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Von ihrer Buchhandlung persönlich empfohlene Bücher zum Thema Spionage;Agentenroman;Kommunismus;Stallin;UDSSR;Tschechoslowakei;Postmoderne;Groteske;politische Satire;Diktatur.
Wir haben 150 Buchtipps zu "Spionage;Agentenroman;Kommunismus;Stallin;UDSSR;Tschechoslowakei;Postmoderne;Groteske;politische Satire;Diktatur" gefunden.

Ein Spitzenspion der ČSSR und eine Spitzenspionin der UdSSR treffen sich bei einer gefährlichen Mission im kapitalistischen Westen. Sie trägt ein besonderes Geheimnis: Ursprünglich eine Füchsin, wurde sie von den Wissenschaftlern des Instituts für experimentelle Humanmedizin unter Stalins persönlich-väterlicher Aufsicht in eine schöne Dame verwandelt und für ihre Spezialmission ausgebildet. Doch dann verlieben sich die beiden und brennen zusammen durch. Ihre abenteuerliche Reise führt durch die Welt der Geheimdienste, Ideologien und kapitalistischen Verheißungen … bis ihre Vergangenheit sie einholt. Zwischen Spionageroman und postmoderner Ironie erzählt „Fuchs zu Dame“ von den Absurditäten der einstigen realsozialistischen Systeme und entlarvt die unerbittliche Logik und Grausamkeit von Autokratien.

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Roman

November 1989, an den Ruinen der Berliner Mauer werden Demonstranten mit Maschinenpistolen erwartet, Verhaftungen und Massenhinrichtungen ziehen sich durch Osteuropa: Die »Konterrevolution« ist gescheitert. Auch Maja fällt in ihrer mährischen Kleinstadt der Verhaftungswelle zum Opfer. Zwanzig Jahre Gefängnis warten auf die Familienmutter, weil sie für den Wandel auf die Straße gegangen ist. Wird sie ihre kleine Tochter eines Tages wiedersehen?

Ein fesselndes und erschütterndes Gedankenexperiment, das die Dynamiken des Totalitarismus sichtbar macht; wo Gedanken an Freiheit gefährliche Geheimnisse sind, wo Sätze zu schwarzen Balken und Familienmitglieder zu Fremden werden.



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Virale Nachrichten

Was wusste Gott über den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche wirklich? Was hat die geniale Erfindung Nasopax mit besserem Schlaf zu tun? Und was macht man jetzt eigentlich mit dem ganzen gehamsterten Klopapier? Der Postillon ist das beliebteste deutsche Satiremagazin im Internet und einer der erfolgreichsten deutschen Blogs – mit täglich rund 200.000 Lesern. Allein die Facebook-Seite des Postillon hat über 2,8 Millionen Fans – und damit mehr als der Facebook-Auftritt der Bild-Zeitung. Alle bisher erschienenen Postillon-Bücher sind Bestseller. Dieses neue Buch beinhaltet die besten und beliebtesten Artikel des letzten Jahres.

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Archäologie einer untergegangenen Welt. Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2025 für Karl Schlögel

Der große Osteuropa-Historiker Karl Schlögel erzählt von der untergegangenen sowjetischen Welt in ihrem Jahrhundert. Er ist dabei, wenn die Megabauten des Kommunismus eingeweiht und die Massengräber des stalinschen Terrors freigelegt werden. Er erkundet die Weite des Eisenbahnlandes und die Enge der Gemeinschaftswohnung. Seine Archäologie legt Überlebensorte im Alltag frei die Moskauer Küche oder die Warteschlange. Die Orte des Glücks und der kleinen Freiheit fehlen nicht. So entsteht das Panorama einer Zivilisation, die mehr war als das politische System und ohne die "die Zeit danach", in der wir heute leben, nicht zu verstehen ist.

Karl Schlögel lädt mit seiner Archäologie des Kommunismus zu einer Neuvermessung der sowjetischen Welt ein. Wir wussten immer schon viel darüber, wie "das System" funktioniert, weit weniger über die Routinen des Lebens in außergewöhnlichen Zeiten. Aber jedes Imperium hat seinen Sound, seinen Duft, seinen Rhythmus, der auch dann noch fortlebt, wenn das Reich aufgehört hat zu existieren. Karl Schlögel sondiert das Terrain, die historischen Schichten in einem von Krieg, Revolution und Bürgerkrieg gezeichneten Land. Er lässt noch einmal die frühe sowjetische Moderne Revue passieren, die Schlachtfelder der Arbeit und der Verbrannten Erde. Er interessiert sich für Paraden der Macht ebenso sehr wie für die Rituale des Alltags, er erkundet die Weite des Eisenbahnlandes und die Enge der Gemeinschaftswohnung, in der Generationen von Sowjetmenschen ihr Leben zubrachten. Seine Archäologie legt soziale Orte frei, die einmal Überlebensorte im Alltag gewesen sind die Moskauer Küche oder die Warteschlange mit der in ihr verausgabten Lebenszeit, der Kulturpark, die Datscha, die Ferien an der Roten Riviera. In allem ob im Mobiliar, im Duft des Parfums, im Verstummen des Glockenklangs oder in der Stimme des Radiosprechers hat das "Zeitalter der Extreme" seine Spur hinterlassen.

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Auswahl aus dem Tagebuch 1940–1945

Im Mai 1940 beginnt die 51-jährige Anna Haag ein schonungslos offenes und regimekritisches Tagebuch zu führen, das sie über Jahre im Kohlenkeller versteckt. Sie hört ihren Mitmenschen genau zu – in der Straßenbahn, bei Behördengängen oder in Geschäften. In pointierten Skizzen hält sie fest, was ganz gewöhnliche Deutsche schon während des Zweiten Weltkriegs über die Judenvernichtung und die Verbrechen des NS-Regimes wussten. Sie erzählt mit Ironie und Klarheit von Hamsterfahrten im Stuttgarter Umland, von verbotenen Treffen zum BBC-Hören oder von Wortgefechten mit ihrem Lieblingsgegner, dem regimetreuen Apotheker. Die vorliegende gekürzte und auf den Alltag in der Diktatur konzentrierte Textauswahl eignet sich besonders für den Schulunterricht. »Ein ungeheuerlich eindrucksvolles, atemberaubendes Dokument.« Götz Aly, Berliner Zeitung »Was für eine Feier der Zivilcourage!« Deutschlandfunk Kultur

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Roman

Ein heißer Sommer im Prag der Fünfzigerjahre: Jana Honzlová, eine junge Sängerin in einem Folklore-Ensemble, darf nicht mit auf Tournee gehen, denn seit ihr Vater ins kapitalistische Ausland geflüchtet ist, gilt sie im kommunistischen System als politisch unzuverlässig. Stattdessen soll sie im Betriebsbüro die Stellung halten, wo sie ihr Leid mit der freundlichen Putzfrau teilt und heimlich internen Intrigen nachforscht. Aber auch ihre komplizierte Familiensituation hält die Ich-Erzählerin in Atem, die alles, was ihr widerfährt, mit Unverblümtheit und Straßenwitz schildert. Denn Jana Honzlová ist eine, die nicht so schnell aufgibt und sich ihre Chuzpe bewahrt. Umso erschütternder ist es für sie, als die Verhältnisse am Ende doch mächtiger erscheinen. Salivarová, die viele eigene Erfahrungen in den Roman einfließen ließ, erzählt gewissermaßen die Vorgeschichte des Prager Frühlings; dabei verzichtet sie auf Klischees oder Moralpredigten. Ihr gelingt das authentische Porträt einer vergangenen Zeit, das mit Leichtigkeit und Witz vorgetragen wird, ohne die Tragik und Absurdität auf die leichte Schulter zu nehmen. „Ein Sommer in Prag“ (im Original: „Honzlová“) erschien erstmals 1972 im kanadischen Exil und gehört für viele Kritiker*innen zum Besten, was in der tschechischen Literatur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde. Nun liegt endlich die deutsche Erstausgabe vor.

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Roman

»Fernández' lebendig Erzählweise führt leichtfüßig und furchtlos durch ein Minenfeld politischer Absurditäten.« (Harvard Review of Books). Ein packender Roman über das Vermächtnis politischer Verbrechen, ausgezeichnet mit dem Premio Sor Juana Inés de la Cruz: Es ist 1984 in Chile, zur Zeit der Pinochet-Diktatur. Verzweifelt, aber entschlossen betritt ein Mann die Büros einer Oppositionszeitschrift. Er ist ein Agent der Geheimpolizei. Ich möchte auspacken, sagt er, und eine Journalistin schaltet ihr Tonbandgerät ein. Seine Aussage wird Chile für immer verändern. Die Erzählerin in Nona Fernández’ fesselndem Roman ist noch ein Kind, als sie auf dem Titelblatt der Zeitschrift das Gesicht des Mannes sieht, daneben der Satz: »Ich habe gefoltert.« Seine Geschichte, seine Mitschuld an den schlimmsten Verbrechen des Regimes, aber auch sein Wille, die Dinge aufzuklären, verfolgen die Erzählerin, inzwischen eine erfolgreiche Journalistin, auch noch lange nach dem Ende der Diktatur. Nach und nach rekonstruiert sie das Leben des Mannes und folgt ihm an Orte, die für Archive unsichtbar bleiben: in die düsteren Grauzonen und Abgründe der Geschichte, wo ganz normale Tagesabläufe, Spieleabende, Popsongs oder Fernsehserien direkt neben den brutalen Machenschaften des Regimes existieren. Ein universeller und erhellender Blick hinter die Kulissen einer Diktatur, der – gerade auch im Hinblick auf heutige autoritäre Systeme – zeigt, wie die Mechanismen solcher Regime funktionieren und wie schnell es geschehen kann, in ihnen zur Bestie zu werden. Mitreißend und bewegend und doch mit großer Leichtigkeit erzählt.

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Der deutsche Kommunist

MEHR ALS EINE BIOGRAPHIE - ILKO-SASCHA KOWALCZUK ÜBER ULBRICHT, DEN KOMMUNISMUS UND DAS 20. JAHRHUNDERT Walter Ulbricht war einer der einflussreichsten deutschen Politiker des 20. Jahrhunderts. Ilko-Sascha Kowalczuks umfassende wissenschaftliche Biographie schöpft aus langjährigen Quellenrecherchen in Dutzenden Archiven im In- und Ausland. Sein monumentales Werk ist mehr als eine einfache Biographie. Es ist auch eine Geschichte des Kommunismus und des zerrissenen 20. Jahrhunderts. Der erste Band behandelt die Zeit bis 1945, als die "Gruppe Ulbricht" nach Berlin entsandt wurde, und enthält Ulbrichts Aufstiege in der Arbeiterbewegung, den Kampf der KPD in der und gegen die Weimarer Republik, den Widerstand gegen den Nationalsozialismus und die Exilzeit in Prag, Paris und Moskau. Wer diese Hintergründe kennt, versteht sehr viel besser, was Ulbricht nach 1945 antrieb und warum die DDR zu dem wurde, was sie war. Über Konrad Adenauer, die Gründungsfigur der Bundesrepublik, gibt es zahlreiche Studien, auch eine berühmte zweibändige Biographie. Zu Adenauers Pendant im Osten existiert bislang nichts Vergleichbares. Dabei ist Walter Ulbricht für die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts eine kaum weniger prägende Figur. Ilko-Sascha Kowalczuk beschreibt den Aufstieg des um die Jahrhundertwende in Leipzig geborenen Sohnes eines Schneiders zum Führer der deutschen Kommunisten, der zum eigentlichen Gründer der DDR wurde und 1961 die Mauer errichten ließ. Dabei entdeckt er nicht nur den Funktionär Ulbricht neu, sondern beschreibt ihn auch als Menschen, wie es bislang nicht zu lesen war. Er erklärt Ulbricht aus seiner Zeit und schreibt nicht über ihn mit dem Wissen von später. Sein Buch ist eine Biographie, aber zugleich auch mehr als das. Es ist die Geschichte des 20. Jahrhunderts gesehen durch die Augen eines deutschen Kommunisten. 50. Todestag am 1. August 2023 Die erste umfassende wissenschaftliche Biographie Das 20. Jahrhundert aus der Perspektive eines Kommunisten Auf der Grundlage umfassender Archivrecherchen Viele Quellen erstmals ausgewertet Sehr gut lesbar geschrieben Von einem der führenden Forscher zur Geschichte des deutschen Kommunismus und der DDR

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Nachruf auf eine Vorsilbe

Bei der Vorsilbe Post- handelt es sich um die erfolgreichste Erfindung der Geistes- und Sozialwissenschaften seit 1945. Zum weltweiten Einsatz kommt sie in Großwörtern wie Posthistoire, Postmoderne oder Postkolonialismus sowie in zahllosen weiteren Kombinationen. Offensichtlich ist es Trend geworden, sich in die Nachzeit einer Vorzeit zu versetzen. Doch nicht hinter jedem Erfolg steckt eine gute Idee. Das ist auch hier der Fall, wie Dieter Thomä in seiner aufregenden Kritik jener Geistes- und Lebenshaltung zeigt, die auf den Post-Weg geraten ist. Nicht nur zeugt es laut Thomä von epochaler Einfallslosigkeit, ein altes Wort mit Post- zu schmücken und als letzten Schrei auszugeben. Darüber hinaus haben die Post-Theoretiker ein grundsätzliches Problem: Sie lassen etwas hinter sich und schleppen es doch weiter mit. Sie fahren in die Zukunft, schauen dabei aber dauernd in den Rückspiegel. Sie bleiben in der Ambivalenz zwischen Anhänglichkeit und Aufbruch stecken. Höchste Zeit also für die Verabschiedung der Postismen unserer Zeit. Dieses Buch ist ihr Nachruf und zugleich ein Plädoyer für etwas von ihnen Verschiedenes: Geistesgegenwart.

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Zwanzig Lektionen für den Widerstand. Sonderausgabe 2026 | Die Street-Edition mit Lesezeichen und Verschlussband

Über Tyrannei - Das internationale Kultbuch

Wir sind nicht klüger als die Menschen, die erlebt haben, wie überall in Europa die Demokratie unterging und Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus kamen. Aber einen Vorteil haben wir. Wir können aus ihren Erfahrungen lernen.

"Leiste keinen vorauseilenden Gehorsam." So lautet die erste von 20 Lektionen für den Widerstand, mit denen Timothy Snyder die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika auf das vorbereitet hat, was gestern noch unvorstellbar zu sein schien: einen Präsidenten, der das Gesicht der Demokratie verstümmelt und eine rechtsradikale Tyrannei zu errichten versucht. Doch nicht nur in den USA sind Populismus und autoritäres Führertum auf dem Vormarsch. Auch in Europa rückt die Gefahr von rechts immer näher - als ob es das 20. Jahrhundert und seine blutigen Lehren niemals gegeben hätte. Snyders historische Lektionen, die international Aufsehen erregt haben, sind ein Leitfaden für alle, die jetzt handeln wollen - und nicht erst, wenn es zu spät ist.

Lektion 8: "Setze ein Zeichen." Dieses Buch tut es. Tun Sie es auch.


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Prag | €22,00
Exil in Prag 1933–1939

Wenn sie in Prag über die Hauptstraße gehe, kreuzten mehr Bekannte ihren Weg als in Berlin, schrieb die emigrierte Ärztin und Sozialdemokratin Käte Frankenthal. Tausende deutsche Exilsuchende hatte es nach 1933 in die tchechoslowakische Hauptstadt verschlagen: Ernst und Karola Bloch, Bertolt Brecht, Wilhelm Cassirer, Oskar Maria Graf, Stefan Heym, Leo Kestenberg, Gabriele Tergit und viele mehr. Prag war nicht nur, besonders von Berlin aus, leichter zu erreichen als Paris oder Amsterdam, es war den meisten auch kulturell näher: Man sprach und verstand dort Deutsch. Wie schafften es die Flüchtenden über die Grenze? Wie schlugen sie sich ohne Arbeit und Einkommen durch? Welche neuen Verbindungen entstanden im Exil? Und wohin führten sie ihre Wege, als die Tschechoslowakei zerschlagen wurde? Anhand von vierzig Schicksalen entfaltet Peter Lange ein Panorama des Exils in Prag, das nicht nur der Situation jedes Einzelnen Rechnung trägt, sondern auch Fragen nach Selbstbehauptung, Hilfsbereitschaft und Widerstand in der Fremde ganz neu stellt. 

Mit Fluchtgeschichten von Wieland Herzfelde, Alfred Kerr, Rudolf Olden, Kurt Grossmann, Bertolt Brecht, Theodor Lessing, Gabriele Tergit, Hans Sahl, Stefan Heym, Rudolf Olden, Arnold Zweig, Leo Kestenberg, Friedrich-Wilhelm Cassirer, Käte Frankenthal, Tilla Durieux, Max Seydewitz, John Heartfield, Martin Feuchtwanger, Otto Wels und die Exil-SPD, Lisa und Hans Fittko, Willy Haas, Marianne und Hans Golz, Walter Ulbricht, Gerhart Seger, Oskar Kokoschka, Willi Bredel, Kurt Hiller, Hans Natonek, Heinz Jakoby, Max Barth, Philipp Scheidemann, Anna Maria Jokl, Gertrud Rothgiesser, Martin und Hans Finkelgruen, Oskar Maria Graf, Otto Strasser, Rudolf Formis, Peter Weiss, Maria Mann-Kanova, Leonie Mann, Golo Mann, Ernst und Karola Bloch, Walter Dubislav, Friedl Dicker-Brandeis und Peter Forster.




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Ein Familienroman

Sensibel und mitreißend erzählt Mikołaj Łoziński von einer einfachen jüdischen Familie zu Beginn des 20. Jahrhunderts, von ihrem Alltag, ihren Hoffnungen, Träumen und Reibereien – und von einer berührenden Verbundenheit in sich verdunkelnden Zeiten. Die winzige Wohnung in der Goldhammerstraße platzt aus allen Nähten: Nathan Stramer, seine Frau Rywka und ihre sechs Kinder schlagen sich so durch. Nathan hat sein Glück zu Beginn des Jahrhunderts in New York gesucht und ist nach einigen erfolglosen Jahren wieder nach Galizien zurückgekehrt. Sein Geschäftssinn ist so ungebrochen wie trügerisch – Tausende Kerzen, leider ohne Dochte, dann der Wagen voll Kolophonium, wie hätte er ahnen können, dass es so wenige Geiger gibt in Tarnów? Nebenbei versucht er, seine sechs Kinder auf den Weg zu bringen. Aber die Kinder haben ihre ganz eigenen Wege im Sinn. Und während Nathan sich in die nächste Geschäftsidee versteigt, die ihnen endlich den Umzug in die Neue Welt, das elegante jüdische Viertel mit den Buntglasfenstern und den verzierten Erkern bringen soll, wachsen die Kinder heran. Die Zeiten werden härter, der wachsende Antisemitismus vergiftet die gesellschaftliche Atmosphäre immer stärker. Mit dem Einmarsch der Deutschen in Polen scheint das Ende der Familie vorgezeichnet.

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Roman »Adam Thirlwell zu lesen ist wie ein Abstecher in die glücklichste, fetthaltigste Form literarischer Existenz.« Gary Shteyngart »So rasant, dass man sich schwindlig liest.« Cosmopolitan

Ähnliche Bücher wie »Grell und Süß«
Roman

In seinem »bisher ernüchterndsten und realistischsten Buch« (The Guardian) spielt der postmoderne Fantasy- und Bestseller-Autor Jasper Fforde alle Mechanismen von Rassismus und Xenophobie klug und unterhaltsam durch, und zwar in einer absurd-komischen Parallelwelt, die – abgesehen von vermenschlichten Kaninchen – der unseren doch erschreckend ähnelt. Das britische Dörfchen Much Hemlock, nah an der walisischen Grenze, war immer ein Hort des Friedens. Sauber. Traditionell. Die Menschen aufrecht und beflissen. Doch dann kommen sie. Mit ihrer seltsamen Religion, ihrer aggressiven veganen Agenda und viel zu vielen Kindern. Zwar geben sie sich ruhig und friedliebend, aber wer weiß, wie lange noch? »Sie« sind eine Familie vermenschlichter Ka­nin­chen – das Ergebnis eines unerklärlichen Ereignisses vor rund einem halben Jahr­hundert. Ihr Nachbar, der langjährige Dorfbewohner Peter Knox, muss sich entscheiden: Kann er Zaungast der Entwicklung bleiben und weiterhin eine ruhige Kugel bei der Rabbit Compliance Taskforce schieben oder soll er den neuen Nachbarn beistehen, denen, wie allen anderen 1,2 Millionen Kanin­chen im Ver­einigten Königreich, die Zwangsumsiedlung nach Wales droht?

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Lediglich zwanzig Gemälde und acht Zeichnungen können dem niederländischen Maler Hieronymus Bosch (um 1450–1516) zweifelsfrei zugeordnet werden, doch durch ihre fantastischen Visionen haben ihm diese wenigen Werke einen Platz unter den Ikonen der Kunstgeschichte gesichert. Auch ein halbes Jahrtausend nach seinem Tod fesseln seine Bilder nicht nur die Fachwelt. Seine Motive zieren Kleider, T-Shirts, Doc Martens, Plattencover und Skateboards. Diese Ausgabe bietet den kompletten Bosch in kompaktem Format. Anhand von Doppelseiten und sorgfältig ausgewählten Ausschnittvergrößerungen lässt sich die ebenso geniale wie verstörende Fantasie dieses Künstlers im Detail betrachten – groteske Zwitterwesen, alptraumhafte Szenerien, verblüffende Verbildlichungen zeitgenössischer Sprichwörter und Redensarten. Was das alles zu bedeuten hat, erklärt der Kunsthistoriker und ausgewiesene Bosch-Fachmann Stefan Fischer.

Ähnliche Bücher wie »Hieronymus Bosch. Das vollständige Werk. 40th Ed.«

Voller Vorfreude auf sein Amt als Bundespräsident bezieht Armin Laschet sein neues Büro im Schloss Bellevue. Die Aussicht auf die bevorstehenden Bankette mit vorzüglichem Wein sowie die Begegnungen mit spannenden Menschen beflügelt ihn. Dass er nicht wie der Kanzler permanent schwierige Entscheidungen treffen, sondern lediglich ein paar hübsche Reden halten muss, ist ganz nach seinem Geschmack.

Da staunt er nicht schlecht, als sich plötzlich in seinem Büro eine Geheimtür öffnet und ein grau melierter, durchtrainierter Herr den Raum betritt. Der Mann, der sich als Nummer 1 vorstellt, ist der Chef einer streng geheimen Spionage-Spezialeinheit, deren Zentrale viele Meter unter dem Schloss Bellevue liegt. Denn was Armin bislang nicht wusste: Die eigentliche Aufgabe eines Bundespräsidenten besteht darin, Elite-Spione – getarnt als Entourage – an Orte zu bringen, zu denen s

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Das ganz normale Leben in der Diktatur: Die Deutschen und das Dritte Reich 1938/39

Eine erzählerische Zeitreise in den Alltag der NS-Diktatur Der Feldzug für eine gesunde Lebensweise, der Kult um den Körper, der Ruf nach der Gemeinschaft – so manches, was den Alltag im »Dritten Reich« prägte, erscheint uns heute erschreckend vertraut, wie Tillmann Bendikowski in diesem Buch zeigt. Aber konnte es damals überhaupt so etwas wie ein »normales« Leben inmitten der Diktatur geben? Der Autor begibt sich auf eine erzählerische Zeitreise in die (auch zeitliche) Mitte der NS-Herrschaft, indem er das Alltagsleben der Deutschen während einer Spanne von zwölf Monaten erkundet: zwischen Dezember 1938 und November 1939, als schon der Zweite Weltkrieg tobte und auch das missglückte Attentat im Münchener Bürgerbräukeller das Regime nicht mehr stürzen konnte. Ein neuer, ungewöhnlicher Blick auf das Leben der Deutschen im Alltag der Diktatur.

Ähnliche Bücher wie »Hitlerwetter«
Karl Valentin (1882–1948), der zeitweise vergessene Münchner Volkskünstler, zählt mit seiner unbändigen Lust an Wortakrobatik und Sprachspiel zu den großen deutschen Komikern. Er war ein begnadeter Humorist und Meister der Groteske. Bertolt Brecht, Thomas Mann, Kurt Tucholsky oder Samuel Beckett schätzten und bewunderten ihn zu Lebzeiten. Herbert Achternbusch, Urs Widmer und Christoph Schlingensief bezogen sich auf Valentin nach seiner Wiederentdeckung. Karl-Heinz Göttert und Ralf Drost führen durch das Werk, präsentieren die irrwitzigsten Monologe und Dialoge, absurde Couplets, groteske Szenen und Autobiographisches. »Wie die Maler heute malen Wie der Dichter heute dicht’ So will ich jetzt humoristeln Ob es gut ist, oder nicht.«

Ähnliche Bücher wie »Karl Valentin zum Vergnügen«
Was macht die Liebe mit uns? Und was machen wir mit uns selbst, im Namen der Liebe – oder aus Mangel daran? Deborah Levys Protagonistinnen und Protagonisten bewegen sich zwischen London, Wien und Rom, Barcelona und Prag. Weltenbummler, die, fragt man sie nach ihrer Herkunft, ins Grübeln kommen. Ihre Geheimnisse hüten sie gut: Die stehen irgendwo zwischen den Zeilen. Ein durch eine Deformation der Wirbelsäule entstellter Werbetexter begibt sich auf die Suche nach Schönheit; eine Frau verliert am Flughafen ihr Gepäck, was aber nicht der einzige Verlust bleiben wird; ein Mann droht an seiner eigenen Empathie zu zerbrechen. Zehn mit messerscharfem Humor präzise erzählte Geschichten über Einsamkeit und Zugehörigkeit, über Gewalt und Zärtlichkeit, über das Groteske und die Schönheit, über Liebe und Verrat, über Identität und Heimat.

Ähnliche Bücher wie »Black Vodka«
Dass man durch Spekulation über Nacht irre reich, aber auch schnell wieder sehr arm werden kann, ist ein fades Gesetz. Mikka kennt es schon lange. Wenn sie nach der Schule mit Andreas bei seinem Onkel am Pool rumhing, wurde ständig investiert, optimiert, transferiert - aber die Welt ist davon nicht besser geworden, und auch der Pool war eines Tages dahin. Als Studentin der Volkswirtschaft trifft Mikka auf eine Professorin, die das Erstsemester ermuntert: »Macht euch ruhig Sorgen, dass die Menschen aus ihrer ›Alles-muss-wachsen-Welt‹ nicht mehr herausfinden. Erfindet neue Szenarien!« Ja, hat man erst einmal erkannt, dass Geldvermehrung hauptsächlich auf Vorstellung und Vertrauen beruht, kann man sich leicht auch das Gegenteil vorstellen. Mikka ist bereit für das Neue, das ganz Andere, und sie weiß um ihre besonderen Fähigkeiten, die bestimmt mit ihren finnischen Wurzeln zu tun haben. Gemeinsam mit Andreas, der inzwischen bei einer Genfer Bank reiche Kunden betreut, gründet sie Onnepekka Pankki - die Glückspilzbank. Eine Bank, die Geld auflöst. Eine Bank, die wirklich die Welt rettet.Glückspilzbank beschreibt die Wirklichkeit als Groteske. Mit subversivem Humor stellt Michael Stauffer die Grundidee der ständigen Akkumulation von Kapital auf den Kopf und imaginiert die Geldauflösung als nie gedachten Ausweg aus der fatalen Schlaufe, in der die Welt heute steckt.

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Texte – Sprüche – Stücke

Groteske Komik, die Bertolt Brecht und Samuel Beckett ebenso beeinflusste wie Loriot: Das war die Stärke von Karl Valentin. Der Wortakrobat, dessen Sprachspiele niemals leere Hülsen, sondern immer Denkanstöße waren, überzeugt auch heute noch mit seinem abseitigen Humor. Dieses Buch bietet eine Auswahl seiner besten Monologe, Szenen, Stücke, Dialoge, Anzeigen und Briefe, die sich als ebenso absurd komisch wie hintergründig erweisen. So bietet das Münchner Original den auch für das Leben in unseren Zeiten notwendigen skurrilen Humor, über den schon Beckett damals »sehr traurig viel gelacht« hat.

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Jiddische Erzählungen

1929 veröffentlichte der jiddisch-sowjetische Schriftsteller Der Nister seine letzte Sammlung symbolistischer Erzählungen, Fun mayne Giter (Von meinen Besitztümern), die zwischen 1923 und 1929 geschrieben wurden, in einer der kritischsten und instabilsten Perioden sowohl in Westeuropa als auch in der neu gegründeten Sowjetunion. Kurz danach wurde er wegen seines idiosynkratischen, symbolistischen Stils von sowjetischen Literaturkritikern scharf angegriffen, und ihm wurde für ein Jahrzehnt jede Veröffentlichungsmöglichkeit verwehrt. Das Aufeinanderprallen seiner elitären, beinahe religiösen Auffassung von Literatur mit der alltäglichen, rauen Realität des Literaturmarktes in der jungen Sowjetunion, zeichnet das Schaffen Des Nisters in den 1920iger Jahren aus. Im Mittelpunkt seiner damals heftig kritisierten Erzählung »Unterm Zaun« setzt er sich u.a. mit diesem Thema auseinander. Nisters Erzählung »Von meinen Besitztümern« wiederum ist die Auseinandersetzung mit einer gewalttätigen, unausweichbaren Macht, die das Individuum bedroht und ihm seine nackte Existenz abspricht, und somit eine erschütternde und nicht allzu verschlüsselte Anklage gegen den sowjetischen Staat. Doch finden sich auch unerwartete Themen in dieser Sammlung von Erzählungen, wie z.B. die leichtfüßige, märchenhafte Stimmung in der »Geschichte vom Grünen Mann«, die die emphatische Sensibilität des Autors für die Natur und ihre Kreaturen offenbart. Eine andere Erzählung ist eine furiose Groteske, in der der Autor mit einer Prise scharfen Humors Vorurteile gegenüber Minderheiten entkräftet.   Zum ersten Mal aus dem Jiddischen übersetzt, stellt Von meinen Besitztümern einen Höhepunkt im literarischen Schaffen des Nisters, der zweifellos einer der großen Protagonisten der jiddisch-russischen modernen Literatur ist, dar. Sein eigenartiger Stil bündelt archaische Formen der jüdischen literarischen Tradition mit den hypnotischen Rythmen der Russischen Symbolisten und einer kafkaesken Modernität.

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Eine Frau zwischen zwei Männern – das war einmal große Oper. Früher duellierte man sich da, nach allen Regeln der Kunst. Heute ist das nicht zu erwarten. Aber wenn das Unerwartete geschieht, was dann? Als der Psychiater Oskar B. Markov auf der Wache am Alexanderplatz Anzeige erstatten will, weil er zum Duell gefordert wurde, hält die Polizei das für einen schlechten Scherz. In Berlin habe es seit hundert Jahren kein Duell mehr gegeben, die Kulturtechnik des zivilisierten gegenseitigen Totschießens sei ausgestorben. Aber Markov lässt sich nicht abwimmeln, er besteht auf einer Ermittlung. So beginnt eine abenteuerliche Groteske, die zu einem Antiquar führt, der über der Lektüre alter Duellbücher ganz offensichtlich den Realitätsbezug verloren hat und die Tatsache, dass seine Ex-Freundin mit dem Psychiater eine Beziehung angefangen hat, als eine Beleidigung dritten Grades empfindet. Für ihn ist klar: Ein Duell muss stattfinden. Nur, wie kann das gehen? Und wie ist es früher gewesen? Rayk Wieland verbindet in diesem rasanten Roman eine aberwitzige, ganz und gar gegenwärtige Geschichte mit der Erzählung des letzten Duells in Deutschland und schafft so eine Spannung, die bis zur letzten Seite anhält.

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Erzählungen

Pauls Sprache ist Noise: monströs dahertosende Tracks, auf denen er mit verzerrter Stimme seine Verzweiflung hinausschreit. Abseits der Bühne herrscht Leere, niemand scheint ihn und seine Lyrics zu verstehen, sein Leben verbringt er weitgehend allein. Bis auf Mark, der Teil der Band ist, sich aber mehr und mehr zurückzieht – und bis Paul nach einem Konzert Annika kennenlernt. Sie teilt seine Faszination für Noisebands wie Hanatarash oder Atrax Morgue, und Paul verliebt sich übergangslos in sie. Als sie ein Kind bekommen, lässt sein Druck nach, alles in mörderisch lauter Musik auszudrücken. Doch was bleibt jetzt noch von seiner Kunst? Und wieso ist Mark endgültig abgetaucht Einzelgänger, Außenseiter, im Stillen Leidende – in Mein Leben als Noiseband versammelt Clemens J. Setz Erzählungen über Figuren am Rand der Gesellschaft. Mit so präzisen wie poetischen Alltagsbeobachtungen führen sie uns durch verschobene Realitäten, in denen das Vertraute, dass Groteske und das Obsessive umeinander kreisen. Gewalt und Einsamkeit stehen neben Momenten unkonventioneller Zärtlichkeit sowie der Sehnsucht nach Nähe und Verbundenheit.

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Die Ukraine, Polen und der Irrweg in der russischen Geschichte

Warum Russlands imperiale Vergangenheit zu einer antiwestlichen Politik führt - Geschichte einer fatalen Tradition Russlands imperiale Vergangenheit ist der Schlüssel, um Putins Überfall auf die Ukraine und seine antiwestlichen Obsessionen zu verstehen. Der renommierte Osteuropa-Historiker Martin Schulze Wessel stellt den Krieg in den langen Kontext der russischen Expansion nach Westen und beschreibt, wie das Ausgreifen in die Ukraine und die Teilungen Polens seit dem 18. Jahrhundert einen Irrweg in der russischen Geschichte begründeten, der als «Fluch des Imperiums» bis heute fortwirkt. Dabei zeigt er, wie eine fatale Ideenwelt entstehen konnte, die noch im 21. Jahrhundert in den Köpfen der Moskauer Führung spukt. Deutschland hat sich nach 1945 von seinem Fluch des Imperiums befreit und sich in Richtung Westen geöffnet. Russland steht dieser Weg noch bevor. "Martin Schulze Wessels meisterhafte Darstellung der neuzeitlichen russischen Geschichte markiert eine Zeitenwende der Osteuropa-Historiografie." Andrii Portnov, Süddeutsche Zeitung Der SPIEGEL-Bestseller jetzt als Taschenbuch War nominiert für den Deutschen Sachbuchpreis 2023 "Eine beklemmende Geschichtsstunde, die die Augen öffnet für das Gedankengut Putins und seines Regimes, für die Verachtung einer westlichen, diversen Zivilgesellschaft." Aus der Begründung der Jury für die Nominierung zum Deutschen Sachbuchpreis

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Roman

Mit unglaublicher Leichtigkeit erzählt das autobiografisch gefärbte "Camel Travel" von einer Kindheit und Jugend in der zerfallenden UdSSR Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre. Aufzuwachsen in einem Land, in dem mit Belarusisch und Russisch zwei Sprachen gesprochen werden, kann in manchen Situationen gehörig für Verwirrung sorgen. Und den ganz gewöhnlichen Alltag zu meistern, auch da treten so einige Hindernisse zutage und es geschehen noch mehr besondere und ungewöhnliche Begebenheiten. Als da beispielsweise wären: Klavierlernen ohne Klavier zu Hause? Mit ein bisschen Fantasie und Einfallsreichtum lässt sich auch das lösen. In wie vielen Momenten man sich – und das alles nur für eine erfolgreiche Sportlerinnenkarriere – dehnen kann, davon weiß die Erzählerin Volha ein Lied und Leid zu singen. In kurzen Kapiteln nähert sich Volha Hapeyeva kleinen und großen Themen, die in Schule, Familie und öffentlich ausgefochten werden. Ihre Schilderungen zeigen so manche Tücken und Macken aus dem Minsk der (post)sowjetischen Zeit auf – aber auch ihre Entwicklung zu einer kritischen, feministisch-politischen Frau im heutigen Belarus.

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Eine andere Geschichte Ostdeutschlands von 1989 bis heute

Der Kampf um Freiheit in Ostdeutschland – Ilko-Sascha Kowalczuks kompromisslose Analyse 1989/90 erlitt Ostdeutschland einen "Freiheitsschock", das ist die Grundthese dieses Buches. Ilko-Sascha Kowalczuk erzählt die Geschichte Ostdeutschlands seit 1990 als Kampf um die Freiheit – ein Kampf, dessen Ausgang richtungsweisend ist für die Zukunft ganz Deutschlands. Er will aufrütteln: zu mehr aktiver Eigenverantwortung, zu einer Abkehr von der eigenen Opferrolle und zu einem Blick auf die Geschichte, bei dem die DDR nicht immer schöner wird, je länger sie her ist. Die Diktatur bleibt in diesem Buch eine Diktatur und die Einheit eine Freiheitserfolgsgeschichte: eine Intervention gegen die antifreiheitlichen Strömungen von einem der profiliertesten ostdeutschen Intellektuellen. Die AfD ist ein gesamtdeutsches Phänomen, aber in Ostdeutschland ist sie besonders erfolgreich. Wie ist das zu erklären? Wieso wird die liberale Demokratie gerade dort in Frage gestellt, wo die erste erfolgreiche Revolution auf deutschem Boden stattfand? Über Ostdeutschland wird gerade intensiv diskutiert, und Ilko-Sascha Kowalczuk ist eine der markantesten Stimmen dieser Debatte. Der Kampf um die Freiheit ist sein Lebensthema. Selbst in der SED-Diktatur groß geworden, hat er Standardwerke zur Geschichte der DDR und des Kommunismus vorgelegt, aber auch zur Revolution von 1989 und den Folgen der "Übernahme" der DDR durch die Bundesrepublik. Kowalczuk will die Ostdeutschen aus ihrer Opferrolle herausholen. Der Westen mag sich seinen Osten "erfunden" haben. Doch auch der Osten erfand und erfindet sich seinen Westen. In der DDR war der Westen für viele ein Sehnsuchtsort, doch auch die antiwestliche Propaganda der SED hatte weit zurück reichende Wurzeln. Sie wurden durch die Frustrationen des Vereinigungsprozesses verstärkt. Und sie hindern jetzt viele Ostdeutsche daran, sich die liberale Demokratie der Bundesrepublik zu eigen zu machen. • Empowerment statt Opferrolle: der Anti-Oschmann • Eine Intervention gegen die antifreiheitlichen Strömungen • Von einem der profiliertesten ostdeutschen Intellektuellen

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Satire, Comedy und der Ernst der Lage | Wie Satiriker:innen und Comedians öffentliche Debatten beeinflussen

Satire ist zur einflussreichsten Kunst unserer Zeit geworden. Ausverkaufte Hallen, Netflix produziert Comedy-Specials wie am Fließband – die Branche boomt. Die vermeintlichen Hofnarren werden zu gar nicht mehr so heimlichen Co-Herrschern. Komiker gehen in die Politik oder prägen wie Jan Böhmermann oder Jon Stewart die öffentlichen Debatten. Gleichzeitig wechselt ein Teil der Szene das politische Vorzeichen. Während man Kabarett früher fast ausschließlich mit linksliberaler Machtkritik verband, gibt es nun Starsatiriker wie Dieter Nuhr oder Lisa Eckhart, die vielen als rechts gelten. Populisten wie Donald Trump oder der argentinische Präsident Javier Milei wiederum peitschen mit grotesken Übertreibungen ihre Anhänger auf. War der Tabubruch nicht einmal das Markenzeichen linker Kunst? Bringen liberalere Zeiten automatisch regressivere Formen der Provokation hervor?

Im Mikrokosmos von Satire, Kabarett und Comedy spiegeln sich zentrale Phänomene unserer Zeit. Jens-Christian Rabe tritt an, um die damit verbundenen Rätsel zu entwirren und zu zeigen, warum der Aufstieg der Comedy mehr über Glanz und Elend unserer Gegenwart erzählt, als wir ahnen – und als uns lieb sein dürfte.



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Wie Putin das bedrohlichste Regime der Welt geschaffen hat

ARCHIPEL PUTIN - INNENANSICHTEN AUS DEM BEDROHLICHSTEN REGIME DER WELT Kaum einer kennt Russland besser als Michael Thumann, der seit über 25 Jahren aus Osteuropa für die ZEIT berichtet. Er legt nun ein atemberaubend geschriebenes Buch vor, das Russlands Absturz in eine zunehmend totalitäre Diktatur und den Weg in Putins imperialistischen Krieg aus nächster Nähe nachzeichnet. Das Motiv des Diktators und seiner Getreuen: Revanche zu nehmen für die demokratische Öffnung nach 1991 und die vermeintliche Demütigung durch den Westen. Putins Herrschaft radikalisiert sich weiter. Es ist das bedrohlichste Regime der Welt. "Unter Wladimir Putin verabschiedet sich Russland, das eigentlich größte europäische Land, aus Europa. Erneut senkt sich ein Eiserner Vorhang quer durch den Kontinent. Reise ich in dieses Land, werde ich am Flughafen in aller Regel aufgehalten. Der Grenzbeamte hält meinen Pass fest und telefoniert lange mit seinen Vorgesetzten. Ein Mensch im dunklen Anzug, wahrscheinlich Geheimdienst, holt mich ab und führt mich in einen Kellerraum. Darin ein Schreibtisch, eine alte Matratze mit Sprungfedern, kaputte Stühle, Staub in den Ecken. Ich muss Fragen beantworten: Wo wohnen sie? Was denken sie über die Militäroperation? Was haben sie vor in Russland? Ich antworte knapp und frage mich selbst: Komme ich überhaupt noch in das Land? Und komme ich wieder heraus?" Michael Thumann Russlands Absturz in die Diktatur und der Weg in Putins imperialistischen Krieg – in einem fesselnden Mix aus journalistischer Reportage und politisch-historischer Analyse Michael Thumann ist einer der letzten deutschen Korrespondenten, die noch in Moskau leben Das Buch basiert auf zahlreichen Begegnungen und exklusiven Gesprächen mit Protagonisten der russischen Politik und Gesellschaft

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Eine Berliner Liebesgeschichte

Berlin in den 50er Jahren: der ideale Tummelplatz für Geheimdienste und Spione jeglicher Couleur. Leonard Marnham, ein englischer Fernmeldetechniker, kommt 1955 mit 26 Jahren nach Berlin, wo er sowjetische Telefonleitungen anzapfen soll. Außerdem verliebt er sich naiv und schüchtern, wie er ist in eine vier Jahre ältere Deutsche. Leonard vergräbt sich immer tiefer und auswegloser in fremde, gefährliche Welten und wird von der hübschen Maria in die verborgenen Winkel menschlicher Beziehungen geführt. Marnham fühlt, wie ihm sein Leben entgleitet und findet es herrlich

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Roman | Ausgezeichnet mit dem SPIEGEL-Buchpreis 2025

Sadie Smith – jung, skrupellos, verführerisch, ehemalige FBI-Spionin – wird von ihren Auftraggebern nach Südfrankreich geschickt. Dort soll sie eine Kommune anarchistischer Umweltaktivisten infiltrieren. Sadie blickt mit Verachtung auf die Idealisten und die französische Provinz. Doch dann gerät sie in Kontakt mit Bruno Lacombe, dem Vordenker der Gruppe. Bruno lehnt die Zivilisation ab, er lebt in einer Neandertalerhöhle und sieht die Rettung der Menschheit in der Rückwendung zu ihren Ursprüngen. Die Auseinandersetzung mit ihm lässt Zweifel in der eigentlich so abgebrühten Sadie keimen, und sie, die die Fäden in der Hand zu halten glaubte, gerät mehr und mehr in seinen Bann.

«Mit ihrem neuen Roman erfindet Rachel Kushner das Genre des Spionagethrillers neu.» Berliner Zeitung



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Als Josef Kaarls Tochter – er ein erfolgreicher Unternehmer und großzügiger Mäzen der Prager Philharmonie – als vermeintliche Linksextremistin festgenommen wird, sieht er nur eine Chance: Sie soll erleben, was es heißt, im Arbeiterparadies zu leben. Da kommt ihm das Angebot einer ehemaligen Filmproduktionsfirma und jetzigen Reiseagentur gerade recht: „Ausflug in den Kommunismus! Erleben Sie die Fünfziger Jahre am eigenen Leib!“. Was als harmlos inszeniertes Experiment beginnt, wird für seine Familie schnell zum Verhängnis. Die akribische Rekonstruktion der 1950er Jahre in der Tschechoslowakei kippt in ein beklemmendes Szenario aus Macht, Manipulation und Angst. Ein packender, schwarzhumoriger Roman mit internationaler Strahlkraft.

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Reclams Klassikerinnen

Ein Roman über Widerstand und Alltag im »Dritten Reich« Die Schuhverkäuferin Elisabeth ist eine überzeugte Nationalsozialistin, und als sie am 1. Mai den SA-Mann Erwin kennen lernt, scheint zunächst das Glück perfekt. Doch dann wird Elisabeth schwanger, und Erwin rät ihr zur Abtreibung. Auch in politischer Hinsicht entfremden sich die beiden zunehmend, denn Elisabeth wird in ein Arbeitslager geschickt und beginnt dort das System zu hinterfragen. Als ihre Kollegin Selbstmord begeht, entschließt sich Elisabeth zum Protest ... Maria Leitner, die ab 1934 im Exil lebte, reiste undercover durch NS-Deutschland, um den Alltag in der Diktatur möglichst genau beschreiben zu können. Aus diesen gefährlichen Recherchen entstand der vorliegende Roman. »Maria Leitners Waffen waren die Sprache und ihr Mut und ihre Bereitschaft, sich den Gefahren ganz und gar auszusetzen.« Volker Weidermann, Die Zeit

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Wie die Deutschen zum NS-Regime standen. Eine Stimmungsgeschichte

Kein Volk von Ja-Sagern: Ein überraschender Blick auf die Stimmung im Nationalsozialismus Waren die Deutschen nach 1933 ein Volk von Jublern und Ja-Sagern? Die Mehrheit der Deutschen sei nach 1933 von einer rauschhaften nationalen Aufbruchstimmung ergriffen worden und habe sich überraschend schnell den neuen Machthabern angeschlossen, so lautet das gängige Urteil über die Zeit der Nazi-Diktatur. Es hält sich hartnäckig und prägt bis heute unsere Vorstellung von der »Machtergreifung« und ihren Folgen. Dieses Bild einer »Zustimmungsdiktatur« stellt Peter Longerich, einer der renommiertesten Historiker des Nationalsozialismus und Autor zahlreicher Bestseller, in seinem neuen Buch infrage. Auf der Basis von vielen tausend zeitgenössischen Berichten von verschiedenen Dienststellen der NS-Diktatur und jenen des sozialistischen Exils, die bisher in ihrer Gesamtheit noch nicht ausgewertet wurden, legt Longerich die erste Gesamtdarstellung der Volksstimmung im Dritten Reich vor. Sie zeigt, dass die Unzufriedenheit mit dem Regime in der Bevölkerung viel größer war als bisher angenommen. In sämtlichen Bevölkerungsgruppen, von den Bauern über die Arbeiterschaft bis zur bürgerlichen Mitte, war sie weit verbreitet – die »Volksgemeinschaft« erweist sich somit vor allem als ein Mythos der NS-Propaganda. Ein augenöffnendes Buch, das unseren Blick auf die Grundlagen und den Machtcharakter des NS-Regimes verändern wird.

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Meine Geschichte »Dieses Buch ist nicht nur das Zeugnis von Alexejs Leben, sondern auch von seinem standhaften Kampf gegen die Diktatur. Seine Geschichte wird nicht nur sein Andenken ehren, sondern auch andere Menschen inspirieren, sich für das Richtige einzusetzen und nie die Werte aus den Augen zu verlieren, die wirklich zählen.« Julija Nawalnaja

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Mitten in der Nacht passiert Unglaubliches: Ein zitternder, bibbernder Oktopus flüchtet sich zu Pepe ins Zimmer! Der Oktopus kann zwar nicht sprechen, aber über Farben und Formen kommunizieren. Und Pepe findet schnell heraus, dass es sich bei seinem neuen Freund um den ranghöchsten Diplomaten der Welt-meere handelt: Er soll in Europa ein generelles Plastikverbot bewirken. Doch die Müllmafia ist ihm dicht auf den Tentakeln und will genau das um jeden Preis verhindern. Der Oktopus braucht Hilfe – Pepes Hilfe! Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Dass ihre Flucht sie durch die halbe Welt bis ans Südchinesische Meer führen wird, kann Pepe noch nicht ahnen … Ein fast nicht erfundener Umweltkrimi, ein rasanter Roadtrip von hier bis China und die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft.

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Zwanzig Lektionen für den Widerstand

Wir sind nicht klüger als die Menschen, die erlebt haben, wie überall in Europa die Demokratie unterging und Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus kamen. Aber einen Vorteil haben wir. Wir können aus ihren Erfahrungen lernen. "Leiste keinen vorauseilenden Gehorsam." So lautet die erste von 20 Lektionen für den Widerstand, mit denen Timothy Snyder die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika auf das vorbereitet, was gestern noch unvorstellbar zu sein schien: einen Präsidenten, der das Gesicht der Demokratie verstümmelt und eine rechtsradikale Tyrannei zu errichten versucht. Doch nicht nur in den USA sind Populismus und autoritäres Führertum auf dem Vormarsch. Auch in Europa rückt die Gefahr von rechts immer näher – als ob es das 20. Jahrhundert und seine blutigen Lehren niemals gegeben hätte. Snyders historische Lektionen, die international Aufsehen erregt haben, sind ein Leitfaden für alle, die jetzt handeln wollen - und nicht erst, wenn es zu spät ist. Lektion 8: "Setze ein Zeichen." Dieses Buch tut es. Tun Sie es auch.

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Buchenwald und der Riss der Erinnerung | Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 (Sachbuch)

Auch 80 Jahre nach der Befreiung von Buchenwald ist die Erinnerung an den Holocaust nicht in der demokratischen Mitte angekommen. Die Angriffe auf das, was im Land Gedächtniskultur heißt, kommen nicht mehr nur von rechts. Warum? Was ist da los? Ines Geipel taucht noch einmal in die Vergangenheit ein, sucht nach den Quellen der Lagerwelt und befragt die Legenden nach 1945: von der vorbildlichen Aufarbeitung im Westen bis zum antifaschistischen Staatsmythos der DDR. Ein bestürzendes, hochaktuelles Buch über die alte und neue Unfähigkeit zu trauern und die Erinnerungskälte nach zwei Diktaturen.



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oder: Wie man den Mut zum Widerstand findet

Wie widersteht man einer Diktatur? - Volker Ullrichs Biographie des großen Widerstandskämpfers Helmuth James von Moltke

Widerstand gegen die Hitler-Diktatur - das forderte den ganzen Menschen. Das war eine Sache von Leben und Tod. Das hieß, den Lockungen eines unbeschwerten Familienlebens und einer verheißungsvollen Karriere zu entsagen. Das hieß, die Angst zu überwinden und sich täglich zu rüsten für den Kampf gegen ein menschenverachtendes Regime. All das verlangte viel Mut, große innere Unabhängigkeit, ein sicheres Empfinden für Recht und Unrecht und einen verlässlichen moralischen Kompass. Helmuth James von Moltke, der Kopf des Kreisauer Kreises, war einer der wenigen, die diese Eigenschaften mit sich brachten. In seiner neuen, glänzend geschriebenen Biographie erinnert Volker Ullrich an den großen Widerstandskämpfer und zeigt, dass sein Beispiel unserer Zeit mehr zu sagen hat, als uns lieb sein kann.

Anders als die meisten Mitglieder der bürgerlich-konservativen und der militärischen Opposition gegen Hitler war der am 11. März 1907 auf dem Familiengut im schlesischen Kreisau geborene Helmuth James von Moltke ein kompromissloser Gegner des Nationalsozialismus von allem Anfang an. Und er war der Spiritus Rector des Kreisauer Kreises, jener Widerstandsgruppe, die sich wie keine zweite in einem jahrelangen mühevollen Diskussionsprozess auf ein detailliertes Programm für eine Neuordnung nach Hitler verständigte. Bereits vor dem Attentat vom 20. Juli 1944 verhaftet, fiel er der Rache des Diktators zum Opfer und wurde von dessen Henker Roland Freisler vor dem Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Sein Briefwechsel mit seiner Frau Freya aus der Todeszelle in Tegel gehört zu den berührendsten Zeugnissen des Widerstands. Wie konnte Moltke zu dem werden, der er war? Woher nahm er die Kraft, wie fand er den Mut zum Widerstehen? Volker Ullrich stellt diese Fragen und erzählt die aufrüttelnde Lebensgeschichte eines Mannes, der Hitler bis zuletzt die Stirn bot.

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Hamburg, in der Zukunft. Die 37-jährige Mathilda lebt in einer Diktatur. Sie beendet ihre ungewollte Schwangerschaft heimlich mit einem Kleiderbügel – obwohl auf Abtreibungen in Deutschland eine lebenslange Haftstrafe steht. Das Gesetz hat die SfDD (Sieg für Deutschland und die Deutschen) unmittelbar nach ihrer Machtübernahme erlassen. Mit diesem drastischen Schritt beginnt Mathildas innere Rebellion gegen ein Regime, das sie zur Gebärmaschine degradieren will. Mathilda verrät ihrem Mann Finn nichts und spricht auch sonst mit niemandem, um ihr Verbrechen geheim zu halten. Doch dann entzünden sich ihre inneren Verletzungen. Wir doch nicht erzählt die Geschichte von Mathilda, beschreibt den Alltag in einer Diktatur, in der Frauen unterdrückt werden, und wie eine freie Demokratie zu einem totalitären Regime geworden ist.

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Frei von Lea Ypi | €14,00
Erwachsenwerden am Ende der Geschichte | Ein fesselndes Memoir über das poststalinistische Albanien

Albanien 1989 – es herrschen Mangelwirtschaft, die Geheimpolizei und das Proletariat. Für die zehnjährige Lea ist dieses Land ihr Zuhause: ein Ort der Geborgenheit, des Lernens und der Hoffnung. Alles ändert sich, als die Mauer fällt. Jetzt können die Menschen wählen, wen sie wollen, sich kleiden, wie sie wollen, anbeten, was sie wollen. Aber die neue Zeit zeigt bald ihr hartes Gesicht: Skrupellose Geschäftemacher ruinieren die Wirtschaft, die Aussicht auf eine bessere Zukunft löst sich auf in Arbeitslosigkeit und Massenflucht. Das Land versinkt im Chaos, und Lea beginnt sich zu fragen, was das eigentlich ist: Freiheit.

In hinreißender Prosa erzählt die Autorin ergreifend über das Erwachsenwerden im poststalinistischen Albanien und in einer schillernden Familie, die vom Sturm der Geschichte erfasst wird.



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Warum unsere Gefühle den Verstand verloren haben | Ein mutiges Buch, das hoffentlich nicht jedem gefallen wird. Über 100.000 verkaufte Exemplare von ›Lichtblick statt Blackout‹ Aufklärung statt Bauchgefühl: Unterhaltsames Plädoyer für einen faktenbasierten Blick auf die Gegenwart Weit über eine Million verkaufte Exemplare gesamt

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Ein Gespräch über flüchtige Überwachung

Das Thema Überwachung ist allgegenwärtig: Wir werden in der U-Bahn gefilmt, machen Privates auf Facebook öffentlich, Minidrohnen werden bald so billig sein, dass Neugierige ihre Nachbarn ausspionieren können. All das ist nicht nur für die Politik eine Herausforderung, sondern auch für die Soziologie. In dem in diesem Band dokumentierten Gespräch unternehmen Zygmunt Bauman und David Lyon, der Begründer der »Surveillance Studies«, den Versuch, Foucaults Idee des Panopticons und Deleuze' Überlegungen zur Kontrollgesellschaft auf den neuesten Stand der Technik zu bringen.

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Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2024. Ansprachen aus Anlass der Verleihung

Die polnisch-amerikanische Historikerin und Publizistin hat mit ihren so tiefgründigen wie horizontweitenden Analysen der kommunistischen und postkommunistischen Systeme der Sowjetunion und Russlands die Mechanismen autoritärer Machtergreifung und -sicherung offengelegt und sie anhand der Dokumentation zahlreicher Aussagen von Zeitzeug*innen verstehbar und miterlebbar gemacht. Mit ihren Forschungen zur Wechselwirkung von Ökonomie und Demokratie sowie zu den Auswirkungen von Desinformation und Propaganda auf demokratische Gesellschaften zeigt sie auf, wie fragil diese sind – besonders wenn Demokratien von innen, durch Wahlerfolge von Autokraten, ausgehöhlt werden. Historiographische Erkenntnisse mit wacher Gegenwartsbeobachtung zu verbinden, das gelingt Anne Applebaum in ihren Veröffentlichungen über autokratische Staatssysteme und deren international wirkende Netzwerke. In einer Zeit, in der die demokratischen Errungenschaften und Werte zunehmend karikiert und attackiert werden, wird ihr Werk zu einem eminent wichtigen Beitrag für die Bewahrung von Demokratie und Frieden.

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Karl Schlögel | €19,90
Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2025. Ansprachen aus Anlass der Verleihung

Der Stiftungsrat hat den deutschen Historiker und Essayisten Karl Schlögel zum Friedenspreisträger des Jahres 2025 gewählt. In seinem Werk verbindet Schlögel empirische Geschichtsschreibung mit persönlichen Erfahrungen. Als Wissenschaftler und Flaneur, als Archäologe der Moderne, als Seismograph gesellschaftlicher Veränderungen hat er schon vor dem Fall des Eisernen Vorhangs Städte und Landschaften Mittel- und Osteuropas erkundet. Er hat Kyjiw und Odessa, Lwiw und Charkiw auf die Landkarten seiner Leserinnen und Leser gesetzt und St. Petersburg oder Moskau als europäische Metropolen beschrieben. Mit seiner Erzählweise, die Beobachten, Empfinden und Verstehen verbindet, korrigiert er Vorurteile und weckt Neugier. Nach der Annexion der Krim durch Russland hat Karl Schlögel seinen und unseren Blick auf die Ukraine geschärft und sich aufrichtig mit den blinden Flecken der deutschen Wahrnehmung auseinandergesetzt. Als einer der Ersten hat er vor der aggressiven Expansionspolitik Wladimir Putins und seinem autoritär-nationalistischen Machtanspruch gewarnt. Eindrücklich beschreibt er die Ukraine als Teil Europas und fordert auf, das Land um unserer gemeinsamen Zukunft willen zu verteidigen. Seine Mahnung an uns: Ohne eine freie Ukraine kann es keinen Frieden in Europa geben.

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Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung

Wer heute in die deutsche Gesellschaft schaut, könnte denken: Es ist ein Land voller Drama, Gegeneinander und Spaltung. Dass dies so sei, ist eine Erzählung, die politisch generiert und medial verstärkt wird. Gilda Sahebi entlarvt sie als Lüge, als Herrschaftsinstrument autoritärer Kräfte. Studien zeigen immer wieder: Im eigenen Leben sind Menschen viel öfter zufrieden; sie helfen und unterstützen einander, suchen Verbindung, nicht Hass. Wo geht die Suche nach Verbindung auf der gesellschaftlichen Ebene verloren? Und was kann man tun, um der Erzählung von Spaltung keinen Raum im eigenen Leben zu geben?



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Tyrannen | €29,95
Eine Geschichte von Caligula bis Putin

VON CALIGULA BIS PUTIN – EINE GESCHICHTE DER TYRANNEI Tyrannen haben wieder Konjunktur. Eine wachsende Zahl von Autokraten ist dabei, dem westlichen Traum vom unaufhaltsamen Siegeszug der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein Ende zu bereiten. Darunter finden sich kriegslüsterne Despoten wie Putin, aber auch beunruhigende Gestalten vom Schlage eines Erdogan oder Kim Jong Un. Und selbst das Ursprungsland der westlichen Demokratie scheint vor dem Absturz in die Tyrannei nicht gefeit. In diesem Buch gehen renommierte Historikerinnen und Historiker der Frage nach, welche Wesenszüge und Handlungsweisen Tyrannen eigen sind - weshalb bestimmte Herrscher von der Antike bis heute so bezeichnet wurden. Was haben Verbrecher wie Putin und Assad und Finsterlinge wie beispielsweise Idi Amin oder Erdogan mit klassischen historischen Bösewichten wie Caligula, Nero, Richard III. oder Ivan dem Schrecklichen gemeinsam? Haben sie überhaupt etwas gemeinsam - außer dem Umstand, dass sie alle als "Tyrannen" oder "Despoten" bezeichnet werden? Die zwanzig hier versammelten präzisen und spannenden Portraits ausgewählter Protagonist:innen - entworfen von renommierten Historiker:innen - zeigen, dass die Antwort auf diese Frage nicht leichtfällt. Denn "Tyrannei" und "Despotie" sind keine neutralen empirischen Begriffe, sondern vielmehr Werturteile, politische Argumente. Als Tyrannen und Despoten bezeichnet man Machthaber, von denen man sich abgrenzen, gegen die man Widerstand organisieren, derer man sich entledigen oder gegen die man Krieg führen will. In diesem Buch geht es daher nicht einfach um die Frage, ob eine Person wirklich ein Despot oder Tyrann war, sondern vielmehr darum, warum und von wem jemand so wahrgenommen und bezeichnet wurde. Eine Geschichte der Tyrannen ist - wie sich zeigen wird - stets auch eine Geschichte der sich wandelnden Vorstellungen von unrechter Herrschaft, und es ist eine Geschichte der Konflikte um die politische Deutungshoheit über diese Frage. Dämonen der Geschichte – zwanzig renommierte Historikerinnen und Historiker erkunden eine Herrschaftsform Wo ein Tyrann herrscht, kann keine Freiheit sein Eine politische Tendenz zur Tyrannei in unserer Zeit ist auf dem Vormarsch Inhalt: Caligula (A. Winterling) | Nero (M. Meier) | Heinrich IV. (G. Althoff) | Richard III. (A. Krischer) | Katharina v. Medici (M. Garloff) | Ibrahim "der Wahnsinnige" (Chr. Vogel)

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Wie China der Schocktherapie entkam | Von der Erfinderin der Gaspreisbremse

Ein Lehrstück über den Umgang mit Preissteigerungen Nach dem Ende von Maos Herrschaft stand die politische Führung in China Ende der siebziger Jahre vor gewaltigen Problemen: Wie sollte sie das bankrotte Wirtschaftssystem neu erfinden? Wie eine galoppierende Inflation vermeiden, die als Schreckgespenst durch das Land spukte? Durch Schocktherapie oder schrittweise Reformen? Letztendlich obsiegten die Kräfte, die für einen staatlich gelenkten Wandel plädierten. Anders als Russland, das nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in einen katastrophalen Abwärtsstrudel geriet, erlebte China einen beispiellosen Aufstieg. Isabella M. Weber, eine der bedeutendsten Ökonominnen ihrer Generation, zeichnet in ihrem hoch gelobten Buch die damaligen Debatten um die Neugestaltung des chinesischen Wirtschaftssystems minutiös nach und ordnet diese Diskussionen in die langen Traditionen des ökonomischen Denkens im Reich der Mitte und des Westens ein. Insbesondere zeigt sie, wie es gelang, die Inflation zu begrenzen. Chinas Weg zurück in die Weltwirtschaft, so Weber, ist nicht nur die Geschichte einer einzigartigen Transformation. Angesichts der Verwerfungen auf den Energiemärkten und der dramatisch gestiegenen Lebenshaltungskosten sind die Auseinandersetzungen um Preiskontrollen und andere staatliche Eingriffe zudem lehrreich für aktuelle Debatten.

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Wie Putin das bedrohlichste Regime der Welt geschaffen hat

MICHAEL THUMANNS BESTSELLER MIT EINEM NEUEN KAPITEL ZUR AKTUELLEN LAGE In seinem SPIEGEL-Bestseller zeichnet der Moskau-Korrespondent der ZEIT Michael Thumann auf atemberaubende Weise den Absturz Russlands in eine zunehmend totalitäre Diktatur und den Weg in Putins imperialistischen Krieg aus nächster Nähe nach. Das Motiv des Diktators und seiner Getreuen: Revanche zu nehmen für die demokratische Öffnung nach 1991 und die vermeintliche Demütigung durch den Westen. Putins Herrschaft radikalisiert sich weiter. Es ist das bedrohlichste Regime der Welt. Die grundlegend überarbeitete und aktualisierte Taschenbuchausgabe enthält bislang unveröffentlichte Einsichten über Putins Verhältnis zu den radikalen Nationalisten im eigenen Land und die Stabilität seiner Herrschaft nach dem Aufstand und dem Tod seines Widersachers Prigoschin. "Ein großartiges Buch zur jüngsten Zeitgeschichte – glänzend geschrieben." ndr Kultur 40000 verkaufte Exemplare der HC-Ausgabe Mit einem neuen Kapitel zur Stabilität von Putins Herrschaft nach dem Aufstand und Tod Prigoschins Michael Thumann ist Moskau-Korrespondent der ZEIT und einer der besten Russlandkenner "Ein scharfsinniges, ein horizonterweiterndes Buch." Denis Scheck

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Pekings geheimes Netzwerk in Deutschland

Die Peking-Connection – Chinas geheime Netzwerke in Deutschland Der Traum ist genauso verwegen wie gefährlich. Peking will die Welt brutal an seinen Interessen ausrichten und nach chinesischem Vorbild in eine große Diktatur umwandeln. Auch in Deutschland arbeitet ein geheimes Netzwerk im Verborgenen daran und ist schon weit gekommen. Auch weil unsere Politik wegschaut – und sich in Teilen sogar zum Komplizen macht. In seinem Enthüllungsbuch enttarnt der erfahrene Investigativjournalist Markus Frenzel schonungslos die chinesischen Hintermänner und deckt die geheimen Netzwerke Pekings in Deutschland auf. Seit gut zehn Jahren führt China einen ausgeklügelten Angriffsplan auf unser westliches Gesellschaftsmodell aus, auf unsere Politik, auf unsere Art zu leben. Die idee geht auf Xi Jinping zurück, der seine autoritären Herrschaftsgelüste nach innen längst auch nach außen gekehrt hat. In Deutschland ist die Strategie schon weit fortgeschritten, chinesische Schergen und Helfershelfer agieren in Ministerien hinein, beeinflussen Abgeordnete im Bundestag oder ziehen die Fäden in der Wirtschaft. Mehr als ein Jahr hat ein Team von 21 Journalisten aus zehn Ländern die geheimen Pläne Pekings recherchiert und ein engmaschiges Netzwerk von Unterstützern in ganz Europa aufgedeckt. Für Deutschland beteiligte sich exklusiv der RTL-Reporter Markus Frenzel an den Enthüllungen, die erstmalig die Verstrickungen zwischen der Kommunistischen Partei Chinas, Einflussagenten sowie deutschen Wirtschaftsführern und Strippenziehern in der Politik durchleuchten. In seinem Enthüllungsbuch enttarnt der Investigativjournalist schonungslos die chinesischen Hintermänner, deckt die geheimen Netzwerke Pekings in Deutschland auf und benennt, wer hierzulande für das Wegschauen verantwortlich ist. "Russland ist der Sturm, China ist der Klimawandel." Thomas Haldenwang, Präsident Bundesamt für Verfassungsschutz • Wie Politik und Gesellschaft in Deutschland vom chinesischen Regime unterwandert werden • Mit bislang unveröffentlichtem, exklusivem Recherchematerial • Führender Enthüllungsjournalist eines europäischen Rechercheverbunds zum Thema • Eine scharfe Abrechnung mit der deutschen Chinapolitik der letzten Jahre • Für Leser:innen der "Moskau-Connection" • Vom Autor der erfolgreichen stern Investigativ-Fernsehdoku "Inside Reichsbürger" mit einer Million Zuschauern

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Zur Aktualität Michel Foucaults

Wie blicken wir heute auf Michel Foucault? Wie lässt sich die Wirkung seines vielgelesenen und vielkritisierten Werks in unserer Zeit einschätzen? Auf der einen Seite zählt es zu den kanonischen Quellen der neueren Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften, die Foucault so tiefgreifend geprägt hat wie sonst wohl kein anderer Autor der Nachkriegszeit. Auf der anderen Seite wird er in immer wiederkehrenden Debatten für irrationale Verirrungen und relativistische Sackgassen des zeitgenössischen Denkens verantwortlich gemacht.

Martin Saar und Frieder Vogelmann präsentieren in ihrer scharfsinnigen philosophischen Sondierung von Foucaults Vermächtnis weder eine unanfechtbare Autorität noch stoßen sie auf eine Zersetzung von Wahrheit, eine Verabsolutierung von Identität und eine Zersplitterung von Politik. Vielmehr entdecken sie ein hochbewegliches diagnostisches Denken, das sich den Voraussetzungen dessen widmet, was jeweils als wahr, authentisch oder legitim gilt. Foucaults berühmte distanzierende Operationen sind dabei primär Ausdruck eines Denkstils, der auf Intervention in die politisch-soziale Wirklichkeit zielt. Der philosophischen Kritik Foucaults geht es um nicht weniger als um die Bedingungen unserer Existenz.



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Roman Der neue Roman von Russlands bekanntestem, regimekritischen Gegenwartsautor »Sorokin lässt uns das Ausmaß an Irrationalität, deren Auswuchs der Krieg ist, ein wenig besser verstehen.« DIE ZEIT »Vladimir Sorokin wird immer besser.« Süddeutsche Zeitung

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Ein Vogelungeheuer, das Sünder verschlingt, nackte Körper in tantrischen Verrenkungen, ein Ohrenpaar, das eine geschärfte Klinge schwingt: Mit nur 20 Gemälden und neun Zeichnungen, die man ihm zweifelsfrei zuordnete, sicherte sich der niederländische Visionär Hieronymus Bosch (um 1450-1516) einen Platz als rätselhafte Ausnahmeerscheinung der Kunstgeschichte. Auch 500 Jahre nach seinem Ableben sind Künstler, Wissenschaftler, Musiker und Designer von seinen außergewöhnlichen Visionen gefesselt. Basierend auf der erfolgreichen XXL-Ausgabe, für die TASCHEN erst kürzlich restaurierte Werke neu und detailreich fotografieren ließ, präsentiert diese großformatige Monografie das Gesamtwerk Boschs. Unter fachkundiger Anleitung des Kunsthistorikers und Bosch-Experten Stefan Fischer entdecken wir die zahlreichen faszinierenden Elemente, die jede Szenerie bevölkern, von Zwitterwesen zwischen Mensch und Tier bis zur ironischen Verbildlichung von Sprichwörtern und Redensarten. Der Band fasst all die schwer fassbaren Fäden seines Schaffens zu einem umfassenden Überblick zusammen und macht sichtbar, was Bosch und seine Malerei so immens einflussreich machte. Features: Hochauflösende, ganzseitige Reproduktionen zur Feier der außergewöhnlichen kompositorischen Bandbreite des Werks Zahlreiche Detailvergrößerungen zur Sichtbarmachung der faszinierenden und bizarren Elemente sowie unerwarteter technischer Details, von subtilen Pinselstrichen bis zur Maserung der Leinwand Das Jüngste Gericht als ausklappbare Doppelseite Ein Sonderkapitel über Boschs wohl berühmtestes Werk, das hypnotisierende, furchterregende Triptychon Der Garten der Lüste.

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Ein Vogelungeheuer, das Sünder verschlingt, nackte Körper in tantrischen Verrenkungen, ein Ohrenpaar, das eine geschärfte Klinge schwingt: Mit nur 20 Gemälden und neun Zeichnungen, die man ihm zweifelsfrei zuordnete, sicherte sich der niederländische Visionär Hieronymus Bosch (um 1450-1516) einen Platz als rätselhafte Ausnahmeerscheinung der Kunstgeschichte. Auch 500 Jahre nach seinem Ableben sind Künstler, Wissenschaftler, Musiker und Designer von seinen außergewöhnlichen Visionen gefesselt. Basierend auf der erfolgreichen XXL-Ausgabe, für die TASCHEN erst kürzlich restaurierte Werke neu und detailreich fotografieren ließ, präsentiert diese großformatige Monografie das Gesamtwerk Boschs. Unter fachkundiger Anleitung des Kunsthistorikers und Bosch-Experten Stefan Fischer entdecken wir die zahlreichen faszinierenden Elemente, die jede Szenerie bevölkern, von Zwitterwesen zwischen Mensch und Tier bis zur ironischen Verbildlichung von Sprichwörtern und Redensarten. Der Band fasst all die schwer fassbaren Fäden seines Schaffens zu einem umfassenden Überblick zusammen und macht sichtbar, was Bosch und seine Malerei so immens einflussreich machte. Features: Hochauflösende, ganzseitige Reproduktionen zur Feier der außergewöhnlichen kompositorischen Bandbreite des Werks Zahlreiche Detailvergrößerungen zur Sichtbarmachung der faszinierenden und bizarren Elemente sowie unerwarteter technischer Details, von subtilen Pinselstrichen bis zur Maserung der Leinwand Das Jüngste Gericht als ausklappbare Doppelseite Ein Sonderkapitel über Boschs wohl berühmtestes Werk, das hypnotisierende, furchterregende Triptychon Der Garten der Lüste.

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Roman | Shortlist Deutscher Buchpreis 2026. Ausgezeichnet mit dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung 2026 und dem »aspekte«-Literaturpreis

Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester Lada in Berlin mit einer Sanierung, die ihr Wohnhaus unbewohnbar macht. Auch versteht sie nicht, warum ihr Bruder nach Kriegsbeginn in Moskau geblieben ist, doch steckt Konstantin bis zum Hals in Schwierigkeiten, an denen sein Patenonkel nicht unschuldig ist, ein Oligarch mit transhumanistischen Ambitionen, der auch Lada in Bedrängnis bringt. Sprachgewaltig, lustvoll und berauschend. Eine Wunderkammer und ein Höllenritt.



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Ein Reiselesebuch

Ein Portrait der literarischen und biografischen Orte Kafkas in seiner Heimatstadt, in Text und Bild. Franz Kafka hat seine Heimatstadt Prag nur selten verlassen und war zudem ein notorischer »Herumtreiber« auf ihren Plätzen und Straßen. Klaus Wagenbach, dienstälteste aller Kafkawitwen, ist ihm nachgegangen. Das kleine Kompendium besteht aus sechs Teilen: In den ersten beiden werden der Autor, sein Tagesablauf und seine Stadt vorgestellt – die Stadtteile und ihre Bevölkerung, die beiden Sprachen, Handel und Ökonomie, Geld und Verkehrsmittel. Das dritte Kapitel ist dem Geburtshaus und all den anderen Häusern, in denen er wohnte und schrieb, gewidmet. Der vierte Teil handelt von Ausbildung und Beruf: Wo ging Kafka ins Gymnasium und wo war das »Büro«, die Arbeiter-Unfall-Versicherungsanstalt? Die beiden letzten Teile stellen literarische Orte, Vergnügungen und Lieblingsspaziergänge vor. Einige Stadtpläne erläutern die Orte und Wege, zeitgenössische Photos zeigen den früheren Zustand.

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Erinnerungen

Die Erinnerungen der »Überlebenden« Trude Simonsohn. Rückschau, Bilanz und Blick nach vorn. Seit Jahrzehnten erzählt die in Frankfurt lebende Trude Simonsohn in Schulen, Institutionen und kulturellen Vereinen aus ihrem Leben, das sie zu einer Zeugin der großen politischen Verwerfungen im zwanzigsten Jahrhundert werden ließ. 1921 in Olmütz geboren, wuchs sie zweisprachig auf, besuchte das deutsche Gymnasium, durfte aber nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht und der Annexion der Tschechoslowakei als Jüdin keine Berufsausbildung absolvieren. Sie verlor ihren Vater im KZ Dachau, ihre Mutter in Auschwitz. Sie selbst engagierte sich in der jüdischen Jugendarbeit und Vorbereitung der Auswanderung deutscher und tschechischer Juden nach Palästina. 1942 wurde sie nach dem Attentat auf Reinhard Heydrich des Hochverrats angeklagt, in Einzelhaft genommen, später in verschiedene Konzentrationslager verschleppt, bevor sie schließlich im Mai 1945 aus dem KZ Merzdorf bei Groß-Rosen befreit wurde. Nach 1945 arbeitete sie für die jüdische Flüchtlingshilfe in der Schweiz, machte eine Ausbildung zur Krankenpflegerin, kümmerte sich um tuberkulosekranke und traumatisierte Kinder, die durch den Holocaust zu Waisen geworden waren. 1955 ging sie nach Frankfurt am Main, wo sie in der jüdischen Gemeinde die Stelle für Sozialarbeit und Erziehungsberatung übernahm, 1989–1992 den Gemeindevorsitz. Trude Simonsohn ist am 6. Januar 2022 in Frankfurt verstorben. Die Erinnerungen an ihr ereignisreiches Leben schrieb die 90-Jährige zusammen mit der Frankfurter Sozialwissenschaftlerin Elisabeth Abendroth auf.

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Ein stiller Held des Holocaust und die Kinder, die er rettete

Im Dezember 1938 sagt der junge Engländer Nicholas Winton seinen Skiurlaub ab. Er fährt stattdessen nach Prag und rettet in den darauffolgenden Wochen und Monaten fast 700 jüdische Kinder vor den Nazis, indem er Kindertransporte von Prag nach England organisiert. Eines dieser Kinder ist die kleine Vera Gissing, die im Sommer 1939 ihr Dorf und ihre Familie verlässt. Sie wird die Nazizeit überleben, aber ihre Familie nie wiedersehen. Wie es ist, wenn man sein Zuhause verlassen muss, das können schon kleine Kinder verstehen. Und auch, dass da ein Mensch ist, der es als seine Aufgabe begreift, anderen zu helfen und nicht wegzusehen. In leuchtenden, poetischen Bildern verwebt der Ausnahmekünstler Peter Sís die Lebensgeschichten der beiden und erzählt von Menschlichkeit, Anstand und Mut.

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Die Welt am Scheideweg

Als die Welt den Atem anhielt: drei Tage zwischen Krieg und Frieden

München 38 steht für Appeasement gegenüber Aggressoren. Denn auf der Münchner Konferenz gaben Chamberlain und Daladier den Drohungen Hitlers nach und ließen die Tschechoslowakei im Stich. Knapp ein Jahr später begann dennoch der Zweite Weltkrieg. Daniel Hedinger und Christian Goeschel erzählen die Geschichte der dramatischen drei Tage im September 1938, an denen die Welt den Atem anhielt, und betten sie ein in die globale Geschichte der Vorkriegszeit. Dabei wird deutlich, wieviel uns die Ereignisse von München auch heute noch zu sagen haben.

In den letzten Septembertagen des Jahres 1938 lag Krieg in der Luft. Die Konferenz in München, der Hauptstadt der NS-Bewegung, war ein letzter, verzweifelter Versuch Frankreichs und Großbritanniens, den Frieden in Europa und damit der Welt zu retten. München ist seitdem ein globaler Erinnerungsort. Doch wurde er bislang zu sehr aus einer rein europäischen Perspektive betrachtet. Dies übersieht die globalen Hintergründe und Auswirkungen der Konferenz. Der Aufstieg des Faschismus hatte vorher bereits die bestehende Weltordung in Frage gestellt. Erst vor diesem Hintergrund konnte Hitler seine Expansion vorantreiben. Die Welt schaute zudem sehr genau auf die Ereignisse von München und zog ihre Lehren daraus. Und so schwächte das Zurückweichen vor Hitler die demokratischen Abwehrkräfte im Inneren und ermunterte die aggressiven Mächte zu weiterer Expansion - in Europa ebenso wie im Rest der Welt. Auch deshalb ist München 38 ein Menetekel für unserer Zeit.

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Roman eines Jahres

Eigentlich dachte Ari, der Ich-Erzähler von Maxim Billers neuem Roman, Ende der siebziger Jahre sei das Schlimmste vorbei gewesen: Nach ihrer Flucht aus der kommunistischen Tschechoslowakei, wo sein Vater als Jude und Zionist vom Geheimdienst überwacht wurde, landeten er und seine Familie in einer Hamburger Altbauwohnung im legendären Grindelviertel. Wo früher ein blühendes jüdisches Leben war, saßen bei Aris Ankunft linke Gymnasiasten und Studenten der Nach-68er-Generation in Cafés und Seminarräumen und träumten vom Ende Israels. Als er dann aber 1982, zu Beginn des goldenen Pop-Jahrzehnts, zum Studieren nach München weiterzog, schienen sich die Wolken des neualten Judenhasses verzogen zu haben. Dass der wiederkommen würde, offener, radikaler, hätte Ari nie gedacht – bis zu dem Tag im Oktober 2023, an dem Hamas-Terroristen, erfüllt von tiefreligiöser, exterminatorischer Wut, de

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Der Plan der Rechtspopulisten – in Europa und den USA Ein ideales Autorenduo: Peter R. Neumann zählt zu den gefragtesten Extremismusexperten, der langjährige ARD-Korrespondent und Bestsellerautor Richard C. Schneider ist bereits als Dokumentarfilmer zum Thema ausgewiesen.

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Kanzler nach der Katastrophe. Biographie

Die aktuelle Adenauer-Biographie von Norbert Frei

Unter den Kanzlern der Bundesrepublik Deutschland ragt Konrad Adenauer heraus. Er ist es, der nach NS-Diktatur, Zweitem Weltkrieg und Holocaust 1949 die erste Bundesregierung bilden kann und die von außen gestiftete Demokratie im Westen verankert. Damit legt er die Fundamente einer Erfolgsgeschichte, die den Westdeutschen auf Jahrzehnte hinaus Wohlstand und Frieden beschert. Aber Adenauer ist es auch, der die deutsche Teilung in Kauf nimmt und Millionen seiner Landsleute ein Beschweigen ihrer Vergangenheit ermöglicht. Der renommierte Zeithistoriker Norbert Frei nimmt den 150. Geburtstag des Gründungskanzlers zum Anlass für ein unbestechliches Portrait des Mannes, der die deutsche Geschichte nach 1945 geprägt hat wie niemand sonst.

In seiner schlanken, elegant geschriebenen Biographie schildert Norbert Frei Leben und Leistung des ersten Bundeskanzlers aus der Perspektive der Gegenwart. Er beschreibt Adenauers politische Stationen vom Kölner Oberbürgermeister der Weimarer Republik über die Zeit des Dritten Reiches bis zum zupackenden Gründungskanzler. Vor allem aber analysiert er Adenauers Politik nach der deutschen Katastrophe: die unbedingte Westbindung, die der Kanzler gegen zahlreiche Widerstände und Hindernisse durchsetzte, aber auch seine gravierenden Versäumnisse bei der Entwicklung einer demokratischen politischen Kultur. Frei stellt uns einen konservativen Katholiken, einen autokratischen Parteiführer, einen skrupellosen Taktiker, einen weitblickenden Europäer und einen seinem eigenen Volk mit viel Skepsis, ja Misstrauen begegnenden Deutschen vor einen der großen Staatsmänner des 20. Jahrhunderts.

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Wer Hitler an die Macht brachte und was wir daraus lernen können

Der renommierte Historiker und Sorbonne-Professor Johann Chapoutot seziert in diesem eindrucksvollen Werk die letzten Jahre der Weimarer Republik: Wie eine konservative Elite, getragen von Wirtschaftsinteressen, Medienmacht und antidemokratischer Haltung, den Nationalsozialisten den Weg bereitete – wider besseres Wissen. Das Ende der ersten deutschen Demokratie war, so zeigt Chapoutot, kein Zusammenbruch durch äußere Zwänge, sondern ein bewusster »Pakt mit dem Teufel«, geschlossen von einer kleinen Gruppe von Verantwortungslosen, die meinten, mit Hitler ihre Interessen durchsetzen und ihn dabei kontrollieren zu können. Gestützt auf neuere wie klassische Forschung, darunter auch Hermann Brochs Analyse »Die Schuldlosen«, bietet das Buch eine historische Nachhilfestunde mit erschreckender Aktualität: Denn auch heute erleben wir, wie autoritäre Versuchungen, Populismus und die Aushöhlung demokratischer Institutionen wieder salonfähig werden – in Frankreich, Deutschland, Europa und in den USA.

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"THOMAS PIKETTY IST DABEI, DER KARL MARX DES 21. JAHRHUNDERTS ZU WERDEN." WALTRAUD SCHELKLE, FAZ Mit dem Weltbestseller "Das Kapital im 21.Jahrhundert" hat Thomas Piketty eines der wichtigsten Bücher unserer Zeit geschrieben. Jetzt legt er mit einem gewaltigen Werk nach: Kapital und Ideologie ist eine so noch niemals geschriebene Globalgeschichte der sozialen Ungleichheit und ihrer Ursachen, eine unnachsichtige Kritik der zeitgenössischen Politik und zugleich der kühne Entwurf eines neuen und gerechteren ökonomischen Systems. Nichts steht geschrieben: Der Kapitalismus ist kein Naturgesetz. Märkte, Profite und Kapital sind von Menschen gemacht. Wie sie funktionieren, hängt von unseren Entscheidungen ab. Das ist der zentrale Gedanke des neuen Buches von Thomas Piketty. Der berühmte Ökonom erforscht darin die Entwicklungen des letzten Jahrtausends, die zu Sklaverei, Leibeigenschaft, Kolonialismus, Kommunismus, Sozialdemokratie und Hyperkapitalismus geführt und das Leben von Milliarden Menschen geformt haben. Seine welthistorische Bestandsaufnahme führt uns weit über Europa und den Westen hinaus bis nach Asien und Afrika und betrachtet die globalen Ungleichheitsregime mit all ihren ganz unterschiedlichen Ursachen und Folgen. Doch diese eindrucksvolle Analyse ist für Thomas Piketty kein Selbstzweck. Er führt uns mit seinen weitreichenden Einsichten und Erkenntnissen hinein in die Krise der Gegenwart. Wenn wir die ökonomischen und politischen Ursachen der Ungleichheit verstanden haben, so Piketty, dann können wir die notwendigen Schritte für eine gerechtere und zukunftsfähige Welt konkret benennen und angehen. "Kapital und Ideologie" ist das geniale Werk eines der wichtigsten Denker unserer Zeit, eines der Bücher, die unsere Zeit braucht. Es hilft uns nicht nur, die Welt von heute zu verstehen, sondern sie zu verändern. Soziale Ungleichheit ist kein Naturgesetz Ein unverzichtbares Buch für unsere Zeit "Lesen wir also dieses Buch zu Ende, und krempeln wir die Ärmel hoch. Thomas Piketty führt uns vor Augen, dass es an uns ist, Geschichte zu schreiben." Esther Duflo, Nobelpreisträgerin für Ökonomie

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Hitler und kein Ende Kein Zweifel, Adolf Hitler war ein verbohrter Ideologe, dessen politisches Handeln von Rassismus und extremem Judenhass geprägt war. Zugleich aber konnte der faschistische Diktator durchaus anpassungsfähig sein und realpolitisch handeln. Tatsächlich handelte der Versager aus Österreich oft strategisch. Er kopierte das faschistische System seines Vorbildes Benito Mussolini in entscheidenden Punkten, bevor er es freilich zu einem totalitären Faschismus ausbaute und das Dritte Reich in den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg führte. Wolfgang Schieder, der große Historiker des deutschen Nationalsozialismus und italienischen Faschismus, gewinnt dem Rätsel Hitler in dieser neuen Biografie überraschend neue Akzente ab und zeigt, dass manche von Adolf Hitlers Entscheidungen in einem anderen Licht zu sehen sind. Eine knappe Biografie Adolf Hitlers auf höchstem Niveau und mit neuen Akzenten Der deutsche Diktator so tiefgründig und verständlich wie noch nie dargestellt Die dunkelste Zeit und der verhängnisvollste Akteur der deutschen Geschichte im Brennpunkt Von einem der erfahrensten Historiker des deutschen und italienischen Faschismus Wolfgang Schieder ist Ehrendoktor der Universität Bologna und Träger des Verdienstkreuzes 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland Die Hitler-Biografie für die Zukunft Adolf Hitler muss als Extremausbildung des faschistischen Diktators gesehen werden. Das Interesse an neuen Antworten auf die Fragen, wie sein Aufstieg möglich war und wie er die wohl verhängnisvollste Diktatur der europäischen Geschichte errichten konnte, wird nicht aufhören. Je umfangreicher die Biografien über Hitler jedoch wurden, desto weniger können sie mit ihrer enormen Materialfülle noch wirklich rezipiert werden. Eine knappe Biografie, getragen von der ganzen Erfahrung eines langen Forscherlebens und auf dem allerneusten Stand der Forschung, war deshalb überfällig. Eine Meisterleistung, an der in Zukunft keiner vorbeikommt.

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Hamburg, in der Zukunft. Die 37-jährige Mathilda lebt in einer Diktatur. Sie beendet ihre ungewollte Schwangerschaft heimlich mit einem Kleiderbügel – obwohl auf Abtreibungen in Deutschland eine lebenslange Haftstrafe steht. Das Gesetz hat die SfDD (Sieg für Deutschland und die Deutschen) unmittelbar nach ihrer Machtübernahme erlassen. Mit diesem drastischen Schritt beginnt Mathildas innere Rebellion gegen ein Regime, das sie zur Gebärmaschine degradieren will. Mathilda verrät ihrem Mann Finn nichts und spricht auch sonst mit niemandem, um ihr Verbrechen geheim zu halten. Doch dann entzünden sich ihre inneren Verletzungen. Wir doch nicht erzählt die Geschichte von Mathilda, beschreibt den Alltag in einer Diktatur, in der Frauen unterdrückt werden, und wie eine freie Demokratie zu einem totalitären Regime geworden ist.

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Über den grassierenden Rechtspopulismus in Österreich und Deutschland und die Verschärfung der Debatten

Im Herbst 2024 wählt Österreich einen neuen Nationalrat, und der Wahlkampf hat längst begonnen. Thomas Köck führt Buch über die alltäglichen politischen Entgleisungen: Da werden Messer auf Wahlkampfveranstaltungen geschliffen und Journalisten vor laufender Kamera in den Schwitzkasten genommen, während österreichische Aktivisten der Neuen Rechten in Deutschland Vorträge über Massenabschiebungen halten und Spenden aus bürgerlichen Kreisen sammeln. Köck kommt mit seinem Protokoll der (sprachlichen) Eskalation kaum noch hinterher. Aber er belässt es nicht bei der Buchführung: Unter Rückgriff auf Fragen nach Klasse, Herkunft und Ökonomie versucht er zu verstehen, wie Österreich zum Prototyp rechter Subjektbildung in Europa werden konnte. Es entsteht eine wütende, bisweilen ironisch bissige Intervention in jenem Wahljahr, in dem Herbert Kickl der erste rechtsextreme Bundeskanzler in Österreich seit 1945 werden könnte. »Die Geschichte wiederholt sich immer zweimal, right? Das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce. In Österreich wiederholt sich nur noch die Farce, und die vergisst irgendwann ihr Gesicht und wird wieder zur Fratze, zur Groteske.«

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Roman

Von einer Gegenwart, die gern mehr über ihre Zukunft wüsste. Der neue Roman von Jonas Lüscher Ein algerischer Soldat gerät in den ersten deutschen Giftgasangriff, beschließt, einer müsse damit aufhören, steht auf und geht. Im Kairo der Zukunft beobachtet eine Stand-up-Comedian eine Androidin beim Lachen über ihre Witze. Ein böhmischer Weber wird durch einen automatisierten Webstuhl ersetzt, raubt einen Hammer und attackiert den Apparat. Wovon träumen wir Menschen des Kapitalismus, wovon unsere sich zunehmend gegen uns erhebenden Maschinen? Im einzigartigen Spiegelraum dieses Romans ist kein Konflikt vorbei und noch jede Geschichte möglich. Klug und irrsinnig, komisch und scharf erzählt Jonas Lüscher auf der Höhe seiner Kunst.

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Die Neunziger – das Jahrzehnt der Freiheit Eine aufregende Reise durch Kultur und Gesellschaft der Neunziger. Ein Jahrzehnt, das wie kein anderes für Freiheit und Euphorie steht – aber auch eines, in dem sich schon jene neue Weltordnung abzeichnet, in der wir heute leben. Von der Euphorie der Wendejahre bis zu den Terroranschlägen von 9/11: das große, farbige Panorama eines wilden, freien, ästhetisch gelegentlich fragwürdigen wie politisch entscheidenden Jahrzehnts. «Jens Balzer, einer der profiliertesten deutschen Popjournalisten, hat tatsächlich die Kulturgeschichte einer Dekade geschrieben», so die «Süddeutsche Zeitung» über Balzers Achtziger-Jahre-Buch «High Energy». Mit seinem neuen Buch führt Balzer seine großartige Kultur- und Gesellschaftsgeschichte weiter.

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Roy Lichtenstein | €45,00
Diese umfassende Publikation über Roy Lichtenstein, einem der einflussreichsten Pioniere der Kunst des 20. Jahrhunderts und einem der wichtigsten Protagonisten der Pop Art, erscheint anlässlich der Wiederkehr seines 100. Geburtstages. Bedeutende Hauptwerke stellen die wichtigsten Etappen seines abwechslungsreichen Oeuvres von den frühen 1960er-Jahren bis zum Spätwerk vor: von den berühmten Ikonen der Pop Art der 1960er-Jahre, den stereotypisierten Blondinen und klischeehaften Kriegshelden, die Lichtenstein durch die Aneignung von Mickey-Mouse-, Liebes- und Kriegscomics sowie beliebter Werbesujets ironisiert darstellt und damit den Konstruktionen von Weiblichkeit und Männlichkeit der Konsumgüterindustrie der Nachkriegszeit und den ersten Protesten der amerikanischen Frauen-, Antivietnam- und Antinuklearbewegung begegnet; über Lichtensteins Kunst nach Kunst von Picasso, über Monet bis zu den Surrealisten; seine Reinszenierung des Stilllebens; seinen futuristisch anmutenden Wandmalereien, Emaille- und Rowlux-Gemälden; bis hin zu den selbstreferenziellen Spiegel-Serien, Interieurs und Landschaften sowie den aus Ben-Day-Punkten konstruierten, monumentalen „Pinselstrichen“, mit denen Lichtenstein dem subjektiven künstlerischen Ausdruck der Abstrakten Expressionisten eine Absage erteilt. Lichtensteins Bilder beziehen sich fast immer auf Bilder, zeigen eine Wirklichkeit zweiten Grades, wobei sie sich gleichermaßen der „High“ & „Low Art“ bedienen. Seine Cartoon-Ästhetik und Imitation von industriellen Drucktechniken bilden ebenso einen Schwerpunkt dieser Publikation wie sein bisher weniger bekanntes skulpturales Werk, eine Kunst, von der Lichtenstein behauptete, dass sie nichts mit ihm zu tun habe.

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1980–1994

Nach „Bremen und seine Bauten 1950–1979" präsentiert der nunmehr vierte Band der Reihe die umfangreiche Baugeschichte Bremens im Zeitraum von 1980 bis 1994. Besondere Aspekte dieser Phase der baulichen Entwicklung sind die „Grenzen des Wachstums“ in den 1980er-Jahren, die beginnende Diskussion um eine Neuentwicklung der innenstadtnahen Hafenareale, erste Zweifel am Ideal des „autogerechten“ Stadtumbaus und die Bemühungen, die Innenstadt für Bürger:innen, aber auch für Tourist:innen attraktiv zu gestalten. Und auch das ausgeprägte Interesse der Bremer:innen an der baulichen Entwicklung entsprach dem Zeitgeist und zeigte sich in Debatten und Bürgerinitiativen, die nicht selten auch korrigierend auf die Stadtentwicklungspolitik gewirkt haben. In städtebaulicher und architektonischer Hinsicht ist die Entwicklungsphase durch einen Paradigmenwechsel gekennzeichnet, der unter dem Stichwort „Postmoderne Architektur“ ausführlich beleuchtet wird. Räumliche Schwerpunkte dieser baulichen Entwicklung sind z. B. die Innenstadt, der Teerhof, das sanierte Ostertorviertel oder die Universität mit dem Technologiepark. „Bremen und seine Bauten 1980–1994“ ist mit zahlreichen, meist zeitgenössischen Fotografien illustriert. 150 chronologisch geordnete Einzelbeschreibungen wichtiger Bauten dieser Zeit ergänzen die Texte zum Baugeschehen.

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Die visuelle Geschichte. Design aus Haushalt, Handwerk, Mobilität oder Elektronik in mehr als 1200 Abbildungen

Die Welt der schönen Dinge Was ist Design? Und wie geht schön? Egal ob Stuhl, Auto, Radio oder Werbeplakat – es gibt Objekte, die wir als zeitlos schön empfinden, weil in ihnen Funktion, Form, Proportionen und Farben ideal zusammenspielen. In dieser visuellen Enzyklopädie sind sie versammelt und erklärt. Chronologisch gegliedert, bietet das Buch einen Überblick über die Epochen und Entwicklungen von Produkt-, Alltags- und Grafik-Design und zeigt Designklassiker von Tiffany bis Apple. Eine einzigartige visuelle Reise durch die Design-Geschichte Die aufwendig gestaltete Enzyklopädie gibt Interessierten neben einem Einblick in die Ursprünge unseres Design-Verständnisses einen Überblick über Design-Epochen. Werkzeuge und Elemente von Design werden ebenso aufgezeigt wie wichtige Einflüsse und Meilensteine. Sonderseiten zeigen dabei besonders sehenswerte Objekte großformatig und mit vielen Einzelheiten. Auch einflussreiche Gestalter, Gruppen oder Unternehmen von Thonet über Gaudí bis IKEA erhalten eigene Sonderseiten. So bleiben keine Fragen offen! - Design aus Haushalt, Handwerk, Mobilität oder Elektronik in mehr als 1200 Abbildungen - Vom Thonet-Stuhl Nr. 14 bis zur Apple Watch: Exemplarische Objekte aus allen wichtigen Epochen und Bewegungen seit 1850 - Einführung in die Grundlagen: Hintergrundinformationen zu den Ursprüngen des Designens, verschiedenen Epochen sowie zur Bedeutung von Farbe, Form und Muster für ein Objekt - Mit Porträts prägender Designer*innen und Hersteller wie Antoni Gaudi, WMF, Philippe Starck, Jonathan Ive oder IKEA Lernen Sie mehr über Design und herausragende Designer*innen und tauchen Sie ein in die Welt der schönen Objekte.

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Der neue Roman von Thomas Pynchon

Milwaukee, 1932: Amerika steckt in der Großen Depression, die Aufhebung der Prohibition steht kurz bevor, Al Capone sitzt im Knast. Hicks McTaggart, Privatdetektiv, nimmt einen Routinejob an: Er soll die ausgebüxte Erbin eines Käse-Fabrikanten ausfindig machen und nach Hause bringen. Doch unversehens findet er sich auf einem Ozeandampfer wieder und landet schließlich fern jedem Seehafen in Ungarn, wo eine Sprache wie von einem anderen Stern gesprochen wird und es genug Backwaren gibt, um einen Detektiv bis ans Lebensende zu versorgen, aber jede Spur von der flüchtigen Erbin fehlt. Als Hicks sie endlich gefunden hat, steckt er bis zum Hals in Verwicklungen mit Nazis, sowjetischen Agenten, britischen Gegenspionen, Swing-Musikern und Liebhabern paranormaler Praktiken. Der einzige Hoffnungsschimmer am Horizont: Es kündigt sich die große Zeit der Big Bands an, und zufällig ist Hicks

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Die letzten Jahre der Philosophie und der Beginn einer neuen Aufklärung 1948 – 1984 | SPIEGEL-Bestseller

Vom Wagnis, selbst zu denken

Welche Philosophie kann uns heute noch leiten? Auf den Spuren von Theodor W. Adorno, Susan Sontag, Michel Foucault und Paul K. Feyerabend entwirft »Geister der Gegenwart» ein großes Ideenpanorama der westlichen Nachkriegszeit. Wolfram Eilenberger erzählt mitreißend vom Aufbruch in eine neue Aufklärung, der direkt zu den Bruchlinien unserer Zeit führt. 

Winter 1949: Theodor W. Adorno kehrt aus den USA ins zerstörte Frankfurt zurück, Paul K. Feyerabend kriegsversehrt nach Wien. Wunderkind Susan Sontag besucht Thomas Mann in Los Angeles. Der junge Michel Foucault begeht in Paris einen weiteren Selbstmordversuch. Als Folge der Weltkriegskatastrophe suchen diese vier Selbstdenker ihren Weg in ein neues Philosophieren. Über die kommenden Jahrzehnte revolutionieren sie die Art und Weise, wie wir über unsere Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft nachdenken.

Wolfram Eilenberger legt erneut ein erzählerisches Meisterwerk vor, das am Beispiel dieser vier mutigen Geister von der Kraft der Philosophie kündet, einen Ausgang aus den Engen der Gegenwart zu finden. Voller überraschender Einsichten und befreiender Impulse für unsere Zeit der Krise.

Shortlist Tractatus - Essaypreis des Philosophicum Lech



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Roman | Ein verspielter, mitreißender, humoristischer Roman, der sich der schwierigen Frage stellt, wie Literatur den Schrecken der Gegenwart begegnen

Wenn die Wirklichkeit in die Fiktion einfällt, wird es wild und schwarzhumorig

Ukraine, 2022. Jewa ist eine Schneckenforscherin, die aussterbende Arten in einem mobilen Labor retten will. Die immer erfolglosere Arbeit finanziert sie mit ihrer Schönheit. Als „Braut“ einer Heiratsagentur unterhält sie westliche Männer auf der Suche nach einer fügsamen Frau fürs Leben. So lernt sie die Schwestern Nastia und Sol kennen, die das aktivistische Werk ihrer vermissten Mutter fortsetzen wollen. Ihr Plan: Heiratstouristen in Jewas Transporter kidnappen und aufmerksamkeitsträchtig im Wald aussetzen. Bald geht's los: drei wütende Frauen, dreizehn ahnungslose Junggesellen und Lefty, eine linksgewundene Schnecke, das letzte Exemplar ihrer Art – doch dann überfallen die Russen das Land... Und der Roman nimmt eine ungeahnte Wendung. Oder zwei. ›Ein Königreich für eine Schn

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Eine Weltgeschichte | PLATZ 1 SACHBUCH-BESTENLISTE | Ein preisgekröntes und bahnbrechendes Werk über den globalen Einfluss Maos und Chinas von einer vi

PLATZ 1 SACHBUCH-BESTENLISTE WIE DIE WELT DEM MAO-FIEBER ERLAG Unter der Herrschaft Xi Jinpings prägt der Maoismus bis heute die Politik Chinas. Umso wichtiger ist es, seine Geschichte zu verstehen. Revolutionär, brutaler Diktator, Pop-Ikone: Mao Zedong war eine der prägendsten Personen des 20. Jahrhunderts. Das kleine Rote Buch, bis heute knapp eine Milliarde Mal gedruckt, verbreitete sein Denken weltweit. Antikoloniale Bewegungen beriefen sich ebenso auf den Großen Vorsitzenden wie Politsekten und Terrororganisationen. Rudi Dutschke propagierte den »Langen Marsch durch die Institutionen«. Andy Warhol wählte Mao als sein erstes nichtwestliches Motiv. In ihrem monumentalen Buch zeigt Julia Lovell, wie der Maoismus in China und zahlreichen anderen Ländern rund um den Globus zu einer so wirkmächtigen Ideologie werden konnte. Dabei verschiebt sie die Koordinaten der herkömmlichen Geschichtsschreibung. Fernab von Moskau und Washington beeinflusste Peking zur Hochzeit des Kalten Krieges den Konflikt in Vietnam, verhalf den Roten Khmer in Kambodscha an die Macht und inspirierte Guerillas in Indien und Peru. Lovell erklärt, warum Intellektuelle in Westeuropa von einer Weltanschauung fasziniert waren, die sich an chinesische Bauern richtete. Sie folgt den Wegen revolutionärer Kämpfer aus Afrika, Südamerika und den USA. »Ein beeindruckendes, zugängliches und [...] erstaunliches Buch« (Ian Johnson, Pulitzer-Preisträger).

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Löst 50 Fälle rund um Verschwörungsmythen

Sie sind schwarz, rätselhaft und durch und durch böse: black stories – Das ist DIE Kultreihe bei moses. In den morbiden, gruseligen, erschreckenden und zum Teil unterhaltsamen Rätseln geht es um den Tod und Unfälle, die nicht grauenhafter sein können. Warum führte Antons Angst vor Handystrahlung zu seinem Tod? Weshalb kostete ein Aluhut Ben das Leben? Und wie konnte es passieren, dass ein Bauer starb, weil er mit Außerirdischen kommunizieren wollte? Durch Raten sollen genau diese Geschichten dahinter herausgefunden werden. Nicht immer ganz so einfach… Bielefeld gibt es ja gar nicht und die Erde ist noch immer (k)eine Scheibe. Oder? In den makabren Rätseln der black stories Vorsicht, Verschwörung! warten 50 bizarre Geschichten rund um groteske Verschwörungsmythen. Für Verschwörungstheoretiker*innen ist nichts zu weit hergeholt, um nicht behauptet zu werden, und niemals geschieht etwas ohne Grund. Aber Vorsicht: Denn wer von abstrusen Verschwörungserzählungen überzeugt ist, dem ist nicht mehr zu helfen! Dann passieren unglaubliche Unglücksfälle und makabre Missgeschicke mit katastrophalen Konsequenzen, die sich in den rabenschwarzen Rätseln dieser Edition sammeln. So wird’s gespielt: Das Kartenset enthält 50 knifflige, rabenschwarze Rätselkarten für Teenager und Erwachsene, die es durch geschicktes Fragen zu lösen gilt. Am meisten Spaß macht es, black stories zusammen mit Freund*innen zu knacken. Eine*r, der*die Gebieter*in, nimmt eine Karte aus dem Stapel, liest die kurze Geschichte vor, die auf der Vorderseite der Karte steht. Auf der Rückseite der Karte findet sich die Antwort, die der*die Gebieter*in natürlich für sich behält. Nun muss das Ratevolk sich an die Auflösung der Geschichte „heranfragen“. Dabei sollten die Fragen so formuliert sein, dass man sie mit „ja“ oder „nein“ beantworten kann. Ein gruselig-lustiger Ratespaß für kleine und große Gruppen – auch digital spielbar. Neue Rätselprofi-Spielvariante: Pro Spiel werden drei Rätselkarten gelöst. Nur die Spielleitung kennt die Lösung und das Rateteam nähert sich dieser Schritt für Schritt durch Fragen, Raten und Tüfteln ... wie gewohnt! Aber aufgepasst: Besonders clevere Fragen, die auf eine heiße Fährte führen, werden mit Punktechips belohnt. Wer am Ende des Spiels die meisten Punktechips gesammelt hat, gewinnt!

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Kriminalroman »Bernhard Jaumann, einer der versiertesten deutschen Krimiautoren, macht aus diesem Szenario eine köstliche Melange aus Kunstroman (inklusive kauzigem Altkünstler und ›belämmerter‹ Performance), Wimmelbild-Krimi (mit kurio-sesten Orten) und Provinzdrama (plus München-Bashing und Bauernidyll), bei der alle Zutaten stimmen und der Humor so fein dosiert ist, dass nichts davon ins Groteske ausartet – das ist große Kunst für sich.« Berliner Zeitung »Wie schreibt man einen Kriminalroman, in dem es um eines der berühmtesten Gemälde vom Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts geht, das bis heute als verschollen gilt? Bernhard Jaumann hat sich das zugetraut; um es gleich zu sagen, mit einer verblüffenden Volte am Ende. Er setzt dafür gekonnt den Kunstmarkt, dessen Klischees, Reflexe und Personal ein.« FAZ Die Presse ist begeistert! Die Krimireihe aus der Welt der Kunst Der erste Band zum En

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Roman Die literarische Hymne eines Sohnes auf seine Mutter und das Porträt einer großartigen, eigenwilligen und starken Frau Ein zeitloser, europäischer Roman in der Tradition von Gaito Gasdanow, Isaak Babel und Joseph Roth »Absolut stark, hart, ehrlich und rührend - und das alles zusammen. Ein großes Buch!« Juri Andruchowytsch

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Wie Russland mit Essen Politik macht

Nicht erst seit dem Getreideabkommen mit der Ukraine weiß man, was es bedeutet, wenn Russland der Welt mit Hunger droht. Schon immer wurde dort mit Essen Politik gemacht! Witold Szabłowski zeigt in dieser einzigartigen Mischung aus Reportage und Kochbuch, wie – quer durch die Geschichte – Russland Essen immer wieder instrumentalisierte und Hunger zur Waffe machte. Was schlemmten die Funktionäre, während die Genossen hungerten? Was hat Juri Gagarin im Weltraum gegessen? Wovon ernährte sich die Ukraine während der von Stalin verursachten großen Hungersnot? Ein ungewöhnlicher Blick auf Ereignisse, die die Welt bewegt haben – durch die Küchentür.

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Drei Porträts

Persönlich, nahbar und voller Menschlichkeit – mitreißend erzählte Erinnerungen von Barbara Honigmann, der »Meisterin des biographischen Porträts« Deutschlandfunk »Eigentlich war es kein Kreis, eher ein Kosmos, ein Universum, das mich in meiner Kindheit und Jugend umstrahlte.« Barbara Honigmann erzählt vom Leben und Überleben der Freunde ihrer Eltern, die den Lagern der Nazis und des Gulag entkamen. Junge jüdische kommunistische Intellektuelle, die für ihre Ideale teuer bezahlten und von denen einige doch immer wieder Auswege fanden. Mischka zum Beispiel brachte in ihrer Moskauer Zweizimmerwohnung in den Siebzigerjahren Dichter und Dissidenten zusammen, die dem Sowjetregime die Stirn boten. Vor dem Hintergrund der mörderischen Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts bestechen diese mitreißend erzählten Erinnerungen an Bekannte, Gefährten, geliebte Menschen vor allem durch ihre Freundlichkeit, ihre Wärme, ihren Witz.

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Was die AfD vorhat – und wie wir sie stoppen

»Es ist der Weckruf der Stunde.« Süddeutsche Zeitung »Dieses Buch ist eine geistige Waffe!« Georg Diez Die Brandmauer bröckelt: War die AfD bis vor einiger Zeit noch nahezu isoliert, scheinen sich immer größere Teile von Politik und Gesellschaft mit ihren menschenfeindlichen Positionen, dem Rassismus, dem Sexismus und der antidemokratischen Rhetorik abzufinden. Die rechtsextreme Partei bereitet sich darauf vor, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Sollte ihr das gelingen, würde sie zügig ihren Plan umsetzen: die Demokratie abschaffen und Deutschland von innen her umbauen. Wie können wir das ganze Ausmaß dessen, was ein AfD-Staat anrichten würde, heute schon erfassen? Philipp Ruch blickt zurück in die politische Vergangenheit des Landes und stellt sich der Frage, ob unsere Abwehrpolitik gegen die AfD heute besser ist als die damalige gegen die NSDAP. Dazu hat der Gründer des »Zentrums für Politische Schönheit« über 2000 Beweisstücke für die Verfassungsfeindlichkeit der AfD zusammengetragen, die keinen Zweifel daran lassen, dass diese Partei längst hätte verboten werden müssen. Er warnt eindringlich davor, der AfD weiterhin so verhängnisvoll tolerant zu begegnen, und ruft stattdessen dazu auf, endlich zu handeln – denn: unsere Demokratie, die Freiheit und viele Menschen sind in ernster Gefahr! "Dieses Buch wirft einen Blick in die Zukunft. Es macht uns zu Sehenden. Es lädt dazu ein, jetzt schon zu ahnen. Jetzt schon zu wissen. Es richtet sich gegen alle, die noch hoffen. Die an den maßvollen Charakter der AfD glauben und meinen, ihr Gewaltpotenzial werde sich schon einfangen lassen. Wir müssen diese Fehleinschätzungen jetzt korrigieren – bevor es zu spät ist." Philipp Ruch Die eindringliche und vielleicht letztmögliche Warnung vor der AfD, die schon im Wahljahr 2025 Regierungsverantwortung übernehmen könnte Aktuell, brisant, streitbar: Ein Aufruf zum schnellen Handeln – denn unsere Demokratie und Freiheit sind in ernster Gefahr Philipp Ruch ist Gründer des Zentrums für Politische Schönheit und sorgt seit Jahren mit öffentlichen Aktionen bundesweit für Aufsehen

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Zwanzig Lektionen für den Widerstand

"EINE VERHALTENSLEHRE FÜR BÜRGER." JENS BISKY Timothy Snyders Brandschrift "Über Tyrannei" ist 2017 erschienen, aber schon heute ein Klassiker in der Tradition von Hannah Arendt und George Orwell. Kein anderes Buch trifft so sehr den politischen Nerv unserer Zeit, in der überall auf der Welt die Demokratien unter dem Ansturm eines neuen Autoritarismus wanken. Es appelliert an uns alle, sich dieser Entwicklung entgegenzustellen, und präsentiert 20 Lektionen für alle, die jetzt handeln wollen – und nicht erst, wenn es zu spät ist. Nun hat sich Nora Krug, die Schöpferin von "Heimat" und vielfach preisgekrönte Illustratorin, von diesem Text zu einem außergewöhnlichen grafischen Kunstwerk inspirieren lassen. Indem sie Snyders Kombination aus historischen Perspektiven und konkreten Maximen in ihre ganz eigene Bildsprache überträgt, gewinnt das Kultbuch eine völlig neue Dimension – so aufwühlend politisch und ästhetisch faszinierend, dass jede Seite förmlich vibriert von visueller Energie. Nora Krug - eine der besten Illustratorinnen der Welt Timothy Snyder - einer der wichtigsten Intellektuellen unserer Zeit Ausstellung der Originalzeichnungen von Nora Krug im Dialog mit dem Text von Timothy Snyder im NS-Dokumentationszentrum München

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Faschismus made in USA | Der Insiderbericht aus Trumps Amerika

Der amerikanische Traum ist zum Albtraum verkommen: Demokratische Regeln und Normen werden ausgesetzt oder abgeschafft. In der Regierung sitzen Faschisten, die Opfermythen und Überlegenheitsphantasien verbreiten, Universitäten und Medien angreifen. Von dem Gedanken, dass Machtwechsel dazugehören, haben sie sich verabschiedet, den Gegner zum Feind und sich selbst für überlegen erklärt. Der langjährige USA-Korrespondent Klaus Brinkbäumer ist durch das Land gereist, hat mit MAGA-Leuten, Journalistinnen und Wissenschaftlern gesprochen und muss feststellen: Düsterer sah es nie aus.



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Die Geschichte einer großen Liebe

Doppel-Biographie im Graphic-Novel-Stil: Frida Kahlo & Diego Rivera Frida Kahlo ist eine der beliebtesten Malerinnen weltweit. Die Geschichte ihrer Beziehung mit Diego Rivera ist eine der spannendsten Liebesgeschichten aus der Welt der Kunst. In diesem Buch porträtiert die Schweizer Historikerin Francesca Ferretti de Blonay das wechselvolle Schicksal der beiden Ausnahmekünstler im Spiegel ihrer Zeit. Frida Kahlo und Diego Rivera begegnen sich in einer Zeit des Aufbruchs: Die Diktatur in Mexiko ist überwunden, und die aufstrebende junge Künstlerin trifft auf den bereits arrivierten Wandmaler. - Frida Kahlo und Diego Rivera: eines der legendärsten Künstlerpaare aller Zeiten im Porträt - Zeithistorische Einordnung: Mexiko nach der Diktatur, die 30er Jahre weltweit - Mexikanische Kunst: Von politischen Wandgemälden und indigener Kunst - Eine der berühmtesten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts: Faszinierende Frida Kahlo - Gleichermaßen geeignet für junge wie erwachsene Leserinnen und Leser - Mit leuchtenden Illustrationen von Tania Garcia Das legendäre Künstlerpaar und seine leidenschaftliche Lebens- und Liebesgeschichte Es ist Liebe auf den ersten Blick und der Beginn einer ebenso großen wie wechselvollen gemeinsamen Geschichte. Erfahren Sie mehr über die großen Kunstwerke der beiden und die Hintergründe ihrer Entstehung, über Freunde und Zeitgenossen. Das vorliegende Kunstbuch nimmt die Leserinnen und Leser mit leicht verständlichen, aber fundierten Texten und beeindruckenden Illustrationen mit auf die Spuren des außergewöhnlichen Künstlerpaars Frida & Diego mit: Tauchen Sie in ihre Geschichte ein und lassen Sie sich faszinieren! „Ich werde neue Worte erfinden, um dir mit jedem Wort zu sagen, dass ich dich liebe wie niemand sonst.“ Frida Kahlo „Zu spät erkannte ich, dass der schönste Teil meines Lebens meine Liebe zu Frida gewesen war." Diego Rivera

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Wie Chinas Wirtschaftspolitik weltweit Staaten und Demokratien untergräbt

Lange galt China als eine Art sanfter, schlafender Riese. Zwar war das politische System und dessen Menschenrechtsverletzungen nur schwer vereinbar mit westlichen demokratischen Werten, doch man setzte auf das Prinzip »Wandel durch Handel«. China würde sich mit steigendem Wohlstand schon öffnen. Doch das Gegenteil ist eingetreten: China verschließt sich nach außen, hat aber enorm an wirtschaftlichen und politischen Einfluss gewonnen. Bereits seit 2013 schafft die kommunistische Partei mit Krediten, Investitionen und Entwicklungsprojekten neue Absatzmärkte und hat neue Seidenstraßen erschlossen. Wer genauer hinsieht, bemerkt schnell, dass nicht nur chinesische Waren exportiert werden, sondern auch Ideologie, Dominanz und wirtschaftspolitische Abhängigkeiten. Die »neue Seidenstraße« ist ein schmutziges Projekt. Die Kommunistische Partei untergräbt demokratische Regierungen, höhlt schleichend westlich-liberale, kapitalistische Normen aus und unterstützt gleichzeitig autoritäre Regime. Menschenrechte und Umweltschutz spielen keine Rolle. Spätestens seit 2022 mit dem Beginn des Russland-Ukraine-Krieges ist deutlich, wie groß Chinas Einfluss auch in Europa und Deutschland ist. Der Journalist und langjährige China-Korrespondent Philipp Mattheis hat die Länder, durch die die neuen Seidenstraßen verlaufen, bereist: von Kasachstan bis Ungarn, von Sri Lanka bis Georgien, von Griechenland bis Deutschland entlarvt er die Wirkmechanismen und Folgen der chinesischen Wirtschafts- und Geopolitik und fordert zu politischer Verantwortung und zum Umdenken auf. Ausstattung: s/w-Illustrationen

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Geschichten aus dem Gefängnis

In einer auf Zellengröße geschrumpften Welt gewinnt jedes Detail an Bedeutung: die Kakerlake, die ihren Job macht, die Mausefalle, mit der sich die Zeit totschlagen lässt, die seltsamen Rhythmen des kollektiven Schnarchens, wie sie der Schlaflose wahrnimmt. Maxim Znak, ein brillanter Jurist und prominentes Mitglied der belarussischen Oppositionsbewegung, wurde im Herbst 2020 verhaftet und im September 2021 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. In seinem Zekamerone (von »zek«, dem russischen Akronym für Häftling), das er im ersten Jahr seiner Haft schrieb, erweist er sich als begabter Schriftsteller – pointiert, ironisch und mit erstaunlichem Humor erzählt er in einhundert »mini stories« von seinem neuen Alltag. Seine Geschichten legen Zeugnis ab von Widerstand und Selbstbehauptung, vom leisen und lauten Verrücktwerden. Maxim Znak, Jg, 1982, prominentes Mitglied der belarussischen Oppositionsbewegung und Anwalt von Maria Kalesnikava, sitzt seit dem 9. September 2020 in einem Minsker Gefängnis. Sein »Zekamerone« (von zek, dem russischen Akronym für Häftling), eine Sammlung von einhundert mini stories, hat er während des ersten Jahres in Haft in ein Notizbuch notiert, das nach draußen gelangte.

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Vom Umgang mit Staatsverbrechen in Russland und anderswo

Wie umgehen mit einer Geschichte, die von Phasen exzessiven Terrors geprägt war? Kann es eine Aufarbeitung der Vergangenheit geben, wenn als einzige Institution der Geheimdienst den Zusammenbruch der Sowjetunion überdauert hat? Nikolai Epplée umreißt in seinem fesselnden Buch die Unterdrückungsmethoden der Sowjetherrschaft von der Oktoberrevolution bis zu Stalins Tod und die anschließenden Versuche, ihre Opfer zu rehabilitieren. Eine »Versöhnung« von oben spricht die Bürger von Schuld und Verantwortung frei, während Initiativen von unten, wie die im Dezember 2021 verbotene Menschenrechtsgesellschaft Memorial, Millionen von Toten ihre Namen zurückgeben. Vergleichend blickt er auf Länder wie Argentinien, Deutschland, Japan, Polen, Spanien und Südafrika. Ob Schlussstrich, juristische Aufarbeitung oder Wahrheitskommissionen – was lässt sich daraus lernen? Welche Folgen das Ausbleiben der Vergangenheitsbearbeitung für die russische Gesellschaft hatte, zeigt sich heute dramatischer als je zuvor. Wie dennoch zu einem produktiven Umgang mit der Vergangenheit gefunden werden könnte – das ist Thema dieser eindringlichen Studie, die seit Kriegsbeginn ein Bestseller ist.

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Korruption, Kontrolle, Propaganda: Wie Diktatoren sich gegenseitig an der Macht halten - FRIEDENSPREIS DES DEUTSCHEN BUCHHANDELS 2024 FÜR ANNE APPLEBAU

Wie Xi Jinping, Putin, Chamenei & Co. sich Geld, Macht und Straffreiheit verschaffen und zugleich unsere Demokratie zerstören: Eine hochaktuelle Analyse der neuen autoritären Netzwerke FRIEDENSPREIS DES DEUTSCHEN BUCHHANDELS 2024 FÜR DAS GESAMTWERK VON ANNE APPLEBAUM Autokratische Herrschaft besteht im 21. Jahrhundert nicht länger nur aus einem Tyrannen an der Spitze, der mit Gewalt sein Volk unterdrückt: Heute werden Autokratien durch ausgeklügelte Netzwerke geführt, es hat sich eine neue internationale autokratische Allianz gebildet, wie Bestsellerautorin Anne Applebaum in ihrem neuen Buch zeigt. Von China bis Weißrussland, von Syrien bis Russland unterstützen sich Autokraten von heute gegenseitig mit Ressourcen und Equipment made in Iran, Myanmar oder Venezuela: von Propaganda-Trollfarmen und Bots über Investitionsmöglichkeiten für ihre korrupten Staatsunternehmen bis hin zum Austausch modernster Überwachungstechnologien. Applebaum offenbart, wie die Diktatoren der Welt hinter den Kulissen zusammenarbeiten und sich mit aggressiven Taktiken gegenseitig Sicherheit und Straffreiheit verschaffen. Und sie macht deutlich, wie diese autokratische Allianz unsere Demokratie untergräbt. »Das ist die eigentliche Lehre aus der deutschen Geschichte: Nicht, dass Deutsche nie wieder Krieg führen dürfen, sondern dass sie eine besondere Verantwortung dafür haben, sich für die Freiheit einzusetzen und dabei auch Risiken einzugehen.« (Aus der Dankesrede von Anne Applebaum zum Friedenspreis 2024)

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Unsere Heimat sind wir | Ein Buch für unsere Zeit: von der Erfahrung, das eigene Land zu verlieren, und der Notwendigkeit, eine neue Heimat zu finden

«Ich komme nicht mehr nach Hause.» Mit diesem Satz, in einem kurzen Telefonat an ihre Mutter gerichtet, beginnt für Ece Temelkuran ihre unfreiwillige Existenz als Weltbürgerin. Nach dem Putsch 2016 verlässt die türkische Schriftstellerin das Land, um ihrer Verhaftung zu entgehen. Sie wird Teil der «Nation von Fremden», Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten oder sich in ihrem Land, auch mitten in Europa, aufgrund der politischen Entwicklungen nicht mehr zu Hause fühlen, die im Exil leben, geflüchtet sind. Gegen das Alleinsein, das Heimweh und das Gefühl der Orientierungslosigkeit, sucht sie andere Heimatlose auf. Sie begegnet ihnen in ihrem Alltag, in der Geschichte, in der Literatur, liest Homer und Hannah Arendt und erzählt über ihre Suche nach einer neuen Heimat – unabhängig von Landesgrenzen. 

Am Ende steht die Hoffnung, anzukommen, eine neue Heimat z

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Korruption, Kontrolle, Propaganda: Wie Diktatoren sich gegenseitig an der Macht halten - Ausgezeichnet mit dem FRIEDENSPREIS DES DEUTSCHEN BUCHHANDELS

Wie Xi Jinping, Putin, Chamenei & Co. sich Geld, Macht und Straffreiheit verschaffen und zugleich unsere Demokratie zerstören: Eine hochaktuelle Analyse der neuen autoritären Netzwerke von der Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels 2024 – mit einem neuen Vorwort

Autokratische Herrschaft besteht im 21. Jahrhundert nicht länger nur aus einem Tyrannen an der Spitze, der mit Gewalt sein Volk unterdrückt: Heute werden Autokratien durch ausgeklügelte Netzwerke geführt, es hat sich eine neue internationale autokratische Allianz gebildet, wie Friedenspreisträgerin Anne Applebaum in ihrem Bestseller zeigt. Von China bis Weißrussland, von Syrien bis Russland unterstützen sich Autokraten von heute gegenseitig mit Ressourcen und Equipment made in Iran, Myanmar oder Venezuela: von Propaganda-Trollfarmen und Bots über Investitionsmöglichkeiten für ihre korrupten Staatsunternehmen bis hin zum Austausch modernster Überwachungstechnologien. Applebaum offenbart, wie die Diktatoren der Welt hinter den Kulissen zusammenarbeiten und sich mit aggressiven Taktiken gegenseitig Sicherheit und Straffreiheit verschaffen. Und sie macht deutlich, wie diese autokratische Allianz unsere Demokratie untergräbt. Mit einem neuen Vorwort der Autorin.

»Das ist die eigentliche Lehre aus der deutschen Geschichte: Nicht, dass Deutsche nie wieder Krieg führen dürfen, sondern dass sie eine besondere Verantwortung dafür haben, sich für die Freiheit einzusetzen und dabei auch Risiken einzugehen.« (Aus der Dankesrede von Anne Applebaum zum Friedenspreis 2024)

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Eine Erzählung über den Unsinn pseudophilosophischer Weisheiten

Manchmal, wenn man an nichts denkt und gar nichts will, passieren Dinge. Sie können Ihren persönlichen Selbstwert noch heute, in dieser Stunde aktivieren – wenn Sie es nur wirklich wollen. Wenn Sie es nach der Lektüre dieses Buchs nicht schaffen, wollen Sie es wahrscheinlich nicht richtig. Dann kann ich Ihnen auch nicht helfen. Wenn Sie es hingegen wollen, dann wird es Ihnen nach der Geschichte vom Kaffee am Arsch der Welt sehr viel besser gehen. Und wenn Ihnen auf Ihrem Weg künftig Menschen begegnen, die ihren Selbstwert noch nicht gefunden haben, können Sie leichten Herzens über sie lachen. Es ist ein bisschen so wie mit der wahren Liebe: Die meisten Menschen finden sie nie, und wenn, dann stellt man fest, dass man eigentlich doch lieber fernsehen wollte.

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Lukas Linder schreibt mit einer solchen Genauigkeit, Schonungslosigkeit und mit viel Witz über das Alltägliche und über Familienkonstellationen, dass man zwischen den Lachern immer wieder etwas ertappt auf das eigene Leben schielt.

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Erzählungen | »Wer Russland verstehen will, muss Vladimir Sorokin lesen.« taz »Sorokin, mit seiner schmerzhaften, mutigen Erzählkunst, hält die Wunden offen – und lässt uns das Ausmaß an Irrationalität, deren Auswuchs der Krieg ist, ein wenig besser verstehen.« DIE ZEIT »Wer seinen Sinn für kluge Heiterkeit trotz russischer Aggressionspolitik noch nicht verloren hat, dem werden Sorokins Erzählungen reine Freude bereiten.« ORF

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Vorgestellt von Walter Moers | Limitierte Edition: mit Original-Edward-Gorey-Fälschung von Walter Moers als Beilage Buchgestaltung: Oliver Schmitt

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Zaporoschje in der Ukraine, Ende der 1920er Jahre: Stalin will den Dnjepr-Staudamm bauen, Herzstück und Prestigeobjekt der sowjetischen Industrialisierung. Zum Bauleiter wird Chaim Katz ernannt, zur Propagandachefin seine Frau Darja, die sich nach ihrer glanzvollen Jugendzeit als Herzogin sehnt. Um ihrem Dasein wieder einen Sinn zu geben, plant die Ex-Herzogin inmitten der unheilvollen Atmosphäre von Verrat und drohenden Säuberungen einen Weihnachtsball. Lange können aber derartige konterrevolutionäre Aktivitäten nicht geheim bleiben – und Darja Katz muss dafür einen hohen Preis bezahlen. In "Die rote Herzogin" erzählt Svetlana Lavochkina die Vorgeschichte zu ihrem viel besprochenen Roman "Puschkins Erben". Eine groteske Parabel über Megalomanie und Menschenverachtung und ein sprachgewaltiges und sinnlich pralles Portrait der Ukraine zu Zeiten des Roten Terrors. Nichts für Zartbesaitete oder Leute mit schwachen Nerven. Das Buch wurde 2013 mit dem Pariser Literaturpreis ausgezeichnet.

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Die Menschen in dem Parzellengebiet „Wo Freude wohnt“, haben von Rabenkrähen gelernt, ihren Gartenlauben aufs Dach zu steigen, um Erdnüsse zum Knacken auf den Boden fallen zu lassen. In diesem tierapeutischen Text ist nur eines sicher: dass der Rabe nicht Rudi heißt, aber trotzdem alles besser weiß. Willkommen in einer ver- krähten und verrückten Welt.

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oder Der neue Prometheus

Der Klassiker – für alle, die besondere Buchkunst lieben!

  • opulente Schmuckausgabe
  • mit außergewöhnlichen interaktiven Extras
  • von den Stardesignern MinaLima

Mary Shelleys berühmter Klassiker Frankenstein als wunderschöne opulente Schmuckausgabe mit sieben aufwendig gestalteten Extras! Das perfekte Geschenk für alle Buchliebhaber und Buchliebhaberinnen.

Nach dem frühen Verlust seiner Mutter verfolgt Viktor Frankenstein nur ein einziges Ziel: den Tod zu besiegen. Besessen von dieser Idee, widmet er sich den modernen Wissenschaften und überschreitet dabei jegliche moralischen Grenzen. Aus den sterblichen Überresten verschiedener Menschen erschafft er ein Wesen, das jedoch nicht den erhofften perfekten Menschen darstellt, sondern eine groteske, abstoßende Kreatur. Entsetzt von seinem eigenen Werk, ergreift Viktor panisch die Flucht. Doch sein Geschöpf bleibt ihm auf den Fersen – gezeichnet von Einsamkeit, Schmerz und Verzweiflung. Denn beide werden von demselben Verlangen angetrieben: dem brennenden Hass auf den anderen und dem unaufhaltsamen Wunsch nach Vergeltung.

Die kunstvollen Illustrationen und die detailreichen interaktiven Elemente der renommierten Designkünstler MinaLima (unter anderem verantwortlich für den grafisch-visuellen Stil der Harry-Potter-Kinofilme) machen dieses Meisterwerk zu einem visuellen und haptischen Erlebnis. Eine außergewöhnliche Ausgabe, die nicht nur Liebhaber klassischer Kinder- und Jugendliteratur begeistert, sondern auch Sammler und Bücherfreunde jeden Alters fasziniert.

Folgende außergewöhnlichen Features lassen diese Geschichte so lebendig werden, wie nie zuvor:

Die Enthüllung des Gesichts der Kreatur,

einen ausklappbaren Auszug aus Victors Tagebuch,

eine sich erweiternde Karte und vieles mehr!

In dieser Reihe bereits erschienen:

  • Die Schöne und das Biest (ISBN 978-3-649-62474-5)
  • Peter Pan (ISBN 978-3-649-62306-9)
  • Schneewittchen (ISBN 978-3-649-64214-5)
  • Alice im Wunderland (ISBN 978-3-649-63457-7)
  • Die kleine Meerjungfrau (ISBN 978-3-649-62978-8)
  • Der Zauberer von OZ (ISBN 978-3-649-63913-8)
  • Der geheime Garten (ISBN


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»Grenzerkunder sind sie stille Gestaltenwandler« – ihnen zugehörig ein Ich, das sich zwischen verschiedenen Welten positioniert und nicht zurechtfindet, dessen Herkünfte und Zukunftswünsche sich immer wieder neu arrangieren, überworfen und dann doch in der Außenwelt gefunden werden. Es geht um Ortserkundungen im weiten Sinne – zwischen München, Greifswald, St. Petersburg und anderswo –, um Flucht und Isolation, das Zehren und die Kraft von Einsamkeit. In einem Stimmengewirr der Gegenwart, montiert aus Werbezitaten, Gesetzestexten, tagesaktuellen Nachrichten und Motiven der Mythologien, werden Fragen nach Elternschaft und Autorschaft als Profession verhandelt. Zwischen hastiger Maniküre und mit schwarzem Kaviar tapezierten Wänden werden die, die wir lieben, zu unserem Halt in der Welt. Das vermeintlich Unbedeutende wird existenziell, und das Existenzielle gebrochen in seine Relativierungen des Absurden und Belanglosen. Am Ende des Tages braucht es nicht mehr als einen Waffenschein, ein bitteres Parfüm und ein Haus, in dem einen keiner kennt. Welche untergründigen, übergangenen Orte können heute noch entdeckt werden, ohne auf Wundervölker, phantastische Tierwesen oder die Kartierung der Welt durch Google Maps zurückzugreifen? Welche Sprachen können wir gemeinsam sprechen? Mit tastender Melancholie, mäandernder Traurigkeit und schillernder Groteske erkunden in diesem Band Gedichte und lyrische Kurzprosa die Umbruchzeit, in der wir leben.

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Roman

Ein wortgewaltiger Roman über ein von bizarren Selbstinszenierungen geprägtes Frauenleben zwischen Psychodrama, mystischem Wahn und Groteske. Eine der geschlechtlichen Nötigung eines Patienten beschuldigte ehemalige Nervenärztin findet ein altes Foto: Es zeigt sie als junge Frau gemeinsam mit ihrer Schwester an einem Hotelpool in Luxor. Überwältigt von den Erinnerungsbildern beschließt die Frau, ihrem während jener Reise verschwundenen Geliebten die verheimlichte Wahrheit schriftlich nachzutragen. Ihre Briefe geraten zu einer Art Lebensbeichte. Hinter der Fassade des früh gealterten Mädchens aus angeblich gutem Haus tun sich Abgründe auf: Aus Loyalität zur Mutter und zur freudlosen Schwester sabotiert sie das Glück, scheitert systematisch in Freundschafts- und Liebesdingen – und macht sich am Ende sogar im Namen der Liebe schuldig. Im Vermächtnis der inzwischen Verschollenen finden sich neben den Briefen etliche Notizen, Beobachtungsprotokolle, Traumnotate und Gedächtnisstützen. Sie ergänzen das Bild einer von Heuchlern und Neidern um ihr Gesicht Gebrachten, die getrieben ist vom Wunsch, erkannt zu werden. Letztlich scheitert sie an ihrer vergeblichen Hoffnung auf Gnade und Vergebung, fälscht ihre Online-Profile, belügt ihre Astrologin – und füllt ihren Kühlschrank mit sündteuren Delikatessen, um der Nachwelt ein Leben vorzugaukeln, das sie nie geführt hat.

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"Angela Davis' Autobiographie, 1974 von Toni Morrison erstmals herausgegeben, ist ein Klassiker der Schwarzen Befreiungsbewegung. Nun erlebt das Buch nach fast fünfzig Jahren eine Neuauflage, die beweist, wie aktuell antirassistische, feministische und sozialistische Kämpfe für Freiheit und Gerechtigkeit heute noch immer sind.In Eine Autobiographie beschreibt Angela Davis ihren Lebensweg;erzählt von ihrer Kindheit auf dem sogenannten Dynamite Hill in Birmingham, Alabama, von ihrer Arbeit mit der Kommunistischen Partei, der Black Panther Party und den Soledad Brothers und wie sie von einer Professorin zu einer der vom FBI meistgesuchten Personen wurde. Als Toni Morrison der damals 28-jährigen Angela Davis vorschlug, ein Buch über ihr Leben zu verfassen, war diese erst skeptisch, wollte der Tendenz, Geschichte zu individualisieren, nicht weiter Vorschub leisten. Und so schrieb sie eine zutiefst politische Autobiographie, die den Blick hinaus in die Welt niemals vernachlässigt. »Ich habe also nicht wirklich über mich selbst geschrieben. Ich habe die Ereignisse meines eigenen Lebens nicht an ihrer persönlichen Bedeutung gemessen. Vielmehr habe ich versucht, das Genre der Autobiographie zu nutzen, um mein Leben im Einklang mit dem, was ich für die politische Bedeutung meiner Erfahrungen hielt, zu betrachten.« Brillant, feurig und mit Nachdruck geschrieben, ist Eine Autobiographie ein unvergesslicher Bericht über ein Leben, das dem radikalen Wandel verpflichtet war und ist. "

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Wie widerstandsfähig können Heranwachsende sein, wenn die Ideologie, die sie umgibt, menschenverachtend ist? Die Graphic Novel Ingrid und Paul beschäftigt sich mit dieser Frage. Sie erzählt die Geschichte zweier Geschwister, die in der NS-Zeit ihre Identität zwischen Gewissen und Gesinnung suchen. Sie werden erbitterte Gegner, finden jedoch im Widerstand als junge Erwachsene wieder zusammen. Die 13 Episoden, jede in einem Jahr zwischen 1933 und 1945 angesiedelt, geben Einblicke in den Alltag dieser Zeit. Sie zeigen, wie die Geschwister unter dem Druck der Ideologie heranwachsen. Die Geschichte bleibt emotional auf ihre Beziehung fokussiert, beleuchtet jedoch gleichzeitig viele verschiedene Aspekte dieser düsteren Epoche. Die Ästhetik der Graphic Novel ist klassisch und naturalistisch, mit analog gezeichneten Bleistiftzeichnungen, die eine beklemmende Atmosphäre schaffen. Die monochrome Farbgebung erinnert an alte Fotos und unterstreicht die Wärme des vertrauten Zuhauses, das den Kindern genommen wird. Mit der Zeit spiegelt der Zeichenstil zunehmend das klaustrophobische Gefühl der Diktatur wider.

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Als Folge von Diktatur und Unterdrückung wird in den meisten Ländern geschwiegen – was die Täter schützt und das Gedenken an die Opfer verblassen lässt. Die Graphic Novel „Schweigen“ erinnert an zwei Frauen und ihre Schicksale. Zum einen Ellen Marx, die als 17-jährige deutsche Jüdin im Frühjahr 1939 nach Buenos Aires emigriert. Ellens gesamte Familie kommt im Holocaust um. In den 1970er Jahren wiederholt sich Ellens Diktaturerfahrung auf tragische Weise: Ihre Tochter Nora „verschwindet“ während der grausamen argentinischen Militärdiktatur. Zum anderen Elisabeth Käsemann: Sie gehört zur deutschen Nachkriegsgeneration, die sich innerhalb der Studentenbewegung politisiert. Ab 1969 studiert sie in Buenos Aires und engagiert sich in den Armenvierteln der Stadt. 1977 wird sie verhaftet, in das Folterlager El Vesubio verschleppt und ermordet. Das Auswärtige Amt schweigt dazu, da wirtschaftliche Interessen und die bevorstehende Fußball-WM in Argentinien wichtiger erscheinen.

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Eine persönliche Geschichte

Zerstört, geteilt, geeint, zwischen Taumel und Triumph: Die Geschichte Europas wie Timothy Garton Ash sie erlebt hat. Timothy Garton Ash ist leidenschaftlicher Europäer. Schon vor 1989 wollte er sich nicht mit der Teilung des Kontinents abfinden, bis zuletzt kämpfte er gegen den Brexit. Nun schreibt er seine ganz persönliche Geschichte Europas, die 1945 mit der Stationierung seines Vaters als Besatzungssoldat in Deutschland beginnt. Er erzählt von Freunden wie Václav Havel, erinnert sich an den Mauerfall, berichtet vom Jugoslawienkrieg, der Eurokrise und dem Flüchtlingsdrama und liefert eine scharfe, eindringliche Analyse der neuesten europäischen Geschichte. Der Angriff auf die Ukraine zeigt, wie dringend wir einen freien und geeinten Kontinent brauchen – niemand verkörpert diese Idee überzeugender als Timothy Garton Ash.

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Eine illustrierte Biografie

Ernesto ›Che‹ Guevara ist heute eine Ikone, nicht nur der Linken. Sein Bild findet sich auf T-Shirts, Handtüchern und Kaffeetassen. Spain Rodriguez’ kraftvolle Illustrationen, ganz im Stile des politischen Untergrund-Comics der Sechzigerjahre, beleuchten sein Leben und die Erfahrungen, die ihn geprägt haben: von seiner Motorradreise durch Lateinamerika, über seine Rolle in der kubanischen Revolution, die Arbeit als Minister und Chef der Zentralbank, bis zu seinen Reisen nach Afrika und Bolivien, wo er am 9. Oktober 1967 ermordet wird. Rodriguez nimmt uns mit auf eine Zeitreise, erzählt über die Erfolge und Rückschläge Kubas nach der Revolution, macht deutlich, dass die politische Richtung, die das neue Kuba schlussendlich einschlagen wird, lange Zeit offen war und erst im Zusammenhang mit den dramatischen geopolitischen Entwicklungen dieser Tage und als Ergebnis der internen Auseinandersetzungen, nicht zuletzt zwischen Che und Fidel Castro, begriffen werden kann. Die kubanische Revolution war nicht nur für die Befreiungsbewegungen des globalen Südens ein wichtiger Bezugspunkt und Beispiel dafür, dass eine Diktatur im Angesicht des US-Imperialismus gestürzt werden kann, sondern erreichte durch die Texte des Che und nicht zuletzt sein Bild auch die Bewegungen des globalen Nordens und übt bis heute eine nicht zu unterschätzende Strahlkraft aus. »Spains Sichtweise auf Che ist brillant und radikal.« – Art Spiegelman

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Kiew, 1919: In den Wirren nach der Russischen Revolution stößt der junge Samson, gerade zur Vollwaise geworden, beinahe durch Zufall zur neuen sowjetischen Polizei. Sein erster Fall ist gleich äußerst mysteriös: Ein abgeschnittenes Ohr, ein Knochen aus reinem Silber und ein Anzug aus feinem englischem Tuch geben ihm Rätsel auf. Doch die Zeiten sind gefährlich und halten jeden Tag neue Überraschungen bereit. Zum Glück lernt Samson die patente Nadjeschda kennen, die ihm bei den Ermittlungen hilft und an die er schon bald sein Herz verliert.

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Die Ukraine, Polen und der Irrweg in der russischen Geschichte

WARUM RUSSLANDS IMPERIALE VERGANGENHEIT ZU EINER ANTIWESTLICHEN POLITIK FÜHRT – GESCHICHTE EINER FATALEN TRADITION Russlands imperiale Vergangenheit ist der Schlüssel, um Putins Überfall auf die Ukraine und seine anitwestlichen Obsessionen zu verstehen. Der renommierte Osteuropa-Historiker Martin Schulze Wessel stellt den Krieg in den langen Kontext der russischen Expansion nach Westen und beschreibt, wie das Ausgreifen in die Ukraine und die Teilung Polens seit dem 18. Jahrhundert einen Irrweg in der russischen Geschichte begründeten, der als "Fluch des Imperiums" bist heute fortwirkt. Dabei zeigt er, wie eine fatale Ideenwelt entstehen konnte, die noch im 21. Jahrhundert in den Köpfen der Moskauer Führung spukt. Deutschlland hat sich nach 1945 von seinem Fluch des Imperiums befreit und sich in Richtung Westen geöffnet. Russland steht dieser Weg noch bevor. Vor dem 24. Februar 2022 schien Putins Regime vielen Beobachtern vor allem am eigenen Machterhalt und der persönlichen Bereicherung interessiert zu sein. Doch der neuerliche Angriff auf die Ukraine, die Brutalität der Kriegsführung und die Hasspropaganda in den Staatsmedien lassen sich damit nicht wirklich erklären. Putin operiert in seinen Reden mit irritierenden historischen Narrativen und Argumenten. Wer seine Motivation entschlüsseln will, muss auch ein ungelöstes Identitätsproblem Russlands in den Blick nehmen, das sich aus seiner imperialen Vergangenheit speist, den Fluch des Imperiums. Daher erzählt dieses Buch die eng verflochtene Geschichte Russlands, Polens und der Ukraine seit Peter dem Großen im Kontext der internationalen Politik. Es zeigt, wie das russische Ausgreifen in die Ukraine und die Teilung Polens Pfadabhängigkeiten produzierten, die als strukturelles Erbe bis heute prägend sind. Dabei geht es nicht nur um imperiale Herrschaftsansprüche, sondern auch um einen ideologisch aufgeladenen Ost-West-Konflikt, der sich bereits im 19. Jahrhundert herausbildete, und in dem Deutschland lange auf Seiten Russlands stand. Was Deutschland nach 1945 gelang, steht Russland noch bevor: die Abkehr vom Imperium. Nominiert für den Deutschen Sachbuchpreis 2023 Historische Erklärungen für Russlands Angriffskrieg Die imperiale Vergangenheit wirkt fort Moskaus Expansion in Richtung Westen seit dem 18. Jahrhundert und die Folgen Putins antiwestliche Haltung und ihre Wurzeln in der russischen Geschichte

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Amerika, Russland und die wahre Geschichte der Nato-Osterweiterung

WAR DIE NATO-OSTERWEITERUNG ALTERNATIVLOS? MARY E. SAROTTES GRUNDLAGENWERK Not one inch eastwards – nicht einen Schritt weiter nach Osten. Mit diesen Worten schlug US-Außenminister James Baker Gorbatschow im Rahmen der Verhandlungen um die deutsche Wiedervereinigung einen hypothetischen Handel vor: Ihr gebt euren Teil Deutschlands frei, wir verrücken die Nato nicht nach Osten. Seitdem ranken sich um dieses Gespräch zahlreiche Legenden und Kontroversen. Gab es ein Versprechen des Westens, sich nicht auszudehnen? Und wie kam es zu der heute so umstrittenen Nato-Osterweiterung? Mary Elise Sarotte hat Unmengen von Archivmaterial durchforstet, um eine der großen politischen Streitfragen unserer Zeit zu klären. In ihrem grundlegenden Buch führt sie in das entscheidende Jahrzehnt zwischen dem Mauerfall und dem Aufstieg Putins. Dabei zeigt sie, warum es nicht zu einer neuen Sicherheitsarchitektur für Europa kam und wie damals die Saat gelegt wurde für die Spannungen, die unsere heutige Welt bestimmen. Nach dem Ende des Kalten Krieges träumten viele von einem «gemeinsamen Haus Europa», vom «Ende der Geschichte» und vom Anbruch eines friedlichen Zeitalters. Doch schon bald verdüsterte sich das Bild. Die Sowjetunion zerfiel im Dezember 1991 und hinterließ ein Machtvakuum. Moskaus blutiger Krieg in Tschetschenien verunsicherte seit 1994 Beobachter im Westen, vor allem aber auch in den Nachfolgestaaten des Warschauer Paktes. So setzten sich in Washington schließlich die Befürworter der Nato-Osterweiterung durch. Am Ende war Europa erneut von einer klaren Trennlinie durchzogen, die Mitglieder von Nicht-Mitgliedern trennte. Nur lag diese Linie jetzt einige hundert Kilometer weiter östlich. Wer es in die Nato geschafft hatte, befand sich in Sicherheit. Doch insbesondere für die Ukraine wurde es dadurch schwieriger, sich aus dem russischen Orbit zu lösen. Mary Elise Sarotte erzählt, wie die Entscheidung für die Nato-Osterweiterung zustande kam, und fragt, ob es Alternativen gegeben hätte. Dabei zeigt sie, wie spannend Geschichte sein kann, wenn man es versteht, sie packend zu erzählen. Eines der politisch umstrittensten Themen unserer Zeit Das hochgelobte Grundlagenwerk jetzt auf Deutsch Viele unbekannte Archivquellen, spannend geschrieben Vom Mauerfall bis zum Nato-Beitritt Polens, Tschechiens und Ungarns Die 90er Jahre waren eine Zeit verpasster Gelegenheiten Statt

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Warum meine Heimat mit dem Westen gebrochen hat »Andrey Gurkov ist einer der besten Kenner Russlands. Er schreibt als kluger Beobachter, aber auch aus persönlicher Perspektive über sein Heimatland.« Katrin Eigendorf

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Von der unwiderstehlichen Magie des Kinos

Auf einer Reise durch den Südosten Ungarns macht die Erzählerin in einem fast ausgestorbenen Ort an der Grenze zu Rumänien Station. Resignation und Vergangenheitsglorifizierung beherrschen die Gespräche der Bewohner. Wie vieles andere ist auch das Kino, ungarisch »Mozi«, längst geschlossen. Einst Mittelpunkt des Ortes, spielt es nur mehr in den Erzählungen und Erinnerungen der Verbliebenen eine wichtige Rolle. Ihre eigene Leidenschaft für das Kino bewegt die Erzählerin dazu, das vor sich hin verfallende »Mozi« wieder zum Leben zu erwecken. In ihrem neuen Buch erzählt Esther Kinsky von der unwiderstehlichen Magie des Kinos, eines Ortes, »wo Witz, Entsetzen und Erleichterung ihren gemeinschaftlichen Ausdruck fanden, ohne dass die Anonymität im dunklen Raum angegriffen wurde«. Aller glühenden Kinobegeisterung und dem Nachdenken über den »großen Tempel des bewegten Bildes« liegt die Frage zugrunde: Wie ist ein »Weiter Sehen« und eine Verständigung darüber möglich, wenn der Ort einer gemeinsamen Erfahrung zugunsten einer Privatisierung von Leben und Erleben demontiert ist?

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Roman | Atemlose Kriegserzählung von poetischer und existentieller Wucht

Juni 1941, wenige Tage vor dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion. Im Dorf am Bug haben sich deutsche Besatzungssoldaten einquartiert, in der Nähe verstecken sich polnische Partisanen. Jeder hier weiß, dass Lubko, der Fährmann, gegen Geld Fliehende und Händler ans andere Ufer rudert. Doris und Maks, ein jüdisches Geschwisterpaar aus der Stadt, wollen sich vor Verfolgung retten – hinüber nach Russland, am besten bis an den Amur. Doch Lubko weigert sich. Was er tut, ist gefährlich, macht ihn erpressbar, und die Nächte in jenen Tagen sind mondlos. Das Geschehen scheint sich aus der verträumten, nächtlichen Flusslandschaft zu entwickeln, die fremd und bedrohlich wirkt, seit Motorräder, Lastwagen und Panzer hindurch rollen und deutsche Wörter durch die Luft schwirren. Die Lektüre schlägt sofort in Bann, auch weil Grenzfahrt eine weitere Dimension öffnet – die der Erinnerung. Zurück in jenem Dorf, am Ende des Lebens, will dem Vater des Erzählers nicht mehr einfallen, dass er hier Kind war. Wie Stasiuk diese Episoden in die atemlose Kriegserzählung hineinwebt, verleiht dem Roman seine poetische und existentielle Wucht.

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Roman Katerina Poladjan wurde für »Zukunftsmusik« mit dem Rheingau Literatur Preis und dem Chamisso-Preis 2022 ausgezeichnet »›Zukunftsmusik‹ ist Romanessenz: schön und klar und so stark wie 30 Romane.« Monika Rinck

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Roman - In Russland verboten, von TikTok geliebt: Die Romance über eine schwule Liebe in einem sowjetischen Sommerlager endlich auf Deutsch!

Ein Sommer und der Zauber der ersten Liebe … Als der rebellische sechzehnjährige Jura das Sommerlager in Charkiw betritt, glaubt er ein paar lange, langweilige Wochen vor sich zu haben. Doch dann tritt Wolodja in sein Leben. Der sonst eher nachdenkliche Neunzehnjährige plant, ein Theaterstück auf die Beine zu stellen, und bittet Jura um Hilfe. Während der Vorbereitungen für das Stück merken die Teenager, dass sie weitaus tiefere Gefühle füreinander hegen als nur Freundschaft. Gefühle, die verboten sind und von denen niemand etwas erfahren darf. Nach dem Sommer trennen sich die Wege der beiden. Zwanzig Jahre vergehen – Jahre voller Veränderungen, Jahre, in denen sie einander nie vergessen können. Bis Jura endlich beschließt, seine erste Liebe Wolodja wiederzufinden … Sensibel und berührend erzählt das russisch-ukrainische Autorenduo von einer besonderen Liebesgeschichte in einem Land, in dem Anderssein bis heute unter Strafe steht.

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Roman - In Russland verboten, von TikTok geliebt: Band 2 der Romance-Trilogie über eine schwule Liebe in einem sowjetischen Sommerlager endlich auf Deu

Kann die Liebe alle Wunden heilen, die das Leben verursacht hat? Ihre erste Liebe in einem Ferienlager begann und endete mit einem unvergesslichen Kuss. Doch ihren Gefühlen weiter nachzugeben, hätte große Gefahr für Jura und Wolodja bedeutet, und so mussten sie sich am Ende eines traumgleichen Sommers trennen. Nun, zwanzig Jahre später, haben sich die beiden jungen Männer endlich wiedergefunden. Während Jura glücklich darüber ist, seiner Jugendliebe wieder nahe zu sein, hadert Wolodja allerdings mit seinen Gefühlen. Zu viel Schlimmes ist in all den Jahren passiert. Zu viel, das ihn bis heute verfolgt und daran hindert, sich so zu akzeptieren, wie er ist. Gibt es trotz allem eine Chance für ihre Liebe? Sensibel und berührend erzählt das russisch-ukrainische Autorenduo von einer besonderen Liebesgeschichte in einem Land, in dem »Anderssein« bis heute unter Strafe steht. Die »Jura und Wolodja«-Reihe: Du und ich und der Sommer Du und ich und die Schwalben Du und ich und für immer

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Roman - In Russland verboten, von TikTok geliebt: Das Finale der Romance-Trilogie über eine schwule Liebe in einem sowjetischen Sommerlager endlich auf

Kann eine Liebe Bestand haben, die nie ans Licht kommen darf? Trotz allem, was ihnen widerfahren ist, haben Jura und Wolodja beschlossen, ihrer Liebe eine Chance zu geben und gemeinsam in Charkiw zu leben. Doch der Druck, ihre Beziehung im Verborgenen leben zu müssen, lastet immer schwerer auf Jura. Der Musiker gerät in eine Schaffenskrise, die er in Alkohol ertränkt. Wolodja versucht alles, um Juras Depression zu lindern. Er merkt aber bald, dass dieser nur dann wieder zu sich finden kann, wenn er in das liberalere Deutschland zurückkehrt. Das Aus für ihre Beziehung? Oder ist Wolodja bereit, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und ebenfalls einen Neuanfang zu wagen? »Der Umgang mit dem Buch erzählt viel darüber, wie stark die Hetze gegen queere Menschen in den vergangenen Jahren zugenommen hat und wie sie idiologisch genutzt wird, um sich vom Feindbild Westen abzugrenzen.« Der SPIEGEL über »Du und ich und der Sommer« Die »Jura und Wolodja«-Reihe: Du und ich und der Sommer Du und ich und die Schwalben Du und ich und für immer

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Der inspirierende Band rund um Vinyl definiert „Album Art“ ganz avantgardistisch. Das in Kooperation mit dem Colors Magazine entstandene Werk versammelt über 500 erstaunliche Schallplatten aus der Sammlung von Alessandro Benedetti und Peter Bastine. Das Buch ist eine Schnittstelle zwischen Fotografie, Musik und Design; eine Hommage an die Schallplatte als Tonträger sowie an ihr künstlerisches Potenzial als Objekt. Durch Pink Floyd, The Beatles, Prince, Michael Jackson, Bon Jovi und andere erhalten wir faszinierende Einblicke in die visuellen Identitäten dieser Künstler – von lebhaften Farben bis hin zu futuristischen Spiegeleffekten. Die Platten sind thematisch geordnet: einfarbiges Vinyl; ungewöhnliche Exemplare (darunter Silber-, Gold-, oder verspiegeltes Vinyl sowie sehr seltenes, im Dunkeln leuchtendes Material); polychrome Varianten; Etched-Vinyl-Pressungen (bei denen die Musik nur auf eine Seite geäzt wurde); Shaped Vinyl (spezielle Formen, die sich vom runden Klassiker unterscheiden); und Picture Discs (mit einem Foto oder Design verziert). Darüber hinaus liefert das Werk seltene Einblicke in einen Bereich, den wir heute als „Bone Music“ bezeichnen. Jene Tonträger wurden in der UdSSR produziert, wo westliche Musik und Kultur verboten waren, indem man ausrangierte Röntgenbilder mit speziellen Maschinen gravierte. Das Ergebnis: Faszinierende Raubkopien der Hitsingles von David Bowie bis Pink Floyd. Mit dieser kaleidoskopischen Enzyklopädie über zukunftsweisendes Vinyldesign unternehmen wir Seite für Seite eine farbenfrohe Reise durch epochale Platten und Werke stilprägender Künstler:innen.

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Seltsames ereignet sich in dem abgelegenen Berghotel "Zum verunglückten Alpinisten": Polizeiinspektor Glebsky wird von einem anonymen Anrufer ins Hotel bestellt, ein Fehlalarm, wie sich herausstellt. Als eine Schneelawine das Hotel von der Außenwelt abschneidet und die Abreise des Inspektors verhindert, überstürzen sich die Ereignisse: Olaf, einer der sonderbaren Hotelgäste, wird tot aufgefunden und so mancher Gast ist überzeugt, dass übernatürliche Kräfte am Werk sind. Gut, dass Glebsky vor Ort ist, um dem rätselhaften Geheimnis des Hotels auf den Grund zu gehen. Die Graphic Novel basiert auf dem gleichnamigen, 1970 veröffentlichten Roman der Brüder Boris und Arkadi Strugatzki. Ihre visionären Romane dienten als Vorlagen für Filmklassiker wie Stalker und haben das Genre der Science-Fiction maßgeblich mitgeprägt. Die estnische Verfilmung des Romans "Hotel zum verunglückten Alpinisten" von 1979 war ein großer Kinoerfolg. Veiko Tammjärv haucht der unverwechselbaren Ästhetik des Kultfilms neues Leben ein und verleiht der Geschichte eine ganz eigene, frische Perspektive. Ein mystischer Neo-Noir-Thriller, der die repressiven Machtstrukturen der Sowjetunion anprangert und Fragen des Andersseins aus einem völlig neuen Blickwinkel betrachtet.

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Eine unglaubliche Geschichte aus dem Wahnsinn sowjetischer Realität Georgi Demidow überlebte vierzehn Jahre im Gulag. Als er in den Achtzigern darüber schrieb, wurden seine Manuskripte beschlagnahmt, seine Schreibmaschinen vernichtet. Erst nach Ende der Sowjetunion konnten seine Werke erscheinen. Jetzt gibt es den ersten Roman auf Deutsch.

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Kriminalroman

Kiew, 1919: In den Wirren nach der Russischen Revolution stößt der junge Samson, gerade zur Vollwaise geworden, beinahe durch Zufall zur neuen sowjetischen Polizei. Sein erster Fall ist gleich äußerst mysteriös: Ein abgeschnittenes Ohr, ein Knochen aus reinem Silber und ein Anzug aus feinem englischem Tuch geben ihm Rätsel auf. Doch die Zeiten sind gefährlich und halten jeden Tag neue Überraschungen bereit. Zum Glück lernt Samson die patente Nadjeschda kennen, die ihm bei den Ermittlungen hilft und an die er schon bald sein Herz verliert.

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Der nächste große Krieg und wovor die Geschichte uns warnt

Das Buch über die größte Frage unserer Zeit: Krieg oder Frieden?
Stehen wir vor einem dritten Weltkrieg?

Die Weltordnung wankt: Immer mehr Großmächte ringen um Vorherrschaft – in Technologie, Handel und geopolitischen Zonen. Eindringlich warnt Odd Arne Westad vor den Gefahren eines neuen globalen Krieges von nie dagewesenem Ausmaß. Mit seiner tiefen Kenntnis der Vergangenheit schildert er die Parallelen zwischen der heutigen multipolaren Welt und der Vorkriegszeit vor 1914. Er zeigt, warum wir neue Wege in Diplomatie, Abschreckung und Kompromissfähigkeit brauchen – bevor es zu spät ist.

Die internationale Ordnung, wie wir sie kannten, gibt es nicht mehr. Der Ausbruch eines globalen Krieges scheint wahrscheinlicher denn je. Die Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie gibt wiederkehrende Muster preis. Um die Bedrohungen in dieser komplexen Welt zu verstehen, müssen wir auf die Lehren des frühen 20. Jahrhunderts blicken, das unserer Zeit auf unheimliche Weise ähnelt: Eine Zeit, in der Großmächte um regionale Dominanz rangen, Nationalismus, Populismus und Zollkriege auf dem Vormarsch waren. Scharfsinnig argumentiert Westad, dass unsere bisherigen Vorstellungen von internationaler Diplomatie nicht mehr greifen. Er plädiert für einen neuen Umgang mit Kompromissbereitschaft, nuklearer Abschreckung sowie diplomatischer Sprache und Praxis, bevor sich die alten Fehler wiederholen. Denn wer die Geschichte kennt, weiß: Der nächste Sturm kündigt sich leise an. Doch seine Wucht könnte alles übertreffen, was die Menschheit je erlebt hat.



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Eine Satire

Wolfgang Schorlau liefert die Komödie zur richtigen Zeit: über ein Politikmilieu, das im Angesicht der Klimakatastrophe nur nach Macht und dem kurzfristigen Vorteil giert – gleichermaßen schrecklich komisch und unheimlich nah an der Wirklichkeit.

Berlin im Jahr 2025. Die Gas-Lobby jubelt: Einer von ihnen soll zum Minister ernannt werden – der allseits beliebte Karsten Richter. Nun könnte es ihnen gelingen, die drohende Klimaneutralität abzuwenden. Doch plötzlich macht eine Ankündigung die Runde: »Pressekonferenz: Mein Sohn Andreas – die Ökosau!« 

Karstens Mutter, eine Klimaaktivistin der allerersten Generation, hat kein gutes Gefühl bei der Karriere ihres Sohnes. An ihrer Erziehung liegt es nicht, aber die Zukunft unseres Planeten liegt ihm so gar nicht am Herzen. Stattdessen persönlicher Erfolg und die Anerkennung seiner Freunde zwischen Wirtschaft und

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Das Beispiel Israel

Ist es für einen Herrscher besser, geliebt oder gefürchtet zu werden? Da sich beides schwer vereinen lasse, gibt Machiavelli in Der Fürst, seiner berühmten Abhandlung zu den Grundsätzen der Staatsräson, der Furcht den Vorrang. In ihrem neuen Buch schließt die israelische Soziologin Eva Illouz in zweierlei Hinsicht an Machiavelli an: Sie unterstreicht die Bedeutung von Emotionen in der Politik und arbeitet heraus, wie Rechtspopulisten bestimmte Gefühle instrumentalisieren. Israel ist seit seiner Gründung wie kaum ein anderes Land von Sicherheitsfragen geprägt. In dieser Situation sei dem langjährigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu das machiavellistische Kunststück gelungen, gerade wegen der Furcht, die er sät, geliebt zu werden. Anhand ausführlicher Interviews mit u. a. Menschenrechtsaktivisten zeigt Illouz, wie Angst und Ressentiment Gesellschaften spalten und die Demokratie unterminieren.

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Zur Sache der Politischen Philosophie

Leo Strauss und die Politische Philosophie: Heinrich Meiers Opus magnum Unter den großen Philosophen des 20. Jahrhunderts kommt Leo Strauss eine Ausnahmestellung zu. Er führte den Begriff der Politischen Philosophie in die Philosophie ein und unternahm deren Neubegründung in einem OEuvre von schulbildender Kraft und weltweiter Ausstrahlung. In der sich zusehends belebenden Diskussion legt Heinrich Meier jetzt die eingehendste und umfassendste Auseinandersetzung mit Strauss Denken vor. Die Politische Philosophie, die Leo Strauss verhandelt, bezeichnet die Hinwendung der Philosophie zu den politischen oder menschlichen Dingen im Ganzen und die Rückwendung der Philosophie auf sich selbst, auf ihre Voraussetzungen und die Bedingungen ihrer Existenz. Die Sache, die mit ihr in Rede steht, ist nichts Geringeres als die rationale Begründung und die politische Verteidigung des philosophischen Lebens. Dem grundsätzlichen Charakter des Unternehmens entsprechend gliedert sich das Buch in die Kapitel: Das philosophische Leben, Philosophie und Geschichte, Philosophie und Offenbarung, Philosophie und Politik, Philosophie und Dichtung, Die philosophische Lehre. Jedes Kapitel konzentriert sich auf eine herausragende Schrift von Strauss, die als Ganzes in den Blick genommen wird. Der Wiederentdecker der "Kunst des sorgfältigen Schreibens", deren sich die politischen Philosophen der Vergangenheit bedienten, wird auf diese Weise selbst als Meister jener Kunst sichtbar.

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Ein Kaleidoskop voller akkurater, hellsichtiger und ungeschönter Beobachtungen des Bestsellerautors zur politischen und gesellschaftlichen Entwicklung Russlands während der letzten 10 Jahre bis heute. Glukhovskys scharfer Blick auf die Ereignisse bietet eine erhellende Analyse der inneren und äußeren Verfasstheit des Landes und zeigt, warum Russland sehenden Auges in den Untergang steuert — und wie lange sich das schon abzeichnete. Ein klarer Blick auf die frühen Signale und den Sog des russischen Niedergangs und zugleich ein brillantes Panorama der Gegenwart von einem Meister der satirischen, scharfzüngigen Erzählkunst.

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Eine illustrierte Geschichte jüdischen Arbeiterwiderstands

Diese illustrierte Geschichte erzählt, wie die jüdische Arbeiterorganisation "Der Bund" Ende des 19. Jahrhunderts als organisierte Form des Widerstands jüdischer Menschen im zaristischen Russland mit den dazugehörigen Ländern Polen, Litauen, Weißrussland und Ukraine gegründet wurde, um der im Zuge der Industrialisierung aufkommenden neuen Form der Ausbeutung entgegenzutreten. Mit der zunehmenden Spaltung entlang der Sprachgrenzen von Jiddisch und Hebräisch ging auch eine politische Spaltung der jüdischen Bevölkerung einher, in diejenigen, die eine Heimat im fernen Land ihrer Vorfahren suchten, jene, die auswanderten und sich an die »neue Welt« anpassten, und viele andere, die gegen die mörderischen Regime Deutschlands und Russlands kämpften. Dieses anschauliche Buch über eine nur wenigen bekannte Geschichte stellt charismatische Widerstandsfiguren wie Pati Kremer und Bernard Goldstein vor, die trotz aller Widrigkeiten an säkularen und fortschrittlichen Ideen festhielten. Der erste Sachcomic über die Geschichte des jüdischen Arbeiterwiderstands zeigt eine radikale jüdische Tradition auf, deren Bedeutung für die heutige linke jüdische Kämpfe nicht zu unterschätzen ist.

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Über große Männer im Zeitalter der gewöhnlichen Leute

Alexander habe Achill nachgeahmt und Caesar den Alexander – doch wen haben sich die starken Männer der Gegenwart zum Vorbild genommen? Caligula, Napoleon III., Mao? »Be careful what you wish for«, so ein englisches Sprichwort: Vielleicht hätten die Heutigen vorsichtiger sein sollen, als sie sich in den postpolitischen Jahren Staats- und Regierungschefs mit mehr Charisma wünschten.

»I am the chosen one«, wusste Donald Trump 2019 über sich zu berichten. Seit Wiederamtsantritt lebt er die Madman-Theorie aus, die ein moderner Machiavelli erdacht haben könnte: Wer als unkalkulierbar gilt, macht die besten Deals. Auf der anderen Seite der Erdkugel sammelt der »Überragende Führer« Xi Zar Putin und Narendra Modi um sich, der einem Vorbild die höchste Statue der Welt errichten ließ.

Ein Fürst, der sich behaupten wolle, statuierte Machiavelli, müsse lernen, nicht gut zu sein. Diese Lektion haben die neuen Autokraten gelernt. Peter Sloterdijk schwingt sich nicht zu ihrem Berater auf, sondern erweist sich als so kühler wie hellsichtiger Analytiker des neuen Typs Fürst. In ihm reaktualisiert sich für Sloterdijk die Frage, ob die moderne Welt über die im Königtum gefundene Lösung für die Verkörperung der Macht in Einzelpersonen hinausgekommen sei.



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Wie kann die Wissenschaft zukünftig ihre Widerstandsfähigkeit gegen autoritäre Versuche der Einflussnahme stärken? Die freie Wissenschaft ist ein bevorzugter Gegner autoritärer -Politik. Ihre Unabhängigkeit und Wahrheitsverpflichtung stehen einem illiberalen politischen Projekt offensichtlich im Weg. Das deutsche Wissenschaftssystem ist von solchen Übergriffen zwar bisher weitgehend verschont geblieben, doch erscheint es alles andere als sicher, dass das so bleibt. Gegenstand dieses Buches ist daher die Frage, wie die Wissenschaft sich vor einem politischen Prozess schützen lassen könnte, der doch die meisten ihrer Institutionen finanziert und fördert. Die Autoren belegen, dass es nicht genügt, auf die Wissenschaftsfreiheit des Grundgesetzes hinzuweisen, sondern dass ein komplexes Geflecht aus Regeln zu Finanzierung und Organisation von wissenschaftlichen Institutionen auf ihre Widerstandsfähigkeit untersucht werden sollte. Die Erfahrung aus anderen Ländern zeigt, dass eine ausgefeilte autoritäre Strategie nicht nur versuchen wird, direkt in die Prozesse wissenschaftlicher Institutionen zu intervenieren, sondern sich auch anderer Instrumente bedienen kann. Das führe beispielsweise dazu, dass wissenschaftliche Institutionen bewusst mit politisierten Konkurrenzinstitutionen konfrontiert oder finanziell ausgetrocknet werden. Unter diesen Bedingungen können Anpassungen des Rechts die Widerstandsfähigkeit zwar stärken, zugleich muss die Wissenschaft sich aber die Frage stellen, wie es um ihre eigene politische Mobilisierbarkeit steht und inwieweit sie ihre Widerstandsfähigkeit auch durch Mechanismen der Selbstpolitisierung infrage gestellt hat.

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