen von Uwe Wittstock "Februar 33"
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Vor dem Hintergrund des sich seit über zwei Jahren in der deutschsprachigen Öffentlichkeit abspielenden „Historikerstreit 2.0“ wird immer wieder über die Bedeutung des Holocaust gestritten: Was war der Holocaust und was war er nicht? Inwiefern ist er „präzedenzlos“? Wie wird an ihn erinnert, wie sollte es getan werden? Wer bestreitet seine Präzedenzlosigkeit und welche politischen Folgen bringt das mit sich? Die Beiträge des Bandes geben Antworten auf diese und viele weitere Fragen. Mit Beiträgen von Yehuda Bauer, Nicolas Berg, Ingo Elbe, Jan Gerber, Jeffrey Herf, Steven T. Katz, Steffen Klävers, Felicitas Kübler, Stephan Lehnstaedt, Niklaas Machunsky, Rolf Pohl, Ljiljana Radonić, Elke Rajal, Lars Rensmann, Samuel Salzborn und Anja Thiele.
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Warum wurde der Holocaust erst vergleichsweise spät, seit den Siebzigern, als »Hauptereignis des Nationalsozialismus« (Claude Lanzmann) begriffen? Weshalb schwindet dieses Wissen seit einigen Jahren wieder? Was sind die Bedingungen von Erkenntnis über den Holocaust und der Erinnerung daran?
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Margot Friedländer: Eine Stimme für das Leben ist eine kraftvolle und berührende Hommage an eine der bedeutendsten Zeitzeuginnen des Holocaust. Mit Fotografien von Markus C. Hurek und Zitaten von Margot Friedländer, die ihre Botschaft für Menschlichkeit und Toleranz mit einem Appell an Wachsamkeit und Aufbegehren verbindet. Es ist ein Appell, die Erinnerung zu bewahren und für eine gerechtere, menschlichere Zukunft einzutreten. Margot Friedländers Leben und Engagement sind nicht nur ein eindrucksvolles Zeugnis für Resilienz und Vergebung, sondern auch dafür, dass ein Neubeginn im Leben jederzeit möglich ist.
»Es ist nicht immer leicht, Mensch zu bleiben, denn manchmal musst Du Dich vergessen, Dich selbst. Aber es ist das Einzige, was uns vor dem Grauen bewahrt.«
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Wien, 1938. Verzweifelt versuchen jüdische Eltern, ihre Kinder vor den Nazis in Sicherheit zu bringen. In ihrer Not schalten sie Kleinanzeigen im »Manchester Guardian«, in denen sie ihre eigenen Kinder ausschreiben, um ihnen ein Überleben in der Fremde zu sichern – obwohl sie wissen, dass sie sich nie wiedersehen werden. Jahrzehnte später stößt der Journalist Julian Borger auf eine dieser Anzeigen und erkennt den Namen eines der Kinder: Robert Borger. Sein Vater. Es ist der Beginn einer Recherche, die Julian Borger mitten hinein führt in ein dunkles Familiengeheimnis. Und Anlass für ihn ist, die Spuren von sieben weiteren Kindern zu verfolgen, deren Schicksalsreise von Wien aus ins Exil nach Shanghai, in die Arme von niederländischen Schmugglern, an die Seite französischer Widerstandskämpfer – oder ins KZ Auschwitz führte.
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Eine Zugfahrt von Wien nach Brünn, etwa 1883. Gregor Mendel, Abt des Augustinerklosters Brünn, sitzt allein im Waggon erster Klasse. In Wien hatte er einen letzten vergeblichen Versuch unternommen, im Streit um die Besteuerung des Klosters zu einer Einigung mit der Verwaltung zu kommen. Mendel ist alt und wegen einer Nierenkrankheit dick und unbeweglich. Der endgültige Misserfolg lässt ihn in einer Mischung aus Demut und Auflehnung Rechenschaft über sein Leben ablegen. Als Bauernsohn, zwar nicht brillant, aber beharrlich und sorgfältig, war er aufs Gymnasium gekommen und konnte später als Erster der Familie studieren. Ständig mittellos, findet er schließlich im Brünner Augustinerstift einen sicheren Hafen. Dort bekommt Mendel die Gelegenheit und die nötige Ausstattung für seine Forschungen: Viele Jahre lang züchtet er Erbsen im Klostergarten und führt Kreuzungsversuche durch. Doch seine Ergebnisse zur Merkmalsvererbung werden nahezu ignoriert. Erst Jahrzehnte nach seinem Tod werden sie wieder aufgegriffen, ausgerechnet im Zusammenhang mit Vorstellungen von »Rassenhygiene« und Eugenik. Am Ende seines Rückblicks steht für Mendel die Gewissheit, mit allem wesentlichen Bemühen gescheitert zu sein. Doch dann nimmt die Erzählung eine Wendung ins Wundersame … Über das Drama dieses Lebens hat Franz-Maria Sonner eine bemerkenswerte Novelle geschrieben.
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Vea Kaiser erzählt in ihrem rasanten neuen Roman von einer jungen Mutter, die über alle Hürden hinweg im Wiener Traditionshotel Karriere macht und ihre Geschichte selbst in die Hand nimmt.
Wien, Ende der Achtzigerjahre: Angelika Moser, aufgewachsen im Gemeindebau als Tochter der Hausbesorgerin, verbringt ihre Freizeit durch das Nachtleben tanzend. Gleichzeitig liebt sie ihren Job in einer für sie neuen, eleganten Welt: Als Buchhalterin im Grand Hotel Frohner, das von Wiener Originalen und Gästen von überallher bevölkert wird, lässt sie sich auf zweifelhafte Zahlenspiele ein, um das Etablissement zu retten. Plötzlich mit kleinem Kind auf sich allein gestellt, nimmt Angelika den Kampf um ein gutes Leben auf und beginnt, Rechnungen zu manipulieren. Jahrzehnte vergehen – bis ihr die Zahlen um die Ohren fliegen.
Vea Kaiser erzählt in »Fabula Rasa« mit sprac
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Eine Klingel mit vier Namen: Paul hat das Tennisspielen aufgegeben und nichts Neues angefangen. Elif redet dauernd, fragt, nervt, lacht, als würde sie einen schon ewig kennen. Julia ist so leise, dass man nicht weiß, ob sie zu Hause ist. Und Kenni? Er weiß selbst nicht, was er in Wien will. Er musste einfach weg. Von den Leuten, die in ihm den Typen sehen, der er war, bevor er der wurde, dessen Freundin bei einem Autounfall gestorben ist. Ihre letzte Reise, ohne ihn. Obwohl sie doch einen Sommer lang Frankreich entdecken wollten. Wider Erwarten wird die WG für Kenni zur neuen Heimat. Das Leben geht einfach weiter. Auch die geplante Reise findet statt – mit Elif auf dem Beifahrersitz, was keine gute Idee ist. Zehn Jahre später, Kenni steht am Anfang seiner Karriere als Maler, treffen die vier sich in Zürich wieder. Es wird eine lange, laute Nacht, die lauter Fragen aufwirft. Erst zurück in Wien, aus Kenni ist inzwischen ein renommierter Künstler in den Vierzigern geworden, beginnt mit einem kurzen Gespräch ein Nachmittag, ein Abend, ein Anfang …
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Im Herbst 2024 wählt Österreich einen neuen Nationalrat, und der Wahlkampf hat längst begonnen. Thomas Köck führt Buch über die alltäglichen politischen Entgleisungen: Da werden Messer auf Wahlkampfveranstaltungen geschliffen und Journalisten vor laufender Kamera in den Schwitzkasten genommen, während österreichische Aktivisten der Neuen Rechten in Deutschland Vorträge über Massenabschiebungen halten und Spenden aus bürgerlichen Kreisen sammeln. Köck kommt mit seinem Protokoll der (sprachlichen) Eskalation kaum noch hinterher. Aber er belässt es nicht bei der Buchführung: Unter Rückgriff auf Fragen nach Klasse, Herkunft und Ökonomie versucht er zu verstehen, wie Österreich zum Prototyp rechter Subjektbildung in Europa werden konnte. Es entsteht eine wütende, bisweilen ironisch bissige Intervention in jenem Wahljahr, in dem Herbert Kickl der erste rechtsextreme Bundeskanzler in Österreich seit 1945 werden könnte. »Die Geschichte wiederholt sich immer zweimal, right? Das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce. In Österreich wiederholt sich nur noch die Farce, und die vergisst irgendwann ihr Gesicht und wird wieder zur Fratze, zur Groteske.«
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Friederike Mayröcker war eine der großen Dichterinnen des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Immer wieder wurde sie für den Literaturnobelpreis ins Gespräch gebracht. Am 4. Juni 2021 verstarb sie mit 96 Jahren in ihrer Heimatstadt Wien. Der vorliegende Band knüpft an die Gesammelten Gedichte 1939-2003 (2004) an und trägt Friederike Mayröckers lyrisches Spätwerk bis zu ihrem allerletzten, 2021 entstandenen Proëm zusammen. Als Friederike Mayröcker 2004 den 80. Geburtstag feierte und ihre Gesammelten Gedichte 1939-2003 erschienen waren, entschloss sie sich, noch einmal in eine ganz neue Richtung aufzubrechen. Nach und nach entwickelte sich so eine eigene Form, der sie den Namen »Proëm« gab – lyrische Erleuchtung und hellwache Weltbeobachtung, changierend zwischen Kurzprosa und Gedicht. Zu ihrem erklärten Ziel wurde es, schreibend den Tod, ihren erbitterten Feind, auf Distanz zu halten. Friederike Mayröcker tat es mit ungeahnter Produktivität und überbordendem Farbenreichtum, indem sie ihre Liebe zum Leben heraufbeschwor: In Erinnerungen an ihre wechselvolle Kindheit im Wien der zwanziger und dreißiger Jahre, an ihre Jahrzehnte an der Seite von Ernst Jandl, an zahllose Begegnungen mit Menschen, Kunstwerken und Musik. Dem Wechsel der Jahreszeiten folgte sie aufmerksamer denn je, und mit ihrer Sprachmacht verstand sie es, eine Blume auf dem Fensterbrett gegenüber zum Zentrum des Universums werden zu lassen.
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Ein von der eigenen Vergangenheit geplagter Psychoanalytiker und ein trinkfester Expolizist treffen sich in einer Wiener Bar … Ein Witz? Nein: der Beginn einer Mörderjagd, die in die Untiefen der Wiener Seele führt. Das Es, das Ich und der Über-Vater Ist es ironisch, wenn man als Psychoanalytiker selbst an einem ungelösten Vaterkomplex leidet? Schon ein bisschen, aber das nützt Artur Lang – eigentlich verhinderter Barpianist – nun auch nichts. Denn der Vater ist tot und Artur zurück in Wien. Zuflucht vor seinen Patient*innen findet er bei seiner 85-jährigen Nachbarin, die überzeugt ist, dass gegen alles ein Kraut gewachsen ist und dem Zivildiener Jonas, der sie mit ebendiesem versorgt. Wölfe in der Stadt Als seine Patientin plötzlich stirbt, gerät Artur in Verdacht, daran nicht zu unschuldig sein. Hat er sie tatsächlich missbraucht, oder sprach ihre krankhafte Lügensucht aus ihr, als sie diesen Vorwurf in die Welt setzte? Ein Einbruch in Langs Praxis wirft weitere Fragen auf: Welche Rolle spielt sein alter Schulkollege Oswald - High Society Arzt mit locker sitzendem Rezeptblock - bei all dem und was hat es mit den Wölfen auf sich, von denen Artur meint, sie plötzlich in der Stadt zu sehen? Zusammen mit einer Barbekanntschaft mit kriminalistischem Hintergrund nimmt Psychoanalytiker Artur Nachforschungen auf. Leg dich auf die Couch und hol tief Luft Als ausgebildete Psychoanalytikerin begleitet uns Edith Kneifl in die Wiener Seele und bringt Licht in deren dunkle, verborgene und auch beunruhigende Ecken. Zusammen mit Artur versumpfen wir in gemütlichen Absteigen, lachen laut auf, wo es in der guten Gesellschaft verpönt ist, und halten die Luft an, wenn sich die Ereignisse überschlagen. Was auch nicht zu kurz kommt: Liebesgeschichten, Intrigen, Skandale, kurzum: alles, was man an dunklen Herbstabenden braucht.
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Eine leuchtende Bedrohung liegt in der Luft. Sie befällt Pflanzen. Und Menschen. Sie ist überall. Eine unsichtbare Gefahr schwebt über Wien. Ganz Wien ist im Ausnahmezustand, als der harmlos geglaubte Bärlauch von giftigen Sporen befallen wird. Allen frei zugänglich, wächst rund um die Stadt die Droge, mit der man den Rausch seines Lebens herbeiführen kann. Allerdings bedingt der Verzehr ohne Ausnahme einen tödlichen Ausgang. Durch den befallenen Bärlauch steigt die Zahl der Todesfälle in der Stadt rasant an. Denn wie in jedem Frühling dominiert das Kraut nicht nur die Speisekarten vieler Lokale, sondern auch die Wälder der Stadt, die – aller Verbote zum Trotz – gestürmt werden. Versehentliche Vergiftungen werden bald zu praktischen Beseitigungen von lästigen Langzeitfeind*innen, auch die Partyszene der Stadt entdeckt Viennese Weed für sich. Und: Die befallene Pflanze bietet eine weitere für viele verlockende Möglichkeit: die Trostlosigkeit des Lebens zu beenden. Selbstbestimmt, friedlich und ohne einer anderen Person Schaden zuzufügen. Eine schicksalhafte Begegnung im Wald. Nach einem Gefängnisaufenthalt versucht Kiki, zurück in ein geregeltes Leben zu finden. Als ihre unheilbar kranke Freundin Olga rund um die Uhr Pflege benötigt, zieht sie zu ihr und kümmert sich aufopfernd. Das neuartige Viennese Weed ist für Olga eine Möglichkeit zur Flucht, die sie ergreifen möchte. Für Kiki ein Albtraum, dem sie nicht entkommen kann. Dennoch ist sie bereit, für ihre Freundin die tödlichen Blätter zu beschaffen, auch wenn sie weiß, dass das für sie den ultimativen Abschied von Olga bedeuten kann. Auch die dreizehnjährige Jasse treibt es in den Wald. Aus Wut, Trauer und Verzweiflung möchte sie ihrem Leben ein Ende setzen. Als plötzlich Aufseher auftauchen, fliehen Kiki und Jasse zusammen – und knüpfen eine vorsichtige Verbindung, eine Freundschaft, die sich aus Unglück speist. Das hält Jasse nicht davon ab, den Bärlauch, den sie gesammelt hat, zum Einsatz zu bringen – allerdings nicht an sich selbst … Während Jasse mit ihrem Gewissen kämpft, breitet sich der Bärlauch-Befall immer weiter aus, dominiert die internationalen Medien, befeuert neue Verschwörungstheorien. Moralischer Zwiespalt in einem riskanten Setting. Was würdest du tun? Angenommen, du könntest alles vergessen, deinen Problemen und der Traurigkeit entkommen, eintauchen in ein vollkommenes Glück, das zugleich dein Ende bedeutet. Du könntest
Ähnliche Bücher wie »Das giftige Glück«
Als bei der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter durch eine Verwechslung alles von Wert in die Müllverbrennungsanlage wandert, bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte. Wie hat es so weit kommen können? Der Erzähler blickt auf die Biografie seiner Familie: ein Stammbaum des Wahnsinns. Die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, der Großvater Stammkunde in Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg: Eine Kindheit im Münchner Arbeiterviertel. Die frühe Angst, verrückt zu werden. Die Flucht vor der Familie ins entfernte New York. Jahre in Wien mit Freud im Kaffeehaus. Und wie er schließlich doch in der Anstalt landet – als Psychologe. Bei der Arbeit mit den Patienten lernt er, dass ein Mensch immer mehr ist als seine Krankheit, dass Zuhören wichtiger ist als Diagnostizieren. Vor allem aber muss er sich bald die Frage stellen, was das sein soll: ein normaler Mensch. Eine aus dem Ruder gelaufene Familienanamnese? Ein Schelmenroman? Ein Lehrstück in Empathie? Leon Englers Debüt ist all das und mehr, ein zärtlicher Befreiungsschlag, die Geschichte einer Versöhnung. Lieblingsbuch des Schweizer Buchhandels 2026. Nominiert für den ZDF-aspekte-Literaturpreis 2025. »Ein fantastisches Buch – abgrundtief und doch tröstend. Hab’s verschlungen.« DORIS DÖRRIE »Unwiderstehlich. Leichtfüßig und ernst, zärtlich und brutal, ironisch und ehrlich.« SIRI HUSTVEDT
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Der Protagonist Zweifelssohn – wie der jüdische Aufklärer Mendelssohn, aber mit Zweifel – reist von Wien durch verschiedene deutsche Städte bis nach Rügen und ist dabei immer auch auf der Flucht vor einer Welt, deren Ende ihn einzuholen droht. Max Czollek ringt in seinem ersten Roman mit einer Gegenwart zwischen Popliteratur und Untergangsvision, wie es sonst wohl kaum jemand vermag. Emotional, voller bitterbösem Humor und hochgradig aktuell!
Vielleicht ist Zweifelssohn verrückt, vielleicht ein Genie, vielleicht ein Prophet, so genau lässt es sich nicht sagen. Jedenfalls sieht er Dinge, die andere nicht sehen: tote Verwandte auf einer Wiener Wasserstraße, prophetische Visionen in Münchner Vorstädten und eine rauchende Hannah Arendt am Berliner Landwehrkanal. Er ist das Gegenteil von Leichtigkeit, trägt in seinem Koffer die Schwere der Geschichte. Schwebt zugleich über ihr, denn bei ihm besteht alles aus Gas, wie beim Warzenschwein Pumba aus dem König der Löwen. Er hält sich fest an seinen Freund*innen und ist doch endlos weit entfernt von ihrer Gegenwart.
»Zweifelssohn« ist der poetische, witzige und verzweifelt optimistische Debütroman von Max Czollek.
»Wie sieht eine Literatur aus, die unsere Gegenwart in all ihrer Abgründigkeit, ihrer Absurdität, ihrem Witz, ihrer Gewalt und Zärtlichkeit beschreibt? Genau so!«. MITHU SANYAL
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Im Mai 1940 beginnt die 51-jährige Anna Haag ein schonungslos offenes und regimekritisches Tagebuch zu führen, das sie über Jahre im Kohlenkeller versteckt. Sie hört ihren Mitmenschen genau zu – in der Straßenbahn, bei Behördengängen oder in Geschäften. In pointierten Skizzen hält sie fest, was ganz gewöhnliche Deutsche schon während des Zweiten Weltkriegs über die Judenvernichtung und die Verbrechen des NS-Regimes wussten. Sie erzählt mit Ironie und Klarheit von Hamsterfahrten im Stuttgarter Umland, von verbotenen Treffen zum BBC-Hören oder von Wortgefechten mit ihrem Lieblingsgegner, dem regimetreuen Apotheker. Die vorliegende gekürzte und auf den Alltag in der Diktatur konzentrierte Textauswahl eignet sich besonders für den Schulunterricht. »Ein ungeheuerlich eindrucksvolles, atemberaubendes Dokument.« Götz Aly, Berliner Zeitung »Was für eine Feier der Zivilcourage!« Deutschlandfunk Kultur
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Sensibel und mitreißend erzählt Mikołaj Łoziński von einer einfachen jüdischen Familie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, von ihrem Alltag, ihren Hoffnungen, Träumen und Reibereien – und von einer berührenden Verbundenheit in sich verdunkelnden Zeiten. Die winzige Wohnung in der Goldhammerstraße platzt aus allen Nähten: Nathan Stramer, seine Frau Rywka und ihre sechs Kinder schlagen sich so durch. Nathan hat sein Glück zu Beginn des Jahrhunderts in New York gesucht und ist nach einigen erfolglosen Jahren wieder nach Galizien zurückgekehrt. Sein Geschäftssinn ist so ungebrochen wie trügerisch – Tausende Kerzen, leider ohne Dochte, dann der Wagen voll Kolophonium, wie hätte er ahnen können, dass es so wenige Geiger gibt in Tarnów? Nebenbei versucht er, seine sechs Kinder auf den Weg zu bringen. Aber die Kinder haben ihre ganz eigenen Wege im Sinn. Und während Nathan sich in die nächste Geschäftsidee versteigt, die ihnen endlich den Umzug in die Neue Welt, das elegante jüdische Viertel mit den Buntglasfenstern und den verzierten Erkern bringen soll, wachsen die Kinder heran. Die Zeiten werden härter, der wachsende Antisemitismus vergiftet die gesellschaftliche Atmosphäre immer stärker. Mit dem Einmarsch der Deutschen in Polen scheint das Ende der Familie vorgezeichnet.
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Impressum:
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