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Von ihrer Buchhandlung persönlich empfohlene Bücher zum Thema Didier Eribon;Annie Ernaux;französische Literatur;Autofiktion;autofiktional;Das Ende von Eddy;Die Freiheit einer Frau;Bruder;Literaturpreis;Klassenunterschiede;Arbeiterfamilie;queer.
Wir haben 150 Buchtipps zu "Didier Eribon;Annie Ernaux;französische Literatur;Autofiktion;autofiktional;Das Ende von Eddy;Die Freiheit einer Frau;Bruder;Literaturpreis;Klassenunterschiede;Arbeiterfamilie;queer" gefunden.

Nobelpreis für Literatur 2022 | Der berührende Brief der französischen Bestsellerautorin an ihre tote Schwester

Nobelpreis für Literatur 2022 Ein Sonntag im August 1950, die kleine Annie spielt draußen im Garten, ihre Mutter steht am Zaun und plaudert mit der Nachbarin. Eine folgenreiche Plauderei, denn so erfährt Annie, dass ihre Eltern vor ihrer Geburt bereits eine Tochter hatten, die sechsjährig an Diphtherie gestorben war. Über diese Schwester wird Annie von ihren Eltern niemals wieder ein Wort hören und sie wird ihrerseits niemals nach der Verstorbenen fragen. Doch auch dieses dauerhafte Beschweigen formt eine Geschichte und verleiht der toten Schwester – dem anderen Mädchen – eine Gestalt. Und es prägt Annies Persönlichkeit und Charakter, die Identität der Nachgeborenen. Vier oder fünf Fotografien, das Grabmal, einige wenige Gegenstände, ein paar Murmeln – darüber versucht Annie Ernaux Jahrzehnte später dem Leben ihrer ungekannten Schwester schreibend auf die Spur zu kommen. Annie Ernaux hat einen Brief an ihre Schwester geschrieben, die sie nicht hat kennenlernen können – einen Brief von überwältigender Klarheit und zarter Traurigkeit, über Trennendes und Gemeinsames, über Kindheit und Geschichte und über Schicksalsschläge, die eine Familie auf immer verändern.

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Roman | Einer der eindringlichsten literarischen Texte über Alzheimer | Erstmals in deutscher Übersetzung

Annie Ernaux erzählt von ihrer Mutter und dem aussichtslosen Kampf gegen die Alzheimer-Erkrankung, von einer großen Liebe und der Zerstörungskraft des Vergessens. Und sie verewigt so, im Moment ihres Verschwindens, den Menschen, der ihr das Leben geschenkt hat. Die Mutter verliert das Gedächtnis – mehr und mehr scheinen ihr die Familie, die Welt, das Leben abhandenzukommen. Annie Ernaux hält die Gespräche mit ihr fest, schreibt sie auf, intuitiv, aus der existenziellen Angst vor dem Verlust, wie gejagt von der Gewalt des Verfalls und der Erinnerungswucht an diese Kranke, die noch immer ihre Mutter ist. Mehr als ein Jahrzehnt bleiben diese Aufzeichnungen in der Schublade. Und doch entschließt sich Ernaux später, diese Seiten zu veröffentlichen, weil es nicht nur ein Bild ihrer Mutter geben soll: sondern die Vielheit der Wahrheiten. So wird die Chronik eines langsamen Abschieds und einer schrecklichen Zerstörung lesbar – aber auch die Pionierleistung Annie Ernaux`, die schmerzhafte Suche nach der Sprache für eine Krankheit, die damals noch kaum beschrieben war.

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Nobelpreis für Literatur 2022

Nobelpreis für Literatur 2022 Ihr Vater stirbt, und Annie Ernaux nimmt das zum Anlass, sein Leben zu erzählen: Um die Jahrhundertwende geboren, musste er früh von der Schule abgehen, war zunächst Bauer, dann, bis zum Todesjahr 1967, Besitzer eines kleinen Lebensmittelladens in der Normandie, die körperliche Arbeit ließ ihn hart werden gegen seine Familie. Das Leben des Vaters ist auch die Geschichte vom gesellschaftlichen Aufstieg der Eltern und der gleichzeitigen Angst, wieder in die Unterschicht abzurutschen, von der Gefahr, nicht zu bestehen. Dass seine Tochter eine höhere Schule besucht, macht ihn stolz, trotzdem entfernen sich beide voneinander. Diese Biographie des Vaters ist auch die Geschichte eines Verrats der Tochter: An ihren Eltern, einfachen Menschen, und dem Milieu, in dem sie aufgewachsen ist – gespalten zwischen Zuneigung und Scham, zwischen Zugehörigkeit und Entfremdung.

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Nobelpreis für Literatur 2022

Ein Sonntag im August 1950, die kleine Annie spielt draußen im Garten, ihre Mutter steht am Zaun und plaudert mit der Nachbarin. Eine folgenreiche Plauderei, denn so erfährt Annie, dass ihre Eltern vor ihrer Geburt bereits eine Tochter hatten, die sechsjährig an Diphtherie gestorben war. Über diese Schwester wird Annie von ihren Eltern niemals wieder ein Wort hören und sie wird ihrerseits niemals nach der Verstorbenen fragen. Doch auch dieses dauerhafte Beschweigen formt eine Geschichte und verleiht der toten Schwester – dem anderen Mädchen – eine Gestalt. Und es prägt Annies Persönlichkeit und Charakter, die Identität der Nachgeborenen. Vier oder fünf Fotografien, das Grabmal, einige wenige Gegenstände, ein paar Murmeln – darüber versucht Annie Ernaux Jahrzehnte später dem Leben ihrer ungekannten Schwester schreibend auf die Spur zu kommen. Annie Ernaux hat einen Brief an ihre Schwester geschrieben, die sie nicht hat kennenlernen können – einen Brief von überwältigender Klarheit und zarter Traurigkeit, über Trennendes und Gemeinsames, über Kindheit und Geschichte und über Schicksalsschläge, die eine Familie auf immer verändern.

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Leben, Alter und Sterben | Das große neue Buch des Autors von »Rückkehr nach Reims«

Wenige Wochen nach ihrem Umzug in ein Pflegeheim stirbt Didier Eribons Mutter. Wie in Rückkehr nach Reims wird dieser Einschnitt zum Ausgangspunkt für eine Reise in die Vergangenheit: Eribon rekonstruiert die von Zwängen bestimmte Biografie einer Frau, die an einen brutalen Ehemann gekettet blieb und sich sogar in ihren Träumen bescheiden musste: »Meine Mutter war ihr ganzes Leben lang unglücklich.« Dabei erweist sich der Soziologe erneut als großer Erzähler: Anhand suggestiver Episoden und berührender Erinnerungen zeigt Eribon, wie wichtig Familie und Herkunft für unsere Identität sind. Und er legt schonungslos dar, wie sehr die Politik, aber auch die Philosophie, ja wir alle die skandalöse Situation vieler alter Menschen lange verdrängt haben. In diesem ergreifenden Buch über seine Mutter beschreibt Didier Eribon nicht nur das Milieu der französischen Arbeiterklasse mit ihren Sorgen, ihrer Solidarität und ihren Vorurteilen, sondern konfrontiert uns mit der großen Frage, wie wir in unseren Gesellschaften mit Alter und Sterben umgehen.

Ähnliche Bücher wie »Eine Arbeiterin«
Über die kleinen Demütigungen und Erniedrigungen der Besessenheit und des Verlassenseins | Literaturnobelpreis 2022

Annie Ernaux erzählt von einer alles verzehrenden Leidenschaft für einen irritierend teilnahmslosen Mann – unerschrocken gründlich sucht sie nach der Wahrheit hinter einer Existenz, in der sie sich zusehends aufzugeben droht. Das körperliche Leiden, die Angst des Wartens, die immer nur kurze Erleichterung des Liebemachens, die darauffolgende Lethargie und Müdigkeit, das erneute Verlangen, die kleinen Demütigungen und Erniedrigungen der Besessenheit und des Verlassenseins – mit ruhiger Selbstverständlichkeit berichtet Annie Ernaux von einer schmerzlich langen Episode ihres Lebens; wie sie sich immer heftiger in eine Affäre verstrickt, einem verheirateten osteuropäischen Geschäftsmann verfallen, der eine vage Ähnlichkeit mit Alain Delon hat, schnelle Autos und Alkohol mag und im Französischen keine »obszönen Ausdrücke kennt, oder er hatte einfach keine Lust, sie zu benutzen«. Annie Ernaux beschreibt einen zweijährigen Schwebezustand, worin jedes Wort, jedes Ereignis und jede andere Person entweder eine dringliche Verbindung zu diesem Mann hat oder aber von ihr mit kalter Gleichgültigkeit beschieden wird. Zu einem Mann, der ihr fremder nicht sein könnte.

Ähnliche Bücher wie »Eine Leidenschaft«
Nobelpreis für Literatur 2022

Nobelpreis für Literatur 2022 Juni 1952, die kleine Annie ist 12 Jahre alt. Eines Sonntagnachmittags geschieht etwas Entsetzliches – ohnmächtig muss sie miterleben, wie der Vater die Mutter umzubringen versucht. Nach kurzer Zeit beruhigt sich der Vater, und Annie versucht, den Eklat zu vergessen. Bis sie, nahezu ein halbes Jahrhundert später, auf ein altes Foto stößt, das eine Flut von Erinnerungen auslöst. Aber was genau ist damals geschehen? Und wie ist es dazu gekommen? Je tiefer Annie in dieses entscheidende Jahr eintaucht, umso deutlicher wird ihr die Spannung, in der die Eltern lebten, zwischen dem Wunsch nach sozialem Aufstieg und dem demütigenden Rückfall in die alten Verhältnisse. Und auch Annies Zerrissenheit gewinnt an Kontur, ihr immer wieder schmerzhaftes Bemühen, dem Einfluss einer religiösen Erziehung zu entrinnen und der bohrenden Sehnsucht nach Aufbruch und einem besseren Leben zu folgen. Scham ist das beharrliche Gefühl der eigenen Unwürdigkeit. Annie Ernaux seziert es an sich selbst, indem sie weit zurückschwingt in eine eigentlich unfassbare Episode ihrer Kindheit und in eine Vergangenheit, die nicht vergehen will.

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Leben, Alter und Sterben | Das große neue Buch des Autors von »Rückkehr nach Reims«

»Das ist also das Leben meiner Mutter gewesen, dachte ich, das Leben und das Alter einer Arbeiterin. Noch wusste ich nicht, dass ich dieser Aufzählung bald ein drittes Wort würde hinzufügen müssen.« Eigentlich hatte Didier Eribon sich vorgenommen, ab jetzt regelmäßig nach Fismes zu fahren. Doch seine Mutter stirbt wenige Wochen nach ihrem Umzug in ein Pflegeheim in dem kleinen Ort in der Champagne. Wie in Rückkehr nach Reims wird dieser Einschnitt zum Ausgangspunkt für eine Reise in die Vergangenheit. Eribon rekonstruiert die von Knappheit und Zwängen bestimmte Biografie einer Frau, die an einen brutalen Ehemann gekettet blieb und sich sogar in ihren Träumen bescheiden musste. »Meine Mutter«, hält er fest, »war ihr ganzes Leben lang unglücklich.« Didier Eribons neues Buch ist hochpolitisch: Er legt schonungslos dar, wie sehr die Politik, aber auch die Philosophie, ja wir alle die skandalöse Situation vieler alter Menschen lange verdrängt haben. Zugleich erweist er sich erneut als großer Erzähler: Anhand suggestiver Episoden und berührender Erinnerungen zeigt er, wie wichtig Familie und Herkunft für unsere Identität sind. Er kauft ein Dialekt-Wörterbuch, um noch einmal die Stimme seiner Mutter im Ohr zu haben. So entfaltet der Soziologe das Porträt einer untergegangenen Welt: des Milieus der französischen Arbeiterklasse – mit ihren Sorgen, ihrer Solidarität, ihren Vorurteilen.

Ähnliche Bücher wie »Eine Arbeiterin«
Nobelpreis für Literatur 2022 | Wie ist es, wenn man als Frau abtreiben will und es nicht darf?

Nobelpreis für Literatur 2022 Oktober 1963: Die 23-jährige Annie entdeckt, dass sie schwanger ist. Die Studentin aus bescheidenen Verhältnissen weiß: Wenn sie ein uneheliches Kind zur Welt bringt, wird sie alles verlieren. Das hart erkämpfte Universitätsstudium, die Hoffnung, dem engen, prekären Milieu der Eltern zu entkommen. Sie ist entschlossen, die Schwangerschaft zu beenden, aber im Frankreich der 1960er Jahre ist Abtreiben illegal, und so beginnt für die junge Frau ein Spießrutenlauf, der sie von der Praxis eines überheblichen Arztes ins Hinterzimmer einer zweifelhaften Engelmacherin führt und schließlich in der Notaufnahme endet. Voller Scham versucht Annie, die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen, und begegnet dabei überall erschreckender Gleichgültigkeit. Wie ist es, wenn man als Frau abtreiben will und es nicht darf? Mit schonungsloser Offenheit erzählt Annie Ernaux von ihrem eigenen Schwangerschaftsabbruch. Und von den Demütigungen, Verletzungen und Stigmatisierungen, die sie dabei erleiden musste – und die bis heute nachhallen.

Ähnliche Bücher wie »Das Ereignis«
Das Debüt der Nobelpreisträgerin – erstmals auf Deutsch

An einem Sonntag im Jahr 1961 sitzt die zwanzigjährige Literaturstudentin Denise Lesur in ihrem Zimmer und wartet – dass ihr Körper die Abtreibung vollzieht, die eine Engelmacherin im Verborgenen eingeleitet hat. Der gebildete, bourgeoise, selbstgewisse Marc hat Denise auf die Nachricht der Schwangerschaft hin direkt verlassen. Und das Milieu, das er verkörpert, hätte sich auch nie ganz in ihrem Körper beheimaten können. Während sie also wartet, denkt sie über ihre Kindheit und Jugend nach: Zerrissen zwischen dem Elternhaus – obgleich stolze Épicerie-Besitzer sind ihre Eltern den bescheidenen, ländlichen Verhältnissen der Herkunft nie wirklich entronnen – und den Mitschülerinnen jener besseren Schulen, auf die ihre guten Leistungen sie befördert hatten, fühlt sich Denise von beiden Seiten stets abgestoßen. Vulgär und wütend, voller Ablehnung gegen die bürgerlichen Angepasstheiten – Annie Ernaux umkreist in Die leeren Schränke ein frühes einschneidendes Ereignis, das ihr gesamtes Leben prägen wird. Und erfindet dafür eine völlig neuartige, aufwühlende literarische Form.

Ähnliche Bücher wie »Die leeren Schränke«
Über die kleinen Demütigungen und Erniedrigungen der Besessenheit und des Verlassenseins

Annie Ernaux erzählt von einer alles verzehrenden Leidenschaft für einen irritierend teilnahmslosen Mann – unerschrocken gründlich sucht sie nach der Wahrheit hinter einer Existenz, in der sie sich zusehends aufzugeben droht. Mit ruhiger Selbstverständlichkeit berichtet Annie Ernaux von einer schmerzlich langen Episode ihres Lebens; wie sie sich immer heftiger in eine Affäre verstrickt, einem verheirateten osteuropäischen Geschäftsmann verfallen, der eine vage Ähnlichkeit mit Alain Delon hat und schnelle Autos und Alkohol mag. Sie beschreibt einen Schwebezustand, worin jedes Wort, jedes Ereignis und jede andere Person entweder eine dringliche Verbindung zu diesem Mann hat oder aber von ihr mit kalter Gleichgültigkeit beschieden wird. Zu einem Mann, der ihr fremder nicht sein könnte.

Ähnliche Bücher wie »Eine Leidenschaft«
Geschenkausgabe | Nobelpreis für Literatur 2022

Geschichte ihrer selbst, Gesellschaftsporträt, universelle Chronik: Annie Ernaux’ aufsehenerregendes Werk wirkt von Beginn an weit über die französischen Grenzen hinaus. Eine faszinierende Einladung, das eigene Leben zu hinterfragen. Kindheit in der Nachkriegszeit, Algerienkrise, die Karriere an der Universität, das Schreiben, eine prekäre Ehe, die Mutterschaft, das Jahr 1968, Krankheiten und Verluste, die sogenannte Emanzipation der Frau, Frankreich unter Mitterrand, die Folgen der Globalisierung, das eigene Altern. Anhand von Fotografien, Erinnerungen und Aufzeichnungen, von Wörtern, Melodien und Gegenständen vergegenwärtigt Annie Ernaux die Jahre, die vergangen sind und betrachtet auf faszinierende Weise ihr Leben – unser Leben, das Leben.

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Nobelpreis für Literatur 2022

Nobelpreis für Literatur 2022 Sie ist Mitte fünfzig und beginnt ein Verhältnis mit einem dreißig Jahre jüngeren Mann. Einem Studenten, noch dem Milieu verhaftet, aus dem sie sich emanzipiert zu haben glaubt. Er verlässt die gleichaltrige Freundin und liebt sie mit einer Leidenschaft wie keiner zuvor. Entrückte Tage und Nächte in seinem kargen Zimmer, Matratze auf dem Boden, löchrige Wände, defekter Kühlschrank. Doch die intime Episode ist zugleich etwas Politisches, auf der Straße, in den Restaurants und Bars: fast ständig böse Blicke, wütende Reaktionen. Sie ist wieder das »skandalöse Mädchen« ihrer Jugend, nun aber ganz ohne Scham, mit einem Gefühl der Befreiung. Irgendwann erträgt er ihre frühere Schönheit nicht mehr, und sie erlebt bloß noch Wiederholung, obwohl er »ihr Engel ist, der die Vergangenheit heraufbeschwört, sie ewig leben lässt«. Und was heißt das für die Zukunft? Annie Ernaux bricht ihr letztes Tabu – radikal pointiert und prägnant erzählt sie von einer skandalösen Liebesbeziehung, einer ambivalenten Rückkehr in die eigene Vergangenheit und der triumphalen Überwindung einer lebenslangen Scham.

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Das Debüt der Nobelpreisträgerin

Vulgär und wütend, voller Ablehnung gegen die bürgerlichen Angepasstheiten – Annie Ernaux umkreist in Die leeren Schränke ein frühes einschneidendes Ereignis, das ihr gesamtes Leben prägen wird. Und erfindet dafür eine völlig neuartige, aufwühlende literarische Form. An einem Sonntag im Jahr 1961 sitzt die zwanzigjährige Literaturstudentin Denise Lesur in ihrem Zimmer und wartet – dass ihr Körper die Abtreibung vollzieht, die eine Engelmacherin im Verborgenen eingeleitet hat. Der gebildete, bourgeoise, selbstgewisse Marc hat Denise auf die Nachricht der Schwangerschaft hin direkt verlassen. Und das Milieu, das er verkörpert, hätte sich auch nie ganz in ihrem Körper beheimaten können. Während sie also wartet, denkt sie über ihre Kindheit und Jugend nach: Zerrissen zwischen dem Elternhaus – obgleich stolze Épicerie-Besitzer sind ihre Eltern den bescheidenen, ländlichen Verhältnissen der Herkunft nie wirklich entronnen – und den Mitschülerinnen jener besseren Schulen, auf die ihre guten Leistungen sie befördert hatten, fühlt sich Denise von beiden Seiten stets abgestoßen.

Ähnliche Bücher wie »Die leeren Schränke«
Das dringlichste Buch der Nobelpreisträgerin | Über die perfide Wuchte der Eifersucht

Sie hat keine großen Gefühle mehr für ihn und trennt sich. Doch als er Monate später von einer anderen spricht, ist sie völlig aus der Bahn geworfen. Jetzt leidet sie, fühlt sich verschmäht, zurückgewiesen. Vor allem aber treibt die Frau sie um, die ihren Platz eingenommen hat – wer ist die eigentlich und wie? Ist sie schöner, besser, ist der Sex mit ihr toller? Diese Fremde wird zu einer Obsession, einer Art Wahn. »Das Seltsamste an der Eifersucht ist, dass sie eine ganze Stadt – die ganze Welt – mit einer Person bevölkern kann, der man womöglich noch nie begegnet ist.« Und irgendwann ist diese Andere ein ständiger Albtraum, aus dem es womöglich gar kein Erwachen mehr gibt… Wie fühlt es sich an, von einem Menschen besessen zu sein, den man nicht mal kennt? In klaren, fast klinischen Sätzen schreibt Annie Ernaux über die perfide Wucht von Eifersucht, über drohende Selbstauflösung und den aberwitzigen Versuch, in eigener Sache Gewissheit zu erlangen.

Ähnliche Bücher wie »Die Besessenheit«
Mit einem Nachwort von Didier Eribon

80 Prozent der Deutschen möchten im eigenen Bett sterben, aber 80 Prozent der Deutschen sterben in Institutionen. Früher schied man im Kreise der Familie aus dem Leben, heute ist man dabei allein. Hygienisch, aber einsam – das ist die traurige Realität des Sterbens in unseren Tagen. Wie es dazu gekommen ist, beschreibt Norbert Elias in seinem berühmten Essay, der auf die moderne Gesellschaft aus der Perspektive ihres Umgangs mit Sterblichkeit und Tod blickt.

Elias schildert, wie und warum der Tod allmählich hinter die Kulissen der alltäglichen Lebensvollzüge verbannt wurde und die Menschen sich von ihrer eigenen Sterblichkeit entfremdet haben. Die Gesunden wollen nichts davon wissen, weshalb sie die Gebrechlichen früh aus der Gemeinschaft der Lebenden ausschließen. Und »wenn ein Mensch im Sterben fühlen muß, daß er [...] kaum noch Bedeutung für die umgebenen Menschen besitzt, dann ist er wirklich einsam«.

Welches Licht auf eine Gesellschaft fällt, die solche Einsamkeit zulässt, und was man dagegen tun könnte, erkundet Didier Eribon in seinem Nachwort zu diesem meisterlichen Text, der in den Jahrzehnten seit der Niederschrift nichts von seiner Relevanz und Schönheit verloren hat.



Ähnliche Bücher wie »Über die Einsamkeit der Sterbenden in unseren Tagen«
Roman - »...führt mitten ins Herz der Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben.« Annie Ernaux

Eine unvergessliche Geschichte über die Ambivalenz des Mutterseins und Nicht-Mutterseins, über Freundschaft und die Solidarität von Frauen. »Diese Geschichte führt mitten ins Herz der Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben.« Annie Ernaux Der internationale Erfolgstitel - in 23 Länder verkauft, Shortlist International Booker Prize, ausgewählt vom »New Yorker« als eines der »Best Books 2023«. Die beiden Freundinnen hatten sich geschworen, niemals Mutter zu werden. Unvorstellbar, ihre Freiheit für ein Kind aufzugeben. Und doch ist eines Tages alles anders. Alina wird schwanger. Laura, die sich die Eileiter durchtrennen ließ, empfindet dies als Verrat. Weshalb die Fehler der eigenen Mütter wiederholen und sich in Abhängigkeit begeben? Dann aber stellen die Ärzte fest, dass etwas mit Alinas Baby nicht stimmt. Ihr Leben nimmt einen ganz anderen Lauf, als sie es sich gedacht hatte. Zu selben Zeit freundet sich Laura mit einem kleinen Jungen in der Nachbarschaft an, dessen Mutter ihn vernachlässigt. Die neuen Erfahrungen wecken Ungeahntes im Inneren der beiden Freundinnen. Auf zwei sehr unterschiedlichen Arten lernen sie kennen, was es auch heißen kann, Frau zu sein.

Ähnliche Bücher wie »Die Tochter«
Schönheit, zerwühlte Betten, Endlichkeit | Wie verändern sich Hingabe und Sex im Angesicht des eigenen Sterbens?

Annie Ernaux und Marc Marie begeben sich mit Bildern und Texten auf die Suche nach dem – tröstlich wandelbaren – Wesen ihrer Intimität

Sie sind entfernte Bekannte, und eines Abends gehen sie aus, er frisch getrennt, ihr steht eine Brustkrebs-OP bevor. Sie verbringen die Nacht miteinander, beginnen eine Affäre. Die Erkrankung verändert sie spürbar, aber das Begehren setzt sich mit einer Hartnäckigkeit durch, die sie beide überrascht. Morgens ist sie regelmäßig fasziniert vom Anblick der herumliegenden Kleidung, die sie sich am Vorabend vom Körper gerissen haben. Sie fängt an, diese Szenen zu fotografieren, wie Tatorte: seine Schnürstiefel, ihre Pumps, schwarze Unterwäsche – Stillleben nach dem Sex, Kompositionen aus Zufall und Leidenschaft.

Auf den Bildern enthält 14 dieser Fotografien, und Annie Ernaux und Marc Marie schreiben im Wechsel über ihre so dokumentierten Begegnungen, über Erinnerung und Wahrnehmung, über weibliche und männliche Körper, über Zeit und den Schmerz der Vergänglichkeit.



Ähnliche Bücher wie »Auf den Bildern«
Roman

Wahrhaftig und einfühlsam erkundet Deniz Ohde in ihrem gefeierten Debütroman die feinen Unterschiede in unserer Gesellschaft. Sie spürt den Sollbruchstellen im Leben ihrer Erzählerin nach, den Zuschreibungen und Erwartungen an sie als Arbeiterkind, der Kluft zwischen Bildungsversprechen und erfahrener Ungleichheit, der verinnerlichten Abwertung und dem Versuch, sich davon zu befreien. Industrieschnee markiert die Grenzen des Orts, eine feine Säure liegt in der Luft, und hinter der Werksbrücke rauschen die Fertigungshallen, wo der Vater tagein, tagaus Aluminiumbleche beizt. Hier ist die Erzählerin aufgewachsen, hierher kommt sie zurück, als ihre Kindheitsfreunde heiraten. Und während sie die alten Wege geht, erinnert sie sich: an den Vater und den erblindeten Großvater, die kaum sprachen, die keine Veränderungen wollten und nichts wegwerfen konnten, bis der Hausrat aus allen Schränken quoll. An die Mutter, deren Freiheitsdrang in der Enge einer westdeutschen Arbeiterwohnung erstickte, ehe sie in einem kurzen Aufbegehren die Koffer packte und die Tochter beim trinkenden Vater ließ. An den frühen Schulabbruch und die Anstrengung, im zweiten Anlauf Versäumtes nachzuholen, an die Scham und die Angst – zuerst davor, nicht zu bestehen, dann davor, als Aufsteigerin auf ihren Platz zurückverwiesen zu werden.

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Geschichten für jeden Tag

365 Geschichten über uns Menschen. Eine Schatzkiste von Monika Helfer, der Meisterin der kurzen Form 365 Geschichten über die Welt und das Leben – persönlich, ehrlich, klug. Monika Helfer macht aus kleinen Alltäglichkeiten große Erzählungen, erzählt mitreißend von Abenteuern und Begegnungen, unternimmt literarische Streifzüge durch die Natur. Im Rhythmus eines ganzen Jahres zieht uns dieses Lebensbuch hinein in das reiche Universum einer großen Schriftstellerin, voller Merkwürdigkeiten, voller Schönheit. Nach der Lektüre bleiben das Glück und der Trost, der Spezies Mensch anzugehören, die so wunderbar, so grausig, so schön, so verrückt, so traurig, so lustig ist. – „Wie Annie Ernaux ist Monika Helfer eine Meisterin der kurzen Form“, Die Zeit

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Roman

Mit gerade mal 22 Jahren steht Sean an einem Scheidepunkt. Aufgewachsen im von der Wirtschaftskrise erschütterten Belfast, inmitten von Arbeitslosigkeit, Tristesse und den schwelenden Nachwirkungen der Nordirland-Konflikte, scheint sein Traum, Schriftsteller zu werden, vollkommen unerreichbar. Stattdessen hängt er fest in einem Teufelskreis aus Partys und Drogen - bis er im Rausch einen jungen Mann niederschlägt und vor Gericht landet. Erst jetzt findet er die Kraft, sein Leben neu zu sortieren. Wie konnte er zu dem Menschen werden, der er ist, der ihm aber doch so fremd ist? Eine offenherzige, gleichermaßen raue wie zarte Selbsterkundung, zutiefst berührend in ihrer Verletzlichkeit.

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Lieblingsrezepte für jeden Tag

Frankreich entdeckt das Grün: Sommersalate, Zucchini oder Feigen erobern die Bistro-Tische und die Speisepläne daheim. Die vielgelesene Autorin Anne-Katrin Weber teilt in ihrem persönlichen Kochbuch ihre Leidenschaft für die naturnahe Küche und führt durch die bunt gefächerte Geschmackswelt Frankreichs. \nIm Mittelpunkt steht eine gesunde Küche mit unkomplizierten Köstlichkeiten für jeden Tag: Saftiger Salade Niçoise aus der Provence, cremige Knoblauchsuppe, herzhafte Aufstriche, abwechslungsreiche Käsegerichte und knusprige Tartes. Ergänzt durch wenige, sorgfältig ausgewählte Fleisch- und Fischrezepte und einige anspruchsvolle Gerichte für besondere Anlässe, verbindet das Buch Tradition mit moderner, nachhaltiger Küche. Authentische Geschichten und persönliche Begegnungen machen jedes Rezept zu einer kleinen Reise ins Herz der französischen Lebensart. Genuss für den Alltag – naturverbunden, unkompliziert und voller Geschmack. Bon appétit!

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Anmerkungen zum identitätspolitischen Diskurs

Zu glauben, der europäische Diskurs könne den Nationalsozialismus wie ein Objekt auf Distanz halten, ist im besten Fall eine naive Hypothese, im schlimmsten Fall aber ein politischer Fehler. Man tut dann so, als hätte der Nationalsozialismus mit dem Rest von Europa, mit den anderen Philosophen, mit anderen politischen und religiösen Sprachen keinen Kontakt gehabt, betont Jacques Derrida in einem Gespräch mit Didier Eribon. Und doch haben Philosophinnen und Philosophen seit dem Zweiten Weltkrieg bis heute die wichtigsten Selbstdarstellungen des Nationalsozialismus ignoriert. Adolf Hitlers »Mein Kampf« gilt noch immer als ein Buch, das einer philosophischen Auseinandersetzung nicht würdig ist. Diese Haltung wirft ein Licht auf die Philosophie selbst. Findet sie in »Mein Kampf« womöglich zu viel von sich selbst? Und was ist es genau, was sie dort findet? Trawnys Lektüre von Hitlers Buch geht der Möglichkeit einer Kontinuität von Philosophie und Nationalsozialismus nicht aus dem Weg. Es ist die Begegnung mit einem Hass, der uns allein schon deshalb bedroht, weil er einmal die Macht ergriffen und das Leben der Gesellschaft beherrscht hat. Es gibt keinen Grund zu meinen, der Hass wäre vergangen.

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Eine Biographie. Erweiterte Neuausgabe

Mit seinem Werk, das als Aufstand gegen die Gewalt der Normen und der Normalität gelesen werden kann, wurde Michel Foucault zu einem der wichtigsten Denker der Gegenwart. Bis heute ist sein Einfluss auf Politik und Kultur ungebrochen. Didier Eribon ist einer der intimsten Kenner Foucaults. In dieser bereits zum Klassiker gewordenen Biographie gelingt ihm ein meisterhaftes Porträt, das Werk und Leben des Philosophen verschränkt und diesen im intellektuellen Gefüge sowie in den gesellschaftlichen Kämpfen seiner Zeit zeigt.

Die neue, vollständig überarbeitete Ausgabe wurde um zahlreiche Aspekte erweitert und widmet sich unter anderem ausführlich den Beziehungen Foucaults zu Jacques Derrida, Pierre Bourdieu und Simone de Beauvoir. Auch Themen wie Foucaults Verhältnis zur Sexualität oder zu Drogen kommen neu zur Sprache. So entsteht nicht nur eine vielschichtige Darstellung von Michel Foucault als Theoretiker der Lebenskunst, Kritiker der Macht und engagiertem Intellektuellen par excellence, sondern auch ein fesselndes Panorama des französischen Geisteslebens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.



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»Ein seltenes Buch, das wie kein anderes die Isolation und Poesie des ländlichen Lebens darstellt.« – Annie Ernaux

Jeder fragt nach seiner Identität. Schwul? Muslim? Franzose? Marokkaner? Anstatt sich für eine Seite zu entscheiden, schreibt er ein Buch. Ein Buch über den Wald und die Stadt, Paris und Tanger, Scham und Vergebung, Dating-Apps und spirituelle Entdeckungen. Ein Buch über das Aufwachsen als Kind der Diaspora im ländlichen Frankreich, mit Wünschen, die sich nicht für immer unterdrücken lassen. Da ist sein strenger marokkanischer Vater, der von ihm verlangt, sich wie ein Junge zu verhalten. Also färbt er sich die Haare, um ihn zu provozieren. Der Streit eskaliert und er hat endlich einen Grund, von daheim zu verschwinden. Auf den Dating-Apps suchen Männer nach »frischem arabischen Fleisch«, was ihn anwidert. Und dennoch verschwindet er begierig in ihrer Lust. Als der Vater seines Vaters stirbt, muss er sich seiner Familie erneut stellen. In dichter, bildhafter Prosa liefert uns Marouane Bakhti mit ›Wie man aus der Welt verschwindet‹ eine wunderschöne Nicht-Antwort auf die Frage nach seiner Identität.

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Roman

Das Lieblingsbuch des französischen Buchhandels - ausgezeichnet mit dem französischen Publikumspreis als »Bestes Buch des Jahres«. Eine warmherzige Vater-Tochter-Geschichte über das Abschiednehmen und den Versuch einer späten Versöhnung. »Wunderschön.« Le Monde des livres »Die Reusen einholen« - das wären die Worte ihres Vaters gewesen, denkt Anne, als sie im Krankenhaus von Poissy steht und mit ihrem Bruder die Habseligkeiten des Verstorbenen zusammenpackt. Während sie sich um die Formalitäten kümmert, die Beerdigung organisiert, das Elternhaus ausräumt, muss sie sich den widersprüchlichen Gefühlen stellen, die sie mit ihrem Vater verbindet. Diesem zwiespältigen und scheinbar unbezwingbaren Mann, der aus einfachen Verhältnissen kam, ein Autodidakt war, auf seine Art ein Punk, ein leidenschaftlicher Anhänger orientalischer Philosophien, aber auch ein Alkoholiker und gewalttätiger Mann, der seine Familie in einen ständigen »Bürgerkrieg« verwickelt hat. Erst als ein Brief von einer Jugendfreundin des Vaters eintrifft, beginnt sie zu verstehen, wie zerbrechlich sein Leben in Wahrheit war.

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"Colombe Schneck hat einen scharfen Blick für Details und ein exzellentes Gespür für deren suggestive Kräfte." FAZ

Jeden Sommer ihrer Kindheit verbrachte Colombe in den Schweizer Bergen. Zusammen mit anderen Jugendlichen aus aller Welt wurde sie in die Obhut eines Ehepaars gegeben, das sich liebevoll und zugleich streng um die Kinderschar kümmerte: alle aus gutem Hause, alle aus kaputtem Elternhaus, so wie auch Colombe, deren jüdische Mutter, als sie klein war, sich in einem Kloster verstecken musste, und deren Vater, der Verfolgung gerade so entkommen, doch Zeit seines Lebens ein Flüchtender blieb.

Dreißig Jahre braucht es, damit Colombe das Bild dieser Kindheitsidylle korrigiert. Sie reist in die Schweiz, trifft die Menschen von damals wieder und vor allem die beiden Kinder des Ehepaars, das sich um all die fremden Zöglinge so aufopferungsvoll kümmerte, die eigenen aber sträflich vernachlässigte.

Dieses Buch ist Reise und Recherche, es erzählt, wie Erinnerungsblasen pla

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über Klasse, Wut & Einsamkeit

Die Vermessung sozialer Wahrscheinlichkeiten Das Archiv meiner sozialen Wut Geschichten von der unteren Klasse, Literatur über soziale Herkunft – meist sind das Erzählungen von Aufbruch und Aufstieg. Olivier Davids Essays kreisen um diejenigen, die unten geblieben sind. Die, mit den schmerzenden Körpern, die Nachtarbeitenden, die Vergessenen – und um ihn selbst. Wie fühlt es sich an, mit dem eigenen Körper und der eigenen Gesundheit den Wohlstand höherer Klassen zu bezahlen? Was bedeutet es, unten zu bleiben, damit die oberen ihren Status, ihre Macht, ihre Privilegien behalten können? Wie selbstbestimmt kann die Entscheidung, allein zu bleiben sein, wenn soziale Beziehungen durch Vereinzelung, Geldmangel und eingeschränkte Teilhabe unter Druck stehen? Wie soll Geschichte weitergegeben werden, wenn es kein kollektives Gedächtnis armer Menschen gibt? „Es geht hier nicht um die Kulturalisierung von Armut, nach dem Motto: So sind sie, die Armen. Es geht um das Aufzeigen von Lebensrealitäten als Kausalketten.“ Olivier David beschäftigt sich anhand von Beobachtungen und Erfahrungen mit dem Einfluss von Klasse auf sein Leben – und die Leben derer, die er seine Leute nennt. In sprachgewaltigen, intimen, wütenden und dabei einfühlsamen Essays schreibt er über innere Migration, vom Fremdsein und einer blauen Angst. Und er ringt zugleich um eine Erzählweise, die den Geschichten von unten gerecht wird. „Von der namenlosen Menge“ ist ein Versuch, sich selbst in die Welt einzuschreiben, denn: „Für gewöhnlich liest unsereins nicht vor Publikum aus Büchern, unsereins trägt Sicherheitsschuhe beim Arbeiten, hat Kopfhörer auf den Ohren gegen den Lärm, hat Schmerzen irgendwo, lehnt, wo er kann, gähnt, so oft es geht …“

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Roman | »Vielleicht ist Camille Laurens die amtierende Königin der Autofiktion.« Daniela Dröscher »Höchste Zeit, diese Autorin hierzulande zu entdecken: Camille Laurens gilt, ehe der Begriff zu einer Modevokabel wurde, als Meisterin der Autofiktion.« Rainer Moritz, Dlf Kultur Über die Unsichtbarkeit von Frauen in den mittleren Jahren und die Möglichkeiten virtueller Identitäten Mit Juliette Binoche verfilmt

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Ein kurzes Buch über meine Mutter | "Lukas Bärfuss hat sich in eine schmerzhafte Gegend gewagt und ein unglaublich gutes Buch darüber geschrieben." Tag

Eine kleine Stadt in der Schweiz. Ein Haushalt mit einer Frau und ihrem Sohn. Es gibt keinen Mann, es gibt Männer. Und an Geld herrscht immer Mangel, an Zärtlichkeit erst recht.

Die Mutter von Lukas Bärfuss war eine Frau ohne Bildung und ohne Perspektiven, dafür mit einem unstillbaren Freiheitsverlangen. Das Kind sah sie als Fessel, sie hatte sich dies Leben nicht ausgesucht. Eine Rabenmutter, so nannte sie sich selbst; ihr Sohn landete auf der Straße. Sie hatte nur die Waffe der Ohnmächtigen, das böse Maul. Und im Alter blieb ihr kein anderer Ausweg als die Armutsmigration in die Dominikanische Republik, aus einem der wohlhabendsten Länder der Welt, in dem der Lebensabend unerschwinglich für sie war.

Der Sohn musste sich früh in der Kunst üben, seine Mutter zu überleben. Heute stellt er, schreibend sich erinnernd, die Frage, wo in einem elen

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Das perfekte Geschenk zum Vatertag

»Kein Ruhetag« – so steht es auf der Tafel am Eingang. Ilijas Eltern betreiben eine Gastwirtschaft in Bayern. Er hilft schon als Kind in der Küche, wächst mit Pommes und Fritteusen auf. Wenn das Restaurant nicht mehr läuft, eröffnen die Eltern woanders ein neues. Weil sein Vater gerne Tennis spielt, ermöglicht er seinem Sohn Tennisstunden. Im Verein findet Ilija neue Freunde und will wie sie aufs Gymnasium. Sein Leben entkoppelt sich zunehmend von dem seiner Eltern, besonders als sein Vater nach Kroatien zurückgeht. Doch etwas begleitet ihn durch die Jahre: »Es riecht nach Pommes, Ilija kommt!« Der Satz eines Mitschülers, der ihn bis heute nicht mehr loslässt, wird zum Ausgangspunkt einer Selbstbefragung: Verrät der Geruch die eigene soziale Herkunft? Ilija Matusko verknüpft in seinem Debüt persönliche Erinnerungen mit soziologischen Beobachtungen. In zehn essayistischen Kapiteln erzählt er die Geschichte eines Bildungsaufsteigers – mit wachem Blick für die feinen Unterschiede, mit Witz und literarischer Schlagkraft.

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Roman

Über Mütter und Töchter. Und die Freiheit einer Frau. Wie ein Wiegenlied erzählt Maria Pourchet eine ebenso mitreißende wie provokante Geschichte, die in ihrer schonungslosen Klarheit an Annie Ernaux erinnert. »Atemberaubend!« Libération Schon vor Jahren ist Marie aus der Provinz nach Paris gezogen. Hat ihr kleinbürgerliches, konservatives Elternhaus hinter sich gelassen. Sie ist klug, frei, ungebunden. Als sie mit 35 Jahren schwanger wird, beschließt sie, das Kind allein großzuziehen. Wenige Stunden nach der Geburt blickt sie auf die Wiege ihrer kleinen Tochter - und wie ein Film läuft vor Maries Augen ihr eigenes Leben ab. Die Kindheit und Jugend in einer Kleinstadt in den Vogesen. Die komplizierte Beziehung zu ihrer eigenen Mutter. Das Gefühl, nicht wirklich geliebt zu werden, wenn sie, wie so oft, nach Schulschluss vergebens auf ihre Mutter wartete. Später dann die Verbote und Mahnungen, sich unterzuordnen. Kann es sein, fragt sich Marie nun, dass Frauen zu ihrer eigenen Unterdrückung beitragen? »Maria Pourchet erzählt davon, was Frauen allzu oft von Generation zu Generation weitergeben: Selbsthass, Unterwerfung und die Hinnahme der vermeintlichen Überlegenheit des Mannes.« Marie Claire

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Über die triumphale Überwindung einer lebenslangen Scham

Annie Ernaux bricht ihr letztes Tabu – radikal pointiert und prägnant erzählt sie von einer skandalösen Liebesbeziehung, einer ambivalenten Rückkehr in die eigene Vergangenheit und der triumphalen Überwindung einer lebenslangen Scham. Sie ist Mitte fünfzig und beginnt ein Verhältnis mit einem dreißig Jahre jüngeren Mann. Einem Studenten, noch dem Milieu verhaftet, aus dem sie sich emanzipiert zu haben glaubt. Er verlässt die gleichaltrige Freundin und liebt sie mit einer Leidenschaft wie keiner zuvor. Entrückte Tage und Nächte in seinem kargen Zimmer, Matratze auf dem Boden, löchrige Wände, defekter Kühlschrank. Doch die intime Episode ist zugleich etwas Politisches, auf der Straße, in den Restaurants und Bars: fast ständig böse Blicke, wütende Reaktionen. Sie ist wieder das »skandalöse Mädchen« ihrer Jugend, nun aber ganz ohne Scham, mit einem Gefühl der Befreiung. Irgendwann erträgt er ihre frühere Schönheit nicht mehr, und sie erlebt bloß noch Wiederholung, obwohl er »ihr Engel ist, der die Vergangenheit heraufbeschwört, sie ewig leben lässt«. Und was heißt das für die Zukunft?

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Roman »Édouard Louis ist ein seltener Glücksfall für sich, die Sprache, die Gesellschaft.« Caroline Fetscher, Der Tagesspiegel Übersetzung in 30 Ländern, zahlreiche Bühnenfassungen

Ähnliche Bücher wie »Das Ende von Eddy«
Vom Umgang mit den Krisen des Lebens | Der Bestseller aus Frankreich
  • Orientierung für die Höhen und Tiefen des Lebens
  • Für Leserinnen von Gabriele von Arnim und Barbara Bleisch
  • Der Erfolg aus Frankreich vom neuen Shooting-Star der Philosophie: mehr als 150.000 verkaufte Exemplare!


Ähnliche Bücher wie »Brüche«
»Ulrike Draesner ist eine der bedeutendsten deutschen Schriftstellerinnen der Gegenwart.« Times Literary Supplement »Ich hatte mir immer eine Familie gewünscht. Irgendwann dachte ich, dieser Wunsch erfüllt sich nicht mehr. Da kam ein Anruf, und ich wusste, es wird einen neuen Menschen in meinem Leben geben. – Davon will ich erzählen: von Hürden, Begegnungen, der ersten Nähe. Von Fremdheit. Es ist die Geschichte vom Ernstnehmen eines Kindes. Die Geschichte einer Mutter, deren Mutterschaft immer gefährdet ist. Unsere Geschichte.« Mit einem Flug nach Sri Lanka, wo ein Kind auf seine zukünftigen Eltern wartet, beginnt in Ulrike Draesners persönlichstem Buch eine Reise ins Ungewisse. Sie handelt von Ängsten, Zärtlichkeit, von Identitäten zwischen den Kontinenten, von Missverständnissen und Gefahr. Wie wird man eine Familie? Was bedeutet Elternschaft in einer Gesellschaft im Umbruch, in der immer mehr Kinder in ungewohnten Familienkonstellationen aufwachsen? Unkalkulierbar der Prozess. Groß die Überraschungen, unbedingt notwendig der Humor. Was empfindet wohl Mary, das dreijährige Mädchen, das die Welt wechseln muss? Was geschieht mit dem Paar? Und wie findet man sich, ist der Rückflug erst einmal geschafft, als bunte Familie im Deutschland der weißen Menschen zurecht? Voller Lebenserfahrung erzählt Draesner eine tief berührende Geschichte über die Liebe zwischen Mutter und Kind. So nah, so offen und warm, wie man sie noch nie gelesen hat.

Ähnliche Bücher wie »zu lieben«
Roman | Das berührende Porträt einer liebevollen Mutter-Tochter-Beziehung | Ausgezeichnet mit dem Prix Médicis 2024

Im April 2022 erleidet Julia Decks Mutter Ann einen Schlaganfall. Den Ärzten zufolge sind ihre Überlebenschancen verschwindend gering. Doch die Patientin trotzt der Diagnose. Für Mutter und Tochter beginnt ein langer Weg durch das Labyrinth der Pflegeeinrichtungen, der sie mit einem System konfrontiert, das nicht mehr funktioniert. Gleichzeitig geht Julia Deck den blinden Flecken in der Erzählung der eigenen Familiengeschichte nach und begibt sich auf eine Spurensuche. Ihre Mutter wird in einer Arbeiterfamilie groß, in der Bücher keinen Platz haben, doch gerade die Begeisterung für Literatur und ihre Wissbegierde bieten der jungen Ann die Möglichkeit zum sozialen Aufstieg. Klar, lakonisch und liebevoll zugleich zeichnet Julia Deck das Bild einer Frau, die nach Selbstbestimmung strebt, und erzählt einfühlsam von der so komplexen wie absoluten Liebe zwischen Mutter und Tochter.
Ähnliche Bücher wie »Die Wahrheit über Ann«

Roman | »Exakt so kraftvoll wie Annie Ernaux. Menschen, lest dieses Buch!« Thomas Andre, Hamburger Abendblatt Eine Meisterin autofiktionalen Erzählens, Jurymitglied des Prix Goncourt Der Bestseller aus Frankreich: 120.000 verkaufte Exemplare Spielerisch deckt Camille Laurens die Bedeutung der Sprache für die Konstruktion eines Lebens auf

Ähnliche Bücher wie »Es ist ein Mädchen«
Roman. Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2022

»Radikaler als Annie Ernaux« der Freitag Ksenia ist Russin, sie ist Deutsche, sie ist Jüdin, sie ist unter Zeugen Jehovas aufgewachsen, sie ist eine junge Frau, Mutter, Schriftstellerin und Wissenschaftlerin, ist »dies, jenes und einiges in Querung« – und gleichzeitig ist sie nichts davon. Bei der Erforschung des eigenen Identitätspluralismus sammelt Ksenia Ebay-Anzeigen, die das Wort »russisch« enthalten, notiert Gespräche von Arbeitskolleg:innen, beobachtet russische Mütter in der Stadt und israelische Verwandte auf Facebook, dolmetscht in einer Psychotherapie für Flüchtlinge, erinnert sich immer wieder an einen traumatischen kindlichen Zustand von Orientierungslosigkeit und Fremdbestimmung, betastet misstrauisch ihren Körper und fragt sich nach einer Definition und dem Wert des eigenen Daseins. Slata Roschals originelles, bissig-humorvolles Romandebüt, eine Collage von 153 Beobachtungen aus dem Alltag einer jungen Frau, wurde 2022 für den Deutschen Buchpreis nominiert, erhielt 2023 den Schubart-Literaturförderpreis der Stadt Aalen und den BücherFrauen-Literaturpreis »Christine«.

Ähnliche Bücher wie »153 Formen des Nichtseins«
Roman | »Ein völlig erschütterndes Buch! Schon jetzt der unumgänglichste Roman des Jahres.« Cosmopolitan

Eine Liebe zu schön, um wahr zu sein

Von einer Freundin lässt sich Claire zu einer Silvesterparty überreden. Dort trifft sie ihn, und es trifft sie: Gilles, coup de foudre. Es folgt die Liebe, mit allem, was wir von ihr wissen: Glück, Sex, Zärtlichkeit, bald auch Eifersucht, Wahnsinn und Gefahr. Von außen werden Claire und Gilles beneidet – bis es zu einer folgenreichen Auseinandersetzung kommt. Nach und nach offenbart sich, wie monströs die Wahrheit ist, und Claire entdeckt: Der Mann an ihrer Seite ist ein Fremder.

Doppelbödig, fesselnd und mit scharfem Humor erzählt Camille Laurens von der Liebe und ihren Zumutungen, vom Narzissmus unserer Gegenwart und davon, was nur die Literatur ans Licht bringt.



Ähnliche Bücher wie »Was wir uns versprechen«
Ein Theater-Krimi

Die Welt ist eine Bühne … ... und niemand weiß, was der nächste Akt bereithält: Düsteres Drama, das große Liebesglück – oder die verhängnisvolle Mischung aus beidem? Geständnisse vor laufender Kamera und verschwundene Patient*innenakten Live-Fernsehen mal anders! Was bewegt die berühmte Schauspielerin Julia Didier dazu, einen Mord in einer TV-Sendung zu gestehen? Trotz öffentlichem Schuldbekenntnis bleibt die Kriminalpolizei am Anfang ihrer Ermittlungen stehen, denn das Motiv ist unklar, und weitere Aussagen von Julia Didier sind vorerst nicht zu erwarten: Sie befindet sich mittlerweile im Koma! Die Nachricht über die Tragödie verbreitet sich wie ein Lauffeuer in den Medien und Sozialen Netzwerken und erreicht schließlich auch Edgar Brehm und Toni Lorenz. Der Privatdetektiv Brehm und die Schauspielschülerin – und Brehms Assistentin – Toni sind gerade mit einem Fall von Einbruchsdiebstahl beschäftigt. Ihr Auftraggeber ist der Psychologe der österreichischen High-Society, auch des Ehepaars Didier. Dass Akten seiner Patient*innen verschwunden sind, macht den Star-Therapeuten nervös. Was verbergen Fernsehwelt und Theaterbühne und was kommt zum Vorschein, wenn die Masken fallen? Liebesglück, Liebeskummer – und eine emotionale Achterbahnfahrt … Edgar Brehm und seine große Liebe haben endlich wieder zueinander gefunden, er könnte nicht glücklicher sein. Doch die böse Überraschung lässt nicht lange auf sich warten, als sein neuer (und alter) Freund Zweifel äußert. Selbstfindung als Begründung mildert Edgars Enttäuschung nicht – wohin seine Beziehung geht, ist für Edgar plötzlich völlig unklar. Toni hat mehr Glück in der Liebe, wird es doch mit ihrem neuen Schwarm (der zufällig auch aufstrebender Filmstar ist) endlich ernster … Nur gut, dass Toni und Brehm einander haben und ihre Freundschaft zunehmend stärker wird. Ein neuer Fall ist als Ablenkung von Kummer und Schmetterlingen auch nicht schlecht, also tauchen die beiden in die Welt des Schauspiels ein, in der schöner Schein und düstere Wahrheit ganz und gar nicht übereinstimmen. Theresa Prammers aufregendes Ermittlerteam ist kreuz und quer durch Wien unterwegs – Verfolgungsjagd nicht ausgeschlossen! Das ungleiche Duo Toni und Brehm bewegt sich bei seinen Ermittlungen rasant durch die Großstadt. Ihre Fälle führen sie nicht nur an Wiener Hotspots wie die Kärntner Straße, sondern auch an Filmsets, auf Theaterbühnen und in Kaffeehäuser mit Wiener Charm

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Alles Wichtige über die LGBTQIA*-Bewegung und ihren Kampf für Gleichberechtigung

Alles Wichtige über die LGBTQIA*-Bewegung und ihren Kampf für Gleichberechtigung

»Queerness lädt zu einem offenen Denken ein, das uns nicht einteilt in ›normal‹ und ›unnormal‹, in ›passend‹ oder ›unpassend‹.«

Queer bedeutet Vielfalt: Queere Menschen haben unterschiedliche sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten, queer ist alles, was Kategorien sprengt und Heteronormativität in Frage stellt. Die Journalistin Norma Schneider führt ein in all things queer, erzählt von Identität und Community, macht neugierig auf queere Theorie und Kultur und beleuchtet den bis heute andauernden Kampf für Gleichstellung und gegen Queerfeindlichkeit.

Mit 4-farbigen Abbildungen und Infografiken.



Ähnliche Bücher wie »Queer. 100 Seiten«
Soziologische Betrachtungen

Aspekte schwulen Lebens im heutigen Mitteleuropa

Nicht nur Ludwig Wittgenstein, auch Didier Eribon, Claudio Magris und viele andere stehen Vratislav Maňák zur Seite, wenn er männliche Homosexualität im gegenwärtigen Mitteleuropa untersucht und zu deren sexuellen Wurzeln zurückkehrt. Er weist auf, dass Themen, die üblicherweise mit dem Leben schwuler Männer verbunden werden, durchaus Erfahrungen der Mehrheitsgesellschaft entsprechen können. Warum erregt uns das Überschreiten eines Verbots? Wie erleben wir unseren Körper? Und wo verlaufen die Grenzen der Männlichkeit?
Antworten sucht Vratislav Maňák in sieben delikaten Texten, die soziologische Reportage mit literarischem Essay verbinden. Hierzu besucht er Orte, die als gay spaces bezeichnet werden können, unter anderem in Berlin, Wien und Budapest.

Vratislav Maňák zeichnet ein vielschichtiges Panorama schwuler Lebenswelten jenseits stereotyper Vorstellungen und lädt mit seinen Essays dazu ein, Identität, Begehren und Kultur neu zu betrachten – mit Offenheit und Neugier.



Ähnliche Bücher wie »Mit Wittgenstein in der Schwulensauna«
Was wäre Weihnachten ohne Frau Holle, Schneewittchen und das Sterntalerkind? In ihren Sagen und Märchen sowie ausgewählten Briefauszügen lassen es Jacob und Wilhelm Grimm zauberhaft schneien und im Kamin knistern. Eine literarische Einstimmung auf die Winter- und Weihnachtszeit! »Es war einmal mitten im Winter, und die Schneeflocken fielen wie Federn vom Himmel herab, da saß eine Königin an einem Fenster …« Brüder Grimm

Ähnliche Bücher wie »Ein Weihnachtsabend mit den Brüdern Grimm«
Plädoyer für eine gefährdete Landschaft

Pulitzer-Preisträgerin Annie Proulx über die Schönheit und Gefährdung eines einzigartigen Ökosystems. - »Bestes Buch des Jahres.« The New Yorker Pulitzer-Preisträgerin und passionierte Umweltschützerin Annie Proulx erzählt von der Schönheit und Magie der Moorlandschaften – und von der Gefährdung dieses unterschätzten, aber einzigartigen Ökosystems. Sie begibt sich auf eine faszinierende Reise in die Torfmoore Englands, in die endlos weiten Feuchtgebiete an der kanadischen Hudson Bay, die schwarzen Wasser der sibirischen Wassjuganje und in die heißen Sümpfe Floridas. »Moorland« ist ein mitreißend erzähltes, leidenschaftliches Plädoyer für den Kampf gegen den Klimawandel. »Ein bestechend schönes, kluges Buch, das Ihnen die Augen öffnen wird.« The Telegraph

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Roman - Ausgezeichnet mit dem Alternativen Literaturnobelpreis, nominiert für den Booker-Award

Ein Findelkind auf einer Karibikinsel: Ist der Junge der neue, nicht-weiße Messias? Maryse Conde erzählt farbenprächtig und unvergesslich vom Traum einer toleranten, friedlichen Welt. »Eine großartige Geschichtenerzählerin.« Bernardine Evaristo »Heiter und hoffnungsfroh ... ein bestechend schöner Roman voller Weisheit, Großherzigkeit und Versöhnlichkeit.« Leïla Slimani »Maryse Condé ist eine magische Erzählerin.« Jury des Alternativen Literaturnobelpreises An einem Ostersonntag finden Monsieur und Madame Ballandra, ein älteres, kinderloses Ehepaar, ein Neugeborenes in ihrem Gartenschuppen. Pascal, der Säugling, ist überaus hübsch - dunkelhäutig, mit glatten, schwarzen Haaren und Augen, die so graugrün sind wie das Meer, das die Karibikinsel umgibt. Niemand kann sagen, woher der Junge kommt. Aus Europa? Aus Afrika? Aus Asien? Doch nicht nur sein Aussehen weckt die Neugier der Inselbewohner. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dieses Findelkind könnte ein ganz besonderes Geschenk an die Menschheit sein: Vielleicht hatte Gott der Vater ja zwei Söhne und den Jüngeren nun zu ihnen geschickt? Ein neuer Messias, der den Auftrag hat, die Welt so zu verändern, dass sie toleranter und friedlicher wird. Kaum erwachsen, zieht Pascal los, auf der Suche nach seiner wahren Bestimmung. »Das Evangelium der Neuen Welt« ist eine farbenprächtige, unvergessliche Geschichte der »Grande Dame der französischen Literatur« (BR).

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Eine deutsche Geschichte vom Kaiserreich bis heute

Das Standardwerk zur queeren Geschichte Deutschlands von 1871 bis heute Deutschlands queere Geschichte ist lange vernachlässigt worden. Und so scheint queeres Leben erst in den letzten Jahrzehnten zum Thema geworden zu sein – dabei kämpften Homosexuellenbewegungen bereits im Kaiserreich gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. Wie lässt sich die Geschichte gleichgeschlechtlich liebender und gender-nonkonformer Menschen erzählen? Wie stellt sich deutsche Geschichte aus queerer Perspektive dar? Und was ist dran an der Vorstellung einer geradlinigen Emanzipation hin zur Ehe für alle und zur Abschaffung des Transsexuellengesetzes, zu der es hoffentlich bald kommen wird? „Queer“ ist das erste populäre Sachbuch, das sich diesen Fragen in einem spannenden historischen Überblick widmet. Eine unverzichtbare Grundlage für die Debatten unserer Zeit.

Ähnliche Bücher wie »Queer«
Diese Romantrilogie erzählt auf überragende Weise von den großen Themen im Leben einer Frau: Körper, Sexualität, Klasse, Herkunft, Freundschaft, Liebe, Tod. In Frankreich ist Colombe Schneck ein literarischer Star, nun haben sich Verlage aus den USA, England, Holland, China und Brasilien die Rechte an der Paris-Trilogie gesichert.

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Roman

Seit die außerirdischen Majoda die Erde zerstört haben, gibt es nur noch wenige Orte in der Galaxis, die ausschließlich von Menschen bewohnt werden. Einer davon ist die Raumstation Gaea, die Heimat der jungen Kyr. Sie ist die beste Kämpferin ihres Jahrgangs, und sie kennt nur ein Ziel: Rache für die Vernichtung der Erde zu nehmen. Doch als sie in die Kinderstation Gaeas befohlen wird, um für den Rest ihres Lebens Babys zu bekommen, und ihr Bruder auf eine Selbstmordmission muss, wird Kyr klar, dass das Oberkommando einen Fehler gemacht hat. Sie flieht von Gaea und macht sich auf die Suche nach ihrem Bruder – und muss dabei feststellen, dass alles, was sie über die Galaxis, die Menschheit und die Majoda zu wissen glaubte, eine Lüge ist …

Ähnliche Bücher wie »Die letzte Heldin«
Vom Autor des Weltbestsellers “Über Tyrannei” “Wir können unsere Chance ergreifen. Es ist unsere letzte, aber es ist eine gute.” Timothy Snyder ist „der führende Interpret unserer düsteren Zeiten“ genannt worden. Nur wenige Intellektuelle haben wie er mehr als eine halbe Million Follower bei X und schreiben Bücher, die bei Erscheinen in zwei Dutzend Sprachen übersetzt werden. Sein Weltbestseller „Über Tyrannei“ hat Millionen Menschen von Washington und Kiew bis Hongkong ermutigt, für die Freiheit einzutreten und notfalls auch zu kämpfen. Nun legt der unermüdlich für die Ukraine und gegen Trump engagierte Historiker ein brillantes Buch vor, das erklärt, was Freiheit ist, wie sie oft missverstanden wird und warum sie unsere einzige Chance ist zu überleben. Freiheit ist die Abwesenheit von Verboten. Wir sind frei, wenn wir tun und lassen können, was wir wollen. So denken viele. Aber wahre Freiheit ist nie nur Freiheit von, sondern immer auch Freiheit zu – die Entfaltung von Möglichkeitsräumen, für die wir auf die Gemeinschaft mit anderen angewiesen sind. Erst so wird Freiheit zu dem Wert, der alle anderen Werte ermöglicht. In „Über Freiheit“ nimmt uns Tim Snyder mit auf eine aufwühlende Reise. Schriften politischer Philosophen und Dissidenten, Gespräche mit zeitgenössischen Denkern, eigene Erfahrungen – all das fließt ein in eine Erkundung der wichtigsten und am meisten bedrohten Ressource unserer Zeit: die Entschlossenheit, mit der wir uns gegen die Welle der Unfreiheit behaupten, die über unsere Zeit hereingebrochen ist. „Es geht um uns oder niemanden. Freiheit ist kein Drama, dem wir zusehen.“ • Persönlich, inspirierend, ehrgeizig – das neue Buch von Timothy Snyder • Eine brillante Erkundung der Freiheit: was sie ist, wie sie missverstanden wird, und warum sie unsere einzige Chance ist zu überleben • Für einen positiven Freiheitsbegriff, der ein gutes Leben für alle ermöglicht • „Über Tyrannei“ war 2021 das meistverkaufte Buch in den USA

Ähnliche Bücher wie »Über Freiheit«
Roman

»Ich war siebzehn, und ich war eine Frau.« Ein Roman über die Bundesrepublik der Nachkriegszeit und die Überwindung sexueller Tabus BRD, Oberharz, Anfang der 1960er Jahre: sexuelle Tabus, veraltete Frauenbilder, patriarchale Strukturen. Für die Erniedrigung, die sie jeden Tag erlebt, will sich die 17-jährige Dora rächen. Ihr Opfer ist der Musiklehrer, ihre Waffe ist ihre Weiblichkeit. Mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln möchte sie ihn verführen. Der Verführer von Doras Mutter war Adolf Hitler. Als Vertriebene aus Niederschlesien hängt sie ihrer Heimat und ihrer Jugend im NS-Regime nach, beklagt ihre verpassten Chancen zur Selbstverwirklichung. Die Erzählungen der Mutter und die Folgen des Zweiten Weltkriegs prägen Doras Leben. Sechzig Jahre später schaut Dora anlässlich eines Klassentreffens auf ihre Zeit im Oberharz zurück, ordnet kritisch ein und verknüpft ihre Erinnerungen mit der Gegenwart.

Ähnliche Bücher wie »Schneeflocken wie Feuer«
Die frühen Romantiker und die Erfindung des Ich - Reich bebildert, mit vielen farbigen Abbildungen und Karten

Der neue Bestseller von Andrea Wulf - »›Fabelhafte Rebellen‹« ist eine Möglichkeit, die deutsche Geistesgeschichte zum Tanzen zu bringen, sie für sich persönlich zu entdecken und unglaublich viel für das eigene Leben zu lernen.« Denis Scheck Seit wann genau kreist unser Denken und Handeln um uns selbst, um unser Ich? Seit wann erwarten wir, dass wir allein über unser Leben bestimmen? Ende der 1790er Jahre – als die meisten Staaten in Europa noch im eisernen Griff absolutistischer Herrscher waren – galt die Idee vom freien Individuum als brandgefährlich. Und doch wagte zu dieser Zeit eine Gruppe von Denkern in der kleinen Universitätsstadt Jena, das Ich in den Mittelpunkt ihres Denkens, Schreibens und Lebens zu stellen. Zu diesen fabelhaften Rebellen gehörten die Dichter Goethe, Schiller und Novalis, die Philosophen Fichte, Schelling und Hegel, die genialen Schlegel-Brüder sowie der junge Wissenschaftler Alexander von Humboldt und ihre Muse, die mutige und freigeistige Caroline Schlegel. Während die Französische Revolution die politische Landschaft Europas veränderte, entfachten diese jungen Romantiker in Jena eine Revolution des Geistes. Ihr Leben bewegte sich zwischen wortreichen Auseinandersetzungen, aufsehenerregenden Skandalen, leidenschaftlichen Liebesaffären und vor allem radikalen Ideen. Ihre Gedanken über die kreative Macht des Ich, den Anspruch von Kunst und Wissenschaft, die Einheit von Mensch und Natur und die wahre Bedeutung von Freiheit sollten nicht nur das Werk vieler Maler, Dichter und Musiker beeinflussen, sondern prägend werden für unser Naturverständnis, unsere Gesellschaftsentwürfe und unsere Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben. In ihrem inspirierenden Buch erzählt Bestsellerautorin Andrea Wulf deswegen nicht nur von dem wohl turbulentesten Freundeskreis der deutschen Geistesgeschichte, sondern erklärt auch, warum wir bis heute zwischen den Gefahren der starken Ichbezogenheit und den aufregenden Möglichkeiten des freien Willens schwanken. Denn die Entscheidung zwischen persönlicher Erfüllung und zerstörerischem Egoismus, zwischen den Rechten des Einzelnen und unserer Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft und künftigen Generationen ist heute so schwierig wie damals. Ausstattung: Mit 30 farbigen Abbildungen und 2 Karten

Ähnliche Bücher wie »Fabelhafte Rebellen«
Roman | »Ein zutiefst bewegendes, lyrisches Buch, aufrichtig und herzergreifend.« Orhan Pamuk

Eine große literarische Wiederentdeckung

Die kalten Nächte der Kindheit erzählt vom Heranwachsen einer Frau, von ihrem Begehren, ihren Träumen, ihrer Widerständigkeit. Und wirkt darin heute so aktuell wie damals.

»1949. In einer Provinzstadt in Anatolien mit 4000 Einwohnern lerne ich die Welt sehen. Bin 6 Jahre alt. … Ich empfinde die maßlose Größe der Welt und weiß, dass ich fort und weit weg gehen werde.« So schreibt Tezer Özlü 1981 an den Deutschen Akademischen Austauschdienst über das prägende Gefühl ihrer Kindheit.
Erwachsen geworden, wird sie nach Berlin, Paris und Zürich reisen, fort und weit weg von der Türkei und den »Menschen in Uniform«, dem lauernden Wahnsinn. Sie tauscht die heimischen Obstgärten und Klassenzimmer der Nonnenschule ein gegen die Straßen und Cafés europäischer Hauptstädte – und gegen das Schreiben. Um eine Welt zu erfinden, die ihr entspricht. Indes wird sie über Jahre in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Doch selbst das kann ihren Willen nicht brechen.



Ähnliche Bücher wie »Die kalten Nächte der Kindheit«
Roman | Eine Geschichte vom Verlassen und Verlassenwerden

Übrig geblieben sind ihr nur ein Briefumschlag mit einer Handvoll Fotografien und die Angst vor dem Vater, die Sorge um ihre Mutter und ihren Bruder, die Knoten in ihrer Brust. Seka sucht mit Anfang zwanzig nach den Spuren ihrer zerbrochenen Familie und ihres bisherigen Lebens. Sie rekonstruiert den Weg ihrer Eltern aus Bosnien in die Schweiz und fragt nach den Verbindungen, den Fäden zu ihr. Dabei stößt sie auf das Gefangenenlager in Omarska in den neunziger Jahren und einen Brief, der sie weiter nach Den Haag und Genf führt, später ins Berner Oberland. Und sie stellt fest, dass in Omarska heute Erz in den Minen abgebaut wird, als hätte es die Geschichte nicht gegeben, die eines fast schon vergessenen Krieges in Europa. Dabei wirken die Versehrungen der Vergangenheit bis in die Gegenwart fort. Mina Hava verknüpft in ihrem Debütroman historisches Material, Recherche- und Rekonstruktionsarbeit mit persönlichen Erfahrungen, Verlusten und Ängsten – und beleuchtet, was Geschichte bedeutet für Landschaften und Körper. Sensibel erzählt Für Seka ein junges Leben, in dem das Politische und das Persönliche untrennbar verbunden sind, eine Geschichte vom Verlassen und Verlassenwerden und von der Frage, was war.

Ähnliche Bücher wie »Für Seka«
Lob der Freundschaft »Wir haben die Kraft der Freundschaft noch lange nicht zu Ende gedacht.« Geoffroy de Lagasnerie »Radikale Gedankenanstöße wie die von Lagasnerie werden dringend gebraucht.« Stephanie Rohde, Deutschlandfunk, über »Die Kunst der Revolte«

Ähnliche Bücher wie »3 – Ein Leben außerhalb«
Das Finale der Dark Academia-Reihe von SPIEGEL-Bestseller-Autorin Jana Hoch mit wunderschönem Farbschnitt und Charakterkarte in der 1. Auflage

*** Mit Farbschnitt und Charakterkarte in der 1. Auflage *** Das fulminante Finale der SPIEGEL-Bestseller-Reihe rund um die Highclare Academy für alle Fans von Romance- und Dark-Academia ab 14 Jahren. So düster, gefährlich und romantisch wie nie zuvor. Nachdem sich Louisa Theos dunkelstem Geheimnis stellen musste, bleibt nichts wie vorher. Sie kann nicht glauben, was der Master nach der Challenge am See öffentlich gemacht hat. Um die Wahrheit herauszufinden, beschließt Louisa, mit Annie zu sprechen – der einzigen Person, die ihr sagen kann, was wirklich passiert ist. Doch auch der Master hat ein Interesse an Annie. Er treibt sein perfides Spiel weiter und setzt dem Ruby Circle eine Frist: Wenn Annie nicht innerhalb weniger Wochen gefunden wird, wird er alle Geheimnisse der Highclare Academy hochgehen lassen. Als dann auch noch Theo wiederauftaucht, weiß Louisa gar nicht mehr, was sie tun soll. Kann sie es wagen, ihm noch einmal zu vertrauen, und vor allem: Werden ihre Gefühle für Theo der Wahrheit standhalten können? Weitere Bücher von Jana Hoch: The Ruby Circle (1). All unsere Geheimnisse The Ruby Circle (2). All unsere Lügen Royal Horses (1). Kronenherz Royal Horses (2). Kronentraum Royal Horses (3). Kronennacht Dancing with Raven. Unser wildes Herz Weitere Infos zur SPIEGEL-Bestseller Autorin unter jana-hoch.de oder auf Instagram + TikTok unter @janahoch.autorin.

Ähnliche Bücher wie »The Ruby Circle (3). All unsere Wahrheiten«
Wie das Patriarchat heterosexuelle Beziehungen sabotiert

Unsere gesamte Kulturgeschichte ist durchdrungen von Darstellungen idealtypischer Paarbeziehungen, die – direkt oder unterschwellig – eine weibliche Unterlegenheit inszenieren. Es sind Bilder, die suggerieren, dass die Frau nur durch Unterwerfung romantische Erfüllung erlangen kann. Diese gesellschaftliche Konditionierung impft Frauen und Männern die Überzeugung ein, dass Männern alles zusteht, während von Frauen Selbstlosigkeit und Hingabe erwartet werden. Durch das erzwungene Leugnen eigener Interessen, Bedürfnisse und Wünsche wird das Selbstvertrauen der Frauen untergraben. Dieses Machtungleichgewicht kann in physischer und psychischer Gewalt gipfeln. Und auch was die Sexualität anbelangt, wird das Begehren weiterhin von männlichen Fantasien dominiert. Mona Chollet führt uns vor Augen, dass unsere romantischen Vorstellungen stets auf der Unterordnung der Frauen basieren. Anschaulich und präzise legt sie dar, was dies für heterosexuelle Beziehungen bedeutet.

Ähnliche Bücher wie »Wir müssen die Liebe neu erfinden«
Roman | Vom Vaterhaben und Vatersein | Das perfekte Geschenk zum Vatertag

Erst als der Sohn ihn danach fragt, spricht der Vater, Jahrgang 1933, von der NS-Zeit. Von der Napola, der Nationalpolitischen Lehranstalt, vom jüdischen Fellhändler am Markt und von seinem Onkel. Jenem Onkel Paul, nach dem der Sohn benannt ist und der NSDAP-Kreisgeschäftsführer war. Im Bundesarchiv findet der Sohn, als jüngstes von acht Kindern 1980 geboren, nur eine schmale Akte. Doch ihn lassen die Fragen nicht los: Wie setzen sich nationalsozialistische Prägungen auch in seiner Familie fort? Welche überkommenen Ideale, welche patriarchalen Vorstellungen haben sich in ihn eingeschrieben und gibt er vielleicht selbst weiter? In welchen Konflikten treten sie bis heute zutage? Er stellt fest, wie herausfordernd es ist, im Umgang mit den eigenen Kindern seine Rolle als progressiver Vater zu finden, zumal ihm klare Vorbilder dafür fehlen. Paul Brodowsky erzählt in seinem Roman Väter von einem Jahrhundert deutscher Geschichte. Er verdichtet Erinnerungen, Recherchen und Reflexionen zu einem Bild der BRD nach der Zeit des Nationalsozialismus – er arbeitet auf, was in vielen Familien bis heute verschwiegen wird, und spannt so den Bogen von den dreißiger Jahren bis zur Gegenwart. Eine schonungslose Selbstbefragung und Spurensuche nach den Prägungen durch die Großväter und Väter.

Ähnliche Bücher wie »Väter«
Roman | »Unwiderstehlich. Leichtfüßig und ernst, zärtlich und brutal, ironisch und ehrlich.« Siri Hustvedt

Als bei der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter durch eine Verwechslung alles von Wert in die Müllverbrennungsanlage wandert, bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte. Wie hat es so weit kommen können? Der Erzähler blickt auf die Biografie seiner Familie: ein Stammbaum des Wahnsinns. Die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, der Großvater Stammkunde in Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg: Eine Kindheit im Münchner Arbeiterviertel. Die frühe Angst, verrückt zu werden. Die Flucht vor der Familie ins entfernte New York. Jahre in Wien mit Freud im Kaffeehaus. Und wie er schließlich doch in der Anstalt landet – als Psychologe. Bei der Arbeit mit den Patienten lernt er, dass ein Mensch immer mehr ist als seine Krankheit, dass Zuhören wichtiger ist als Diagnostizieren. Vor allem aber muss er sich bald die Frage stellen, was das sein soll: ein normaler Mensch. Eine aus dem Ruder gelaufene Familienanamnese? Ein Schelmenroman? Ein Lehrstück in Empathie? Leon Englers Debüt ist all das und mehr, ein zärtlicher Befreiungsschlag, die Geschichte einer Versöhnung. Lieblingsbuch des Schweizer Buchhandels 2026. Nominiert für den ZDF-aspekte-Literaturpreis 2025. »Ein fantastisches Buch – abgrundtief und doch tröstend. Hab’s verschlungen.« DORIS DÖRRIE »Unwiderstehlich. Leichtfüßig und ernst, zärtlich und brutal, ironisch und ehrlich.« SIRI HUSTVEDT

Ähnliche Bücher wie »Botanik des Wahnsinns«
Roman | »Unwiderstehlich. Leichtfüßig und ernst, zärtlich und brutal, ironisch und ehrlich.« Siri Hustvedt

Als bei der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter durch eine Verwechslung alles von Wert in die Müllverbrennungsanlage wandert, bleibt dem Erzähler wortwörtlich nur der Abfall der eigenen Familiengeschichte. Wie hat es so weit kommen können? Der Erzähler blickt auf die Biografie seiner Familie: ein Stammbaum des Wahnsinns. Die Großmutter bipolar, zwölf Suizidversuche, der Großvater Stammkunde in Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Und er blickt auf seinen eigenen Weg: Eine Kindheit im Münchner Arbeiterviertel. Die frühe Angst, verrückt zu werden. Die Flucht vor der Familie ins entfernte New York. Jahre in Wien mit Freud im Kaffeehaus. Und wie er schließlich doch in der Anstalt landet – als Psychologe. Bei der Arbeit mit den Patienten lernt er, dass ein Mensch immer mehr ist als seine Krankheit, dass Zuhören wichtiger ist als Diagnostizieren. Vor allem aber muss er sich bald die Frage stellen, was das sein soll: ein normaler Mensch. Eine aus dem Ruder gelaufene Familienanamnese? Ein Schelmenroman? Ein Lehrstück in Empathie? Leon Englers Debüt ist all das und mehr, ein zärtlicher Befreiungsschlag, die Geschichte einer Versöhnung. Lieblingsbuch des Schweizer Buchhandels 2026. Nominiert für den ZDF-aspekte-Literaturpreis 2025. »Ein fantastisches Buch – abgrundtief und doch tröstend. Hab’s verschlungen.« DORIS DÖRRIE »Unwiderstehlich. Leichtfüßig und ernst, zärtlich und brutal, ironisch und ehrlich.« SIRI HUSTVEDT

Ähnliche Bücher wie »Botanik des Wahnsinns«
1959 in der irischen Grafschaft Wicklow: Von den Privilegien und dem Wohlstand ihrer Kindheit sind der alleinstehenden, mit einem Buckel gezeichneten Annie nur noch die Erinnerung und ihr Stolz geblieben. Mittellos und ohne Obdach ist sie schon vor Jahren auf dem abgelegenen Bauernhof ihrer Cousine untergeschlüpft. Dort, mit Hund und Hühnern, Kühen und Kälbern und einem feindseligen Pony hat sie eine Art bescheidenes Glück gefunden und in Sarah eine Lebens- und Seelengefährtin. Wie jedes Jahr kommen die kleinen Kinder von Annies Neffen zu Besuch bei den beiden Frauen, doch dieses Mal ist etwas anders. Ein Schatten liegt auf diesem Sommer, eine Bedrohung, die Annie um den Schlaf bringt. Annies Kräfte lassen nach, das ihr anvertraute Mädchen hat Alpträume, das Pony bringt bei einem Ausflug alle in Gefahr, und zu allem Überfluss macht sich ein Mann auf dem Hof und in Sarahs Leben breit.

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Roman

New York, in nicht allzu ferner Zukunft. Doug ist ein erfolgreicher Mittdreißiger, doch seit seiner Scheidung liegen sein Herz und sein Ego in Trümmern. Als Trost gönnt er sich die Frau seiner Träume: Annie, eine hoch entwickelte Androidin. Sie trägt Körbchengröße D, kocht jeden Abend für ihn, zieht sich hübsch an und passt ihre Libido seiner jeweiligen Stimmung an. Alles scheint perfekt, doch dann aktiviert Doug Annies »Autodidaktmodus«, damit das Zusammenleben mit ihr spannender wird. Annie lernt von nun an dazu – und je ähnlicher sie einer normalen Menschenfrau wird, desto weniger perfekt verhält sie sich in Dougs Augen.

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Asterix in Lusitanien

Asterix und Obelix auf großer Reise im 41. Abenteuer!
 
An einem schönen Frühlingsmorgen taucht ein Fremder namens Schnurres im Dorf auf. Er kommt aus Lusitanien, dem sonnenverwöhnten Land westlich von Hispanien, das ebenfalls unter der Herrschaft Roms steht. Schnurres bittet die unbeugsamen Gallier um Hilfe, da er die mächtige Wirkung des Zaubertranks kennt. Sein Freund Schãoprozes wird verdächtigt, Cäsar vergiften zu wollen! Dahinter steckt ein Komplott, das Asterix und Obelix aufdecken müssen. Sie reisen ins heutige Portugal, bekannt für seine Gastfreundschaft sowie Fado, Fliesen und Fischgerichte. Eine Herausforderung für Obelix, denn mit Kabeljau kann er so gar nichts anfangen …
 
Mit Die Weiße Iris legten Zeichner Didier Conrad und der neue Texter Fabcaro 2023 ein von Kritik und Publikum gefeiertes Album vor. Ihr zweiter gemeinsamer Streich Asterix in Lusitanien ist das Comic-Event des Jahres!

 



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Frankreich in 100 Chansons

In »La vie en rose« nimmt uns Christoph Sator mit auf eine Reise durch die Geschichte des Chansons von Aznavour bis Zaz. Unterwegs erzählt er uns unzählige Geschichten und Anekdoten über das Land des savoir-vivre.

Ob die dunklen Felsen der Bretagne, die breiten Pariser Boulevards oder die traumhaften Strände der Côte d’Azur: Beim Gedanken an Frankreich sieht jede:r ein Bild vor sich – und alle hören einen Klang: Musik gehört zu unserem Nachbarland wie das Essen, der Wein und die Liebe.

Ob es die Klassiker von Jacques Brel sind, die Popsongs von France Gall oder die Chansons der nächsten Generationen wie Benjamin Biolay oder Zaho de Sagazan: In der Musik liegt die ganze französische Seele. Auch in Deutschland kommen viele ins Träumen, wenn sie Édith Piafs Tremolo hören, Serge Gainsbourgs Bariton oder Françoise Hardys Flüste

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Eine neue Geschichte der Amerikanischen Revolution | Die packende Neuerzählung einer Revolution, die die Welt veränderte

Die Amerikanische Revolution war ein Epochenereignis: Ohne die Unabhängigkeitserklärung von 1776 wären die Französische Revolution und der Wandel des «alten Kontinents» nicht denkbar gewesen. Sarah M.S. Pearsall erzählt die Geschichte dieses historischen Schlüsselmoments neu: Sie berichtet von seiner Wirkung, aber auch von den Geschehnissen zuvor, die entscheidende Impulse gaben. Denn es waren längst nicht nur die Gründerväter um George Washington, die nach Freiheit verlangten. Verschiedenste Völker rund um den Globus waren in den Freiheitsbewegungen des 18. Jahrhunderts auf überraschende Weise miteinander verbunden. Pearsall führt uns von einer Hungersnot in Kalkutta, die zum Ausgangspunkt für die Aufstände der Boston Tea Party wird, bis zu einem Sklavenaufstand auf Jamaika; von den dunklen Wäldern Hessens, wo junge Männer gegen ihre Rekrutierung nach Amerika rebellieren, bis i

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Ist das jetzt Freiheit? Was sich nach Freiheit anfühlt, muss Freiheit sein, nicht wahr? Mitnichten. Elodie Arpa stellt einen strapazierten Begriff – und damit gleich uns alle – auf den Prüfstand. Freiheit: Wahlversprechen, Werbebotschaft, Wundermittel gegen alle Widrigkeiten. Kaum ein Wort lässt so viele Interpretationen zu und beflügelt uns, kaum eines wird so schamlos vereinnahmt, ausgehöhlt und missbraucht. Was hat es auf sich mit Freiheit, freedom, liberté? Elodie Arpa zeigt uns in ihrem klugen Text, wo das Pochen auf Freiheit für andere gefährlich wird, was unser heutiges Freiheitsverständnis beeinflusst und warum Freiheit schrecklich verführerisch ist. Und nicht zuletzt führt sie uns damit vor Augen, wo unsere blinden Flecken in Bezug auf Freiheit liegen.

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Roman

Valentina hat sich ein Tattoo auf den Ringfinger stechen lassen, ein X, genau an der Stelle, wo das kleine Muttermal war, das gleiche wie auf dem Finger ihres Bruders. Als Kind war sie stolz auf dieses Zeichen der Zusammengehörigkeit, aber dann tauchte ihr Bruder ab, schloss sich der neofaschistischen Bande von G. an. Zum letzten Mal gesehen hat sie ihn im Video einer Überwachungskamera. An einem Weihnachtsabend ist er in die Garage der Eltern eingebrochen und hat ihre Autos zertrümmert. X ist ein Roman in drei Dutzend Briefen, die Valentina ihrem Bruder schreibt. Im Zentrum steht der Sommer 2010: Valentina hat gerade ein gutes Abitur gemacht, sie will studieren, aber zuerst wird gefeiert, gelacht und getrunken. G. ist auch auf dem Fest, er ist nicht nur ein Freund ihres Bruders, er ist auch ein Freund von ihr. Doch in dieser Nacht wird G. zu Valentinas Vergewaltiger. Valentina zeigt G. nicht an, sie schweigt, verschließt sich, isst nicht mehr. Nur ihrem Bruder versucht sie sich anzuvertrauen, aber er wendet sich von ihr ab. Erst Jahre später entschließt sich Valentina zu einem Befreiungsschlag.

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Roman | Über das Auf und Ab im Alltag eines jungen Vaters | Das perfekte Geschenk zum Vatertag

Zum zweiten Mal ist er Vater geworden. In der einen Nacht will und will die kleine Tochter nicht aufhören zu schreien, und in der nächsten fragt er sich, ob sie noch atmet. Am Tag findet er sich zwischen Windeln und Fläschchen und dem Playmobil des ersten Kindes wieder. Und während seine Frau die Hauptverdienerin ist, träumt er von einem Leben in einem großen Haus am Meer oder von Sex mit anderen. Er ist überfordert als Vater, verunsichert als Mann. Wieso fällt es ihm so schwer, sich in seine Rolle einzufügen? Und welche dunklen Seiten hat sein Mann-Sein, welches Potenzial an Wut und Gewalt schlummert in ihm? Mit seinem Kind im Arm sucht er nach Antworten und findet Momente der Liebe, der Nähe und des Glücks. Wellen ist ein Roman über das Auf und Ab im Alltag eines jungen Vaters, eine Auseinandersetzung mit dem Wunder des Lebens und der Liebe zum eigenen Kind. Er erzählt von einem modernen, um Gleichberechtigung bemühten Mann in einer Gesellschaft, in der immer noch alte Ideale und Geschlechterverhältnisse vorherrschen. Heinz Helles persönlichstes Buch und ein hochpoetischer Text von großer Kraft und Aktualität!

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Roman | Der große Bestseller aus Finnland endlich auf Deutsch Ein elektrisierendes Leseerlebnis für Fans von Karl Ove Knausgård und Annie Ernaux

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Drei Brüder bei einer Beerdigung, einer von ihnen liegt im Sarg, betrauert von seinen Geschwistern. Aber welcher? Und warum? Nur jeweils ein Jahr sind die Drumm-Brüder William, Brian und Luke auseinander und doch könnten sie unterschiedlicher nicht sein. William hat als Filmproduzent Karriere gemacht und glaubt, ihm stehe einfach alles zu, Brian, der mittlere Bruder, Lehrer und Künstleragent betätigt sich als wenig selbstloser Friedensstifter, Luke, psychisch instabiles Nesthäkchen, ist ein international gefeierter, sehr einsamer Popstar. Aber keiner von ihnen ist der, der er zu sein scheint. Vom Tag ihrer Geburt an hat ihre narzisstische, ziemlich abgefeimte Mutter die Brüder darauf abgerichtet, um ihre Aufmerksamkeit zu buhlen. Sie spielen Spielchen, doch im Laufe der Jahre werden diese Spiele – die kleinen Grausamkeiten – immer unheimlicher, gnadenloser und gefährlicher. Toxisch geradezu, denn nur zwei der Brüder werden überleben.

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In jeder Iranerin steckt eine Rebellin …

Wort für Wort bedeutet Bad-jens: nicht akzeptabel.
Und im Alltagspersischen: schelmisch oder aufmüpfig.

Schiras, Herbst 2022. Mitten im Aufstand »Frau, Leben, Freiheit« klettert die sechzehnjährige Iranerin Badjens bei einer Demonstration auf einen Müllcontainer, um in aller Öff entlichkeit ihr Kopftuch zu verbrennen. Während sie vor der sie anfeuernden Menschenmenge steht, zieht in Rückblenden ihr bisheriges Leben an ihr vorbei: ihre unerwünschte Geburt, ihr konservativer Vater, ihr Smartphone voller rebellischer Hits, ihre Freundinnen, ihre erste Liebe, ihr Körper, der nach Freiheit verlangt, und die Kleiderordnung für Frauen, die dieses Stück Stoff auf dem Kopf vorschreibt, von dem sie sich unbedingt befreien will.

»Meine Heldin Badjens verkörpert all diese Mädchen der Generation Z, die mit der Propaganda des islamischen Regimes gefüttert wurden, aber auch Zugang zu sozialen Netzwerken, Taylor Swift und Netflix hatten. Sie sind Lichtjahre von ihren Großmüttern entfernt und ganz anders als ihre Mütter, die zwischen den Verboten navigiert haben. Sie lassen alles hinter sich.« Delphine Minoui

Delphine Minoui erzählt die radikale Entwicklung ihrer Protagonistin in Form eines inneren Monologs. In ihrem bewegenden Entwicklungsroman verweben sich ausdrucksstarke Worte zu einer neuen Sprache, die in ihrer Feinfühligkeit und Rebellion Ausdruck für eine neue Generation im Aufbruch ist. Die Grundlage für den Roman bildeten Social Media Posts und Online-Interviews, die Minoui mit jungen Iranerinnen geführt hat. Es ist ihr gelungen, daraus einen Text zu schaff en, der die Wut, die Rebellion, aber auch den Mut der jungen Frauen ungeheuer kraftvoll zum Ausdruck bringt.

»Delphine Minoui setzt starke Akzente und komponiert aus Sätzen, die sie wie in Strophen arrangiert, eine traurige und mitreißende Hymne.« Le Figaro

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Roman

Der Debütroman von Lion Christ: Über einen jungen Mann, „der so lange fortläuft, bis er bei sich selbst ankommt – ein berührendes, radikal ehrliches Buch.“ Jenny Erpenbeck München, 1983. Flori kommt vom Land und sucht das pralle Leben, Glanz und Gloria, einen Mann, der ihn mindestens ewig liebt. Er ist ein unverbesserlicher Glückssucher und Taugenichts, ein Sauhund und Optimist. Im München von Franz Josef Strauß und Freddie Mercury, von erstickendem Biedersinn und wildem Hedonismus, ist jeder eigene Schritt eine kleine Befreiung. Flori rennt vor seinen Eltern davon, vor seiner ersten großen Liebe, vor jedem mit Erwartungen an ihn. Er wirft sich in die Clubs und Klappen, die heimlich zweckentfremdeten Ehebetten und Berührungen in aller Öffentlichkeit. Mit „Sauhund“ setzt Lion Christ Flori und allen vergessenen Liebenden des ersten AIDS-Jahrzehnts ein rauschhaftes Denkmal.

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Queere Romance mit Tiefgang: Zwei Jugendliche, die für ihre Liebe kämpfen und Vorurteile überwinden. Julya Rabinowichs neuer Jugendroman - Ausgezeichnet als »Jugendbuch des Monats« der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur Mo stammt aus einer Familie mit muslimischen Wurzeln. Als er eine Friseurlehre in einem Wiener Nobelsalon beginnt, taucht er ein in eine glamouröse Welt. Eines Abends wird er hinter den Kulissen des Wiener Opernballs eingesetzt und verliebt sich – ausgerechnet in Moritz, einen Jungen aus einer jüdischen Familie. Mo schwebt auf Wolke sieben – und bekommt gleichzeitig kalte Füße: Was, wenn seine Familie davon erfährt? Wird er jemals zu Moritz und seiner Liebe stehen können? Julya Rabinowich erzählt in Mo & Moritz eine Liebesgeschichte von heute, ganz nah dran an den Träumen und Hoffnungen Jugendlicher!

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Roman | »Ein ehrlich aufwühlendes, anrührendes Porträt eines Vaters und eines Sohnes …« Saša Stanišić

Ein Vater, ein Sohn und ein Land, das es nicht mehr gibt

Sie sehen sich nur einmal im Jahr, und jedes Mal geraten sie in Streit. Der Vater, der als junger Mann nach Deutschland kam, hier eine Familie gründete, in der Gastwirtschaft arbeitete und das Land dreißig Jahre später wieder Richtung Kroatien verließ. Und der Sohn, der in Berlin lebt, Schriftsteller geworden ist und im Gästehaus seines Vaters an der Adriaküste Urlaub macht. Im Streit befreien sie sich von den Dingen, die zwischen ihnen stehen. Und sie entdecken in scheinbar kleinen Momenten eine unerwartete Nähe: wenn sie, begleitet vom Jugo, dem warmen Südwind, mit dem Boot zur Insel vor der Bucht fahren, Tennis auf dem Platz eines verfallenen Hotels spielen oder den kleinen Acker der Familie in Bosnien besuchen. Nach und nach legen sie alte, zugewachsene Wege frei – zueinander und zu ihrer gemeinsamen Geschichte.

Jugo ist ein berührendes Vater-Sohn-Porträt. Eine Liebeserklärung an den gleichzeitig nahen und fernen Vater, dessen Rückkehr in die alte Heimat schwieriger war als seine Ankunft in einem fremden Land. Einfühlsam erkundet Ilija Matusko die Vergangenheit, die eigene und die gemeinsame, erzählt von Familie und den Konflikten im zerfallenen Jugoslawien. Und er spürt einem Gefühl nach, das Vater und Sohn verbindet: nie ganz angekommen zu sein.



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Roman

EIN ROMAN ÜBER MACHTMISSBRAUCH, MANIPULATION UND DIE UNTIEFEN MENSCHLICHER ABGRÜNDE Seit fast zwanzig Jahren arbeitet Grün als Pfleger auf der geschlossenen Station einer Psychiatrie. Manche Patienten kommen immer wieder, andere verschwinden, bevorer ihre Namen kennt. Aber sie fällt ihm auf. Wer ist diese Frau? Annika Domainko erzählt die aufwühlende Geschichte zweier haltloser Menschen, sie erzählt von der Angst vor dem Zusammenbruch, von Kontrollverlust und Macht. «Ungefähre Tage» ist ein Roman, der auf der Suche nach Gewissheit jede Sicherheit infrage stellt. Sie ist Patientin auf der geschlossenen Station einer Psychiatrie, leidet an Wahnvorstellungen, hört Stimmen, doch dann gibt es wieder diese Momente völliger Klarheit. Grün, der als Pfleger auf Station arbeitet, ist wie gebannt von dieser Frau. Durch sie scheint er seinen stumpfen Routinen zu entkommen und wagt es sogar, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen. Endlich kann er sprechen, von sich, von dem, wofür er zuvor keine Worte hatte. Und auch wenn der Halt, nach dem er greift, lose ist, könnte diese Frau doch seine Rettung bedeuten. Wäre es denn so fatal, sich näherzukommen? Und wie groß ist die Gefahr, in einem fremden Leben zu verschwinden? «Ungefähre Tage» ist das Psychogramm zweier Menschen im Ausnahmezustand. Wie unter einem Brennglas leuchtet diese Geschichte Machtmissbrauch, Manipulation und menschliche Abgründe aus. Klug, fesselnd, verstörend - die Psychiatrie als Brennglas der Gesellschaft Für die Leser:innen von Annie Ernaux, Angelika Klüssendorf, Antje Rávik Strubel oder Clemens J. Setz Annika Domainko betreibt ein gekonntes Spiel mit der Wahrheit und lässt Grenzen auf raffinierte Weise verschwimmen

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Ein so geistreicher wie feinfühliger Roman über die Liebe – vom Bestsellerautor von «Die Anomalie». «Ein Autor, den man spätestens jetzt entdecken sollte.» (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

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Natàlia findet die Tagebücher ihrer Mutter Judit und entdeckt bei der Lektüre eine Seite an der Verstorbenen, die sie bisher nicht gekannt hat: Die zarte und leidenschaftliche Judit pflegte in den 1930er-Jahren eine sehr enge Beziehung zu Kati, einer Anarchistin und Unterstützerin der Republik, einer Bohemienne, die sie für ihre Unabhängigkeit bewunderte. Doch was war das für eine Beziehung? Je länger sich Natàlia in die Worte ihrer Mutter vertieft, desto mehr Fragen kommen auf: Liebten Kati und Judit einander auch auf eine romantische Art? Mussten sie unter der faschistischen Bedrohung eine lesbische Beziehung verheimlichen? Natàlia bittet ihre Freundin Norma, eine Schriftstellerin, die Aufzeichnungen ihrer Mutter in einem Roman zu verarbeiten. Als die beiden Frauen von der Sehnsucht Judits nach Freiheit und Selbstbestimmung lesen, beginnen sie sich zu fragen, wie es eigentlich um ihre eigenen Beziehungen bestellt ist: Norma ist gerade dabei, sich neu zu verlieben und Natàlia versucht sich von Jordí zu trennen, der sich nicht aus seiner Ehe lösen kann...

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Roman | Von erster Liebe, ersten Krisen und echter Freundschaft | Coming-of-Age

Matti, fünfzehn Jahre alt, Sohn reicher Eltern, ist auf Klassenfahrt. Zehnte Klasse, Amrum. Wattwürmer ausgraben, rumhängen am Strand, kiffen und küssen. Während dieser Tage erlebt Matti einen psychischen Zusammenbruch. Es ist, als würde er die Welt von unten sehen. In den Dünen erscheint ihm eine Antilope. Seine Freunde, Anna, Can und die anderen, helfen ihm. Ein Jahr später sieht er die Antilope noch immer und wird von seinen Eltern zur Therapeutin geschickt. Als er in der zwölften Klasse ist, kommt er in die Psychiatrie. Seine Freunde befreien ihn daraus. Einige Stunden später sind sie erneut auf Amrum. Und während sie das Ende der Schulzeit erwarten, blickt Matti in eine ungewisse Zukunft, doch er weiß: Er ist nicht allein.
Die letzten Schuljahre, das erste Mal mit einem Mädchen, das erste Mal mit einem Jungen und eine Diagnose, die alles noch komplizierter macht. Stephan Lohse erzählt mit viel Empathie von psychischer Gesundheit, mit Witz und Poesie vom Jugendlichsein und Erwachsenwerden. Und davon, wie viel leichter es wird, wenn man bei alldem so gute Freunde hat wie Matti.

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Überraschend, spannend und sehr, sehr komisch - der langersehnte zweite Kriminalroman von Horst Evers.

Geboren am 9. November, zwei Jahre nach dem Mauerfall. Benannt nach dem Eddy-Grant-Song, bei dem ihre Eltern sich im deutsch-deutschen Kammerchor kennengelernt hatten. Die Mutter Westberlinerin, der Vater aus Leipzig, die Tochter das Beste aus beiden Welten: Hope Joanna Marlow.
Um als Taekwondo-Kämpferin eine Olympiachance zu haben, wurde sie Polizistin. Olympia ist nun Vergangenheit, die Berliner Polizei Gegenwart. Ein
Handyvideo, in dem zu sehen ist, wie Hope Joanna vier gewalttätige Räuber in einem Späti überwältigt, macht sie zur Heldin wider Willen. Doch noch bevor sie sich gegen ihren Ruhm wehren kann, versetzt eine mysteriöse Mordserie die Stadt in Aufruhr. Eine rechtsradikale Sekte scheint davon überzeugt zu sein, dass der legendäre, seit Kriegsende verschollene Fluchtkoffer Adolf Hitlers eben nicht nur eine Legende ist. Unter anderem soll er das Rezept für ei

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Roman | Herrlich englisch, queer und unerwartet

"Clever, sexy und voller Freude – die Charaktere inExperienced fühlen sich schnell an wie alte Freunde. Ein beeindruckender Debütroman, ich habe ihn geliebt!" – Beth O'Leary Ein Buch voller Zeitgeist: Kate Young schreibt den Roman des Jahres über Dating(-katastrophen), die Liebe und den Mut, zu sich selbst zu stehen Die dreißigjährige Bette muss erstmal verarbeiten, was gerade passiert ist: Mei, die Frau, die sie eigentlich gern als feste Freundin behalten würde, drängt ihr drei Monate Beziehungspause auf, damit Bette »sich auch einmal richtig ausleben kann«. Dass die daran überhaupt kein Interesse hat, ist erst einmal egal – und Bette war noch nie gut darin, zu sagen, was sie will. So landet sie schneller, als ihr lieb ist, auf diversen Dating-Apps und hat desaströse und nicht ganz so desaströse Begegnungen mit Menschen, die ihr dabei helfen sollen, mehr zu sich selbst und ihrer Queerness zu finden. Bald ereilt sie eine völlig unerwartete Erkenntnis: Ist ihre Vielleicht-bald-wieder-Freundin möglicherweise doch nicht ihre große Liebe, jetzt, da sich unbegrenzte Möglichkeiten bieten?

Ähnliche Bücher wie »Experienced. Die Liebe bietet unbegrenzte Möglichkeiten«
Über das Leben auf zwei Rädern und die Philosophie (Shortlist British Sportsbook Award) Für Leser:innen von „Die Philosophie des Radfahrens" und „Sokrates auf dem Rennrad" Shortlist British Sportbooks Award „Feinste Radsport-Prosa, anziehend und mitreißend.“ Stephan Klemm (Kölner Stadtanzeiger)

Ähnliche Bücher wie »Die Kunst des Radfahrens«
Wie erklärt man jemandem, was man nur erahnt? Was man so intensiv fühlt und doch nie fasst? Wie erklärt man den Menschen, die man liebt, dass man jemand anders ist, sich anders wahrnimmt, anders begehrt? In GENDER QUEER hat Maia Kobabe eine einfühlsame und radikal emphatische Reiseerzählung geschaffen – über eine lebenslange Suche nach sich selbst. In den 1990ern ist Maia Kobane ein leicht verstockter Teenager, der an allen Ecken und Kanten auf Fragen und Widerstände stößt. Heimliche Schwärmereien für die Mitschüler:innen, Freundschaften, Familienkrisen, Schulstress – der ganz normale Pubertätswahnsinn. Aber Maia strauchelt weit mehr als ihre Altersgenoss:innen. Als Mädchen fühlt sich Maia unwohl und oft fehl am Platz. Aber ein Junge will Maia auch nicht sein, zumindest nicht ganz. Kann man weder das eine noch das andere sein und trotzdem glücklich werden? GENDER QUEER ist eine der erfolgreichsten Comicautobiografien der letzten Jahre, ein Befreiungsschlag von einem Comic, mit dem Maia Kobabe nicht nur die eigene Geschichte und Identitätsfindung aufzeichnet, sondern auch einen immens wichtigen Leitfaden für junge Menschen auf der Suche nach sich selbst und ihrem Platz in der Welt geschaffen hat.

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Kolumnen 1946-1977

Die Entdeckung des »Kosmos Clarice Lispector« geht weiter: So persönlich war die Ikone der modernen Literatur noch nie zu erleben Clarice Lispector, eine der literarischen Ikonen des 20. Jahrhunderts, schrieb zeit ihres Lebens für Zeitungen, so u.a. zwischen 1969 und 1973 für das »Jornal do Brasil«, das führende Presseorgan des Landes, in dem sie eine wöchentliche Kolumne führte. Berühmt für ihre expressiven, das Innerste ihrer Figuren nach außen kehrenden Romane und Kurzgeschichten, erzählte Lispector hier von ihrem eigenen Alltag, verwandelte persönliche Erlebnisse und Erinnerungen in tiefgründige, berührende, häufig humorvolle kurze Episoden. Die verlorene Liebe eines Taxifahrers, die bittere Wahrheit hinter der Schönheit einer alten Freundin, ihre eigene Familie und ihr Aufwachsen: In allem entdeckt Lispector die Widersprüche und Eigenheiten des Leben. Auch über ihr Schreiben reflektiert sie in den Kolumnen immer wieder, teilt ihre Leseerfahrungen und schlägt eine Brücke zur brasilianischen Musik ihrer Zeit. Lispectors ureigener Blick auf die Welt, so ernst wie spielerisch, so heiter wie kontemplativ, offenbart echte Perlen der Erkenntnis und bringt uns die Schriftstellerin so nahe wie nie zuvor. Luis Ruby, gerühmter Übersetzer von Lispectors Romanen und Erzählungen ins Deutsche, hat für diesen Band die unterhaltsamsten und aufschlussreichsten Kolumnen ausgewählt und kommentiert. „Sie konnte beißend sein, rätselhaft, witzig - aber nie banal. Gerade mit ihren Kolumnen wurde die Schriftstellerin Clarice Lispector zu einer brasilianischen Ikone.“ Süddeutsche Zeitung, Simon Sales Prado - »Eine wirklich außergewöhnliche Schriftstellerin.« Jonathan Franzen – »Endlich wird eine der geheimnisvollsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts in all ihren schillernden Facetten wiederentdeckt.« Orhan Pamuk

Ähnliche Bücher wie »Wofür ich mein Leben gebe«
Roman

»Eine der geheimnisvollsten Autorinnen des 20. Jahrhunderts.« Orhan Pamuk »Es ist eigenartig, dass ich nicht sagen kann, wer ich bin.« In der Ehe mit Rechtsanwalt Otávio findet Joana keine Antwort auf ihre Fragen. Auch ihr drängender Wunsch, nahe dem »wilden Herzen« des Lebens zu sein, sich durch die Liebe zu befreien, bleibt unerfüllt. Joana sucht im Rückblick auf die eigene Kindheit und Jugend nach Träumen und frühen Zielen, stößt auf inneren Reichtum und die Gewissheit zu leben. Lispectors autobiografisch gefärbter Roman gleicht einer Reise ins Innere des Verstehens einer Frau. Im Alter von nur 19 Jahren verfasst, machte er die Autorin in Brasilien mit einem Schlag berühmt. Noch heute staunt man über die kühnen Bilder, die radikale Ehrlichkeit und philosophische Tiefe, mit denen Lispector das junge, hungrige Leben einer Frau auslotet.

Ähnliche Bücher wie »Nahe dem wilden Herzen«
»Ich kann mich an kein Buch von derart furchtloser Ehrlichkeit erinnern, was den Neuanfang einer Frau angeht. Hier ist jeder Satz mutig, kostbar, einzigartig.« Elke Heidenreich Nach dem Tod ihres Mannes räumt Christien Brinkgreve das gemeinsame Haus um. Was wie eine äußere Routine erscheint, stößt bei ihr eine innere Bewegung an: Eine Frau blickt zurück – auf ihr Leben, ihre Ehe, ihre Rolle in der Familie und in der Welt. Was bleibt von den gemeinsamen Jahrzehnten? Wer war sie in der Beziehung, wer ist sie ohne sie? Und wie kann es sein, dass sie sich als selbstbestimmte Frau zwischen Liebe und fremden Erwartungen verloren hat? Brinkgreves mutiges Buch findet Worte für Schlüsselerfahrungen, die viele Frauen teilen. Eine radikal persönliche Rückschau, eine große und schonungslose Erkundung des Frauseins, des Alterns und der Lebensentscheidungen, die wir aus Liebe treffen.

Ähnliche Bücher wie »Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen«
Roman. »Ein beeindruckendes Debüt. Tröstlich und schön.« – Leipziger Volkszeitung

»Ein feinfühliger Roman über vier Frauen und die Frage, was uns prägt« WOMAN
»Etwas ist falsch. Bloß habe ich keine Ahnung, was.«

Auf der Suche nach dem Ursprung ihres diffusen Gefühls, nirgends dazuzugehören, blickt Mirabell in ihre Familiengeschichte. Doch statt Antworten findet sie nur ein Geflecht aus Leerstellen und Halbwahrheiten, weitergegeben wie in einem endlosen Stille-Post-Spiel: Eine Urgroßmutter, die verschwand. Eine Großmutter, die nicht mehr leben wollte. Eine Mutter, die schweigt. Wie nähert man sich einer so lückenhaften Vergangenheit an? Je mehr Brüche Mirabell aufspürt, umso deutlicher ahnt sie, dass das Ungesagte bis heute fortwirkt - und dass sie ihre eigene Geschichte selbst schreiben muss.
Ein kluger, lange nachhallender Roman über vier Frauen, deren Leben über Jahrzehnte miteinander verwoben sind - und über die Frage, ob wir Wahrheit wirklich erinnern oder vielleicht erfinden müssen, um leben zu können.



Ähnliche Bücher wie »Über vier Leben«
Der Top-10-Bestseller aus UK. John Nivens persönlichstes Buch.

Wie konnte es so weit kommen? John Niven versucht den Selbstmord seines Bruders zu ergründen - eine literarische Spurensuche, die einem den Atem nimmt John Nivens persönliche literarische Memoiren erzählen die Geschichte der Brüder Gary und John. Während John sich aus der schottischen Provinz herausarbeitet und eine akademische Laufbahn einschlägt, in Bands spielt, einen gutdotierten Job bei einer angesagten Plattenfirma findet und dann erfolgreicher Romanautor wird, driftet Gary nach dem Abbruch der Schule zusehends ab, verliert den Halt, wird drogenabhängig und begeht 2010 im Alter von zweiundvierzig Jahren Selbstmord. Fortan lebt John mit der quälenden Frage, warum er seinem Bruder nicht hat helfen können, warum er ihn nicht retten konnte und wie es letztlich zu der Tragödie kam. Er begibt sich auf Spurensuche, zeichnet die Lebenswege der beiden so ungleichen Brüder nach, die einst von der gleichen Startposition aus ins Leben sprangen. Heraus kommt eine eindrucksvolle, herzergreifende, sehr ehrliche Lebensbeichte und Liebeserklärung an das Leben und einen Bruder, der diesem Leben nicht gewachsen war.

Ähnliche Bücher wie »O Brother«
Vor der Küste Englands treffen in tiefer Nacht verzweifelte Flüchtlinge auf selbsternannte Patrioten. Die schicksalhafte Begegnung löst eine irrwitzige Verkettung von Ereignissen aus, wobei es allen Beteiligten nur um eines geht: endlich - endlich - Frieden zu finden. Ein Boot mit Flüchtlingen stottert auf dem Ärmelkanal in Richtung englische Küste. Die Männer sind am Ende ihrer Kräfte, einer ist Omar, er ist neunzehn und hofft, seine Asha bald wiederzusehen. Auch eine Truppe von britischen Patrioten in einem Festrumpfschlauchboot ist unterwegs, um ihr Land vor Flüchtlingen zu schützen. Tags darauf erwacht Cherry am Strand. Sie hat sich in der Nacht die Kante gegeben, die Ehe ist ein Scherbenhaufen, ihr Sohn Liam hat sich das Leben genommen. Sie entdeckt die Leiche eines dunkelhäutigen Mannes, vom Meer angespült, das Genick gebrochen, ein laminiertes Foto in der steifen Hand. Er erinnert Cherry so sehr an Liam, dass sie sich schwört, die junge Frau auf dem Foto zu finden und ihn zu beerdigen. Welchen Preis wird Cherry bezahlen?

Ähnliche Bücher wie »Frieden«
Über Sex sprechen

Exkursion ins Sumpfgebiet unserer Seele Nach dem Erfolg von »Dry« schreibt Christine Koschmieder über Sex und Intimität. Persönlich, mutig und lustig erkundet sie die Körpererfahrungen, die sie und andere Frauen im Lauf ihres Lebens gemacht haben. Gerade hat sie die Suchtklinik verlassen, da steht Christine Koschmieder vor einer neuen Herausforderung: Bisher hatte sie Sex meistens mit Hilfe von Alkohol. Aber wie lassen sich Intimität, Liebe und Sex ohne Betäubung erfahren? Und woher kommt ihre Angst vor Nähe eigentlich? Aus ihrer Biografie, aus unserer Kultur, oder ist sie einfach da? Mit 50 Jahren begibt sich Christine Koschmieder auf eine Exkursion ins »Sumpfgebiet unserer Seele«. Sie besucht Freundinnen, Ex-Lover und eine Sexualtherapeutin. Sie befragt sich und andere nach Nacktheit und Erregung, Grenzsetzung, Pornographie, OnlyFans und Selbstermächtigung. Sie folgt den Spuren, die ihre Beziehungen hinterlassen haben. Am Ende weiß ihr Kopf fast alles, aber ihr Körper noch nicht. Und dann fängt das eigentliche Abenteuer der Intimität an. »Ich hatte Sex, und ich habe drei Geburten und zwei Abtreibungen hinter mir. Ich kenne also meinen Körper. Was ich allerdings bis heute nicht gut kann: körperliche Nähe herzustellen und eine Sprache dafür zu finden. Das will ich jetzt ändern.«

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Roman

Von Wahrheit und Willkür in den Plattenbausiedlungen der alten BRD – Der neue Roman von Behzad Karim Khani, dem Shootingstar der deutschen Literatur Ein Junge, der sich eine Gewalt herbeisehnt, die eine Kuhle hinterlässt mit den Umrissen Deutschlands. Er lebt in einer Siedlung, wo die Küchen keine Abzüge haben, und in deren Fluren es nach Armut, Majoran und Etagenbetten riecht. Es sind die 1990er und er ist mit seiner Familie aus dem Iran ins Ruhrgebiet geflohen. Die Mutter ist Soziologin, der Vater ein Schriftsteller, in dessen Sprache es fünfzehn verschiedene Begriffe für Stolz gibt. Deutschland erlebt er als Kränkung und wird zum Beobachter. Erschöpft sich dabei, das Land zu begreifen, während die Mutter an das An- und Weiterkommen glaubt und die Wut des Sohnes immer ungehemmter wird. Denn auf den Straßen seines Viertels herrscht eine Gewalt, von der die Eltern wenig mitbekommen. Ein Roman über ein tristes Land. Über die Diaspora als Heimat. Über die Freiheit im Fremdsein. Über kaputte Aufzüge und die Wahrheit der Schwäne.

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Roman - Der neue Roman nach dem Welterfolg „Gute Geister“ – »Mitreißend, spannend und schlichtweg fabelhaft: Man möchte, dass es ewig weitergeht.« Opra

Nur große Herzen erobern die Welt.

Oxford, Mississippi, 1933. Während die Wirtschaftskrise die Welt in Atem hält, kreuzen sich in einer kleinen Stadt die Wege dreier ungewöhnlicher Frauen. Sie erkennen, dass sie gemeinsam etwas bewegen können, vielleicht sogar die Regeln ihrer Zeit verändern. Um ihre Ziele zu erreichen, gehen erstaunliche Risiken ein. Denn sie haben eines gemeinsam: Sie haben wenig zu verlieren.

Die elfjährige Meg, deren Mutter einst an Weihnachten verschwand, hat auf die harte Tour gelernt, sich auf niemanden zu verlassen. Nun zählt sie zu den »großen Mädchen« im Waisenhaus und kämpft jeden Tag um ihre Würde. Birdie Calhoun, unverheiratet und unverblümt, ist nach Oxford gekommen, um ihre wohlhabende Schwester um etwas Geld zu bitten. Doch sie merkt schnell: Das High-Society-Leben ist nichts als ein Geflecht aus Lügen. Dann begegnet Birdie Charlie, einer Frau, die mit dem Rücken zur Wand steht. Als sich die Schicksale der drei kreuzen, schmieden sie einen kühnen Plan, um einzufordern, was ihnen zusteht. Doch in einer heuchlerischen Zeit, in der die Freiheit von Frauen zerbrechlich ist, kann selbst der kleinste Akt des Widerstands gefährliche Folgen haben.

Ein Roman, der mitten ins Herz trifft. Und eine Hymne an alle unterschätzten Frauen, die den Mut haben, für ihre Ideale zu kämpfen.

  • »Klug, humorvoll und mit unvergesslichen Charakteren, deren Meinungen und Handlungen einen sofort in ihren Bann ziehen – dieses Buch ist ein absolutes Muss.« Bonnie Garmus
  • Nach »Gute Geister« endlich der neue fulminante Roman der international gefeierten Bestsellerautorin Kathryn Stockett.
  • »Ich bin fasziniert von Frauen, die sich selbst und andere überraschen, um zu bekommen, was zum Überleben nötig ist.« Kathryn Stockett


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Erzählungen

Die neue Kollegin einer Sexarbeiterin ist aus Silikon. Ein Schlachtergehilfe hantiert in der »Fleischfabrik« mit hochmodernen Tötungsmaschinen. Und die Auszubildenden einer Flughafen-Security sollen verinnerlichen, dass erst regelkonformes Verhalten sie zu Menschen macht. Magdalena Schrefels Figuren stehen vor den alltäglich-absurden Herausforderungen des Spätkapitalismus – Automatisierung, Kontrolle, Prekarität – und finden überraschende Wege, mit dem Unzumutbaren umzugehen. Und sie fragen nach den Bedingungen der Entstehung von Literatur: Wie macht sie sich Menschen zunutze? Und ist Literatur Arbeit, ja, sogar systemrelevante?

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Roman | Ein eindringlicher Vater-Tochter-Roadtrip durch ein geisterhaft verlassenes Italien

An einem Tag im Mai 1980 steigt die achtjährige Ilaria nach der Schule in das Auto ihres Vaters, der sie abholen soll. Es ist der Beginn einer zweijährigen Irrfahrt durch Italien – denn der Vater hat sie entführt. Ständig wechselnde Hotels, die endlosen Stunden im Auto, auf unbeseelten Autobahnraststätten, Triest, Bologna, ein Internat in Rom, ein Bauernhof in Sizilien, und Ilaria denkt ständig an die Mutter und die Schwester und schwört sich, nicht mehr zu weinen. Manchmal sieht das alles aus wie eine normale Kindheit, dank der Spiele, die sie und der Vater unterwegs spielen, wie sie im Auto die Hits lauthals mitsingen. Aber der Vater trinkt, ist ständig nervös, viel zu impulsiv. Hin und wieder darf sie mit der Mutter telefonieren, Ilaria hat schmerzhafte Sehnsucht nach ihr, doch zugleich will sie den Vater schützen. Und bei alledem muss sie irgendwie versuchen, die andauernde Angst, den Zusammenbruch ihres Lebens, ihre stille Verzweiflung zu bewältigen.

Ilaria ist ein Roadtrip durch ein ungekanntes Italien und ein beeindruckend erzählter, autobiographisch grundierter Roman – über heikle Nähe, die elementare Schutzlosigkeit eines Kindes und die Notwendigkeit einer viel zu frühen Selbstbehauptung.



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Roman. Jubiläumsausgabe

»Das ist die Geschichte des Musikers Johannes Elias Alder, der zweiundzwanzigjährig sein Leben zu Tode brachte, nachdem er beschlossen hatte, nicht mehr zu schlafen.« So beginnt der Debütroman von Robert Schneider, mit dem ihm vor 30 Jahren ein literarischer Welterfolg gelang. Der Auftaktsatz nimmt die Geschichte über das Leben eines Genies in der Enge eines österreichischen Bergdorfs vorweg: Schon als Kind ist der 1803 geborene Elias Außenseiter, sein außergewöhnlich scharfes Gehör und sein musikalisches Talent sorgen bei den Dorfbewohnern für Aufsehen und Argwohn. Die unerfüllte Liebe zu seiner Cousine Elsbeth quält ihn im Laufe der Jahre, und sie treibt ihn an. Bei einem Orgelwettbewerb in Feldberg improvisiert Elias über den Bach-Choral »Komm, o Tod, du Schlafes Bruder« und entfacht eine ungeahnt starke Wirkung auf sein Publikum und sich selbst. Der Roman wurde in Dutzende Sprachen übersetzt, erfolgreich verfilmt und ist einer der großen Klassiker der Gegenwart.

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Roman | Nach »Die schönste Version« das neue Buch der Bestseller-Autorin. Ein moderner Liebesroman über die kleinen und noch größeren Gräben unserer Ge

Reicht die Liebe im Zweifel?

Michelle ist Anfang dreißig, als ihr Leben im Osten des Landes auseinanderbricht. Sie lässt alles hinter sich und fängt von vorne an: Als Rezeptionistin eines Hotels trifft sie auf Luxus, westdeutschen Reichtum und – Henry. Einer, der ganz andere Startmöglichkeiten hatte als sie, dem es nie an irgendetwas gemangelt hat. Sie verlieben sich, allen Unterschieden zum Trotz. Es erscheint Michelle zum ersten Mal möglich, ein sorgloses Leben. Aber es wäre kein Buch von Ruth-Maria Thomas, wenn nicht alle schönen Gewissheiten irgendwann gehörig ins Wanken gerieten ... Mit großer Sogkraft und berückender Leichtigkeit erzählt der Roman von Aufstiegswünschen, Abstiegsängsten und von der Frage, was Freiheit und Sorglosigkeit für einen Preis haben.



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»Radikaler als Annie Ernaux.« (der Freitag)

»Ich komme mir vor wie ein Kind am Schaufenster eines Geschäfts, es ist alles da, was ich will, aber es ist nicht für mich.«

Lea Stein reist zu einem Bewerbungsgespräch ins Hotel Schillerhof Resort & Spa – ihre letzte Chance auf einen Neuanfang. Die junge Mutter hofft auf einen Job beim Literaturagenten Erwin Groß. Während Lea durch die Welt der Wohlhabenden laviert – unsicher, beobachtend, rechnend –, putzen Migrantinnen die Zimmer und halten die luxuriöse Fassade aufrecht. Erwin Groß schläft schlecht, trotz Erfolg, und sucht jemanden für die unangenehmen Aufgaben – günstig, versteht sich.
Als ein Autor tot in seinem Zimmer aufgefunden wird, ändert sich alles: Wer darf hier sein? Wer muss gehen? Und wer entfernt das Blut aus dem Teppich?
Slata Roschal erzählt mit messerscharfer Präzision von Klassenunterschieden, die sich in Trinkgeldern, ge

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Theorien zu Geschlecht und Sexualität im Kapitalismus

Ein materialistischer und ein queertheoretischer Feminismus werden einander meist als unvereinbar gegenübergestellt. Ein materialistischer Feminismus bezieht sich auf eine marxistische Theorietradition, in der gesellschaftliche Strukturen im Vordergrund stehen. Der feministischen Queertheorie geht es hingegen ausgehend von poststrukturalistischen Überlegungen um die gesellschaftliche Konstruktion von Geschlecht. Diese theoretische Differenz wird durch den politisch konstatierten Widerspruch zwischen Klassen- und Identitätspolitik noch verstärkt. Während Klassenpolitik oftmals andere Ungleichheitsstrukturen wie Geschlecht und Sexualität außer Acht lässt, wird einer sogenannten Identitätspolitik vorgeworfen, Kapital- und Klassenverhältnisse nicht mitzudenken. Unterschiede werden dabei jedoch überbetont, anstatt Anschlusspunkte für eine emanzipatorische queer-feministische und antikapitalistische Politik in den Vordergrund zu stellen. An dieser Stelle setzt dieses Buch an, das in die theoretischen Grundlagen eines queerfeministischen Materialismus einführt und anhand von aktuellen Debatten zu trans und queerem Marxismus zeigt, wie eine emanzipatorische Theoriebildung jenseits des vermeintlichen Widerspruchs zwischen Queer und Klasse gelingen kann. Mit Beiträgen von Monique Wittig, Christine Delphy, Rosemary Hennessy / Chrys Ingraham, María Lugones, Shahrzad Mojab / Sara Carpenter, Nat Raha, Franziska Haug, Holly Lewis & Sophie Noyé. »Dieses Buch ist ein Fest. Legendäre Texte und schillernde Neuentdeckungen lassen alle Synapsen feuern. Und sie schüren das Begehren, die kapitalistische Vergeschlechtlichung Geschichte werden zu lassen.« – Eva von Redecker

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Eine illustrierte Geschichte

In Form eines Sachcomics erzählen die Autor*innen über die Entstehung von Queer-Theorie und LGBTQ*-Aktivismus. Es geht um Identitätspolitik, Geschlechterrollen, Privilegien, Ausschlüsse und die Frage, warum wir Geschlecht und Sexualität so sehen, wie wir es heute tun. »Queer« zeigt, wie diese Themen mit unserem Verständnis von Biologie, Psychologie und Sexualwissenschaft verbunden sind und wie queere Perspektiven immer wieder herausgefordert wurden. Der Comic führt durch die historischen Entwicklungen, erklärt Begrifflichkeiten und stellt Bewegungen sowie einzelne Theoretiker*innen vor, die unsere Einstellungen zu dem, was ›normal‹ ist, verändert haben – so zum Beispiel Alfred Kinsey und seinen Blick auf Sexualität als ein Spektrum zwischen Hetero- und Homosexualität oder Judith Butlers Perspektive auf Geschlecht als soziale Konstruktion.

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Reproduktionsarbeit im globalen Kapitalismus und die unvollendete feministische Revolution

In dem Band formuliert die feministisch-marxistische Theoretikerin und Aktivistin Silvia Federici eine aktuelle Kritik der Reproduktionsarbeit im globalen Kapitalismus und plädiert für eine feministische Politik der Commons. Neben zwei neuen Beiträgen wird auch die bereits 1974 verfasste Kritik „Counter-Planning from the Kitchen“ erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht. Federici erinnert an die „unerledigte Revolution des Feminismus“ und plädiert für deren Aktualisierung in der Gegenwart. Queer-Feminismus und Ökonomiekritik schließen einander nicht aus (wie in letzter Zeit immer wieder behauptet), sondern müssen verbunden werden. Das Buch, das unsere Reihe eröffnen wird, ist gleichzeitig eine Intervention in einen queeren wie feministischen Diskurs, der sich um eine Kritik des Kapitalismus zu wenig bemüht und andererseits eine Intervention in den ökonomiekritischen, marxistischen Diskurs, der leider immer noch sehr androzentrisch (männerdominiert) funktioniert und Geschlechterverhältnisse nur am Rande behandelt. Gleichzeitig führen wir auch die in USA und Italien bekannte operaistische Feministin Silvia Federici in Deutschland ein. Der Band stellt ebenso einen Beitrag zur Analyse des globalen Kapitalismus mit Schwerpunkt auf der Reproduktionsarbeit dar wie zur Geschichte feministischer Kämpfe. Im Kontext der neuen Buchreihe Kitchen Politics ist der erste Band auch als ein Plädoyer für eine materialistische, antikapitalistische Wende der Queer Theory zu verstehen.

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Zwei Brüder, Frankie und Freddie Lehmann. Eine verlorene Tasche. Schnee. Und das Hin und Her der Himmelsmacht.

Frankie und Freddie Lehmann, zwei Brüder aus Bremen in Westberlin im Jahr 1980. Während der eine seit Wochen damit beschäftigt ist, in Kreuzberg Fuß zu fassen, will der andere weiterziehen nach New York, musste aber erst einmal am Kudamm im Probandenhotel wohnen und als Versuchskaninchen für Antidepressiva herhalten.  Jetzt, einen Tag vor Heiligabend, hat er Angst vor Menschen, kann nicht mehr U-Bahn fahren und verliert eine wichtige Tasche.

Sven Regener schickt die beiden auf eine Odyssee durch eine Stadt zwischen den Welten, einen Ort von Spaß und Kälte, Trotz und Anarchie, Resignation und Überlebenswillen. Ein Roman über Brüder, Aufbrüche und plötzliche Liebe – klug, poetisch, warmherzig und sehr sehr lustig.



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Roman

Dieppe, Nordfrankreich. In den sonnigen, aber leeren Wochen der Corona-Pandemie gibt sich der Ich-Erzähler ein Versprechen: Sobald die Welt wieder offen ist, will er sich auf den Weg nach Italien machen, um den letzten Sommer von Cesare Pavese zu rekon­struieren – der erfolgreiche Schriftsteller hatte sich im August 1950 im Hotel Roma in Turin das Leben genommen. Der Erzähler träumt davon, das Rascheln von Paveses Regenmantel und das Echo seiner Schritte in den Bogengängen zu hören. Eineinhalb Jahre später sitzt er wirklich auf der Piazza Maria Teresa in Turin. Er ist von Rom angereist, wo er inzwischen wohnt. Und er ist nicht allein. Sie kommt aus Paris, Turin wird zur Haltestelle ihrer Liebe. Gemeinsam lesen sie in Paveses Leben und in seinen Werken, streifen durch die Stadt und die Hügellandschaften des Piemont, die nicht mehr ganz Erde und noch nicht Himmel sind.

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Roman | Packender Unterhaltungsroman der SPIEGEL-Bestseller-Autorin | Französische Legende um die Bestie von Gévaudan neu erzählt | mutige weibliche He

Ein fesselnder Roman über eine außergewöhnliche Frau und die Dämonen ihrer Vergangenheit, von der Autorin von »Liebten wir« Fleurs Leben ist das Internet. Dieser Ort bietet der Datenforensikerin im Gegensatz zur realen Welt Geborgenheit. Als Fleur die Wohnung ihrer verhassten französischen Großmutter erbt, wird sie mit ihrer ungeklärten Familiengeschichte konfrontiert. Auf den Spuren ihrer Ahnen reist Fleur nach Frankreich in die Auvergne. Dort stößt sie auf ein dunkles Geheimnis, das bis in die Zeit der Aufklärung zurückreicht. Dabei blickt sie auch einer Bestie ins Gesicht, die das Schicksal ihrer Familie seit Generationen überschattet. Nach dieser Begegnung wird Fleur für immer eine andere sein. Nina Blazon führt uns nach Frankreich und hin zu einer bekannten Legende: die Bestie des Gévaudan.

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Vier Variationen über Zuwendung und Zwang

Maggie Nelson wirft Fragen auf, die uns dazu auffordern, neu über Freiheit nachzudenken. Nach "Bluets" und "Die Argonauten" verknüpft sie erneut gekonnt Philosophie mit radikaler Kritik. Was es heißen könnte, frei zu sein, beschäftigt Maggie Nelson fast ihr ganzes Leben. Kaum ein anderer Wert ist so eng mit unserer Vorstellung vom Menschsein verbunden. Doch seine Bedeutung entgleitet ihr immer wieder. Handelt es sich um einen andauernden Lebenszustand oder um einen einmaligen Moment, der uns befreien wird? Ist Freiheit unerlässlich für Gerechtigkeit und Wohlergehen? Maggie Nelson erkundet kontroverse Debatten in der Kunstwelt, das Erbe der sexuellen Befreiung, die schmerzhaften Paradoxien der Sucht und die Unabwendbarkeit der Klimakrise und vollzieht damit selbst eine Praxis der Freiheit. Sie bietet keine einfachen Antworten, sondern wirft Fragen auf, die uns dazu auffordern, neu über Freiheit nachzudenken.

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Oft ist dieses wohl beliebteste Märchen der Brüder Grimm erzählt und illustriert worden, doch nie hat jemand so magisch-schöne Schneewittchen-Bilder geschaffen wie Benjamin Lacombe. Seine Bilder gewinnen dem bekannten Text eine neue Tiefendimension ab und verzaubern Kinder wie Erwachsene gleichermaßen. 'Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?' Wer kennt diese Frage nicht? Benjamin Lacombe hat sie nun mit ganz neuen Bildern beantwortet. Der französische Illustrator versteht sich meisterhaft darauf, eine beklemmend-bedrohliche Atmosphäre heraufzubeschwören und zugleich die Leichtigkeit und Anmut des Unschuldig-Schönen einzufangen. Einfach großartig! Der Text ist in der Originalversion der Brüder Grimm von 1896.

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Ein Appell

Menschenrechte, Freiheit und Demokratie verteidigen: Ein kraftvolles Plädoyer von Gerhart Baum Ob Freiheit und Gleichheit aller Menschen, das Recht auf Unversehrtheit oder das Recht auf freie Wahlen und Meinungsäußerung: Weltweit sind die Menschenrechte bedroht. In immer mehr Ländern werden Aktivisten, die sich dagegen wehren, verfolgt. Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine stellt offen die Vereinbarungen der internationalen Staatengemeinschaft in Frage, die Frieden und Recht sichern sollen. Kriegerische Konflikte, Menschenrechtsverletzungen und Brüche des Völkerrechts bringen Freiheit und die Werte der Demokratie in Gefahr. Gerhart Baum schildert eindrücklich die Kontroverse zwischen autoritären und demokratisch verfassten Gesellschaften und benennt deutlich, wo die Menschenrechtskonvention nicht eingehalten wird. In seinem leidenschaftlichen Appell legt er nachvollziehbar und verständlich die Bedeutung der Menschenrechte als Basis für eine Friedensordnung der Welt dar. - Ein brennendes und pointiertes Plädoyer vom ehemaligen Bundesinnenminister Gerhart Baum - Menschenrechte als wichtigste Grundlage für eine Friedens- und Freiheitsordnung - Von Weltpolitik über Whistleblower bis zum Sport: Eindrückliche Analyse von Menschenrechtsverletzungen weltweit Für den Schutz der Menschenrechte und für den Erhalt der Demokratie: Was jeder Einzelne tun kann Gerhart Baum hat sich zeitlebens für die Menschenrechte eingesetzt, in Südafrika, für die UN im Sudan oder durch engen Kontakt zu Verfolgten in Belarus und Russland. Seine Denkanstöße liefern Impulse für die Politik, die Unternehmen stärker in die Pflicht nehmen muss, wenn es darum geht Menschenrechte und Demokratie zu wahren. Es gilt, gemeinsam Frieden und Freiheit zu bewahren. Ein Buch, das Mut macht!

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Das Debattenthema unserer Gegenwart »Klassismus hat für die Mittelklasse eine Funktion, ist Mittel zum Zweck: Klassistische Erzählungen von der Faulheit und Dummheit der Armen legitimieren deren schlechte Behandlung.« Die Herkunft unserer Eltern hat in Deutschland immer noch viel zu großen Einfluss darauf, auf welche Schule wir gehen und wie viel Geld wir verdienen. Wie kann es sein, dass Klassismus ausgerechnet im Heimatland von Karl Marx eine so große Rolle spielt? Und wie könnte eine gerechtere Gesellschaft aussehen? Die Journalistin und Schriftstellerin Marlen Hobrack geht diesen schwierigen Fragen mit Verve und Humor auf den Grund.

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»Lieber Papa!« | €10,00
Das perfekte Geschenk zum Vatertag

Wir lernen ihn mitunter erst spät besser kennen, erkennen uns aber, ob wir wollen oder nicht, in ihm wieder, je älter wir selbst werden: unseren Vater. Das Lesebuch »Lieber Papa!« enthält Erinnerungen von Lily Brett, Annie Ernaux oder Philip Roth, die von ihren berührenden Erlebnissen als Tochter oder Sohn mit diesem Mann erzählen. Wer ist er eigentlich, warum scheint er uns oft weniger vertraut zu sein als unsere Mutter? Lars Brandt weiß, dass von ihm keine Küsse zu erwarten waren, Arno Geiger hat seinen dementen Vater als König im Exil betreut und Axel Hacke berichtet, wie es sich anfühlt, auf der anderen Seite zu stehen, selbst Vater zu sein. Das Buch, liebevoll illustriert von Antje Damm, ist letztlich eine kleine literarische Reise zu uns selbst.

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Roman

Cordelia Edvardsons Roman ist „eines der großen Werke der Holocaust-Zeugenschaft“. (Daniel Kehlmann) – Eine literarische Wiederentdeckung „Das Mädchen hatte schon immer gewusst, dass etwas mit ihm nicht stimmte.“ Cordelia, unehelich geboren, ist eine „Dreivierteljüdin“, ihre Mutter eine berühmte Schriftstellerin und glühende Katholikin. Im entscheidenden Moment schützt diese nicht ihre Tochter, sondern rettet sich selbst. Mit 14 Jahren wird Cordelia Edvardson nach Auschwitz deportiert. Ihr Roman ist die schmerzhafte Annäherung an den Verrat durch die eigene Mutter, die tastende Suche nach einer Identität, der Versuch, dem Grauen der Vergangenheit ungeschützt ins Gesicht zu sehen.

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Roman

Für acht Wochen wird die Frühchenstation zum zwangsweisen Zuhause für Heike und Frank. Sie gehen ein und aus, erleben Momente der Angst, der Hoffnung, des Schmerzes und des Trostes. Sie entwickeln einen eigenen Aberglauben, einen Schutzzauber, der vielleicht verhindert, wovor sie sich am meisten fürchten. Denn Gewissheiten gibt es hier nicht, außer einer unbedingten, tiefen Liebe zu ihrem Sohn. Dieses Memoir in der Tradition von Uwe Timm, Maggie Nelson und vor allem von Annie Ernaux kehrt behutsam die Spreu der Erinnerung zusammen. In einer Weltsekunde, in der jederzeit das Schlimmste passieren kann, erscheint alles wesentlich. Ein Mut machender Roman über das Leben, der wie unter einem Vergrößerungsglas zeigt, wie dieses Leben in einer Extremsituation auf seinen Kern zusammenschrumpft: Liebe, Familie, Elternschaft. Gleichzeitig wirft er durch seine spritzige, ironisch-tiefsinnige Sprache einen sehr klaren, erfrischenden Blick auf das, was sich im Leben ändert, wenn aus einem Paar über Nacht Eltern werden. Und zwar, und das ist selten, aus Vatersicht.

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Roman

Bis zum allerletzten Tag ist sie gerne hingefahren, ins Gymnasium, um junge Menschen mit ihrer Liebe für die deutsche Sprache und Literatur anzustecken. Auch wenn ihr das nicht immer gelungen ist und sie der vielen Schulreformen langsam müde wurde. Seit dem Ende ihres Berufslebens ist es ihr, als würde sie »in einem leeren, unbewohnten Raum stehen und in eine Landschaft ohne Konturen hinausschauen«. Einen Spiegel dieses inneren Raums findet die Erzählerin in ihrem Garten. Jeden Morgen beobachtet sie, wie sich der Tag langsam durch die graugrüne Wand aus Haselsträuchern, Schlehdorn und Hartriegel herantastet. Jeder Morgen ist anders und ruft andere Gedanken und Erinnerungen wach. Erinnerungen ans Elternhaus mit dem verwunschenen Park, an die ersten Semester an der Universität während der Jugendunruhen, an die Eltern, die sich in der Bewegung »Moralische Aufrüstung« engagierten, und an den früh verstorbenen Bruder, den Schriftsteller Hermann Burger. In ihrem Haus ist es noch still – überhaupt ist es stiller geworden, nachdem die Kinder ausgezogen sind –, nur Apple, der Kater, streicht um ihre Beine und legt sein »flaumiges Katzengewicht« auf ihre Füße. Kathrin Burgers Roman ist mit autobiografischen Elementen durchflochten. Sie erzählt präzise und poetisch. Sie blickt versöhnt auf das Entschwundene, mit Zuversicht auf das Kommende und immer wieder in ihren Garten, dessen stetige Verwandlungen sie in den feinsten Schattierungen nachzeichnet.

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Roman

Vasco und Tina verfallen einander – dabei will Tina in wenigen Wochen Edgar, den Vater ihrer Zwillinge, heiraten. Was klingt wie eine tausendfach erzählte Dreiecksgeschichte, entpuppt sich bei François-Henri Désérable als charmantes, vor Esprit prickelndes Liebes- und Leseabenteuer. Für Vasco, Bibliothekar der Bibliothèque nationale de France, und Tina, die Schauspielerin, die jeden Morgen zwischen zwei Tassen Kaffee Gedichte von Verlaine und Rimbaud rezitiert, ist die Literatur ein unentbehrliches Liebeselixier. Vasco schreckt nicht einmal vor dem Diebstahl jener Schatulle zurück, in der das Herz von Voltaire aufbewahrt wird, oder vor dem Einsatz des Revolvers, mit dem Verlaine 1873 auf Rimbaud schoss. Nun sitzt Vasco im Gefängnis und der namenlose Chronist dieser Folie à deux, Vascos und Tinas bester Freund, vor dem Untersuchungsrichter. Er soll ihm die Gedichte erklären, die Vasco über seine Liebe zu Tina geschrieben hat. Der Freund versteht Vascos Anspielungen und erzählt dem Richter viel über die Form von Sonetten und Haikus. Doch die ganze Wahrheit über Vasco und Tina enthüllt er nur den Leserinnen und Lesern. Diese Amour fou macht Lust auf Lyrik, auf Verse wie die von Paul Verlaine, die dem Roman den Titel geben: »Ist voller Spott dein Herz, ist es empfindsam, sachte? Nichts weiß ich, doch ich danke der Natur die mir dein Herz zum Meister und Bezwinger machte.«

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Aufstieg einer Frau von ganz unten. Der Nummer-1-Bestseller aus Irland

Wie viele junge Mädchen ist Katriona klug, neugierig und zukunftsfroh. Wie immer mehr Mädchen wächst sie in Armut auf. »Hosenpisserin« wird sie in der Grundschule von ihren Klassenkameradinnen genannt. Weil sie stinkt. Weil es bei ihr zu Hause keine Seife und keine Handtücher gibt. Armut beschämt und macht einsam. Und Armut bedeutet auch Armut an Sicherheit. Mit fünfzehn wird Katrina schwanger und obdachlos. Mit der Hilfe von zwei Lehrerinnen und einem Sozialarbeiter schafft sie dennoch den Aufstieg von ganz unten. Heute ist sie eine vielfach ausgezeichnete Psychologin und Aktivistin. »Working Class Girl« erzählt davon, was es bedeutet, alltäglich in existenzieller Armut zu leben. Und von unbedingter Solidarität und Hoffnung.

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Abgewertet, vergessen, wiederentdeckt »Das weibliche Werk ist verachtet. Die großen Kulturschöpfungen kommen vom Mann. Ab und zu holt man eine kleine Mumie mit weiblichen Merkmalen aus ihrem Sarg, läßt sie ein paar Worte sprechen, und dann, nach einiger Zeit, wird sie wieder vergraben und vergessen. Wenn Sie mehr wissen wollen, müssen Sie das Buch von Nicole Seifert lesen.« Elfriede Jelinek

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Abgewertet, vergessen, wiederentdeckt »Nicole Seiferts Buch spricht unverhohlen über Misogynie im Literaturbetrieb und erzählt eine weibliche Literaturgeschichte, die Lust aufs Lesen macht.« SWR 2 lesenswert »Ein ungemein kluges, fundiertes, ein wichtiges Buch – uneingeschränkt zu empfehlen.« Der Standard »Seifert erklärt anschaulich und macht Lust auf mehr Bücher von Autorinnen, neuen und vergessenen. Absolute Empfehlung!« Brigitte »›Frauenliteratur‹ von Nicole Seifert ist ein guter Kompass und Leitfaden. Ständig streicht man Namen an und wundert sich, dass einem so Vieles so lange nicht bewusst war. Was für ein Augenöffner! Was für ein Buch!« Zita Bereuter, ORF Hörfunk

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Was wäre, wenn du trans wärst und es nicht wüsstest? Wenn es eine Lücke in deinem Leben gäbe, von der du nicht mehr als eine unbestimmte Ahnung hast, dass es sie gibt? Wenn du dich nur im Drogenhoch oder beim Sex in deinem Körper zu Hause fühlst? Vom Sydney der 1980er Jahre bis ins heutige New York, in den sich wandelnden politischen und medialen Landschaften des späten zwanzigsten Jahrhunderts, spinnt Reverse Cowgirl eine Komödie der Irrungen. McKenzie Wark ist dabei, als aus dem Aufbruch von 1968, aus Punk, Disco und schwul-lesbischen Subkulturen neue Identitätsentwürfe entstehen – doch sie muss feststellen, dass sich ihr Leben weiterhin den Namen und Kategorien entzieht. Zwischen dem Versuch, als schwuler Mann zu leben, und jenem, als Mann mit Frauen zusammen zu sein, erkennt Wark, dass sie ganz anderer als der etablierten Erzählungen bedarf. Mit Anleihen bei den Genres der Autofiktion und Fiktionskritik entsteht so das gleichermaßen drastisch wie berührende Memoir einer Nichtexistenz: die Autoethnografie der Undurchsichtigkeit unseres Selbst.

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Roman | Nominiert für die Longlist Deutscher Buchpreis 2026

»Prallvoll mit Überlebenslust, Herzwärme und Witz.« Pieke Biermann

Shortlist Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2026

Longlist Deutscher Buchpreis 2026

Sie sind überall, wir sehen sie jeden Tag. Egal ob in Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul oder Berlin, überall schwirren sie durch die Städte: Essenslieferanten. Tomer Gardi verbindet ihre Geschichten zu einem weltumspannenden Gegenwarts-Epos. »Liefern« erzählt von Rassismus und Ausbeutung, von Liebe, Familie und der großen Sehnsucht nach Verbundenheit. So gegenwärtig, so international, so politisch und leichtfüßig zugleich war lange kein deutscher Roman.
Der Roman entstand in Zusammenarbeit mit Anne Birkenhauer, die auch den Teil »Mimesis« aus dem Hebräischen übersetzt hat.

Filmon, der aus Eritrea nach Tel Aviv geflüchtet ist, arbeitet als Lieferant. Er will genug Geld sammeln, um seiner Frau und Tochter nach Berlin zu folgen. Sein Job ist immer in Gefahr, er hat keine Arbeitserlaubnis und fährt unter falschem Namen. Seine Frau und Tochter lernen Deutsch bei Nina im Bildungszentrum, die zu einem Austauschsemester nach Delhi reist, wo sie sich in den Argentinier Ramón verliebt. Der Erzähler fährt nach Istanbul, um nach einer Gaunerei bei einem Literaturpreis das Preisgeld zu verprassen. Und in Buenos Aires muss Ramóns Mutter mit der Abwesenheit ihres Sohnes fertig werden. »Liefern« ist eine literarische Weltreise in sechs Episoden und eine Feier der Erzählkunst, wie sie nur Tomer Gardi veranstalten kann: tiefgründig und humorvoll, mit politischer Sensibilität und literarischer Verve.



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Roman | Eine zarte Familiengeschichte und eine Liebeserklärung an die Kraft des Atlantiks

Ein tragisches Unglück, eine zerbrochene Familie – und Heilung von unerwarteter Seite

Nach ihrer Scheidung zieht Grace zurück auf den elterlichen Bauernhof an der windgepeitschten Küste von Wales. Den harten Alltag bestreitet sie allein, ein Unfall auf See hat ihr vor vielen Jahren den Bruder genommen. Nur ein Ritual am Abend spendet Grace Ruhe und Trost: Wenn sie eine alte Tonaufnahme des Seewetterberichts auflegt, die ihren immer vergesslicher werdenden Vater jedes Mal aufs Neue in dem Glauben einschlafen lässt, das Meer sei ruhig und sein Sohn in Sicherheit.  

Als eines Tages eine junge Frau vor der Tür steht und behauptet, Graces Bruder sei tatsächlich noch am Leben, glaubt Grace ihr kein Wort. Doch ihr Vater lässt nicht ab von diesem Hoffnungsschimmer, und so machen die drei sich auf die Suche – eine Suche, auf der sich Grace auch ihre

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Rachel Jedinak, geboren im April 1934, überlebte die erste Massenverhaftung der Juden in Paris, die als »Razzia vom Vélodrome d’Hiver« in die Geschichte einging. Die Massenverhaftungen vom 16. und 17. Juli 1942 gelten als eine der symbolträchtigsten Szenen der französischen Kollaboration. Während dieser beiden Tage verhaftete die französische Polizei nach vorheriger Absprache mit der deutschen Besatzungsmacht 13 152 in Paris lebende Juden. Als am 15. Juli 1942 Gerüchte über eine bevorstehende antisemitische Razzia aufkamen, versteckte Chana Psankiewicz ihre beiden Töchter bei ihren Großeltern. Von der Concierge denunziert, werden sie von der Polizei abgeholt und schließlich mit ihrer Familie zu einer Sammelstelle für Juden gebracht. Mit Hilfe der Mutter gelingt es den beiden Mädchen, durch einen Notausgang zu entkommen. Ihre Mutter wird im Gefangenenlager Drancy interniert, wo Rachel sie noch einmal mit einem Fernglas aus der Ferne sehen kann, bevor sie, wie auch der Vater und Rachels Nachbarn, Cousinen und Klassenkameraden in die Vernichtungslager deportiert werden. In ihrem zarten und feinfühligen autobiographischen Bericht erzählt die Zeitzeugin Rachel Jedinak von dem Grauen der Verfolgung dieser Tage, aber auch von den glücklichen Kinderspielen auf den Bürgersteigen und den sehnsuchtsvollen Blicken auf nichtjüdische Klassenkameraden, die im öffentlichen Park spielen durften. Sie erzählt von den Verfolgungen, von den eingesperrten Kindern, die in der Bellevilloise vor Hitze schreien, und ihrer dramatischen Flucht. Rachel Jedinak erzählt uns das alles in ruhigem Ton, in der universellsten aller Sprachen: der Sprache der Kinder.

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Sein Leben und seine Kunst

Jacques Tatis Monsieur Hulot, unverkennbar mit seiner Pfeife, seinem Regenschirm und seinen gestreiften Socken, war eine geniale Slapstick-Kreation, die das Publikum auf der ganzen Welt über die Absurdität des Lebens lachen ließ. David Bello’s Biografie zeichnet Tatis Aufstieg und Fall nach, von seinen Anfängen als Varieté-Mime während der Depression über den Erfolg von „Jour de Fête“ und „Mon Oncle“ bis hin zu „Playtime“, dem grandiosen Meisterwerk, das den gefeierten Regisseur und Oscar-Preisträger in den Bankrott trieb und ihn um finanzielle Unterstützung für die Fertigstellung seiner letzten Filme betteln ließ. Bei der Analyse von Tatis einzigartiger Vision, eines Clowns, dessen filmische Innovation darin bestand, das alltägliche Leben in eine Kunstform zu verwandeln, enthüllt Bellos die komplizierte Inszenierung seiner berühmtesten Gags und stützt sich auf bisher unzugängliche Archive, darunter Filmmaterial, Videos, aufgezeichnete Interviews und frühe Entwürfe von Drehbüchern, sowie die Mithilfe von Tatis Tochter. Herausgekommen ist das Bild eines Mannes, der gleichzeitig engagiert, leidenschaftlich und schüchtern war, mehr Künstler als Geschäftsmann. In der genau recherchierten Darstellung wird Tati sehr lebendig und bleibt, wie auf der Leinwand, seltsam liebenswert.

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SLAYETH LOVE | €19,80
Collection of Letters From & For Queer Afro-Diasporic People

If you had the opportunity to address the person that changed your world for the better as you grew confidently into your beautiful Queer and Black identity, what would you write? What would you say to the person whose existence helped you develop into your authentic self or to the person that unknowingly helped you understand the meaning of “it gets better”? In a time where long workdays and innumerable demands find us more and more isolated from each other, community care is both a revolutionary and a healing tool. There is unlimited power in supporting and nourishing those whom we share our roots, history, and identities with. With this in mind, the unique and intimate letters in this book are a declaration of unapologetic love from Black writers who are femme, queer and/or disabled that have taken up a movement with the intentional purpose of supporting and uplifting the identities, bodies, and shared understandings of our community across the diaspora. This book is a declaration of love , light, friendship, and community that reminds us we are valid; that our stories matter; and most importantly, we are here to stay as we continue to slay our way into the future our ancestors dreamed of.

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Roman

»Drei sympathische Frauen Mitte Dreißig lernen auf die harte Tour, sich selbst zu lieben.« People Joy und Annie sind Freundinnen und WG-Bewohnerinnen, deren Leben in den Dreißigern nicht gerade so verläuft, wie sie es sich vorgestellt haben. Um über die Runden zu kommen, beschließen sie, ihr zusätzliches Zimmer an Theo zu vermieten, der Joy nicht nur mit seiner Verehrung für ihre einäugige Katze bezaubert. Als Annie zu ihrem Freund zieht, richten sich Theo und Joy zu zweit ein. Und werden unzertrennlich, so denkt Joy zumindest. Doch dann bringt Theo Celine mit nach Hause, die bezaubernde Freundin, von der er nie gesprochen hat. Joy beschließt, alles zu tun, was nötig ist, um ihn zu halten, und gerät dabei immer tiefer in eine emotionale Achterbahnfahrt. Scharfsinnig, beißend komisch und voller Herz untersucht »How to Fall Out of Love Madly« das komplexe Beziehungsgeflecht von Frauen – zueinander, zu Männern und zu sich selbst.

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Roman »Gedanken, Sprache wie ein neugeborenes Lebewesen. Entwaffnend, anziehend, tastend. Eine andere Welt, aber man fühlt sich bis auf die Knochen verbunden. Liebe zu einem Text.« Inga Machel »Ein literarisch staunenswertes Buch.« Buchkultur über »Taubenleben« »Der Leser wankt zwischen Ekstase, Nähe und Verständnis.« Yasmine M’Barek, Berliner Morgenpost über »Taubenleben« »Eine kleine große Geschichte mit lakonischer Eleganz und mit der unbändigen Freude am Beobachten auch winziger Details aufgeschrieben.« NDR Kultur über »Taubenleben«

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In diesem als Road Movie angelegen Roman, der aber keineswegs ein Road Movie ist, spielt Steven Uhly mit den Graden von Fiktion und Autofiktion so meisterhaft, dass die kritisch ironische Darstellung der USA unter Trump und Co wie ein Zauberspiegel ganz nebenbei und gerade deshalb umso schärfer ausfällt.

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Roman

Die preisgekrönte französische Autorin und Psychoanalytikerin erzählt die Geschichte der Familie ihres Vaters – einer jüdisch-algerischen Arztdynastie in Frankreich. »Eine wahrlich glänzend erzählte Familiengeschichte.« Olivia de Lamberterie, France Inter Alles beginnt in Nordafrika, Anfang der 1960er Jahre. Während des Unabhängigkeitskriegs müssen ihre Großeltern Algerien verlassen. Sie verlieren alles, was sie sich aufgebaut haben. Schnell fassen sie in Frankreich Fuß, leiten bald eine der modernsten Kliniken im Norden des Landes. Der jüngere Sohn, Sarahs Vater, soll selbstredend in die Fußstapfen des Vaters treten. Im Medizinstudium verliebt er sich jedoch in eine junge blonde Französin, die zu schön und zu unabhängig ist für seine konservativen Eltern. Es kommt zum Bruch. Vieles bleibt ungesagt, als er mit Mitte dreißig stirbt. Da ist Sarah erst fünfzehn Monate alt. Sie wächst bei ihrer Mutter auf, ohne das Dunkle, ohne die Traurigkeit, die sie begleiten, verdrängen zu können. Bis sie sich entschließt, den verlorenen Faden zu der Familie ihres Vaters wieder aufzugreifen …

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Roman | Ein verspielter, mitreißender, humoristischer Roman, der sich der schwierigen Frage stellt, wie Literatur den Schrecken der Gegenwart begegnen

Wenn die Wirklichkeit in die Fiktion einfällt, wird es wild und schwarzhumorig

Ukraine, 2022. Jewa ist eine Schneckenforscherin, die aussterbende Arten in einem mobilen Labor retten will. Die immer erfolglosere Arbeit finanziert sie mit ihrer Schönheit. Als „Braut“ einer Heiratsagentur unterhält sie westliche Männer auf der Suche nach einer fügsamen Frau fürs Leben. So lernt sie die Schwestern Nastia und Sol kennen, die das aktivistische Werk ihrer vermissten Mutter fortsetzen wollen. Ihr Plan: Heiratstouristen in Jewas Transporter kidnappen und aufmerksamkeitsträchtig im Wald aussetzen. Bald geht's los: drei wütende Frauen, dreizehn ahnungslose Junggesellen und Lefty, eine linksgewundene Schnecke, das letzte Exemplar ihrer Art – doch dann überfallen die Russen das Land... Und der Roman nimmt eine ungeahnte Wendung. Oder zwei. ›Ein Königreich für eine Schn

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Über Klasse sprechen

Alles begann bei einem Gespräch in der Küche. Gerade war Didier Eribons Rückkehr nach Reims erschienen, das wir zu lesen versuchten, es aber immer wieder weglegen mussten. Zu nah waren die Erfahrungen an den eigenen Klassenwechseln, und doch fehlte da etwas. Je mehr wir unsere eigene Klassengeschichte befragten, desto mehr Freund:innen fielen uns ein, bei denen es ähnlich war. Wir entwickelten einen Fragebogen und fingen an, Interviews zu führen. Viele der Befragten erzählen von Migrationsgeschichten, sind queer und fast alle sind oder waren im Kunst- und Kulturbereich tätig. Alle sind oder waren einmal Töchter. In diesen Gesprächen werden Klasse mit Geschlecht, queerness, Arbeit, Migration, Widerstand und Sorge verschränkt. Das Buch behauptet eine andere Wirklichkeit, in der das Sprechen über Klasse nicht von Scham und Isolierung getragen wird, sondern Verbindungen schafft.

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